Monat: Februar 2025

  • UEVA: Tutzings Straßen mit Adleraugen angeschaut…

    Der Zustand von Tutzings Straßen ist insgesamt nur mittelmäßig – das weiß jeder, aber nun hat die Gemeinde diesen Eindruck in strukturierten, nutzbaren Informationen erhalten. Diese wurden präsentiert in der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses (UEVA) am 25.02.2025 untzer der Leitung des 1. Bürgermeisters Ludwig Horn.
    Diplom-Ingenieur Kim Gebauer von der eagle eye technologies Deutschland GmbH präsentierte die Ergebnisse der mobilen Straßendatenerfassung in der Gemeinde Tutzing. Dazu wurden mit einem Spezialfahrzeug das Straßennetz von insgesamt 69,3 km befahren, davon 40,2 km innerorts und 29,1 km außerorts. Alle 5 Meter werden 12 Bilder aufgenommen. Das System ist dem menschlichen Sehen nachbildet. Digital und mit dem GEO-Informationssystem (GIS) der Gemeinde abgestimmt werden die Daten zusammengefügt. Das Ergebnis ist ein digitales Infrastrukturdatenmodell, das Auskunft gibt über (1) die Art der Flächen (Fahrbahn, Parkraum), (2) Material (Asphalt, Beton, Betonstein, Naturstein, wassergebundenes Material), (3) den jeweiligen Zustand und auch (4) Punktobjekte (Kanaldeckel, Verkehrszeichen , Abläufe, Masten). Insgesamt wurden rd. 387.000 m² erfasst.
    Die Forschungsgestellschaft für Straßen und Verkehrswesen (FGSV) hat ein Regelwerk erarbeitet, insbesondere die Einteilung der Flächen in sogenannte Zustandsklassen 1-8.  Damit abgestimmt wurde für Tutzing eine visuell-sensitive Zustandserfassung nach FGSV vorgenommen. Die FGSV gibt Empfehlungen für das Erhaltungsmanagement für befestigte Straßen. In das Erhaltungskonzept fließen ein Verlaufskurven der Zustandswerte bei einer Nutzungsdauer von 40-50 Jahren, differenziert nach Rissen und Flickstellen, nach allgemeinen Unebenheiten und nach Spurrillen. Hauptschadenursachen sind Setzungen infolge unzureichender Verfestigung des Oberbaues, des Unterbau oder des Straßenaufbaus insgesamt sowie Risse infolge einer Überbeanspruchung des Oberbaus durch Verkehr und Temperatur.
    Für Tutzings Straßen ergibt sich insgesamt ein mittlerer Zustand von 3,1, Maßnahmen sind mittelfristig zu planen. Der Berater unterschied mehrere Szenarien:

    1.  Szenario „ohne Maßnahmen“ – Im Jahr 2033 hat sich der Zustand des Straßennetzes weiter verschlechtert, es entspricht der „Note“ 4,2 und der Zustandsklasse 7. 85% der befestigten Flächen werden in einem kritischen Zustand sein, der die Verkehrssicherheitr gefährdet.
    2. Szenario „unbegrenztes Budget“ – Bei direkter Investition von 17,4 Mio. und danch erträglichen Ausgaben (insgesamt 28 Mio Euro über 10 Jahre) ist das Straßennetz tiptop.
    3. Szenario „Erhalt des aktuellen Zustands“ – Um den Zustand bei 3,1 zu halten, sind jährliche Ausgaben von 1,2 Mio. erforderlich, so der Berater.
    4. Szenario „Haushalt Tutzing 2025 – 500.000 Euro in jedem Jahr“ – Der Zustand des Straßennetzes verschlechtert sich verlangsamt von 3,1 auf 3,9.

    Grundlage sind die ermittelten Kosten für Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen in Euro/m².  Das System schlägt vor, wie die finanziellen Mittel einzusetzen sind. Dazu gab es die Anmerkungen vom Ratskollegen Dr. Jochaim Weber-Guskar, hier noch eine Gewichtung nach dem Verkehr einzuführen, um die Arbeiten am Straßennetz zu priorisieren. Wichtig sei, so der Berater, konstant an den Maßnahmen zu arbeiten. Der Datenbestand, der im Eigentum der Gemeinde stehe und an sie übergeben wurde,  kann punktuell, z.B. nach Baumaßnahmen, aktualisiert  werden. Das FGSV empfiehlt eine Neubefahrung nach fünf Jahren. Einstimmig wurde die Präsentation zur Kennntis genommen und die Verwaltung beauftragt, das Erhaltungskonzept für das Straßennetz weiterzuverfolgen. Darüber hinaus soll geprüft werden, im Haushalt 2026 einen höheren Finanzbedarf für die Instandsetzung einzuplanen.

