25.09.: Nordbadtoiletten zu!

Außerhalb der Öffnungszeiten des Nordbads sind die öffentlichen Toiletten am Nordbad geschlossen! Dies wurde mit den Pächtern des Nordbads, die die Reinigung übernehmen, vereinbart. So bekanntgegeben von der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald (FW) in der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses am 24.09.2019. In der Sitzung wurden Fotos gezeigt, wie die Toiletten außerhalb der Öffnungszeiten verschmutzt werden. Furchtbar sah das aus! Alles menschengemacht, kommentierte die Bürgermeisterin. So könne man mit den Toiletten nicht umgehen, auch wenn sie in altem Zustand seien. Derzeit arbeitet die Verwaltung an neuen Vorschlägen zur Lösung des Problems. Gleiches gilt für die Toiletten am Fischergassl.

Weitere Punkte der Sitzung:

  • Das Landratsamt schlägt vor, das MVG Rad im Landkreis einzuführen. Die Verkehrsmanagerin des Landkreises, Susanne Münster gab eine Präsentation, um das Projekt vorzustellen. Der Kreisausschuss hatte den Weg für die stufenweise Einführung des öffentlichen Fahrrad Verleihstems MVG Rad geebnet. Es handelt sich um ein stationäres System, Ausleihe und Rückgabe von Leihrädern werden nur an den Leihstationen möglich sein, also kein Free-float mit umherstehenden Rädern, wie das in der Stadt München zu beobachten war. Zielgruppe sind Pendler, aber auch Tagestouristen. Derzeit sind es normale Räder, E-Bikes sind erst in der Erprobung. Es gibt drei verschieden große Stationen. Wenn die Gemeinde sich dazu entscheidet, eine Station z.B. am Dampfersteg einzurichten, wird MVG die sog. Gegenstation an der S-Bahn übernehmen. Leider soll hier die Gemeinde nicht nur die laufenden Betriebskosten übernehmen sondern auch in Hardware, also die Station und die Räder, investieren, wie einige Ratskollegen und ich anmerkten. Hier, so auch die Bürgermeisterin, sollten wir nach Finanzierungspartnern suchen. Das Thema wird weiter diskutiert und beraten.
  • Eine vorgeschädigte Buche in der Waldschmidtstraße 8 kann gefällt werden, im Gegenzug sind als Ausgleich drei neue Bäume zu pflanzen. So mehrheitlich beschlossen. Der Baum war im Bebauungsplan festgesetzt worden, der Gutachter hatte vor kurzem einen Rückgang der Vitalität und damit eine eingeschränkte Lebensdauer attestiert. Das hängt natürlich auch mit der großen Baumaßnahme auf dem Grundstück zusammen. Die Menschen müssen für die Bäume sensibilisiert werden, so die Bürgermeisterin. Selbstkritisch mussten wir erkennen, dass die als Ersatz zu pflanzenden Bäume nur einen Stammumfang von 25 cm haben müssen, also einen Durchmesser von 8 cm. Das ist wenig, aber im Bebauungsplan so festgesetzt. Der Bauwerber soll gebeten werden, hier größere Bäume vorzusehen.
  • Im Brombergweg in Traubing werden zwei Flurnummern als öffentliche Ortsstraße gewidmet mit der Widmungsbeschränkung “Sackgasse” und das Straßenbestandsverzeichnis entsprechend aktualisiert.
  • Gleichermaßen werden vier Flurnummern in der Riedstraße in Traubing als öffentliche Ortsstraße gewidmet.
  • Nach Bürgeranfragen wurde die Parksituation in der Bräuhausstraße diskutiert. Dazu gab es Video einer Durchfahrt von Süden nach Norden. Zahlreiche PKW parkten rechts und links, dazu zwei große Wohnmobile und ein abgestellter Bootsanhänger. Es bestand Einigkeit, dass dies ein nicht haltbarer Zustand ist für Fußgänger und Radfahrer, die die Bräuhausstraße bekanntlich in beiden Fahrtrichtungen benutzen dürfen. Vor der Ausschusssitzung im Oktober wird eine Ortsbesichtigung stattfinden, um dann Maßnahmen festzulegen.
  • Zum geplanten kostenpflichtigen Park & Ride am Bahnhof hatte die Verwaltung zahlreiche Bürgerzuschriften erhalten und sah sich veranlasst, auf die Zuständigkeit der Bahn hinzuweisen. Die Bahn selbst hatte auch bereits umfassend informiert. Nachdem die Bindungsfrist im Vertrag zwischen Bahn und Gemeinde aus dem Jahr 1988 abgelaufen ist, ist die Bahn berechtigt, die Parkplätze zu bewirtschaften, was ab 1. Oktober 2019 erfolgen soll. Die Gemeinde könne nun nicht, so ein geäußertes Ansinnen eines Bürgers, private Parkgebühren übernehmen. In diesem Zusammenhang fragte ein Ratskollege nach dem Parkkonzept für Tutzing, das doch beschlossen sei. Ich habe nachgesehen: Einstimmig wurde die Verwaltung in der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses am 21.03.2018 beauftragt, gemeinsam mit dem Verkehrsplaner Benjamin Neudert ein – erweiterbares – Parkkonzept für den Bereich Kirchenstraße, Greinwaldstraße, Hörmannstraße und Kustermannstraße zu erstellen. In der Sitzung am 26.06.2018 wurde nachgefagt. Anwort der Verwaltung: Das sei in Arbeit. Das Nachfassen gehört zu den Aufgaben der Mitglieder des Gemeinderats! An der neuen Parkraumbewirtschaftung am Bahnhof stören mich weniger die Gebühren sondern die Tatsache, dass die Bahn dies nicht als Anlass nimmt, zu investieren und die Parkplätze herzurichten. Vollmundig wird seitens der Bahn und ihren Tochtergesellschaften die Kundenorientierung angepriesen, Toiletten für ihre Kunden bietet die Bahn seit Jahren nicht mehr an.

Neben verschiedenen kleineren Themen unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes wurde seitens der Bürgermeisterin bekannt: Die Bauarbeiten zur Neugestaltung der Hauptstraße beginnen voraussichtlich am Anfang der 2. Jahreshälfte 2020 zunächst mit Kanalarbeiten. Der Starttermin hat sich also – wie von vielen erwartet – nochmals verschoben.

 

 

Hauptstraße: jetzt Anfang der zweiten jahreshälfte 2020

 

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