Nach dem nüchternen Bericht des Bautechnikers Stefan Wagner von KlingConsult über den Sachstand auf der Baustelle kam es heraus: Die Kosten der Sanierung der Mittelschule steigen um mehr als 10% auf 31,1 Mio. Euro! Ratskollege Dr. Thomas von Mitschke-Collandewar geschockt, das habe man sich nicht vostellen können. Ich selbst zeigte meine Enttäuschung und kritisierte die sehr schlechte Kommunikation seitens BayernGrund. Diese Kostenerhöhungen bahnten sich schließlich an. Hubavina Arnaoudova von BayernGrund erläuterte die Zahlen. In der Sitzung des Gemeinderats am 11.11.2025 hatte sie noch vorgetragen, dass einschließlich der vorsichtigen Prognose für die noch ausstehenden Kosten von einem Projektvolumen in Höhe von rd. 28 Mio. Euro (butto) auszugehen sei. Nun sind es 3,2 Mio. Euro mehr! Der Bürgermeister unterbrach die öffentliche Sitzung, Presse und Zuschauer verließen den Saal. Der die Gemeinde beratende Bauingenieur Wolfgang Maurer bezeichnet es als Unding, der Gemeinde derart die Pistole auf die Brust zu setzen. Im Versuch, den Erhöhungsbetrag zu zerlegen, zeigten sich größere Posten: 0,7 Mio. Euro betragen allein die Zinsen , weil die Abrechnung erst in 2027 erfolge, die Fehler des vorherigen Architekten stehen für 0,7 Mio. Euro, die Auslagerung für 0,9 Mio. Euro; weitere 0,3 Mio. betreffen Forderung eines insolventen Unternehmens, das am Bau beteiligt war. Die Forderung wird als ungerechtfertigt angesehen, die BayernGrund hat sie vorsichtshalber eingebucht. Von daher ist ein gewisses Potential für eine Reduzierung des Betrags vorhanden. Trotzdem ist es eine Schlechtleistung. BayernGrund hatte versprochen, als „externes Baubüro“ alle Arbeiten der Leitung und Koordination zu übernehmen, die Sanierung engstens zu begleiten und beste Kommunikation zu gewährleiten, wie Ratskollegin Marlene Greinwald erinnerte. Sie war schließlich bei den Verhandlungen über den Geschäftsbesorgungsvertrag dabei. Ratkollege Gerald Herrmann sprach gegenüber dem anwesenden Geschäftsführer der BayernGrund, Franz Schonlau, von einer Unverschämtheit und trug weiter vor, der Gemeinderat habe haushaltsrelevante Entscheidungen getroffen, die nun auf den Prüfstand gehörten. Sollten diese etwa revidiert werden?
Eistimmig beschlossen wurde, (1) die Ausführungen von BayernGrund und von KlingConsult zur Kenntnis zunehmen, (2) den Kreditrahmen um 3,2 Mio. Euro zu erhöhen und den Bürgermeister zu allen notwendigen Maßnahmen zur Umsetzung zu ermächtigen und (3) die Krediterhöhung durch die Veräußerung von werthaltigen gemeindlichen Grundstücken zu finanzieren, ggf. auch durch den Verkauf der Kustermannvilla.
Natürlich wurde auch über die Schulkinder gesprochen: Nach derzeitigem Planungsstand soll das Projekt Ende 2026 vollständig abgeschlossen sein (ursprünglich August 2025). Geplant war, die Schülerinnen und Schüler während der gesamten Bauzeit übergangsweise in Liegenschaften auf dem Bundeswehrareal unterzubringen. Die Gesamtbauzeit hat sich durch eine Vielzahl von Herausforderungen verlängert. Die Bundeswehr selbst benötigt die Flächen nun dringend für ihre eigenen wachsenden Anforderungen und kann den bestehenden Mietvertrag daher nicht ein weiteres Mal verlängern. Daher wird eine Teilinbetriebnahme der Mittelschule vorbereitet. Für den Fall, dass unvorhergesehene Komplikationen diesen Zeitplan gefährden, arbeitet die Gemeinde zusätzlich an einem Rückfallplan. Ziel ist es, den Schulbetrieb in jedem Fall – auch bei unverhofften Verzögerungen – sicherzustellen.