    Weitere Punkte der Sitzung:

    • Zu Beginn der Sitzung nahm der Bürgermeister auf Antrag von Ratskollegin Caroline Krug Stellung zu den aktuellen Baumfällungen. Konkret ging es um die Baumfällungen in der unteren Greinwaldstraße, insgesamt sechs Spitzahorne und Mehlbeeren.  Nach Auskunft der Bauingenieure und Beratung durch die Landschaftspflegerin und die gemeindliche Landschaftsarchitektin werden die Tiefbauarbeiten so intensiv sein, dass dass Wurzelwerk dieser Bäume beschädigt werden wird. Es werde empfohlen, für die Neupflanzungen widerstandsfähige Baumarten auszuwählen, mit nicht zu ausladender Krone, aber gleichwohl Schatten spendend, z.B. eine japanische Zierkirsche. Ratskollegin Caroline Krug konnte dem nicht zustimmen, sah die „Bäume ohne Lobby“ und bat, doch zwei Bäume zu erhalten. Der Bürgermeister versprach, es würden keine „Zahnstocher“ nachgepflanzt, also keine ganz kleinen Bäume. Er nahm den Gemeinderat in Schutz, in dem Bäume sehr wohl eine „Lobby“ hätten. Der Ausschuss plädierte weiter für reifere Bäume, Berücksichtigung der Bewässerung und das Anbringen von Schutzbügeln gegen PKW.
    • Nachdem die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Tutzing in das sechste und letzte Jahr geht, wollte die Verwaltung klären, wie die Parkbuchten in der Hauptstraße beschildert werden und ob Parkraumbewirtschaftung eingeführt werden soll. Nach einigem Hin und Her in der Diskussion erhielt ich als Gast mit Zustimmung der Ausschussmitglieder das Wort: Die Diskussion sei bereits geführt worden, so mein Hinweis, die Einführung der Parkraumbewirtschaftung von 9 – 18 Uhr lediglich auf das Ende der Sanierungsarebeiten verschoben worden. Für Kurzparker solle es eine sogenannte „Semmeltaste“ geben, um für kleine Einkäufe 30 Minuten kostenlos parken zu können. Ratskollege Dr. Joachim Weber-Guskar erinnerte sich ebenfalls, es werde eine Fluktuation bei den Parkpätzen gewünscht, Dauerparker seien unerwünscht. Ratskollege Thomas Parstorfer ergänzte, dies sei mit Parkscheiben nicht zu erreichen. Einstimmig wurde die Verwaltung gebeten, die Parkraumbewirtschaftung in der Hauptstraße zu prüfen und vorzubereiten (Parkscheinautomaten und App), die Semmeltaste vorzusehen und die Arbeitsgemeinschaft Tutzinger Gewerbetreibender (ATG) zu befragen.
    • Die Gemeindeverwaltung hat eine Anfrage bezüglich der Errichtung von Hinweisschildern zum Einkaufen in Tutzing erhalten. In den Beispielsbildern handelte es sich um Schilder mit geschätzen Maßen von 1 Meter Breite und 2,5 Metern Höhe. Die Errichtung dieser Schilder wurde einstimmig abgelehnt. Ggf. könne man zeitweise die Willkommensstelen am Ortseingang nutzen.

    Unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes dankte der Bürgermeister den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, die die Bundestagswahl unterstützt hätten. Weiter gab er bekannt, dass der Haushalt 2025 der Gemeinde vom Landratsamt geprüft und freigegeben worden sei. Auf Anregung wird demnächst auch im Kampberg (Blumenstraße) eine Geschwindigkeitsmessanlage (Smiley) aufgestellt. Im Zusammenhang mit der Fertigstellung der Hauptstraße wurde nach den Details der Möblierung (Bänke, Fahrradständer etc.) gefragt.  Dies, so der Bürgermeister, solle im Rahmen des ISEK mit Mitteln aus der Städtebauförderung unterstützt und daher erst 2026 entschieden werden.

