Freundliche Worte fand der 1. Bürgermeister für ausscheidende Mitglieder des Gedmeinderats in der Sitzung am 28.04.2026. Vier der insgesamt acht ausscheidenden Mitglieder des Gemeinderats waren anwesend. Der Bürgermeister erinnerte zunächst an den Beginn der Amtsperiode am 1. Mai 2020 mit der COVID-Pandemie. Zahlreiche Projekte sind in der Amtsperiode initiiert, bearbeitet und auch zum Teil abgeschlossen worden: Hauptstraße mit der Ortsmittel, ISEK mit bereits sichtbaren Veränderungen wie dem Pausenhof der Grundschule oder dem Josefa-Platz, Sanierung der Mittelschule, Bürgersolarkraftwerk und zahlreiche Bebauungspläne. Der Bürgermeister dankte für die Zeit und die Kraft, die die Mitglieder des Gemeinderats in der auslaufenden Amtsperionde 2020-2026 investiert hätten, und sprach auch der Verwaltung großen Dank für die geleistete Arbeit aus. Ratsmitglied Dr. Thomas von Mitschke-Collande ergänzte den Dank an den Bürgermeister für seine anteilige Amtszeit. Er sprach ihm ein Kompliment für die Umsetzung seines Anliegens aus, immer wieder die unterschiedlichen Meinungen zusammenführen zu wollen.
Weitere Punkte der Sitzung:
- Schlussakkord für den Bebauungsplan 110 „Bürgersolarkraftwerk am oberen Hirschberg“! Christian Ufer, Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt und Stadtplaner, geschäftsführender Gesellschafter der Terrabiota Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH aus Starnberg, stellte die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen vor. Der Entwurf war in der Sitzung am 24.02.2026 behandelt und im Februar/März ausgelegt worden. TenneT, der größte Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland, bat darum, zum Schutz der Leitungen Baumaßnahmen konkret abzustimmen; die Untere Immissionsschutzbehörde hatte Bedenken wegen Lärm der Speicher bzw. deren Lüfter für den Immissionsort Monatshausen, die durch eine schalltechnische Untersuchung widerlegt werden konnten. Andere Behörden verwiesen auf ihre vorhergehenden Stelllungnahmen. Aus der Öffentlichkeit (Gut Kerschlach) wurde kritisiert, der im zweiten Bauabschnitt geplante Automatenkiosk verletze das Anbindegebot zu einer Ortschaft. Planer Ufer ergänzte hier, dasss die in diesem Fall entscheidende Regierung von Oberbayern bereits bestätigt habe, dass die Planung den Zielen der Raumordnung entspreche. Die Beleuchtung für die geplante Ladestationen werde angepasst. Das Landratsamt legte Wert darauf, dass es sich um eine Bürgersolarkraftwerk handele, nicht um eine privilegierte „Agri-PV-Anlage“ eines landwirtschaftlichen Betriebs.
Gegen die Stimme der Ratskollegn Chrisstine Nimbach wurde der Bebauungsplan unter Einbeziehung der gefassten Beschlüsse und zahlreicher Anlagen mehrheitlich als Satzung beschlossen – unter der aufschiebenden Bedingung, dass die Durchführungsvereinbarung von allen Vertragsparteien unterschrieben ist.
- Bei der 33. Änderung des Flächennutzungsplan „Waldruh – Ilkahöhe“ ging es um die Behandlung der einegegangenen Stellungnahmen. Der Entwurf war in der Sitzung am 24.02.2026 behandelt und im Februar/März ausgelegt worden. Die Landschaftsarchitektin Katja Friedering vom Büro Klaus + Salzberger aus Eching stellte die Stellungnnahmen auszugsweise vor, die vollständigen Unterlagen waren den Mitgliedern des Gemeinderats vorher zugegangen. Die Stellungnahmen führten nicht zu Änderungen am Entwurf, es bleibe beim Sondergebiet Bestattungswald. Aus der Öffentlichkeit gab es die Stellungnahmen des Verbands für Gedenkkultur und – neu – der ArGe Friedhofsvereine. Zu Ersterem hatte ich recherchiert, dass der Verbandsvorsitzende Oswald Kurz mit dem Unternehmen Kurz Natursteine GmbH (https://kurz-natursteine.de) verbunden ist; Hauptprodukt diese Unternehmens sind Grabsteine. Beide Stellungnahmen wurden abgewogen.
Auf den Einwand des Ratskollegen Bernd Pfitzner, dass ein Geltungsbereich im Umfang von rd. 50 ha doch sehr groß sei, entgegente die Planerin, das wegen flächenmäßiger Einschränkungen die Bestattungsfläche nur 39 ha ausmache. Zudem werde die Fläche nicht sofort sondern zeitverzögert belegt; die Erfahrung aus anderen Fällen zeige, das Bäume und Familienbäume auf Vorrat“ gekauft würden.
Unter Einbeziehung der gefasten Beschlüsse stellte der Gemeinderat einstimmig die 33. Änderung des Flächennutzunsplans „Waldruh – Ilkahöhe“ mit Begründung und Umweltbericht in der Fasssung vom 28.04.2026 fest.
- Nachfolgend ging es beim Bebauungsplan Nr. 112 „Waldruh – Ilkahöhe“ ebenso um die Behandlung der eingegangenen Stellungnahmen. Der Entwurf war in der Sitzung am 24.02.2026 behandelt und im Februar/März ausgelegt worden. Landschaftsarchitektin Katja Friedering erläuterte die Hinweise und Stellungnahmen. Bei der Art der baulichen Nutzung werde in den Festsetzung klargestellt, dass es nur Stellplätze, eine Kapelle und eine mobile Toilette geben werde. Redaktionell wurde die Darstellung der Gewässer verstärkt, um Abstandsflächen zu definieren. Die Stellungnahmen des des Verbands für Gedenkkultur und – neu – der ArGe Friedhofsvereine wurde ohne Änderung für den Entwurf abgewogen. Nach der ersten Auslegung wurde noch ein geotechnischer Bericht ergänzt, der feststellt, dass durch den Ascheeintrag aus den Urnen keine negativen Auswirkungen auf Boden- und Grundwasserverhältnisse zu erwarten sind. Als Auflage vom Gesundheitsamt wurden die Abflussrinnen bei Starkregenereignisssen von der Bestattungsfläche ausgenommen. Ebenso wurde die 20 kV-Leitung der Bayernwerk Netz aufgenommen. Auch dem Artenschutz wurde Rechnung getragen: für die Hohltaube soll es Nistkästen geben, für die Gelbbauchunke werden drei flache Tümpel angelegt und für die Haselmaus gebe es eine Pflanzliste für geeignete Gehölzre im Waldrandbereich.
Einstimmig beschloss der Gemeindertat unter Einbeziehung der gefassten Beschlüsse den Bebauungsplan mit Begründung und Umweltbericht in der Fassung vom 28.04.2026 als Satzung.
Unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes wies der Bürgermeister auf folgende Termine hin:
- 01.05.2026: Maibaumaufstellen in Unterzeismering
- 06.05.2026: Vernissage zur Ausstellung zur Fischerhochzeit im Ortsmuseum
- 10.05.2026: Bau der Lego-Rampen im Rathaus mit der Pflegekonferenz Starnberg
- 12.05.2026: Konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats
Beitragsbild (v.l.m.r.): 1. Bürgermeister Ludwig Horn, Gemeinderätin Christine Nimbach, Gemeinderäte Michael Ehgartner, Claus Piesch und Stefan Feldhütter