Für den 11. Januar 2017 hat Bürgermeister Rudolf Krug (ÖDP) um 19 Uhr ins Roncallihaus zur Bürgerversammlung eingeladen.

Nach den Versammlungen am 15.12.2014 und 11.11.2015 ist dies die dritte Bürgerversammlung in seiner Amtszeit.

Es gibt Informationen aus erster Hand, Fragen können gestellt werden. Nutzen Sie das und gehen Sie hin. Damit sich Tutzing positiv weiterentwickelt, bedarf es engagierter Bürger und Bürgerinnen. Nicht sich zu beklagen über Dies und Jenes – sich zu informieren ist der erste Schritt!

Themen gibt es viele, z.T. sind sie im Interview des Bürgermeisters mit dem Starnberger Merkur genannt (veröffentlicht am 30.12.2016). Weitere Punkte sind der Dritter Aufzug am Bahnhof, der Jugendtreff, das Seehofgelände u.a.m.

Was sind eigentlich Bürgerversammlungen?
Bürgerversammlungen haben unmittelbar zum Ziel, die Kommunikation im Ort zu verbessern und fördern mehr Transparenz in öffentlichen Belangen. Dabei wird niemand zur Teilnahme gezwungen, jeder hat das Recht, sich frei und offen zu äußern und die Verwaltung unterliegt einer Auskunftspflicht.

Im Vordergrund steht die Kommunikation zwischen der Verwaltung einerseits und den Bürgern andererseits aber auch die Kommunikationsgewohnheiten innerhalb der Bürgerschaft. Bürgerversammlungen bieten Verwaltung eine einfache Plattform, die Tutzinger Öffentlichkeit über Entwicklungen, Planungsansätze sowie getroffene Entscheidungen detailliert zu unterrichten. Ferner bietet diese partizipative Methode den Bürgern die Möglichkeit, öffentlich Fragen an die Verwaltung zu richten, die diese nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten hat.

Bürgerversammlungen wenden sich keinesfalls gegen das etablierte repräsentative Institutionen- und Entscheidungsgefüge (also vor allem der Gemeinderat), sondern ergänzen es sinnvoll um ein regelmäßiges, direktes und regelgeleitetes Kommunikationsverfahren mit den Bürgern. Regelmäßige und gut strukturierte Bürgerversammlungen unterstützen bürgerschaftliches Engagement, verbessern das Angebot an kommunalen Dienstleistungen, schaffen mehr Transparenz und tragen zur Konfliktprävention bei. Dabei ist jeder Bürger aufgerufen, der Veranstaltung beizuwohnen und sich aktiv einzubringen.
Bei den Informationen aus der Verwaltung handelt es sich um eine Phase, die der Unterrichtung der Bürger dient. Es geht darum, die Bürger aus der Verwaltungssicht über aktuelle Vorgänge im Ort zu unterrichten. Bürgermeister Rudolf Krug gibt dazu eine Präsentation. Zu Beginn einer Bürgerversammlung findet der Informations- und Meinungsaustausch daher insbesondere in eine Richtung statt.
Diese nächste Phase ist von kurzen Fragen und Antworten geprägt. Der Ausdruck »kurze Fragen und Antworten« ist wörtlich zu nehmen, denn es geht hier nicht darum, dass die Bürger ausschweifende Referate halten, sondern um das Einholen von konkreten Informationen. Die Frage- und Antwortstunde kommt insofern dem Bedürfnis der Bürger nach, sich über die Vorgänge vor ihrer Haustür genauer zu unterrichten. Denn nur wer die Gründe kennt und Zusammenhänge versteht, kann neue Einsichten und Verständnis für Vorgänge entwickeln.

In dieser Phase einer Bürgerversammlung geht die Kommunikation allein von den Bürgern aus. Sie werfen Fragen auf, die bisher nicht gestellt wurden, oder sprechen Themen an, die Bezug zu den »Informationen aus der Verwaltung« nehmen. Die Verwaltung,  in Tutzing repräsentiert durch den Bürgermeister, ist verpflichtet, die Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten. Die Kunst besteht darin,  die Fragen so präzise wie möglich zu stellen. Zumindest lässt sich auf diesem Wege die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass der Informationsgehalt der Antwort klar und deutlich ausfällt.

Die vorstehenden Ausführungen zur Bürgerversammlung basieren auf dem Wegweiser Bürgergesellschaft. Der Wegweiser Bürgergesellschaft ist ein Projekt der Stiftung Mitarbeit – entstanden 2001 in Kooperation mit der »Stabsstelle Moderner Staat – Moderne Verwaltung« des Bundesinnenministeriums.
Anmerkung:
In diskursiven Bürgerversammlungen können spezifische Themen intensiv diskutiert werden. Auf diesem Wege lassen sich die Ideen, Einwände, Bedürfnisse und Wünsche der Bürger für abschließende Entscheidungen besser erfassen und auch Entscheidungen und Empfehlungen verabschieden, die von einer breiten Öffentlichkeit getragen werden.

One Reply to “Bürgerversammlung am 11. Januar 2017”

  1. Es hätte der Tutzinger Liste gut angestanden, auch selbst und damit in eigener Sache darauf zu verweisen, dass der gemeindliche Schaukasten bereits die Listung vieler Themen zeigt. Es dürfte interessant werden, wie der die Versammlung Einberufende die Themen verpackt und dann auch noch packend rüberbringt. Denn was da auf der Liste steht, sieht aus wie eine Abrechnung mit dem alten Jahr; im Sinne einer Inventur mit dann neuem Geschäftsjahr. Auf das Jahr 2017 können Versammlungsbesucher und Leser nun sehr gespannt schauen.
    HF

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