     

  • Ausstellung „100 Jahre Rathaus Tutzing“

    Ausstellung „100 Jahre Rathaus Tutzing“

    Wussten Sie, dass unser Rathaus in Tutzing bei seiner feierlichen Einweihung am 3. Mai 1925 als „das schönste Rathaus im Starnberger Bezirk“ bezeichnet wurde? Ist Ihnen bekannt, dass das Hauptgebäude unseres Rathauses innerhalb nur eines Jahres errichtet wurde?

    Zum 100-jährigen Jubiläum des von Architekt Theodor Dreisbusch geplanten und von Baumeister Xaver Knittl erbauten Amts- und Verwaltungsgebäudes präsentiert das Rathaus eine sorgfältig kuratierte Ausstellung. Diese einzigartige Schau vereint zahlreiche neue und historische Ansichten und lädt dazu ein, die wechselvolle Geschichte des Gebäudes zu entdecken.


    Bildnachweis: Familie Dreisbusch/Lorenz

    Schlendern Sie durch die Rathausflure und lassen Sie sich von bislang unbekannten Fotografien aus der Bauzeit verzaubern. Betrachten Sie unser Rathaus aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln im Laufe der Jahre. Erfahren Sie Wissenswertes über die Entwicklung Tutzings von der Hofmark zur Gemeinde, staunen Sie über die Bevölkerungsentwicklung unseres Ortes und entdecken Sie, dass das Rathaus in der Kirchenstraße keineswegs das erste Amtsgebäude in Tutzing war.

    Freuen Sie sich mit uns auf die feierliche Ausstellungseröffnung am 20. März 2025 um 18:30 Uhr, zu der wir Sie herzlich einladen. Keine Zeit? Besuchen Sie die Ausstellung vom 21. März 2025 bis 31. Januar 2026 jederzeit und ohne Voranmeldung während der Öffnungszeiten des Rathauses:

    Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag: 8:00 – 12:00 Uhr
    Dienstag zusätzlich: 14:00 – 18:00 Uhr
    Übrigens: Im Rahmen der Tutzinger Kulturnacht am 4. April 2025 bieten wir eine exklusive Führung durch die Ausstellung an. Denn: Man sieht nur, was man weiß!

     

    Quelle: Pressemitteilung des Rathauses vom 20.02.2025

    Bildnachweis: Familie Dreisbusch/Lorenz

  • Endspurt bei der Hauptstraßensanierung

    Endspurt bei der Hauptstraßensanierung

    Am 19.02.2025 erreichte uns die nachstehende Pressemitteilung aus dem Rathaus  zur Hauptstraßensanierung:

    Am Montag, den 10.02.2025 wurden die Sanierungsarbeiten der Hauptstraße in Tutzing mit der sogenannten „Verkehrsphase 6“ (Marienstraße bis Oskar-Schüler-Straße) wieder aufgenommen. Damit startete dieses Großprojekt in sein sechstes und letztes Jahr.

    Für den Zeitraum der gesamten „Verkehrsphase 6“ mit Restarbeiten in der „Verkehrsphase 3 + 4 + 5“ wird auch wieder die Umleitungsstrecke über die Bahnhofsstraße, Kirchenstraße und Oskar-Schüler-Straße eingerichtet.
    Die Gemeinde Tutzing bittet vor allem mit Blick auf die Umleitungsstrecke noch einmal um gesonderte Rücksichtnahme gegenüber Anwohnern und weiteren Verkehrsteilnehmern insbesondere Schulkindern. Einzuhalten sind neben Verkehrsregeln die ausgewiesenen Park- und Halteverbote sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen.

    Zu den Arbeiten im Jahr 2025 gehören neben „Verkehrsphase 6“ unter Vollsperrung auch die „Verkehrsphasen 7“ und „Verkehrsphase 8“ – von der Oskar-Schüler-Straße bis zum Ringseisweg, die jeweils unter halbseitiger Sperrung ausgeführt werden.
    Es ist möglich, dass Teile der „Verkehrsphasen 7 + 8“ baulich gleichzeitig mit „Verkehrsphase 6“ zur Ausführung kommen.

    Parallel zu diesen drei Verkehrsphasen werden die Nebenstraßen von Graf-Vieregg-Straße bis Marienstraße baulich eingebunden. Dies wird als „Verkehrsphase Nebenstraßen“ bezeichnet und erfolgt parallel zu den Arbeiten auf der Hauptstraße.
    Die genauen Zeitpunkte, wann welche Nebenstraße eingebunden wird, stehen noch nicht fest. Die Zeiträume der jeweiligen Einbindungen werden gesondert kommuniziert. Die Verkehrsführung (z. B. Einbahnstraßenregelungen) wird für diese Einbindungen der Nebenstraßen durch Aufhebung der jeweils betroffenen Einbahnstraße angepasst. Die variablen Zeiträume und Ausführungsorte ermöglichen eine schnellere und effizientere Fertigstellung.

