So kann er aussehen, der Inkubator, wie das geplante Gebäude an der Ecke Bahnhofstraße/Bräuhausstraße genannt wird.

Die Business Area Tutzing GmbH hatte den Antrag auf Baugenehmigung zum Neubau eines Büro- und Geschäftshauses mit Tiefgarage an der Bräuhausstraße gestellt, über den in der Sitzung des Bau- und Ortsplanungsausschusses am 21.11.2017 unter der Leitung der 2. Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg (CSU) zu befinden war.

Im Auftrag der Gemeinde hatte Prof. Burgstaller den Bauantrag für das Haus „GE 1“ geprüft und bestätigt, dass die Festsetzungen und Vorgaben des Bebauungsplans Nr. 74 „Bahnhofstraße /Bräuhausstraße“ vollständig eingehalten werden.

Die geplante Tiefgarage weist mit 92 Stellplätzen ein Kapazität aus, die über den aktuell ermittelten Bedarf hinausgeht, somit ein wertvolle Planungsreserve oder ein Potential zu öffentlichen Vermietung darstellt. Einstimmig wurde dem Gemeinderat empfohlen, dem Antrag das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen. Der Bllick von Hotel Engelhof zeigt ein stattliches Gebäude, das mit dem FourSite korrespondieren wird. Die Sichtbetonfläche an der Nordseite könnte allerdings ortsgestalterisch noch aufgewertet werden.

Der zweite Blick, in etwa aus der Sicht unterhalb des rechten Winekls des “Tortenstücks”, zeigt den nach Osten gespiegelten Teil des Hubert-Hupfauf-Platzes.

Es drängt sich natürlich die Frage auf, warum mit dem dreieckigen Gebäude nicht schon längst begonnen wurde, wie es das Bauschild anzeigt. Dem Bauantrag für das „Tortenstück“ im Süden hatte der Gemeinderat bereits am 20.06.2017 das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Seit dem sind das Grundstück zwar aufgeräumt und vorbereitende Tiefbauarbeiten durchgeführt worden, aber ein echter Spatentisch ist das nicht. Es hakt offensichtlich beim Landratsamt. Die Gründe müssten näher untersucht werden. Aber eine verlässliche Standortpolitik ist das nicht. Es stehen schließlich interessierte Mieter, Banken für die Zwischenfinanzierung und nicht zuletzt gut beschäftigte Bauunternehmen dahinter, die alle ihrerseits disponieren wollen. Kein guter Umgang mit Grundstückseigentümern, die Projekte in Tutzing realisieren wollen. Wenn diese beiden Bauvorhaben mit verbundener Tiefgarage einmal realisiert werden, bekommt das Areal mehr Leben und seinen Charakter. Und dann kommt die Fläche mit dem noch aufstehenden Laborgebäude dran. Aber das dauert noch…

Anmerkung: Die Abbildungen sind zur Verwendung für die TL vom Bauwerber freigegeben.

2 Antworten zu “Inkubator?”

  1. Wirklich zu kritisieren: das TGZ-Desaster
    Jahrelang ein Schutthaufen, jahrelang kein Fortschritt. Die von niemanden informierten Bürger und Besucher Tutzings deuteten mit spitzen Fingern auf die Bauherren ehret + klein. Der offensichtlich auch uninformierte Gemeinderat der „Bürger für Tutzing“, Wolfgang Marchner, forderte sogar eine Ordnungsstrafe gegen die Bauherren. Doch nun meldeten sich diese zu Wort. Mit erschütternden Fakten: 22 Monate habe der erste Genehmigungsprozess gedauert, trotz der frühen gemeindlichen Zustimmung. Diese lange Genehmigungsphase ließ Mieter abspringen. Die auf diese zugeschnittenen Gebäudeteile mussten umgeplant werden. Bereits seit April liegt die neue Tekturplanung, vom Gemeinderat verabschiedet, beim Landratsamt und ist bis heute, also 8 Monate lang, noch immer nicht genehmigt. ehret + klein betonen, dass durch derart erhebliche Verzögerungen von Genehmigungsprozessen Investoren „ausgehungert“ werden. Dass sie Recht haben, weiß jeder Bauherr.
    Was ist da los? Hier soll kein Trump-Tower entstehen – nur ein 3-Sterne-Business-Hotel. Ist es die von vielen Bürgern inzwischen schon vorausgesetzte und unterstellte Untätigkeit von Behörden? Oder die unübersichtliche Zahl von Entscheidern? Oder beides? Und wo bleibt die fördernde Begleitung durch die Gemeinde? Hakt sie im Landratsamt immer wieder nach? Macht sie Druck? Schließlich hat sie vor langem das Projekt genehmigt, um Gewerbesteuern und Arbeitsplätze zu generieren.
    Zu kritisieren ist in diesem Fall wieder einmal die mangelnde Transparenz des Prozesses, verursacht durch das Landratsamt ebenso wie durch die Gemeindeverwaltung Tutzing. Wir Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, warum etwas geschieht – oder nicht. Das verhindert auch, dass aus Unkenntnis mit spitzen Fingern auf die Falschen gezeigt wird.
    Helge Haaser, Passau

  2. Im April 2014 fand ich im Briefkasten einen groß aufgemachten Prospekt von ehret+klein, mil dem die Planung für das gesamte Roche-Gelände vorgestellt wurde. Mit einem Vorwort unseres damaligen Bürgermeisters Stephan Wanner. Es sah aus, als könne da nichts mehr schief gehen, denn die Zustimmung der Gemeinde war klar. Doch dann dauert das Genehmigungsverfahren beim Landratsamt über 30 Monate (und noch immer!) alleine für den ersten Bau, ein mittelgroßes Hotel, kein Trump-Tower. Nun also schon Fortsetzung, noch bevor Bau 1 genehmigt ist. Man muss die Bauherren ehret+klein bewundern – und man muss zweifeln am Arbeitswillen und der Fähigkeit der Verwaltungen unseres Staates.
    Helge Haaser, Passau

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