Weitere Punkte der Sitzung:
- Wegen Dringlichkeit hatte der Bürgermeister 19 Panels für die Mittelschule bestellt. Weitere drei sollen im Jahr 2027 bestellt werden. Die Tafeln sind im Gegensatz zu früher eine komplett ausgestattetes digitales Medium. Dabei geht es vom reinen Schreiben über das Zeigen von Inhalten bis hin zur Darstellung von Gruppenarbeiten mit mobilen Geräten (Ipad etc.). Erarbeitete Projekte können direkt am Panel weiter bearbeitet und anschließend wieder mit den Schülern geteilt werden. Die überplanmäßigen Ausgaben der Bestellung beliefen sich auf rd. 91.000 Euro und lagen im Entscheidungsrahmen des Bürgermeisters.
- Einstimmig beschlossen wurde die Erweiterung der bestehenden Lüftungsanlage für die Klassenräume der Grundschule, um auch an heißen Tagen ein gesundes Raumklima zu gewährleisten.. Die Anlage soll erweitert werden, so dass eine effektive Kühlung der Unterrichtsräume möglich ist. Bisher sorgt die Anlage für Heizung und Luftaustausch. Die Kosten von rd. 15.000 Euro seien durch Minderausgaben an anderer Haushaltsstelle gedeckt, so die Verwaltung
- Ebenso einstimmig beschlossen wurde die Erweiterung der Schließanlage dan der Grundschule Tutzing. Ziel ist die Sicherheit von Schülern und Lehrkräften zu gewährleisten und das schuleigene Amokkonzept umzusetzen. Die Kosten von rd. 15.000 Euro seien durch Minderausgaben an anderer Haushaltsstelle gedeckt, so die Verwaltung.
- Philipp Martin von der eagle eye technologies Deutschland GmbH präsentierte das Erhaltungskonzept für die Straßen von Tutzing. Er erinnerte an die Befahrung 2023/2024, deren Ergebnisse in der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses (UEVA) am 25.02.2025 präsentiert wurden. Es wurde ein digitaler Zwilling der Straßenzüge von Tutzing aufgebaut mit Benotung von 1 (super) bis 8 (kritisch). Der Durchscnitt liege bei 3,1, Zustandsklasse 5, das entspräche einem mittleren Zustand. Gleichwohl sei das Ergebnis im Vergleich mit anderen Kommunen unterdurchschnittlich. Neu sei nun eine Strategie „Begrenztes Budget“ für die Jahre 2026 – 2025 mit einem jährlichen Budget von 1 Mio. Euro. Dies führe im Jahr 2035 zu einer Durchschnittsbewertung von 3,6, also zu einer Verschlechterung. Nur ein Budget von 1,9 Mio. Euro im Jahr würden den gegenwärtigen Erhaltungszustand unverändert lassen. Der Bürgermeister will mit den Spartenträgern sprechen, um das Vorgehen abzustimmen. Die Ausführungen wurden einstimmig zur Kenntnis genommen. Ratskollege Dr. Joachim Weber-Guskar ergänzte die Betrachtung um eine „emotionale Priorisierung“; danach soll entschieden werden, welche Straßen aufgearbeitet werden.
- Die Weilheimer Straße in Traubing soll im Zuge der Dorferneuerung erneuert werden. Das soll in zwei Abschnitt passieren. Der nördliche Teil soll planmäßig im Jahr 2027 mit Förderung des „Amts für Ländliche Entwicklung“ saniert werden, der südliche Teil im Jahr 2028 ohne Förderung. Für den südlichen Teil – Kostenumfang rd. 690.000 Euro – stellt sich die Frage, ob dieser Teil der Straße „erstmalig“ hergestellt wird, denn dann müssten bis zu 90% der Kosten auf die Anlieger umgelegt werden. Die betroffenen Anlieger könnten natürlich dagegen klagen. Der Gemeinderat nahm die Ausführungen zur Kenntnis, befürwortete den Ausbau und sah die erstmalige Erschließung als gegeben an, so dass keine Bescheide erlassen werden müssten. Der beauftragte, auf das Thema spezialisierte Anwalt hatte es offen gehalten, ob es sich um die erstmalige Herstellung der Straße handele.