    Anmerkung: Das Beitragsbild zeigt die Arbeiten in der Leidlstraße

  • Neuer E-Mail-Newsletter der Gemeinde Tutzing seit Januar 2025

    Neuer E-Mail-Newsletter der Gemeinde Tutzing seit Januar 2025

    Die Gemeinde Tutzing veröffentlicht seit Januar 2025 einen neuen E-Mail-Newsletter, um die Bürgerinnen und Bürger aktuell und umfassend über das Ortsgeschehen zu informieren.

    Einfach anmelden und informiert bleiben
    Alle Interessierten können den Newsletter unkompliziert abonnieren. Die Anmeldung erfolgt über diesen Link oder über die Website der Gemeinde Tutzing unter Aktuelles und Informationen. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Abonnentinnen und Abonnenten den Newsletter automatisch an die angegebene E-Mail-Adresse.

    Inhalte des Newsletters
    Der Newsletter bietet eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen in Tutzing aus dem vergangenen Monat. Darüber hinaus informiert die Gemeinde zu aktuellen Bauprojekten, Veranstaltungen, Entwicklungen sowie Beschlüssen aus Gemeinderats- und Ausschusssitzungen.

    Kostenfrei und ohne Verpflichtungen
    Das Abonnement des Newsletters ist kostenlos. Es werden keine Werbeinhalte oder Weiterleitungen zu externen Anbietern mit versteckten Kosten enthalten sein. Für die Anmeldung ist lediglich die Zustimmung zur Datenschutzerklärung erforderlich.
    Die Abbestellung des Newsletters ist jederzeit möglich. Ein entsprechender Abmeldelink befindet sich in jeder Newsletter-Ausgabe.

    Ergänzendes Informationsangebot
    Der Newsletter ist ein freiwilliger Service der Gemeinde Tutzing und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Gemeindeverwaltung freut sich über Anregungen, Fragen und konstruktive Kritik, die per E-Mail an pressestelle@tutzing.de gerichtet werden können.

    Mit diesem neuen Angebot möchte die Gemeinde Tutzing die Bürgerinnen und Bürger noch besser informieren und zur aktiven Teilnahme am kommunalen Geschehen ermutigen.

    Quelle: Pressemitteilung vom 19.02.2025

  • BOA: Keine Befreiung von der Tiefgaragenpflicht

    Der Bauwerber eines Vorhabens am Lilienweg 6 in Kampberg muss die Tiefgarage bauen, eine Befreiung von der Errichtung einer Tiefgarage gemäß Tutzinger Ortsbaussatzung wurde nicht erteilt. So geschehen in der Sitzung des Bau- und Ortsplanungsausschusses (BOA) am 18.02.2025 unter der Leitung des 1. Bürgermeisters Ludwig Horn.

    Der Bauantrag zur Nutzungsänderung des Werkstattgebäudes zu Wohnungen mit neuem Erweiterungsbau für Wohnen war bereits in der Ausschusssitzung am 19.11.2024 behandelt worden. Die Ablehnung wurde damit begründet, dass der Erweiterungsbau, der nur durch eine untergeordnete Spange mit dem Werkstattgebäude verbunden war, ein eigenständiges Gebäude sei. Damit wären auf dem Grundstück von 1.336 m² im Lilienweg 4 und 6 drei Gebäude platziert. Die Tutzinger Ortsbausatzung schreibt dafür eine Grundstücksgröße von 1.800 m² vor. Das Kreisbauamt Starnberg hält das Bauvorhaben wahrscheinlich für genehmigungsfähig, weil es die beiden verbundenen Gebäudeteile als ein Gebäude sieht. Die Nutzungsänderung beim Werkstattgebäude ist übrigens seit dem 01.01.2025 verfahrensfrei möglich, stand also nicht mehr zur Debatte. Das Kreisbauamt, so Bauamtsleiter Christian Wolfert, lege allerdings ein hohes Gewicht auf die Position der Gemeinde zur einer wiederholt beantragten Befreiung von der Tiefgaragenpflicht (ab vier Wohneinheiten). Die Bauwerber begründen ihren Antrag auf Befreiung mit der hohen Versiegelung durch das große zusätzliche Bauwerk (292 m² einschl. Verlängerung des Lilienwegs). Das konnte die Mitglieder des Ausschusses nicht überzeugen. Mit 7 zu 2 Stimmen wurde der Antrag auf Befreiung abgelehnt, die Tiefgarage soll errichtet werden.

