GR: Gute Fortschritte bei der Mittelschule

In der Sitzung des Gemeinderats am 09.06.2026 unter der Leitung des 1. Bürgermeisters Ludwig Horn gab der Bürgermeister einen Sachstandsbericht zur Sanierung der Mittelschule. Ausführungen der Bayern Grund GmbH und der Kling Consult GmbH ergänzten seinen Bericht. Er würden gute Fortschritte in den Ausführungen erzielt, mit dem Denkmalschutz seien einige Anpassungen mit neuen Ausschreibungen nötig, der Eisspeicher sei zu 80% fertig. Die beteiligten Unternehmen würden momentan gut „mitspielen“. Ein Termin der Fertigstellung/Inbetriebnahme wurde noch nicht konkret genannt, sondern auf „dieses Jahr“ beschränkt. Der aktuelle Zahlungsstand liege bei 18,7 Mio.€, also ca. 67% von 28 Mio.€

Weitere Punkte der Sitzung:

  • Die Freiflächenfotovoltaikanlage an der Ascheringer Straße in Traubing soll erweitert werden. Dazu gehöre eine Anlage zur Elektrolyse , um „grünen“ Wasserstoff herzustellen. Das werde grundsätzlich begrüßt, jedoch seien technische Voraussetzungen, wie Wasser für Wasserstoffbildung und dessen Speicherung, nicht geklärt. Auch gilt es für den Antragssteller die nötigen Ausgleichsflächen selbst zu organisieren/auszuweisen. Das Vorhaben ist im Rahmen des § 35 BauGB nicht privilegiert und daher müsste der Bebauungsplan geändert werden. Im Parallelverfahren müsste zusätzlich der Flächennutzungssplan geändert, insbesondere dessen Geltungsbereich für das „Sondergebiet“ erweitert werden. Die Verwaltung hatte im Vorfeld mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Starnberg gesprochen. Diese hält die Flächen für „gegenwärtig nocht erhaltenswert“. Sähe die Gemeinde jedoch ein übergeordnetes und überweigendes öffentliches Interesse, könnte dies der naturfachlichen Stellungnahme vorgehen. Diese öffentliche Interesse könnte mit einer Bürgerbeteiligung erreicht werden, wie Ratskollege Bernd Pfitzner einbrachte. Die Verwaltung ergänzte, dann müsse dies in einem vorhabensbezogenen Bebauungsplan mit Durchführungsvereinbarung geregelt werden. Andere Ratsmitglieder wollten das Projekt nicht gleich mit einer Bürgerbeteiligung belasten. Weiteres Thema sind die Ausgleichsflächen. Nachdem die ins Auge gefasste Fläche bereits Ausgleichsfläche ist, müssten diese ersetzt und neue Ausgleichsflächen geschaffen werden. Dazu müsste das Biotop aufgenommen und bewertet werden. Den Ausgleich mit Ökopunkten sieht die Untere Naturschutzbehörde als schwierig an. Insgesamt kam der Gemeinderat zu dem Ergebnis, dem Bauwerber ein positives Signal zu senden, gleichzeitig aber bessere Unterlagen anzufordern. Mehrheitlich wird die Bürgerbeteiligung also bereits in diesem frühen Stand der Vorplanung mit aufgenommen. Insgesamt ein hoher Aufwand für eine kleine Fläche.

 

  • Der Bürgermeister gab einen Sachstandsbericht zu den Maßnahmen aus dem ISEK. Der Gemeinderat nahm die Inhalte zur Umsetzung der Maßnahmen aus dem ISEK zur Kenntnis. dazu gehören
    • Rahmenplan Brahmspromenade
    • Konzept Vegeationsmanagement Brahmspromenade
    • Rahmenplan Freizeitgelände Süd
    • Machbarkeitsstudie Thomahaus & integriertes Parkraumkonzept
    • Spiel- und Erholungspark östlich der Grundschule
    • Sanierung und energetische Ertüchtigung der Würmseehalle

Weitere Besprechungen hierüber finden in der Klausurtagung, im Arbeitskreis ISEK im Juli und im Gemeinderat im September statt. Die Verwaltung wird die begonnenen Maßnahmen und Abstimmungen im Jahr 2026 fortführen und die weitere Planungsschritte sukzessive vorbereiten.

 

  • Die Ball-Stiftung, 2003 privat gegründet zur Förderung von alten und jungen bedürftigen Menschen im In- und Ausland, wird aufgelöst. Nachdem die Stifterin verstorben ist, soll die Stigtung aufgelöst werden. Das Stiftungsvermögen von rund 50.000 Euro fällt mit Auflagen zur Verwendung im Sinne des Stiftungszwecks der Gemeinde zu.

 

  • Der Bericht über die örtliche Prüfung des Jahresberichts 2024 der Gemeinde Tutzing wurde aufgrund eines Antrags der Grünen wegen Formalien abgesetzt.

 

  • Hinsichtlich der Vertreter der Gemeinde Tutzing in Verbänden war noch nachzutragen, dass Ratskollegon Verena von Jordan-Mastrander die Gemeinde Tutzing als Vorsitzende der VHS vertritt und Ratskollege Thomas Parstorfer als Delegierter die Gemeinde im Verband Wohnen vertritt. In einer Kampfabstimmung wurde mit 10 zu 6 Stimmen Ratskollege Dr. Joachim Webrer-Guskar als sein Vertreter bestimmt. Bernd Pfitzner unterlag in der Abstimmung.

 

Unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes fragte Ratskollege Bernd Pfitzner nach dem weiteren Vorgehen in Bezug auf die Herausnahme aus dem Landschaftsschutz für die beabsichtige Erweiterung bei der WAF in Kampberg. Die Herausnahme der Flächen wäre für den Kreistag leichter, wenn bereits Ausgleichsflächen mit angeboten werden. Ratskollegin Caroline Krug sprach ihren Wunsch nach einem Quartiersmanager an. Es gäbe neue Fördermöglichkeiten.

 

Anmerkung: Wegen meines Urlaubs habe ich an der Sitzung nicht teilgenommen. Der Bericht basiert zum Teil auf der Mitschrift meines Ratskollegen Dr. Joachim Weber-Guskar.

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