- Wie in der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausaschusses (UEVA) am 30.06.2026 trug Bauingenieurin Leona Zingraff vom Ingenieurbüro Kokai GmbH aus Weilheim den Bericht über die Gefährdungs- und Risikobetrachtung für die Deixlfurter Weiherkette und den Deixelfurter Bach vor. Im Ergebnis sind die Dämme nicht standsicher. Daher fordert das Wasserwirtschaftsamt Weilheim – förderfähige – Sofortmaßnahmen am Deixlfurter Damm im Volumen von rd. 140.000 Euro. Im weiteren wurde die Variante präferiert, den Johanna-Damm zu sanieren und 2028 wieder einzustauen (rd. 838.000 Euro). Die Referentin betonte, dass die Herstellung der Stauanlagensicherheit zwar einen Dammbruch verhindere, die Maßnahmen aber keinen Hochwasserschutz herstellten. Einstimmig wurden die Ausführungen zu den Sofortmaßnahmen zur Kenntnis genommen und die Planungen dazu beauftragt. Die Förderung und der vorzeitige Maßnahmenbeginn sollen beantragt werden. Weiterhin wurde die Verwaltung beauftragt, die Sanierung des Johanna-Damms mit Wiedereinstau 2028 als wirtschaftlichste Lösung weiterzuführen, vorbehaltlich eine Förderung von 50%. Ohne Förderung muss die weitere Vorgehensweise erneut zur Abstimmung vorgelegt werden.
- In der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Werkausschusses (HFW) am 20.09.2022 war der Antrag zur Einführung einer Stelle als Quartiersmanager*in in Tutzing einstimmig befürwortet worden, anschließend aus diversen Gründen nie umgesetzt worden. Er gab mehrere Sitzungen, um die Ziele und Aufgaben eines Quartiersmanagements zu definieren. Diese sollen nun von der Nachbarschaftshilfe „Wir hier – Ehrenamt Tutzing“ in Teilen geleisetet werden (www.wir-hier-tutzing.de). Armin Heil, Geschäftsführer der Ambulante Krankenpflege Tutzing e.V., beschrieb die Initiative der Ambulanten Krankenpflege Tutzing e.V. in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Tutzing sowie der Förderung der Theresia-Petsch-Stiftung. Geleitet wird die Koordinationsstelle Ehrenamt von Adelheid Pröbster und Kristin Zeman. An diese Ansprechpartnerinnen wenden sich Menschen, die ehrenamtlich helfen möchten oder Hilfe für sich oder Angehörige suchen. Einstimmig wurde der Beschluss des HFW vom 22.09.2022 aufgehoben.
- Armin Heil von der Ambulanten Krankenpflege Tutzing e.V. gab anschließend einen Sachstand zum Begegnungszentrum im von Ehrlich Haus in der Traubinger Straße 23. Einleitend bedankte er sich für 34 Jahre, in der die Verwaltung seiner Einrichtung in der Traubinger Straße 6 unterbracht war, einem Haus im Eigentum der Gemeinde Tutzing. Die neue Unterkunft der Verwaltung im Obergeschoss und das Begegnungszentrum im Erdgeschoss hatte die verstorbene Gabriele von Ehrlich möglich gemacht, weil sie im Jahr 2022 die Verla-Stiftung gegründet hatte. Das Begegnugszentrum richtet sich an Menschen mit leichten psychischen Störungen sowie an Personen im frühen Stadium einer dementiellen Erkrankung. Am 04.10.2026 gibt es hier einen Tag der offenen Tür. Zusätzlich gibt es auf Initiative der Ehefrau meines Ratskollegen Dr. Joachim Weber-Guskar Sprechstunden für Menschen mit Krebserkrankungen unter dem Tteiel HOPE – Hoffung und Perspektive.
- Im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) ist eine langfristige städtebauliche Aufwertung des südlichen Freizeitgeländes und die Steigerung des Aufenthaltsqualität vorgesehen. Vor diesem Hintergrund und den unterschiedichen Wünschen für Um-, An- und Neubauten der dort ansässigen Tutzinger Vereine soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Einstimmig beschloss der Gemeinderat die 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 34 mit erweitertem Geltungsbereich für das gesamte „Freizeitgelände Süd“. Das Büro Stadt-Raum-Planung, München, das auch das ISEK erarbeitet hatte, wurde mit dem Entwurf der Gesamtplanung des Freizeitgeländes beauftragt. Die Vergabe des Bauleitplanverfahrens an ein Planungsbüro erfolgt später. Die Kanzlei Avocado, München, soll rechtlich beraten. Darüber hinaus soll die Verwaltung mit der Schlösser- und Seenverwaltung sprechen, damit auch die Flächen des Freistaats im östlichen Bereich mit überplant werden können.