    Der Bebauungsplan Nr. 91 „Seeuferbereich“, Teilbebauungsplan 1, wurde vom gemeindlichen Planer Martin Büscher bereits in der Sitzung am 17.12.2024 ausführlich erläutert, insbesondere die Einwendungen von einigen Eigentümern zu ihren Grundstücken, die sich Geltungsbereich des Bebauungsplans befinden. Diese Einwendungen wurden abgewogen und in Teilen oder abgeändert in den Entwurf des Bebauungsplans eingearbeitet, alles unter Beachtung der Planungsziele der Gemeinde, wie der Planer erläuterte. Dabei ging es um Bauraumverschiebungen, Bauraumverlängerungen, Abstandsverringerungen, zum Teil auch um Vergrößerung der Grundfläche proportional zur Grundstücksgröße. Existierende Carports  wurden erfasst und eine Zufahrt zu einem noch unbebauten Grundstücksteil über den Ringseisweg eingetragen. Einstimmig billigte der Ausschuss den Bebauungsplan mit Begründung in der Fassung vom 18.02.2025 und beauftragte die Verwaltung mit der erneuten Auslegung.

    Es passiert selten, aber nach 32 Minuten waren wir mit dem öffentlichen Teil fertig.

  • Wasserzählerwechsel in Tutzing – Wichtige Informationen für Haushalte

    Wasserzählerwechsel in Tutzing – Wichtige Informationen für Haushalte

    Folgende Pressemitteilung aus dem Rathaus erreichte uns am 13.02.2025:

    Gemäß dem Mess- und Eichgesetz (MessEG) ist das Wasserwerk Tutzing als Trinkwasserversorger der Gemeinde verpflichtet, die in den Haushalten installierten Wasserzähler turnusmäßig alle sechs Jahre auszutauschen.

    In diesem Jahr wird der Wechsel der Wasserzähler nicht mehr direkt durch das Wasserwerk Tutzing sondern erstmals durch eine externe Fachfirma durchgeführt. Alle betroffenen Eigentümer erhalten hierzu ein Schreiben der beauftragten Firma mit dem geplanten Termin für den Austausch sowie weiteren wichtigen Informationen.

    Die beauftragten Mitarbeiter können sich mit einem offiziellen Legitimationsdokument der Gemeinde Tutzing ausweisen. Sollten dennoch Zweifel bestehen, ob es sich tatsächlich um autorisiertes Personal handelt, können sich Bürger jederzeit bei der Gemeinde Tutzing erkundigen.

    Die Gemeindeverwaltung dankt den Bürgerinnen und Bürgern für das Verständnis und die Kooperation.

  • HFWA: Spenden für die Instandsetzung der Holzbänke im Gemeindegebiet!

    Die Gemeinde wirbt um Spenden für die Instandsetzung der ca. 300 Parkbänke im Gemeindegebiet! So der Aufruf in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Werkausschusses (HFWA) am 11.02.2025 unter der Leitung des 1. Bürgermeisters Ludwig Horn.
    Zu den Einzelheiten: Bei den ca. 300 Parkbänken im Gemeindegebiet muss von Zeit zu Zeit die Holzbeplankung erneuert werden. Das kostet  ca. 300 Euro je Bank. Bei einer angenommen Standzeit der Holzbeplankung von fünf Jahren wären das 18.000 Euro pro Jahr, rechnete die Verwaltung vor. Ca. 120 Parkbänke sind von Bürgerinnen und Bürgern mit einer Einmalzahlung gespendet worden. Die Verwaltung schlug vor, weitere Patenschaften mit der Ausrichtung auf Instandsetzungen zu etablieren. Statt einer Bankpatenschaft „auf Lebenszeit“ müsste die Patenschaft dann alle fünf Jahre durch eine neue Spende erneuert werden. Einstimmig wurde entschieden, ein solches Patenschaftssystem zu etablieren; die Verwaltung wurde beauftragt, darüber Gespräche mit dem Verschönerungsverein zu führen. Nicht entschieden wurde über die Festlegung der Standzeit. Einige Ausschussmitglieder wussten von Parkbänken mit weit längeren Nutzungsdauern als fünf Jahren.

