GR: Viel Information zur Sanierung der Mittelschule

Viele Informationen, aber keinen Termin für die Fertigstelllung der sanierten Mittelschule gab es in der Sitzung des Gemeinderats (GR) am 03.02.2026 unter der Leitung des 1. Bürgermeisters Ludwig Horn.
Stefan Wagner, der eingesetzte Bauleiter vom Ingenieurbüro Klingconsult aus Krumbach, erläuterte den Sachstand auf der Baustelle. Aufgreund der neuen Ausschreibung für die Vergabe der Bodenbelagsarbeiten konnten seit Dezember keine wesentlichen Arbeiten im sanierten alten Schulhaus ausgeführt werden. Neu müssen die Innen- und Außenwandbeschichtungen untersucht und begutachtet werden, nachdem das Denkmalamt entsprechende Vorgaben gemacht hatte. Das hätte der frühere Architekt früher angehen müssen! Im Hauptgebäude wurden die Flachdacharbeiten aufgenommen, ein großér Teil der Gerüste abgebaut, die Trockenbauarbeiten in den Obergeschossen nachzu fertiggestellt und die Innenputzarbeiten im Erdgeschoss abgeschlossen (derzeit Untergeschoss). Die Rohbauarbeiten für den Eisspeicher sind fertiggestellt, die Installationsarbeiten für die Heizungszentrals laufen; davon konnte ich mich als Mitglied des Lenkungskreises vor der Sitzung im Untergeschoss des Gebäudes überzeugen. Im alten Lehrerwohnhaus ist auf dem Dach die Verschalung und Lattung angebracht, die Spenglerarbeiten kann man aktuell sehen und die Dacheindeckung wird vorbereitet. Parallel werden die Außenfenster saniert.
In den nächsten Wochen werden im alten Schulhaus der Estrich saniert und die Bodenbelagsarbeiten durchgeführt, im Hauptgebäude erfolgen die Trcokenbauarbeiten im EG und UG. Nachdem der Estrich fertiggestellt sein wird, beginnen die Maler- und Fliesenarbeiten. Zusätzlich werden die Türzargen gesetzt.

Während die Bauarbeiten nach aktuellen Umsetzzungsplan laufen und die Gewerke abgestiommt werden, müssen noch einzelen Leistungen geklärt und beauftragt werden. Dabei tauchten wiederholt Planungslücken auf, die von dem neuen Architektenbüro nachgearbeitet werden müssen.

Wie zu letzt in der Sitzung am 02.12.2025 gab die Vertreterin des Projektsteuerers BayernGrund, Hubavina Arnaoudova, eine aktuelle Übersicht zu der wirtschaftlichen Seite. Während die Ausschreibungen für die Bodenbelagsarbeiten, die Brandschutzelemente und die Bodenbeschichtungen erfolgt seien, müssten noch zahlreiche andere Ausschreibungen erst erstellt werden. Dazu gehörten die Außendecken, die Parkettarbeiten, die Schlösser und der Metallbau, die Schreinerarbeiten für die festen Einbauten und – am Schluss – die Grob- und Feinreinigung der Gebäude.

Die Gesamtkostenübersicht in Höhe von 28 Mio. Euro wurde in der Sitzung des Gemeinderats am 11.11.2025 vorgestellt und beschlossen. Der aktuelle Zahlungsstand liege bei rd. 15 Mio. Euro (54%). Die in der Sitzung am 02.12.2025 vorgestellten Nachträge mit einem Volumen von insgesamt 1,1 Mio. Euro (brutto) seien weiter geprüft, verhandelt oder abgelehnt worden. Neue Nachträge seien hinzugekommen, das Volumen insgesamt habe sich nicht erhöht. Die Forderung des Baumeisters für den Eisspeicher konnte reduziert werden; ebenso sei ein Kompromiss mit dem Trockenbauer erzielt worden, seine Forderungen zu reduzieren und gleichzeitig für eine Beschleunigung der Arbeiten mit erhöhter Mitarbeiterzahl zu sorgen.

