Heute trennen uns noch 26 Monate von „Tutzing 20“. Dann liegt die nächste Gemeinderatswahl hinter uns und der Schrecken bei einigen Ehefrauen und Hausmännern wird groß sein: ihr/e „Alte/r“ hat kein staatstragendes Hobby mehr. Man verehrt den Altbürgermeister und den Ehrenbürgermeister, aber Alt- oder Ehrengemeinderäte gibt es nicht. Was nun? Einkaufen schicken, abspülen lassen, gelegentliche Auftritte im Seniorenclub, ein Studium nachholen, das vor der Wahl zum Gemeinderat sinnvoll gewesen wäre? Ist das die Zukunft für viele Jahre als Entscheider über Wohl und Wehe der Tutzinger?

Mindestens 10 Plätze werden frei oder sollten endlich frei werden. 50%. Hallo, ihr jungen Tutzinger: macht Euch auf den Weg! Der Gemeinderat kann dahindödeln oder Tutzings Zukunft gestalten. Macht Euch auf den Weg! Wir brauchen Euch. Es gibt viel zu tun für Tutzing: Wie löst man den Investitionsstau bei gemeindlichen Liegenschaften auf? Woher kommt das Geld, um die Infrastruktur aus der Schlaglochzeit in eine neue Zukunft hinüberzuretten? Gibt es nicht doch strukturelle und konsequente gemeindliche Hilfe für Kinder aus prekären Verhältnissen? Kann sich mal jemand konsequent und kompetent um die Ansiedlung von neuem Gewerbe kümmern? Muss der Bahnhof noch weiter verfallen? Wie jede Gemeinde hat Tutzing Baustellen genug, um kreative Köpfe auszulasten. Fast 10 000 Einwohner? Da müssen doch wohl 20 darunter sein, deren wichtigstes Hobby ab 2020 Tutzing heißt.

Ich bin eigentlich Optimist.  0,1% aller Tutzinger würden fürs erste schon genügen zur Erneuerung des Gemeinderats.. Ich habe nur Sorge, dass die 0,1% gar nicht wissen, wie sehr man sie braucht. Wer sagt es ihnen? Ich denke, das wäre die Aufgabe aller Demokraten. Von den Parteien erwarte ich nämlich nur den Nachschub aus der nächsten auch bereits verrenteten Generation. Das bringt es nicht. Kirchen, Jugendverbände, Vereine mit Jugendarbeit – hier sind sie: die Gestalter der Zukunft. Lasst sie uns aufwecken! Die TUTZINGER LISTE sieht hierin hoffentlich für die nächsten zwei Jahre ihre wichtigste Aufgabe!

Und für die Ex-Gemeinderäte mein Tipp: Gründet nach dem ersten Schock so was wie bei den Indianern: einen „Ältestenrat“ und mischt Euch – endlich von Parteidisziplin befreit – fröhlich weiter ins politische Ortsgeschehen mit ein. Weisheit wird ebenso benötigt wie jugendlicher Elan,

weiß Ihr

Franz Bimslechner

One Reply to “Noch zwei Jahre Senioren-Club”

  1. Lieber Franz B.,
    ein Studium nachholen? Dann hocken ja noch mehr Silberzwiebeln in den Hörsälen herum und nehmen den von der vorangegangenen Vorlesung kommenden Studenten die besten Plätze weg. Wer hockt denn immer in der ersten Reihe? Die Silberzwiebeln mit großzügigem Zeitbudget!
    Nee nee, lieber Franz, die Gemeinderäte sollten schon vorher ihren geschliffenen Sachverstand einsetzen und den sich nicht erst während etlicher Wahlperioden zu Lasten der Wähler aneignen.
    Zur letzten Wahl hin bestand ja berechtigte Hoffnung, Methusalems verringerten sich. Tutzing wollte das aber anders und hat nun ein Führungsproblem allererster Güte. Lieber Franz, Jugend voran, mit vielleicht Ältestenrat … blick doch mal in die überall dokumentierte Erfahrungskiste großer deutscher Firmen. Die großen Unternehmen führten den Gedanken vor zwanzig Jahren ein, das Ergebnis kann sich sehen lassen: Alle fielen voll auf die Schnauze (Volksmund). Besser formuliert: Man machte auch damit Erfahrungen! Die Jungen werden sich bedanken, sich mit den Ursachen des Schrotts der Vorgänger zu befassen. Es soll nämlich Leute geben, die nicht loslassen können. Deren Job ist es aber, zumindest dann dafür zu sorgen, vorurteilsfreien Nachwuchs an Land zu ziehen. Die Tutzinger Liste sollte es schaffen können, deren Geschichte ist noch überschaubar. Wohin die Leute dann gehen, welche Umwege sie laufen, ist unerheblich. Hauptsache, sie bewegen sich und machen eines nicht: Anpassung an die Gegebenheiten, weiter so!
    HF

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