UEVA: Entschleunigung auf der Bahnhofstraße

Es muss etwas passieren, dass in der unteren Bahnhofstraße langsamer gefahren wird! Das war das Hauptthema in der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses (UEVA) am 26.03.2026 unter der Leitung des 1. Bürgermeisters Ludwig Horn. Eine Neuberechnung der fehlerhaften Auswertung durch den Zweckverband, die in der Sitzung am 27.01.2026 diskutiert worden war, zeigt nun eine Beanstandungsquote von über 15%! Der schnellste Fahrer war mit 63 km/h unterwegs, 50% der Fahrzeuge fuhren schneller als 29 km/h, wo nur 30 km/h erlaubt sind. Nach den Regeln besteht hier dringender Handlungsbedarf. Einstimmig wurde entschieden, ein Piktogramm „30“ auf die Fahrbahn aufzubrennen und versetztes Parken zu erlauben, damit dies den Verlkehr verlangsamt. Nach der Umsetzung soll neu gemessen werden. Sollten sich die beschlossenen Maßnahmen als unzureichend erweisen, soll eine Aufpflasterung geprüft werden.

Auf Höhe der Hausnummer 14 wurde eine Beanstandungsquote von knapp 9% gemessen

Weitere Punkte der Sitzung:

  • Einstimmig wurde die eine Teilstück des Benediktenwegs, das der Gemeinde gehört, als Ortsstraße gewidmet.
  • Ebenso einstimmig wurde ein Teilstück der Graf-Vieregg-Straße als Ortsstraße gewidmet. Die pirvaten Eigentümer haben der Widmung zugestimmt.
  • Die Verwaltung stellte die Ergebnisse der jüngsten Geschwindigkeitsmessungen mittels TOPO-Box vor. Gemessen wurde an der Heinrich-Vogl-Straße gegenüber der Christuskirche. Für die Zeit vom 23.02. – 02.03.2026 wurde eine Beanstandungsquote von nur 0,4% festgestellt. Bei vorgeschriebenem Temp 30 war hier der schnellste Fahrer mit 45 km/h unterwegs. Ein Handlungsbedarf besteht nicht.

 

Anmerkung: Wegen meiner urlaubsbedingten Abwesenheit ist die Berichterstattung über die Sitzung weniger umfangreich.

3 Kommentare

  1. Ein großes Kompliment und Dankeschön an die verantwortlichen Akteure, dass das Thema Verkehrsüberwachung – insbesondere regelmäßige Geschwindigkeitskontrolle – in Tutzing inzwischen mit Priorität behandelt wird. Der dringende Handlungsbedarf in sämtlichen Ortsbereichen, inklusive Ortsteilen, war breiten Teilen der Bevölkerung schon lange bewusst. Der Wunsch nach Entschleunigung ist häufig geäußert worden.
    Insbesondere mit Beginn der 1. Amtszeit unseres Bürgermeisters scheint dies nun endlich auch in den entscheidenden Gremien an Wichtigkeit gewonnen zu haben und dauerhaft präsent zu sein.
    Vielen Dank an Ludwig Horn an dieser Stelle.

  2. Vor neun Jahren hat sich eine Gruppe von Anwohnern der Bahnhofstraße zusammengeschlossen, die von den damaligen Zuständen verständlicherweise stark genervt war. Wir haben der Gemeinde, vertreten durch Frau Greinwald, konkrete Vorschläge zur Verbesserung unterbreitet und die Situation auch eindeutig mit Fotos dokumentiert.

    Zunächst liefen wir jedoch gegen eine Wand der Ablehnung. Erst durch viel Hartnäckigkeit – und letztlich auch eine eher zufällige, für uns günstige Konstellation in einer Gemeinderatssitzung – konnte gegen erhebliche Widerstände mit Unterstützung der Grünen Räte zumindest Tempo 30 durchgesetzt werden. Dass Tempo 30 das Problem nicht allein lösen konnte, war uns dabei durchaus bewusst – mehr war damals jedoch nicht zu erreichen. Wurde abgeblockt von Räten die da zwar nicht wohnten aber alles besser wussten. Alles nachzulesen auf Vorort News

    Und da muss ich jetzt etwas schmumnzeln. Kaum hat sich das inzwischen geändert, scheint auch Bewegung in die Sache zu kommen.

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