Um die Trinkwasserversorgung für Tutzing ging es in der Sitzung des Gemeinderats am 3.12.2015. Doch zunächst erhielten Bürgerinnen und Bürger Ehrenbriefe in Anerkennung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Geehrt wurden: Ewald Brückner, Willi Eisele, Karl-Heinz Fuchs; für den Helferkreis Asyl die Damen Dr. Roswitha Goslich, heide Goller und Cornelia Janson und der Vorstand der JM Tutzing. Nach einem kleinen Empfang auf der Rathaustenne setzten wir die Sitzung um 19:40 fort.

Aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 10.11.2015 wurde bekanntgegeben, dass der Auftrag für die Erstellung der Querungshilfe an der Hauptstraße/Höhe Nordbadstraße erteilt wurde. Bürgermeister Krug ergänzte, dass die Fußgängerampel an der Sparkasse noch vor Jahresende in Betrieb genommen werde.

Weiter ging es dann um die Entwurfsplanung für die Anbindung des Brunnens Pfaffenberg an das örtliche Trinkwassernetz, die uns Herr John Walter vom Ingenieuerbüro Hausmann+Rieger ausführlich und anschaulich erläuterte. Der Wasserreferent der Gemeinde, Herr Wolfgang Marchner, war in die Planung eingebunden und begründete die Notwendigkeit dieser Maßnahme; die Wasserversorgng gehöre zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde. Die drei Flachbrunnen in Wieling mit einer Leistung von zusammen 300.000 m³/a werden als kritisch angesehen. Baulich müssen für die Anbindung des Brunnens an den Hochbehälter in Deixelfurt neue Rohre verlegt und ein Pumpenhaus mit der erforderlichen Technik errichtet werden. Die Entwurfsplanung wurde mehrheitlich gebilligt mit der Ergänzung, zur Sicherheit und für eine Reserve einen größeren Rohrdurchmesser vorzusehen (250mmm statt 200mm; Mehrkosten ca. 36.000 Euro). Bekanntlich werden die Kosten von über 1 Mio. Euro über das Wassergeld weiterbelastet, die Gemeinde finanziert die Investition vor. Weitergehende Planungen sind ein zweiter Brunnen Pfaffenberg II und die Reaktivierung eines Brunnen sin Kerschlag.

Die Zuständigkeit für die Änderung des Babauungsplanes Nr. 62 für den Bereich Fabrikgelände Lindemannstraße – ehemalige Bayerische Textilwerke, wurde einstimmig an den Bau- und Ortsplanungsausschuss übertragen. Ziel des Änderungsbeschlusses des Gemeinderats vom 3.12.2013 war, die Fläche des zu errichtenden Drogeriemarktes (DM) im 1. Obergeschoss zu erhöhen und die Errichtung einer außenliegenden Rolltreppe zu ermöglichen. Das Verfahren kann nun durchgeführt werden.

Die erneute Auslegung der “16. Änderung des Flächennutzungsplans zur Ausweisung von Konzentrationsflächen für die Errichtung von Mobilfunktstationen” wurde einstimmig beschlossen. Die Aktualisierung eines Mobilfunkgutachtens aus dem Jahr 2007 erfordert die erneute Auslegung.

Der Bericht des Bürgermeisters zur weiteren Vorgehensweise beim Bebauungsplan Nr. 85 “An der Leiten” wurde vertagt.

Die Verwaltung berichtete um Abschluss der öffentlichen Sitzung, dass Frau Irene Kirchner ihren Antrag auf Vorbescheid zum Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage im Martelsgraben 2 zurückgezogen hat.

Über den Antrag auf Baugenehmigung zur Errichtung eines Aparthotels mit Tanzschule, Cateringküche und Tiefgarage, Bahnhofstraße 9-15/Bräuhausstraße, habe ich separat berichtet.

2 Antworten zu “05.12.: Wasser für Tutzing!”

  1. Da ich keine Antwort bekam, habe ich beim gemeindlichen Wasser-Referenten nachgefragt:
    Lieber Herr Marchner, in den Berichten über den neuen Brunnen fiel mir die Formulierung auf, dass die Schließung der Wielinger Brunnen geplant sei, weil sie von den Behörden “kritisch gesehen” werden. Leider fand ich nirgendwo
    einen Hinweis darauf, was es bedeutet, wenn “Behörden” (welche?) unser
    Wasser “kritisch sehen”. Können Sie mich aufklären?
    Dankbar erkenne ich an, dass Herr Marchner überhaupt geantwortet hat:
    Hallo Herr Haser, (bitte zukünftig mit 2 a, lieber Herr Marchner) der 30 Meter Brunnen in Wieling ist nicht kritisch aber veraltert. (veraltet?) Ich meinte lediglich, dass, wie allgemein bekannt, heutzutage üblicherweise aus 100 Meter Tiefe gefördert wird. Gruß Marchner
    Wissen wir jetzt mehr? Nein. Wer, wann, wo gibt zum Thema Fakten bekannt statt Blabla? Nur weil Herr Marchner etwas meint, wird einen Brunnen aufgegeben, der lt. Presse 300.000 m³/a Liter (bestes, offenbar unbeanstandetes) Wasser liefert. Es wäre interessant zu erfahren, welche “Behörden” dahinterstehen. Herr Marchner weiß es offenbar nicht. Wen fragen wir jetzt?
    Helge Haaser

  2. Wer weiß das: Bisher hieß es eigentlich in der Öffentlichkeit immer, dass Tutzing ausgezeichnetes Trinkwasser hat. Jetzt hier folgender Satz: “Die drei Flachbrunnen in Wieling mit einer Leistung von zusammen 300.000 m³/a werden als kritisch angesehen.” Wer weiß es (und darf es mir sagen :-), was die Formulierung “kritisch” in diesem Zusammenhang bedeutet?
    Helge Haaser

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