LEGO-Rampen-Bau-Aktion im Rathaus Tutzing am 10.05.2026

Am 10.05.2026 findet von 9 bis 17 Uhr ein LEGO-Rampen Aktionstag im Rathaus Tutzing statt.  Der 1. Bürgermeister Ludwig Horn wird die Veranstaltung um 11 Uhr offiziell eröffnen und ein Grußwort sprechen. Unser Mitglied Barbara Doll, Gründungsmitglied der Pflegekonferenz Starnberg und Inklusionsbeauftragte der Gemeinde Tutzing 2020 – 2026, wird auch anwesend sein.

Im Landkreis Starnberg geht die Sammelaktion für den Bau von LEGO-Rampen nach Ostern in die nächste Phase. Im Rahmen der Aktionswoche der Pflege 2026 werden am 10. Mai 2026 in Tutzing barrierearme LEGO-Rampen gebaut, die anschließend kostenfrei an teilnehmende Geschäfte, Gastronomiebetriebe, Einrichtungen und betroffene Personen ausgegeben werden. Ziel ist es, Hindernisse im Alltag sichtbar zu machen und ganz praktisch abzubauen. Die Grundidee der Aktion, der Bau der Rampen in Tutzing sowie die kostenlose Weitergabe sind bereits fest etabliert.

Ein wichtiger Baustein der Aktion ist die Unterstützung durch die IWL gGmbH – Werkstätten für Menschen mit Behinderung. In Machtlfing werden gespendete LEGO-Steine vorsortiert und damit für den späteren Rampenbau vorbereitet. Gerade diese Zusammenarbeit macht deutlich, worum es bei der Aktion geht: Barrierefreiheit entsteht nicht abstrakt, sondern durch konkretes gemeinsames Handeln – inklusiv, generationsübergreifend und vor Ort.

„Die LEGO-Rampen sind ein sichtbares Zeichen dafür, dass Inklusion im Alltag beginnt“, erklärt Bettina Richter, Vorsitzende der Pflegekonferenz im Landkreis Starnberg. „Dass die IWL die Aktion mit der Vorsortierung der Steine unterstützt, ist fachlich eine große Hilfe und inhaltlich genau das, wofür die Aktionswoche der Pflege steht: Teilhabe, Zusammenarbeit und konkrete Verbesserungen.“

Die Gemeinde Tutzing stellt für die Mitmachaktion das Rathaus als Veranstaltungsort zur Verfügung. Unterstützt wird das Projekt außerdem von der gwt Starnberg GmbH sowie der Arbeitsgemeinschaft für Behindertenfragen (ARGE) – Inklusionsbeirat für den Landkreis Starnberg.

Gesucht werden weiterhin LEGO-Steine und LEGO-Platten in allen Größen und Farben. Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen, Unternehmen, Kirchengemeinden und Einrichtungen im Landkreis sind eingeladen, die Aktion mit Spenden zu unterstützen. Jeder Stein hilft.

Die gesammelten Steine konnten ab Ostern wieder für die Aktion eingebracht werden. Darüber hinaus besteht weiterhin die Möglichkeit, sich als Unterstützerin oder Unterstützer an der Sammelaktion zu beteiligen, selbst Steine zu sammeln oder die Information weiterzutragen. Bereits jetzt wurden LEGO-Steine für die Aktion gespendet und erste Bedarfe für LEGO-Rampen gemeldet.

Auch Tutzinger Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Einrichtungen können weiterhin ihren Bedarf an einer LEGO-Rampe melden. Für die Anfertigung wird lediglich die Höhe der zu überwindenden Stufe benötigt. Die Rampen werden im Rahmen der Mitmachaktion passgenau gebaut und anschließend kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Bedarfsmeldung für Tutzinger Betriebe ist bereits Teil des Grundkonzepts der Aktion.

„Die Aktion versteht sich ausdrücklich nicht als Bewertung oder öffentliche Kennzeichnung einzelner Geschäfte“, betont Bettina Richter. „Viele Betriebe stehen dem Thema Barrierefreiheit grundsätzlich offen gegenüber, stoßen im Gebäudebestand jedoch auf erhebliche praktische und bauliche Grenzen. Gerade die Anforderungen der DIN 18040 sind im Altbestand oft nur mit großem Aufwand oder gar nicht vollständig umsetzbar. So wäre zur Überbrückung einer 13 Zentimeter hohen Stufe bei 6 Prozent Steigung eine Rampe von rund 2,17 Metern Länge erforderlich – auf einem durchschnittlichen Bürgersteig mit einer Breite von 1,5 bis 2,5 Metern ist das häufig nicht realisierbar.“

„Die mobilen LEGO-Rampen sind deshalb keine normgerechte Dauerlösung, aber eine pragmatische und niedrigschwellige Unterstützung im Alltag“, so Richter weiter. „Sie setzen ein sichtbares Zeichen dafür, dass ein Hindernis wahrgenommen wird und im Bedarfsfall konkret abgebaut werden soll. Die Beteiligung an der Aktion kann somit ein Ausdruck der Bereitschaft sein, im Rahmen der tatsächlichen Möglichkeiten etwas zu verbessern.“

Quelle: Pressemitteilung der PfleKo STA 06/2026

 

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