    Weitere Punkte der Sitzung:

    • Die Verwaltung stellt das Konzept „vertragsfreier Friedhof in kommunaler Trägerschaft“ vor. Der Vertrag über die hoheitlichen Friedhofs- und Bestattungsdienstleistungen auf den Friedhöfen der Gemeinde Tutzing wird zum 30.06.2025 auslaufen. Die Verträge wurden bisher ausgeschrieben, in der Auswahl wurde der Vertrag mit einem Bestatter abgeschlossen, der dann der Träger wurde. Für die individuelle Bestattung konnte von den Hinterbliebenen auch ein anderer Bestatter ausgewählt werden. Die Rechnungen wurden an die Gemeinde gestellt, die die Beträge dann an die Hinterbliebenen weiterverrechnet hat, ggf. auch die Rechnungen von zwei Bestattern.
      Zuletzt habe es nur eine geringe Beteiligung bei den Ausschreibungen gegeben. Im Konzept des „vertragsfreien Friedhofs“ erfolgt das Öffnen und Schließen der Grabstätte durch den individuell beauftragten Bestatter, der ggf. als Erfüllungsgehilfe eines auswärtigen Bestatters agiert. Die Rechungsstellung erfolgt direkt. Die Gemeindeverwaltung muss jedoch die Termine koordninieren, möglichst online mit Zugang für die Bestatter. Nachdem es bei der Auschreibung wenig Wettbewerb gibt und sich insgesamt der Verwaltungsaufwand für die Gemeinde reduziert, sprach ich mich für das neue Konzept aus. Einstimmig wurde beschlossen, das Konzept und die Satzungsänderung vorzubereiten, deren Überarbeitung ohnehin ansteht.
    • Es besteht Konsens im Ausschuss, die Gebührenordnungen für Leistungen der Gemeinde zu überprüfen. Thema waren nun die Büchereigebühren. Die Bücherei ist eine freiwillige Leistung der Gemeinde. Im Berichtsjahr 2023 gab es 1.758 aktive Leser und rd. 54.000 Ausleihungen. Die Bücherei ist bei Nutzungsgebühren von rd. 20.000 Euro und allein Personalkosten von rd. 120.000 Euro stark defizitär. Dazu kommen regelmäßig Investionen. Natürlich sah der Ausschuss auch die soziale Komponente und die Bedeutung für die Bildung von Kindern und Erwachsenen. Daher wurde Vorsicht bei der Erhöhung der Gebühren angemahnt. Unter dem Eindruck der Haushaltsberatungen mit Kürzungen und Verschiebungen bei den Ausgaben und der Erhöhung der Gewerbesteuer bei den Einnahmen plädierte ich ich für die Erhöhung, um das hohe Defizit zu reduzieren. Eine Erschwernis sei natürlich, dass die geltende Gebührenordnung bereits 15 Jahre alt sei, die Erhöhung zum Inflationsausgleich darum größer ausfalle. Die Öffnungszeiten einzuschränken, wurde rasch verworfen. Eine weitere Empfehlung war, die Säumnisgebühren stärker zu erhöhen. Konzeptionell sollte mit der Bücherei über eine Aufwertung zur Begegnungstätte gesprochen werden. Auch könnte mit dem Bibliotheksverband über die Erfolgsfaktoren für den erfolgreichen Betrieb einer Bücherei gesprochen wurden, um sich Anregungen zu holen. Ohne Beschluss wurde festgestellt, die Bücherei zu erhalten, die Gebühren zu erhöhen und das Konzept gemeinsam mit den Mitarbeitenden in der Bücherei zu überarbeiten.
    • Der Bürgermeister gab Auskunft zum Sachstand Podest am Ortsmuseum. Wie berichtet, hatte ein Gutachten ergeben, dass das Holzpodest marode ist und aus Haftungsgründen entweder abgebaut oder erneuert werden muss. Die Materialkosten soll über Spenden generiert werden, die Montage übernehme der Bauhof. Bislang sind 1.800 Euro gespendet worden, der Verschönerungsverein werde sich auch beteiligen, es fehlten noch rund 2.000 Euro.
    • Das Weinfest findet statt am Samstag, 14.06.2025. Der Veranstaltungsverein Tutzing e.V. hat dazu einen Antrag auf Sondernutzung der Brahmspromenade in Tutzing gestellt. Einstimmig wurde beschlossen, diese Sondernutzung zu genehmigen; die Gebühr werde bei 100 Euro liegen. Bei der Gelegenheit erinnerte ich, dass im Ausschuss besprochen worden war, das Sondernnutzungsgebührenverzeichnis aus dem Jahr 2015 nach Fertigstellung der Hauptstraße zu überarbeiten. Über Verkaufsstände und Wewrbeaufsteller gehe es auch um Sondernutzung im Zusammenhang mit privaten Bauvorhaben, z.B. die Aufstellung eines Krans auf öffentlicher Verkehrsfläche.

    Unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes gab der Bürgermeister bekannt, dass die Handläufe an den Treppen am Nordband und davor (Freitreppe) überarbeitet worden seien. Es hatte Beschwerden gegeben, dass die kräftigen Rundhölzer insbesondere für ältere Menschen zum Greifen ungeeignet seien.

     

     

     

     

     

     

  • Brunnen, Ortsmitte, Dresden…

    Brunnen, Ortsmitte, Dresden…

    Auf der Hauptstraße wird weiterhin gebaut und so lud Bürgermeister Horn am 10.02.2025 erneut zur Begehung der Baustelle ein. Derzeit ist der Mittelteil der Straße in Arbeit, und dieser soll voraussichtlich bis Ostern weitgehend fertiggestellt sein.

    Bürgermeister Horn gibt bereitwillig Auskunft über Maßnahmen, Breiten, Höhen, Bäume, Klimawandel und berichtet über die Versetzung des Brunnens beim Vetterlhaus, die Einbringung von Ergebnissen aus dem ISEK-Prozess in die Ausführung und über Entsorgung von Abraum (Manchmal muss dieser als Sondermüll bis nach Dresden transportiert werden) und vieles mehr. Auch vom Verhalten mancher uneinsichtiger „Benzinkutscher“ wird berichtet. Die Verkehrssicherheit, vor allem für Fußgänger/Kinder, ist Ludwig Horn wichtig – zu diesem Zweck kommen auch Blitzer zum Einsatz.

    Klar ist: Wir sind noch immer mittendrin. Die Situation stellt eine enorme Belastung dar – für die Kaufleute, Dienstleister, Anwohner und auch für all jene, die mit mehr Verkehr auf ihren Straßen zurechtkommen müssen.

    Deshalb gibt es aus der Anwohnerschaft Vorschläge zur Verkehrsführung. Es wird  darauf hingewiesen, dass die Schilder die Autofahrer davon abhalten, direkt bis zu den Geschäften zu fahren. Detaillierte Statements dazu sind in den vor Ort News zu finden.

    Ein weiteres Thema sind die Fragen, wann in den verschiedenen Bauphasen Wasser, Gas und andere Versorgungsleitungen abgestellt werden. Wie gewohnt werden hierzu Flugzettel an die Anwohner verteilt, und die beteiligten Firmen sind dazu angehalten, rechtzeitig zu informieren.

    Für Anfragen oder auch Beschwerden gibt es eine Informationsstelle im Rathaus, die am besten über die E-Mail-Adresse ortsdurchfahrt@tutzing.de erreichbar ist.

    Außerdem wird empfohlen, den Rathaus-Newsletter zu abonnieren. In diesem Verteiler werden Interessierte regelmäßig mit aktuellen Informationen versorgt.

    Das große Finale, der letzte Abschnitt ab der Sparkasse in nördlicher Richtung bis zum Ringseisweg, soll laut Auskunft des Bürgermeisters Ende des Jahres fertiggestellt werden. In diesem Bereich ist eine vollständige Sperrung jedoch nicht möglich, was bedeutet, dass die Bauarbeiten in halbseitiger Sperrung durchgeführt werden müssen. Dies führt zu Zeitverlusten.

    Auf die Nachfrage, ob es möglich wäre, nachts zu arbeiten, antwortete der Bürgermeister, dass dies die Qualität der Arbeiten beeinträchtigen und die Kosten erheblich erhöhen würde, was derzeit nicht im Budget eingeplant ist.

    Es ist verständlich, dass die Geschäftsinhaber gerne feste Terminzusagen hätten. Bürgermeister Horn bleibt zuversichtlich – jedes Bauvorhaben berge jedoch unvorhersehbare Herausforderungen.

    GBF

     

     

  • Der Biersteg in Tutzing

    Der Biersteg in Tutzing

    Jeder kennt den Biersteg, direkt nördlich der Evangelischen Akademie. Er erfreut sich bei schönem Wetter großer Beliebtheit, sowohl bei Einheimischen als auch bei zahlreichen Touristen. Auch die öffentliche Bootsrampe neben dem Biersteg, übrigens die einzige am Westufer, wird im Sommer stark genutzt.

