Der Bürgerverein TUTZINGER LISTE e.V. hat in seiner Mitgliederversammlung im Gasthaus Stadler in Traubing die Ratsmitglieder Barbara Doll (Traubing) und Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg (Tutzing) als Spitzenkandidaten für die Kommunalwahlen am 8. März 2026 nominiert. Vorstandsmitglied Lucie Vorlíčková wird die Wahlkampfleitung übertragen. Die bisherigen Erfolge und die beständige Arbeit des Bürgervereins für Tutzing sollen sichtbarer werden. Damit soll das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger gestärkt werden, damit sie neben den drei Direktstimmen für die Spitzenkandidaten auch das Arbeitsteam der Tutzinger Liste mit ihrem Listenkreuz unterstützen. Der Bürgerverein wird mit einer vollständig besetzten Kandidatenliste mit 20 Personen zu den Kommunalwahlen antreten. Das Wahlziel ist, einen zweiten Sitz im Gemeinderat zu bekommen.
Wir stellen Ihnen in dieser Meldung zunächst die beiden Spitzenkandidaten vor und berichten dann über die jüngste Mitgliederversammlung. Am Schluss fassen wir die bisherigen wesentlichen Arbeitserfolge des ehrenamtlichen Arbeitsteams für Tutzing zusammen.
Aus aktuellem Anlass sei vorausgeschickt, dass die Mitglieder ihren Beitrag im Zusammenhang mit dem ISEK (integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) gefeiert haben. Denn der Bürgerverein hatte das ISEK mit seinem Antrag vom 6. Mai 2020 gefordert und allein über drei Jahre für dessen Genehmigung im Gemeinderat gekämpft (Was wir arbeiten – Liveticker). Die Vorarbeiten zum ISEK-Prozess konnten dank dieses Einsatzes Ende 2023 starten und fanden genau fünf Jahre nach dem Antrag am 6. Mai 2025 die einstimmige Zustimmung im Gemeinderat. Und ganz aktuell: Mit dem heutigen im Gemeinderat gefassten einstimmigen Satzungsbeschluss ist der Prozess der Erstellung des ISEK jetzt offiziell abgeschlossen.
„Dank des ISEK hat Tutzing jetzt die Chance, die Ortsentwicklung auf einer soliden Grundlage anzupacken und dank klarer Leitziele Schritt für Schritt umzusetzen. Denn die prekäre Haushaltslage erfordert ein straff zielgerichtetes arbeiten und handeln nach überparteilich gesetzten Prioritäten“ – kommentiert Ratsmitglied Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg den heutigen Satzungsbeschluss.
Mit anderen Worten: Jetzt fängt die eigentliche Arbeit für Tutzing an!
Barbara Doll – engagierte Gemeinderätin und Landwirtin
Die 49-jährige selbständige Landwirtin und Inklusionsbeauftragte der Gemeinde trat 2020 für die Unabhängige Wählervereinigung (UWG) Traubing erfolgreich zur Gemeinderatswahl an. Aufgrund ihrer Erfahrung in der Gemeinderatsarbeit wünschte sich Doll innerhalb der UWG mehr Austausch und eine stärkere inhaltliche Zusammenarbeit in kommunalpolitischen Themen. Da sie diesen Ansatz in der UWG nicht in der gewünschten Form verwirklichen konnte, trat sie 2024 aus der Vereinigung aus und ist seither parteifreie Gemeinderätin. „Die Tutzinger Liste macht vorbildliche bürgernahe, sachorientierte und überparteiliche politische Arbeit. Der Bürgerverein zeigt immer wieder Mut, wenn nötig, auch unbequeme Wahrheiten zu sagen. Auch die verläßlich fundierte Arbeit meines Ratskollegen Behrens-Ramberg in den Ratssitzungen, der offen sein Wissen und seine Informationen teilt, haben mich überzeugt“, erklärt sie ihre Beweggründe für den Wechsel zur Tutzinger Liste.
Ihre politischen Schwerpunkte im Gemeinderat will sie auf
- die Dorfentwicklung in Traubing (nicht zu verwechseln mit der „Dorferneuerung“) und die gesamtgemeindliche Entwicklung,
- den Schutz natürlicher Lebensgrundlagen durch Einsatz für den Natur- und Flächenschutz,
- bessere Rahmenbedingungen für Pflegebedürftige und Pflegende sowie die Inklusion (Barbara Doll ist Gründungsmitglied der Pflegekonferenz Starnberg) und
- eine sichere und gesunde Lebensmittelversorgung setzen. Denn die Frage, auf welche Art und Weise gesunde Lebensmittel erzeugt werden, wird für die Bevölkerung immer wichtiger.
Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg – erfahrener Gemeinderat und Finanzexperte
Der 69-jährige promovierte Betriebswirt gehört seit 2014 für die Tutzinger Liste dem Gemeinderat an und ist bekannt für seine Rubrik „Ortspolitik laufend frisch“, in der er regelmäßig Mitschriften aus den öffentlichen Sitzungen veröffentlicht und so für mehr Transparenz in der Gemeindepolitik sorgt – mit über 35 Berichten allein aus den Sitzungen pro Jahr – und das verläßlich seit über zehn Jahren!
Seit 2020 ist er auch Referent für Wirtschaft, Gewerbe, Handwerk und Tourismus im Gemeinderat. Mit dem Antrag zum ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) leitete er in Tutzing eine nachhaltige Ortsentwicklung ein. Zur Stärkung der Gemeindefinanzen setzte er sich erfolgreich neben der Erzielung von Fördergeldern über das ISEK auch für die Erhöhung der Einnahmen aus der Zweitwohnungssteuer (Stand 2020: 148.000€, Budget 2025: 440.000€) ein. Zur Steigerung der Gewerbesteuereinnahmen engagiert er sich insbesondere für eine maßvolle Ansiedlung von Unternehmen in der Gemeinde. Seinem Antrag aus 2018 ist zu verdanken, dass Tutzing daran arbeitet, das Prädikat Erholungsort zu erlangen, um eine Ortstaxe erheben zu können. Sein Anliegen ist ein starker Gemeindehaushalt, der eine nachhaltige Ortsentwicklung sichern kann.
Er möchte weiter Verantwortung übernehmen und eine dritte Amtsperiode absolvieren: „Seit 30 Jahren lebe ich in Tutzing und möchte diesen Ort weiterentwickeln. Die Maßnahmen aus dem ISEK gilt es bei laufender Überprüfung stetig umzusetzen – daran möchte ich aktiv mitwirken”.
Seine politischen Schwerpunkte sind zusammenzufassend wie folgt:
- Transparenz in der Gemeindepolitik und Digitalisierung des Gemeindehaushalts
- Ortsentwicklung mit klaren Leitzielen aus dem ISEK
- Stärkung der Gemeindefinanzen durch maßvollen Ausbau des Wirtschaftsstandorts Tutzing mit Unternehmen, die zu Tutzing passen.
Vorstandsmitglied Lucie Vorlíčková übernimmt Wahlkampfleitung- Mitglieder stehen uneingeschränkt hinter der Tutzinger Liste – Die Gesamtgemeinde Tutzing braucht „unabhängige Gemeinderäte, die für die Bürger da sind“
Die Jahresmitgliederversammlung fand am 25.8.2025 im Gasthaus Stadler in Traubing statt. Der fünfköpfige Vorstand bleibt unverändert:
Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg (Tutzing) 1. Vorsitzender, Uli Dillmann (Tutzing) 2. Vorsitzender, Lucie Vorlíčková Schatzmeisterin sowie die Beiräte Markus Guggemos (Traubing) und Gerd Bittl-Fröhlich (Tutzing).
Alle Anwesenden waren sich einig, weiterzumachen: Es bedürfe heute mehr denn je eines starken ortspolitischen Bürgerengagements. Die Kommunen seien inzwischen massiv überfordert. Nach einer aktuellen Meldung im BR 1 soll es allein in Bayern ein Defizit in der Kommunalfinanzierung von 5,4 Mrd. Euro geben. Tutzing hat für einen bisher ausgeglichenen Haushalt seine Liegenschaften weitestgehend verkauft – zukünftige Haushalte weisen bei näherer Analyse Millionendefizite auf. Die rein ehrenamtlich tätigen Ratsmitglieder benötigten fundierte sach- und lösungsorientierte Unterstützung von Vereinsmitgliedern und aus der Bürgerschaft. Keiner könne nachhaltige Lösungen im Alleingang entwickeln. Es bedürfe eines starken Teams, das bürgernah und integrativ für die Gesamtgemeinde arbeitet. „Nur so können die Ratsmitglieder tatsächlich unabhängige Gemeinderäte sein, die für die Bürger da sind und Tutzing für alle Gemeindebürger noch besser machen.“ Bürgerschaftliches Engagement vermittelt Vertrauen in Politik und Demokratie – durch Beteiligung. Probleme werden vor Ort angegangen und zielorientiert gelöst und damit der zunehmenden Polarisierung und dem Rechtsextremismus entgegengewirkt.