- Damit das baufällige Vereinsheim des Tennsclub Tutzing neu gebaut werden kann, wird der Bebauungsplan in zwei Teilbereiche aufgeteilt. Teilbereich 1 des Bebauungsplans Nr. 34 ist der „Ersatzneubau Vereinsheim TC Tutzing“ einschließlich der nachzuweisenden Parkplätze, Teilbereich 2 die restliche Flächen des Freizeitgeländes Süd. Für den kleinen Bebauungsplan für das Vereinsheim wird eine hohe Priorität festgestllt, den Planentwurf und die Durchführung des Bauleitplanverfahrens soll an das Büro Pfisterer-Twiehaus vergeben werden. Das Büro Stadt-Raum-Planung wird beraten, ebenso die Kanzlei Avocado. Mit dem Bauwerber soll ein städtebaulicher Vertrag zur Übernahme der Kosten abgeschlossen werden. Schließlich wurde das Verfahren dem Bau- und Ortsplanungsauschuss übertragen. Alles einstimmig beschlossen.
- Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte einen Antrag zur kommunalen Energieausrichtung der Gemeinde Tutzing gestellt. Beschlossen werden sollte, dass (1) die Energie- und Klimastrategie weiterhin konsequent auf erneuerbare Energien, Effizienz und Speichertechnologien ausgerichtet wird, (2) sich die Gemeinde nicht an Unternehmen, Projekten und Finanzierungsmodellen für den Bau oder Betrieb kerntechnischer Anlagen beteiligt und (3) dass in der Bauleitplanung keine Flächen für kerntechnische Anlagen wie z.B. kleine modulare Reaktoren (SMR) oder Endlagerstätten vorgesehen werden. Andere Gemeinden sowie die Stadt Starnberg hätten gleichlautende Beschlüsse gefasst. Der Bürgermeister merkte an, dass der dritte Punkt außerhalb des gemeindlichen Wirkungskreises liege, worauf Ratskollege Bernd Pfitzner diesen Punkt zurücknahm. Ratskollege Dr. Thomas von Mitschke-Collande sah keinerlei Handlungsbedarf, es handele sich, wie mehrfach erlebt, um einen vorbereiteten Antrag der Parteiorganisation. Im übrigen habe sich Tutzing zu „Tutzing Klimaneutral 2025“ bekannt. In der Abstimmung ergab sich eine Mehrheit für den den ersten Abstimmungspunkt, die Energie- und Klimastrategie weiterhin konsequent auf erneuerbare Energien, Effizienz und Speichertechnologien auszurichten. Der zweite Beschlusspunkt, sich nicht an Unternehmen, Projekten und Finanazierungsmodellen für den Bau oder Betrieb kerntechnischer Anlagen zu beteiligen, wurde mehrheitlich mit 9 zu 8 Stimmen abgelehnt.
- Seitens der Gewerbetreibenden kam der Wunsch auf, dass man die Fischerhochzeit für einen verkaufsoffenen Sonntag nutzen könnte. Einstimmig wurde die Verordnung über den verkaufsoffenen Sonntag in der Gemeinde Tutzing am 26.07.2026 beschlossen. Entsprechen des Vorschlags der Verwaltung um fasst die Öffnungszeit die fünf Stunden von 11:30 bis 16:30.
- Nach meinem Bericht über die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2024 – stellvertretend für den früheren Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses, Dr. Ernst Lindl – wurden einstimmig die folgenden Beschlüsse gefasst: (1) Feststellung der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2024, (2) Entlastung des 1. Bürgemeisters für die Jahresrechnung 2024 und (3) Genehmigung der über- und außerplanmäßigen Ausgaben. Meinen Bericht über die Prüfung können Sie hier nachlesen.
