UEVA: Verkehrskonzept Unterzeismering wird teilweise umgesetzt

In der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses (UEVA) am 29.09.2026 unter der Leitung des 1. Bürgermeisters Ludwig Horn stand die Umsetzung des Verkehrskonzepts, genauer: Gehweg und Fußgängerquerung, in Unterzeismering, auf der Tagesordnung. Im Vorfeld hatte es Gespräche mit dem Staatlichen Bauamt, dem Landratsamt sowie der Polizei Starnberg gegeben. In der Sitzung des UEVA am 26.06.2025 hatte der Ausschuss die Verkehrsplanung für Unterzeismering bekräftigt und beschlossen: (1) die Errichtung eines Gehwegs auf der Westseite der Bernrieder Straße zur Bushaltestelle in einfacher Ausführung. Zusätzlich soll (2) beim staatlichen Bauamt in Weilheim angefragt werden, ob die erforderlichen Grundstücksverhandlungen zur Verbreiterung des Radwegs aufgenommen werden können. In 2026 konnten die Vorhaben nicht realisiert werden, weil die keine Haushaltsmittel zur Verfügung standen. Einstimmig wurde die Verwaltung nun beauftragt, die Planungsleistungen für den Gehweg und die Fußgängerquerung zu beauftragen (rd. 4.600 Euro). Die erforderlichen Mittel von rd. 110.000 Euro für die Errichtung eines Gehwegs in einfacher Ausführung und einer Querungshilfe (Verkehrsinsel) werden erneut zur Aufnahme in die Haushaltsplanung 2027 vorgesehen. Ausschussmitglied Dr. Joachim Weber-Guskar mahnte an, dass die Verekhrsverbesserung an der Unterführung Heinrich-Vogl-Staße jedoch früher geplant und genehmigt war, daher auch zu priorisieren sei.

 

Weitere Punkte der Sitzung:

 

  • Der Energiebericht 2025 liegtg der Gemeinde Tutzing vor. Allgemein sind die Verbrauchswerte in einem guten Bereich. Aus einem Kosten-Verbrauchs-Portfolio ergibt sich ein Handlungsbedarf für den Bauhof in Unterzeismering, weil Energieverbrauch und -kosten deutlich über den Mittelwerten aller betrachteten Gebäude liegen.

 

  • Vorgelegt wurde der Jahresbericht über die Kennzahlen 2025 der kommunalen Verkehrsüberwachung durch den Zweckverband Kommunale DIenste Oberland. Bei der Verkehrsüberwachung im ruhenden Verkehr (Parkverbote etc.) wurden 92% der angeforderten Überwachungsstunden geleistet. Dabei wurden 2.114 Ordnungswidrigkeitsverfahren festgestellt, die zu Verwarnungs- und Bußgeldern von rd. 46.000 Euro für die Gemeinde führten. Bei der Verkehrsüberwachung im fließenden Verkehr (Geschwindigkeitsüberschreitungen) wurden 97% der angeforderten Überwachungsstunden geleistet. Dabei wurden 1.102 Ordnungswidrigkeitsverfahren festgestellt, die zu Verwarnungs- und Bußgeldern von rd. 43.000 Euro für die Gemeinde führten. Zudem hat die Verwaltung aufgrund des erhöhten Parkdrucks, insbesondere im Bereich der Rettungswege, die Überwachungsstunden für den ruhenden Verkehr in der Gemeinde Tutzing erhöht.

 

  • Der bestehende Gehweg an der Lindemannstraße weist im Abschnitt zwischen der Pischetsrieder Straße und dem Riedwinkel eine verkehrstechnische Lücke auf. Dies bedeutet ein Sicherheitsrisiko für die dort wohnenden Kindern auf ihrem Schulweg.. Daher ist eine Erweiterung des Gehwegs erforderlich. Dies ist bereits mit dem Staatlichen Bauamt Weilheim abgestimmt. Ein Gehweg an der Stelle absolut wurde im Ausschuss als wünschenswert angesehen. Einstimmig wurde beschlossen, diesen Gehweg in Kiesoberfläche mit Abgrenzung durch Holzpfosten durch den Bauhof zu errichten. Über das Staatliche Bauamt soll auch der Rückbau von Zaun, Grenzbepflanzung und einer baulichen Anlage an einem privaten Grundstück eingefordert und die Gemeinde so unterstützt werden.

 

  • Zur Überprüfung der Verkehrslage in den einzelnen Straßen in Tutzing werden sogenannte TOPO-Boxen aufgestellt. Im Juni wurde so eine verdeckte Geschwindigkeitsmessung an der  Diemendorfer Straße, Höhe Hausnummer 27, durchgeführt. Einstimmig wurde festgestellt, dass dort keine Maßnahmen zur Geschwindigkeitsbegrenzung nötig ist, da bei erlaubtem Tempo von 100 km/h die große Masse der Autofahrer nur zwischen 35 und 38km/h fahren. Die Beanstandungsquote lag bei 0,12%.

 

  • Zukünftig sollen Gebühren für die Austellung von Parkausweisen für die Mitarbeiter der Grund- und Mittelschule sowie des Kinderhorts Tutzing eingeführt werden. Einstimmig wurde für das nächste Jahr beschlossen, für die rund 70 Parkausweise für Personal an der Greinwaldstaße eine Gebühr von 10€ pro Monat zu erheben (zahlbar als Einmalbetrag von 120 Euro für ein Jahr). Je Parkausweis können zwei Kfz-Kennzeichen angegeben werden. Die Regelung tritt in Kraft nach Beendigung der Sanierung der Grund- und Mittelschule Tutzing, spätestens am 01.03.2027. Diskutiert wurden die Zahl der Ausweise und die gleichzeitig belegten Plätze. Im nächsten Jahr soll überprüft werden, ob auch weiterhin so viele Ausweise angefordert und benötigt werden.

 

  • Mehrfach wurde beobachtet und der Verwaltung berichtet, dass Radfahrer im Kustermannpark zügig und teilweise unaufmerksam unterwegs sind, was gelegentlich zu gefährlichen Situationen für andere Parknutzer oder andere Fahrradfahrer führen kann. Spaziergänger und Badegäste beschwerten sich darüber.In der Sitzungs des Ausschusses am 25.11.2025 war beschlossen worden, dass vier Piktogramme im Kustermannpark an den vorgeschlagenen Standorten aufgebracht werden sollen. Diese Piktogramme, die den Vorrang der Fußgänger betonen und gleichzeitig das Radfahren erlauben, wurden inzwischen aufgebracht.

 

  • Einstimmig wurde eine Flurnummer in der Erlenstraße in Unterzeismerign als Ortsstraße gewidmet. Das Grundstück ist bereits tatsächlich öffentlicher Verkehrsgrund und befindet sich in Privateigentum.

 

  • Die Kreuzung „Am Höhenberg/Beringerweg“ soll angepasst werden. Ziel der nach Rückmeldungen modifizierten Planung ist es, die Kreuzung sowohl für Fußgänger als auch für Rad- und Autofahrer übersichtlicher zu gestalten. Die geschätzten Kosten für die gesamte Maßnahme liegen bei rd. 36.000 Euro. Einstimmig wurde beschlossen, die Maßnahmen zur Anpassung der Kreuzung im kommenden Haushalt zu berücksichtigen.

 

Anmerkung: Für die Mitschrift in der Sitzung, an der ich nicht anwesend war, danke ich meinem Kollegen in der Ausschussgemeinschaft, Dr. Joachim Weber-Guskar.

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