Die Mitgliederversammlung bestimmte Vorstandsmitglied Lucie Vorlíčková für die Wahlkampfleitung. Vorlíčková, die sich seit 2019 in der Tutzinger Liste und für ihren neuen Heimatort engagiert, erklärt ihre Motivation sich auch weiterhin zu engagieren: „Ich bin dankbar für die Freiheit und Chancen, die mir Deutschland gegeben hat. Demokratie lebt vom aktiven Einsatz gerade auf Gemeindeebene. Darum arbeite ich ehrenamtlich für Tutzing.“
Vorsitzender des Bürgervereins Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg fasste die Diskussion zusammen:
„Wir sind stark in den Themen Transparenz, Ortsentwicklung und Gemeindefinanzen. Dank Barbara Doll haben wir jetzt fundierte Kapazität auch für die Themen Natur- und Flächenschutz sowie Pflegesicherheit und Inklusion. Wir haben inzwischen tiefere Erkenntnis über Bedürfnisse unserer Traubinger Nachbarn und aus den anderen Ortsteilen und können noch integrativer wirken als bisher. Unsere rationale Lösungsorientierung und beachtlicher Arbeitseinsatz sowie unsere oft mutige Kritik war und ist wertvoll für alle Einwohner der Gesamtgemeinde Tutzing. Denkt an unsere bisherigen Erfolge auch außerhalb des ISEK! Unsere Initiativen tragen bei zu Transparenz und einer von Vernunft und Dialogfähigkeit geprägten nachhaltigen Entwicklung der Gesamtgemeinde. Also packen wir es weiter an und machen Tutzing noch besser. Dazu bitten wir bei den Wahlen im März um das Vertrauen für einen zweiten Sitz im Gemeinderat.”
Abschließend dankte er allen Anwesenden für ihre enorme ehrenamtliche Arbeit und schloss die Sitzung. Anschließend wurde beim Stadler ausgelassen gefeiert. Denn das Team hat ein ordentliches Stück Arbeit für die Gesamtgemeinde Tutzing mit ihrer Initiative und Arbeit für das ISEK geschafft.
Bisherigen Arbeitserfolge des Bürgervereins Tutzinger Liste e.V. (siehe Auszüge Arbeitspapiere und Berichte unter den jeweiligen Schlagwörtern)
- 100-seitiges Sanierungspapier zur Hauptstraßensanierung (2015) als einzig vorhandene fundierte Arbeitsgrundlage für Gemeinderat und Straßenbauamt Weilheim – Dokumentation Istzustand, Lösungsvorschläge und Dokumentation Sollzustand; viele der Lösungsvorschläge (wie z.B. der Kreisverkehr im Süden) wurden vom Straßenbauamt übernommen.
- Initiierung und Durchsetzung von Leitzielen und ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) in 2020; vom Gemeinderat unter Bürgerbeteiligung im Mai 2025 gebilligt. Arbeitspapier der Tutzinger Liste für das ISEK und maßgebliche Konkretisierung für Leitbild & Identität sowie Wirtschaft.
- Aufdeckung von Defiziten bei der Erhebung der Zweitwohnungssteuer und Durchsetzung von Steuergerechtigkeit und Steigerung der Einnahmen (Budget 2025 440.000€ (2020: 148.000€)
- Erfolgreiche Initiative zur Wiedervereinigung von Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen.
- Einführung einer 15-minütigen Fragestunde für Einwohner vor Gemeinderatssitzungen (gemeinsam mit ÖDP und SPD).
- Einsatz für Transparenz bei der Planung des Bürgersolarparks am Oberen Hirschberg (gemeinsam mit BÜDNIS 90/Die Grünen).
- Verbreiterung Gehweg an der Bahnunterführung Heinrich-Vogl-Straße – Erstellung Verkehrskonzept und erstmalige Einstellung der Finanzmittel in den Gemeindehaushalt durchgesetzt.
- Erster Schritt zur Digitalisierung des Gemeindehaushalts umgesetzt.
- Gesteigerte Transparenz in der Gemeindepolitik – nunmehr seit über 10 Jahren durch regelmäßige Veröffentlichung von umfassenden Mitschriften aus den öffentlichen Sitzungen.
- Initiative zur Bewerbung von Tutzing um das Prädikat „Erholungsort„ Antrag in 2018. Umsetzung sobald die erforderlichen Übernachtungszahlen erreicht sind.
- Initiative für Tempo 30 auf der Hauptstraße (Antrag vom 19.09.2019 zu Modellversuch wurde gegen die Stimme von Dr. Behrens-Ramberg abgelehnt!)
- Wir bleiben dran: Initiative und Demo für den dritten Aufzug auf der Westseite des Bahnhofs in 2014.
- Und vieles mehr…siehe unter (Was wir arbeiten – Liveticker).

Barbara Doll, Gemeinderätin und aktive Landwirtin in Traubing, kandidiert am 8.März 2026 zusammen mit Ratskollegen Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg (beide Tutzinger Liste e.V.) für den Gemeinderat. Als unabhängige Gemeinderäte, die für die Bürger da sind, wollen sie integrativ für das Wohl der Gesamtgemeinde Tutzing weiter arbeiten. Der unabhängige Bürgerverein arbeitet seit 2014 ehrenamtlich dafür, um Tutzing für alle Gemeindebürger noch besser zu machen.