    An heißen Tagen macht der Steg seinem Namen alle Ehre und lädt zum Verweilen auf den hölzernen Planken ein – gern mit einem kühlen Bier oder einem anderen erfrischenden Getränk in der Hand. Doch wer glaubt, dass der Name „Biersteg“ genau darauf zurückzuführen ist, liegt falsch.

    Über die tatsächliche Herkunft des Namens informiert seit Ende letzten Jahres eine Tafel des Ortsgeschichtlichen Arbeitskreises. Dort heißt es:

    „Biersteg heißt dieser Steg, weil von hier aus viele Jahre Fässer der Tutzinger  Schlossbrauerei in die umliegenden Ortschaften und ans Ostufer transportiert wurden. […] Die Biertransporte auf dem See waren nicht ungefährlich, es gab Unfälle und Schiffe gingen unter. Einige Fässer der alten Brauerei wurden im See gefunden.“

    Der Ortsgeschichtliche Arbeitskreis widmet sich einer Vielzahl von Themen rund um Tutzing, insbesondere der Geschichte des Ortes.

    Quelle: Pressemittelung vom 05.02.2025

  • Tutzing arbeitet an der Zukunft – Bürgerwerkstatt zum ISEK

    Es war ruhig beim ISEK in letzter Zeit. Doch jetzt kommt wieder Bewegung in den Prozess. Mit Pressemitteilung vom 05.02.2025 bietet das Rathaus zwei Termine zur Bürgerwerkstatt zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und zur Vorbereitenden Untersuchung (VU) an. Lesen Sie:

    Die Gemeinde Tutzing arbeitet seit mehreren Monaten intensiv an ihrem Integrierten Stadtentwicklungskonzept, um die Zukunft des Ortes gemeinsam mit allen Interessierten zu gestalten. In zahlreichen Arbeitsterminen und Klausurtagen hat sich der Gemeinderat bereits mit verschiedenen Aspekten der Ortsentwicklung beschäftigt. Nun sind auch die Bürgerinnen und Bürger gefragt, ihre Ideen und Vorstellungen einzubringen.

    Am 14. März 2025 von 18:00 bis 20:30 Uhr lädt die Gemeinde zu einer Bürgerwerkstatt ins Rathaus ein. Hier haben alle Tutzinger die Möglichkeit, sich aktiv in die Diskussion zur Zukunft der Gemeinde einzubringen.  In Gruppengesprächen werden die Ziele und Ansätze zur Weiterentwicklung Tutzings erörtert. Die gesammelten Anregungen werden protokolliert und fließen direkt in die Arbeit am ISEK ein. Das ISEK umfasst acht zentrale Handlungsfelder:

    1. Identität & Leitbild,
    2. Bauliche Entwicklung,
    3. Demografie & Wohnen,
    4. Versorgung & Öffentliches Leben,
    5. Gewerbe & Landwirtschaft,
    6. Mobilität & Verkehr, Grünstrukturen,
    7. Freizeit & Tourismus sowie
    8. Energie, Klima & Nachhaltigkeit.

    Diese Themen werden in der Bürgerwerkstatt intensiv behandelt und weiterentwickelt.

    Zusätzlich findet am 24. März 2025 von 18:00 bis 20:30 Uhr ein Bürgertermin zur Vorbereitenden Untersuchung (VU) im Rathaus statt, der sich auf den Hauptort Tutzing konzentriert.

    Im Anschluss wird sich der Gemeinderat mit den eingegangenen Beiträgen befassen und das ISEK sowie die Vorbereitende Untersuchung verabschieden. Das ISEK soll bis Juli 2025 fertiggestellt werden und dient als strategischer Rahmen sowie Umsetzungsleitfaden für künftige Projekte zur Förderung und Weiterentwicklung des Ortszentrums Tutzings.

    Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die sich bereits über den aktuellen Stand der Arbeiten informieren möchten, finden die Ergebnisse der bisherigen Arbeitstermine auf der Internetseite der Gemeinde Tutzing.

    Die digitale Bürgerbeteiligung auf der ISEK-Homepage soll in Kürze eingestellt werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich aber bei den beiden Beteiligungsterminen einbringen.

    Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und spannende Diskussionen zur Zukunft Tutzings!