Den Tagesordnungspunkt übernahm der 2. Bürgermeister Dr. Franz Matheis. Zu Beginn verwahrte er sich gegen persönliche Anwürfe, die Gewaltenteilung sei verletzt, wenn er den Bericht vortrage, wie es in der Sitzung des Gemeinderats am 09.06.2026 vorgesehen war. Die Verwaltung habe den Vorgang durch die Rechtsaufsicht des Landratsamts prüfen lassen. Die Vorgehensweise wurde bestätigt, sogar der 1. Bürgermeister hätte vortragen können. Er habe sich sehr gewundert, dass Ratskollege Gerald Herrmann zwei Stunden bei der Kämmerin verbracht habe und dann diesen Vortrag gehalten habe. Gerald Herrmann erwiderte, er habe niemanden angreifen wollen, weder ihn noch die Kämmerin, es sei lediglich um strukturelle Frage der Gemeinderordnung gegangen.
- Der Thomaplatz mit seinem Podest nimmt eine zentrale und bedeutsame Stellung im Tutzinger Ortsbild ein. Als wichtiger Verweilort wurde das alte, inzwischen wegen Holzschäden abgebaute Podest von Schülerinnen und Schülern während der Mittagspause, von Badegästen und weiteren Bürgern und Bürgerinnen intensiv genutzt. Das konzeptionelle Grundprinzip des vom Tutzinger Architekten Gottfried Herz entworfenen Podest sah vor, dass die Grundfläche des Podests den Abmessungen des ehemaligen Klassenzimmers im historischen Schulhaus (heute Ortsmuseum) entspricht. Die Erneuerung des Podest wurde in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Werkausschusses (HFWA) am 09.07.2024 wurde die Erneuerung bereits beschlossen. Der merhheitliche Beschluss war dreiteilig, (1) die Erneuerung des Podests am Thomaplatz politisch zu unterstützen, (2) die Initiative verwaltungsseitig zu koordinieren und (3) für die Erneuerung keine finanziellen gemeindliche Mittel aufzuwenden, jedoch mögliche zukünftige Bau- und Montagearbeiten des Bauhofs. Ziel der Initiative war eine Erneuerung des Podests, die sowohl dessen Charakter als Treffpunkt und Sitzgelegenheit erhält als auch seine historisch-pädagogische Bedeutung. Inzwischen hatte eine Spendensammlung einen Betrag von 3.860 Euro erbracht und Schülerinnen und Schüler erarbeiteten zwei Entwürfe. Nach Kostenschätzung des Bauhofs verbleibe aber nach Abzug der gesammelten Spenden noch ein Finanzierungsdefizit. Einstimmig wurde beschlossen, (2) einen erneuten öffentlichen Spendenaufruf unter Einbeziehung der finalen Planung durchzuführen und (2) die erforderlichen Restmittel aus der Haushaltsstelle für Uferbefestigungen bereitszustellen; dort seien Minderausgaben zu erwarten. Die Verwaltung ist berechtigt, das für die Neuerrichtung des Podests benötigte Holz zu bestellen und mit der Errichtung des Podest gemeinsam mit den Schülern zu Beginn des neuen Schuljahres beauftragt.
- Die Tutzinger Kulturnacht 2026 fällt aus, so der einstimmige Beschluss. Die für den 23.10.2026 geplante Tutzinger Kulturnacht kann aufgrund verschiedener Umstände nicht wie vorgesehen durchgeführt werden, erklärte die Verwaltung. Der Termin war wegen der Kommunalwahl von März auf Oktober verschoben worden.. Die Vorbereitungszeit ist durch die zeitliche Nähes zur Tutzinger Fischerhochzeit erheblich verkürzt. Die Verwaltung möchte zum ursprüngliche Rhythmus zurückkehren, so dass die Kulturnacht auf März 2027 verschoben wird, auf den Freitag vor Beginn der Osterferien.
Unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes, berichteten Brügermeister und Geschäftsleiter Marcus Grätz vom umfassenden Sicherheitskonzept für die Fischerhochzeit. Das Konzept sei zu 98% fertig, es habe zahlreiche Abstimmungenmit den Behörden gegeben. Hubschrauberlandeplätze seien ausgewiesen woirden, es gebe ein Parkkonzpet, einen Shuttle nach Bernried, um die Parkplätze vom Museum zu nutzen, der Fahrplan der Seenschifffahrt sei auch abgestimmt worden.
Das Beitragsbild zeigt rechts den „Neubau“ der Mittelschule mit dem Haupteingang, links das alte Schulhaus, das Räume für das Rektorat, Lehrerzimmer, Konferenzräume, die Bibliothek u.a. enthält.