Wohnanlage Schönmoos: eine Richtigstellung

Der Artikel von Gemeinderat Bernd Pfitzner zur Wohnanlage „Schönmoos“ auf vorort.news vom 08.02.2026 ist nicht als Wahlwerbung gekennzeichnet. Der Artikel enthält unwahre Tatsachen, die einen irreführenden tatsächlichen Eindruck verbreiten. Ich habe daher um folgende Richtigstellung in einem eigenen Artikel der vorort.news gebeten:

In der Sitzung des Gemeinderats am 13.01.2026 ist der Antrag der Grünen nicht beschlossen worden, er war nicht mehrheitsfähig. Der Bürgermeister hat die Wortmeldungen der Ratsmitglieder daraufhin, wie in meinem Protokoll dokumentiert, in einem Beschlussvorschlag neu formuliert. Diese geänderte Beschlussvorlage, die eine grundsätzliche Unterstützung des genossenschaftlichen Gedankens und die Einladung des Verbands Wohnen in eine Gemeinderatssitzung vorsieht, findet sich so nicht im Artikel von Herrn Pfitzner.

Mir geht es deshalb um eine sachliche Richtigstellung, worauf sich der Gemeinderatsbeschluss tatsächlich bezieht und welche Schritte darin vereinbart wurden. Dass der 1. Bürgermeister und Grüne nun einen Termin mit dem Verband Wohnen vereinbart haben, entspricht nicht dem vorstehend genannten Beschluss des Gemeinderats vom 13.01.2026.

Der Realisierung der Wohnanlage Schönmoos näherzukommen, um mehr Wohnraum in Tutzing schaffen, ist ein gemeinsames Ziel des Tutzinger Gemeinderats.

 

 

 

2 Kommentare

  1. Ich habe das auch auf VON geschrieben:
    Dass im Wahlkampf versucht wird, mit populistischen Manövern noch Punkte zu sammeln, ist nicht neu. Im konkreten Fall ist dieser Versuch von Herrn Pfitzner jedoch gründlich misslungen. Wer im Gemeinderat sitzt, hat die Pflicht, sich an die gemeinsam gefassten Beschlüsse zu halten. Andernfalls stellt sich die Frage, wozu diese Beschlüsse überhaupt gefasst werden. Kommunalpolitik lebt von Verlässlichkeit – nicht von taktischen Wahlkampfspielchen.

    Das Vorgehen im Nachhinein als „Euphorie“ zu bezeichnen, wirkt dabei eher wie der Versuch einer nachträglichen Rechtfertigung als wie verantwortungsvolle Kommunalpolitik. Auch geht die Antwort von Herrn Pfitzner völlig am Thema vorbei. Nicht das Ziel war das Thema, sondern die Tatsache unwahre Behauptungen aufgestellt zu haben. Und das erwarte ich von einem Gemeinderat nicht.

  2. Sehr geehrter Herr Behrens-Ramberg, sehr geehrte Leserinnen und Leser, leider habe ich in meiner Euphorie, beim Projekt Schönmoos etwas bewegen zu können und den Stillstand bei der Realisierung von bezahlbaren Wohnraum in Tutzing (und im Landkreis) überwinden zu können, in meinem Artikel unklar und missverständlich ausgedrückt. Richtig ist: Der Gemeinderat hat sich nicht grundsätzlich für die Gründung einer Wohnungsbaugenossenschaft ausgesprochen, sondern diese ausdrücklich als eine mögliche Option neben anderen in den Blick genommen. Diese differenzierte Beschlusslage ist fakt und ich bedauere, wenn durch meine Formulierung ein anderer Eindruck entstanden ist.
    Mir ist wichtig zu betonen, warum ich die Idee einer Wohnungsbaugenossenschaft weiterhin für prüfenswert halte: Wohnungsbaugenossenschaften sind in Deutschland seit vielen Jahrzehnten eine bewährte Form, bezahlbaren und dauerhaft sozial orientierten Wohnraum zu schaffen. Gerade in Großstädten wie München tragen Genossenschaften und andere gemeinwohlorientierte Akteure wesentlich dazu bei, Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen ein sicheres Zuhause zu ermöglichen. Ich bedauere es sehr, dass der Gemeinderat sich diesem Vorschlag (zum jetzigen Zeitpunkt) nicht anschließen konnte.
    Unabhängig von der offenen Entscheidung über die konkrete Rechtsform gehen wir als Initiatoren jetzt den nächsten Schritt, damit wir nicht weiter Zeit verlieren: Für Mitte März ist ein gemeinsamer Termin mit dem Verband Wohnen im Landkreis Starnberg vereinbart, an dem auch Bürgermeister Ludwig Horn, Michael Ehgartner und ich teilnehmen werden. In diesem Gespräch wollen wir gemeinsam ausloten, ob und in welcher Form eine Kooperation – gegebenenfalls auch mit einer noch zu gründenden Wohnungsbaugenossenschaft – dazu beitragen kann, das Projekt Schönmoos zügig und dauerhaft gemeinwohlorientiert zu realisieren. Ich würde mich freuen, wenn wir dann dem (dann neu gewählten) Gemeinderat eine Projektlösung vorstellen können. Dieser ist ja dann vielleicht dieser Idee aufgeschlossener gegenüber. Mir und uns GRÜNEN ist es sehr wichtig, beim Thema Bezahlbarer Wohnraum ins Handeln zu kommen. Wir sind auch offen für Alternativvorschläge. Leider wurden bisher keine genannt. Nur darauf zu hoffen, dass der Verband Wohnen im nächsten Jahr vom Landkreis und den Kommunen bei immer knapper werdenden Kassen wieder die Wohnbauumlage gezahlt bekommt, ist uns zu wenig.

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