Tutzinger Grüne zur EU-Wahl

Für uns, die TUTZINGER LISTE, ist das Thema EU-Wahl von derart großer Bedeutung, dass wir auf die zweite Veranstaltung in Tutzing hinweisen wollen. Die Erstveranstaltung der SPD mit Einladung aller Parteien verlief bedauerlicherweise im Sande. Wir wünschen den Grünen für den heutigen Mittwoch einen hohen Durchdringungsgrad – bei den Themen und insbesondere im Besucherkreis.  Die Grünen haben im Gegensatz zu CDU/CSU und SPD in Brüssel eine sehr schlagkräftige – weil themenzentrierte – “Truppe” am Werke. Diese Leute dort können es sich leisten, in sehr guter und nicht offenkundig aggressiver Form für ihre Ideen und Taten eindrucksvoll zu werben. Hiesige Grüne könnten davon profitieren.

Wir werden über die Veranstaltung im Tutzinger Hof (Beginn 19:30 Uhr) ebenso berichten wie über die SPD-Veranstaltung.

Hier der Bericht:

Die Veranstaltung der Tutzinger Grünen war mit ca. 20 Personen gut besucht. Der Landtagsabgeordnete Florian Siekmann überzeugte durch eine sehr lebendige und in der Sache sehr klare Beschreibung der Notwendigkeit, unbedingt zum Wählen zu gehen.  Das Haus Europa gehört erhalten! Jede Wählerstimme zähle, um den absehbaren Vormarsch rechter Kräfte aufzuhalten. Der inhaltliche Bogen umfasste auch die von der TL bisher in unserer Homepage angesprochene Themenstruktur wie z.b. Klimaschutz und Energiewende. Wobei das Thema Wasserwirtschaft sehr schnell in den Vordergrund rückte. Die erfolgreiche Arbeit der Brüsseler Grünen (EU-Abgeordneter Sven Giegold und dortige Kollegen) wurde deutlich herausgestellt, z.B. ist die von der TL häufig geäußerte Sorge um die Wasserprivatisierung bei den EU-Grünen in aus unserer Sicht guten Händen. An den üblichen, z.T. auch berechtigten Urteilen bzw. Vorurteilen über Brüssel wurde festgemacht, dass eine transparente Steuerpolitik und Subventionspolitik Schwerpunkt zukünftiger Arbeit sein werden.

Der Hinweis, dass es leichter sei, etwas zu kritisieren als sich damit zu beschäftigen, kam nicht ganz zu Unrecht.

Die mitanwesende Landratskandidatin Martina Neubauer erklärte zu Beginn und zum Schluss, Vortrag und Diskussion umrahmend, die EU sei dem Landkreis näher als gemeinhin gedacht. Eine App, mit der der Zusammenhang Kommune/EU-Brüssel beschrieben wird, sei verfügbar.

Zum Schluss verwiesen die Landkreis-Grünen auf eine Reihe von Veranstaltungen vor dem 26. Mai 2019.

Liebe Leser, Details zu diesen Veranstaltungen werden Sie gewiss auf den Informationsplattformen der Grünen finden.

Erstmals wird bei der EU-Wahl die Notwendigkeit von Koalitionen vermutet. Mit dem Appell, auch deswegen unbedingt zur Wahl zu gehen, klang ein sehr informativer Abend aus.

Ein Nicht-Grüner könnte leicht sagen, die Grünen verstünden ihr Geschäft des “Rüberkommens”.

Sobald wir die App EU/Kommune als Link haben, werden wir sie auf unserer Homepage für Sie veröffentlichen.

TL-Redaktion

Einige Gedanken zu “Tutzinger Grüne zur EU-Wahl

  1. Hubertus Fulczyk

    Es war eine interessante Veranstaltung; der sog. GRÜNE sprach in beeindruckender Form die Themenfelder an, die nahezu nur auf europäischer Ebene gelöst werden können. Er befand sich damit im angenehmen Einklang mit den Vorträgen/Veranstaltungen/Erkenntnissen, die seit Jahren schon von unseren beiden Akademien gebracht werden. Eingang fanden diese Ausführungen bisher aber in lokaler Presse nicht, zumindest nicht sichtbar. Hier haben die Grünen mit dem MdL Siekmann einen Publikumsmagneten, einen sehr glaubwürdigen.

    Kann es sein, dass derartig klar und verständlich gebrachte Ausführungen nur von/in der Opposition gebracht werden? Denn von den lokalen Groko-Ablegern sind derart deutliche Worte bisher nicht zu hören gewesen. Die CSU eiert zu sämtlichen Themen höchst wählerabschreckend herum, die SPD traut sich nicht einmal die S-Bahntaktzeiten anzusprechen, obwohl das überhaupt keine EU-Themen sind.

    Den GroKo-Anhängern ist nur zu wünschen, dass sie rechtzeitig erkennen, was die EU-Wahl eigentlich bedeutet.

    Immerhin, endlich mal ein Grüner, dem nicht nachgesagt werden kann, die Grünen seien bei näherem Hinsehen lediglich eine FDP auf’m Fahrrad. Die Auftritte der staatstragenden Parteien in Tutzing in Sachen EU-Wahlen werden endlich spannend. Hoffentlich halten die Grünen ihre kritisch-konstruktive Einstellung durch. In Brüssel bis runter auf die Landesebene schaffen sie es bisher, die Groko aus dem derzeitigen Eiertanz zu holen.
    HF

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