Weitere Punkte der Sitzung:

  • Bei der 31. Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich des „Bürgersolarkraftwerkes am Oberen Hirschberg“ ging es um die Behandlung der eingegangenen Stellungnahmen. Bauamtsleiter Christian Wolfert erläuterte, die Änderung des Flächennutzungsplans sei vom Bebauungsplan abgetrennt worden, um Zeit zu gewinnen. Insgesamt seien wenige Stellungnahmen eingegangen und diese überwiegend mit redaktionellen Hinweisen. Inhaltliche Hinweise gab es zum Ausbau des Einmündungsbereichs an der Kreuzung Kerschlach, die Berücksichtigung landwirtschaftlicher Flächen im Umfeld oder die Konkretisierung des Umweltberichts wegen verschiedener Schutzgüter. Teilweise werden die genannten Punkte erst im Bebauungsplanverfahren berücksichtigt. Mehrheitlich gegen die Stimme von Christine Nimbach wurde beschlossen, den Entwurf unter Einbeziehung der gefassten Beschlüsse einschl. Umweltbericht in der Fassung vom 03.02.2026 zu billigen und die Verwaltung zu beauftragen, das weitere Auslegungsverfahren durchzuführen.
  • Einstimmig wurde die 2. Satzung zur Änderung der Satzung über den Wochenmarkt der Gemeinde Tutzing. Der Gemeinderat folgte damit einer Empfehlung des Haupt-, Finanz- und Werkausschusses (HFW) vom 20.01.2026. Die Testphase eines Wochenmarktes in Traubing hatte sich als Erfolg herausgestellt. Um diesen nun dauerhaft zu etablieren, war als rechtlicher Rahmen eine Änderung der Marktsatzung erforderlich. Folgen wird noch die Marktfestsetzung und die Gebührensatzung.
  • In der Endphase der Sanierung der Ortsdurchfahrt Tutzing ging es in der Sitzung um die Möblierung. Tina Tamschick vom Liegenschaftsamt stellte den Katalog für Straßenmöbel vor, den die Verwaltung mit dem Büro des Verkehrsplaners Benjamin Neudert erarbeitet hatte. Vorschläge gab es zu den Bänken mit und ohne Lehne, dazu Rundbänke, z.B. um einen Baum vor der Eisdiele. Weiterhin gehören dazu Fahrradständer sowie Abfallbehälter. Bei Letzteren erinnerte Ratskollege Bernd Pfitzner an die Pfandringe, die der Jugendbeirat anbringen wollte. Ich weiß nicht, ob das gut aussieht, insbesondere wenn sie gefüllt sind. Produktpreise und Kosten einschl. Montage wurden nicht genannt. Beschlüsse werden für die kommende Sitzung am 24.02.2026 vorbereitet.  Der Bürgermeiser zeigte sich zuversichtlich, eine schöne Hauptstraße vor der Fischerhochzeit zu realisieren und damit das Projekt bald abschließen zu können. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich am 09.02.2026 wieder aufgenommen.

 

Unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes rief der Bürgermeister noch einmal zur Unterstützung bei der Kommunalwahl auf. Wahlhelferinnen und Wahlhelfer seien dringend gesucht. Zusätzliche warb er für Light Up – die Lichterkette. Freitag, 27. Februar 2026, um 18.30 Uhr vor dem Rathaus.
Ratskollegin Caroline Krug setzte sich noch einmal für den sogenannten Karibikbaum ein. Inzwischen ist er gefällt, Meinungsäußerungen gab es auf vorort.news genug.

Eine Antwort

  1. Hinsichtlich der Themen Mittelschule und Hauptstraße stellt sich die Frage, ob es bei den Diskussionen im Gemeinderat auch noch „kleinteiliger“ geht ?
    Sitzbänke mit oder ohne Rückenlehne ? Diese Entscheidung überfordert doch die Kompetenz eines Gemeinderates ? Das kann man auch als Rückdelegation von Verwaltung an Gemeinderat bezeichnen !

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