Wenn in die Erdbeermarmelade nur „3% Fruchtanteil“ aber viel künstliches „naturidentisches“ Aroma und Sägemehl statt Fruchtfleisch enthält, auf dem Becher aber frische, köstliche Erdbeeren abgebildet sind – wie würden Sie das nennen? Freundlich ausgedrückt vielleicht „Vorspiegelungen falscher Tatsachen“. Aber nein: es ist Betrug.

Nun endlich – meldet soeben dpa – fordern Verbraucherschützer „klare Regeln für Etiketten“. Nachweisbare Lügen der Hersteller müssen endlich verboten werden. Eine späte Erkenntnis, denn der Betrug mit Bezeichnungen wie „traditionell“ oder „natürlich“ bei Industrieprodukten hat eine endlose Tradition, ebenso wie Werbung mit schönen Bildern, die nicht den Inhalt sondern ein Idealbild vorspiegeln. Längst bestimmt EU-Recht, dass Lebensmittel-Etiketten nicht die Irre führen dürfen.

Wieder ein Gesetz, das von der offenbar unantastbaren Nahrungsmittel-Industrie schlicht ignoriert wird. Um diesen Unfug endlich zu beenden, gibt es nur einen Weg: Verbraucheraufklärung. „Schaut Euch genau an, was Ihr kauft. Und lasst den Schund im Regal, auch wenn er noch so billig ist.“ Nur so wird Betrug für die Hersteller unrentabel.

Nur so treffen wir sie, wo es weh tut: nicht bei der Moral sondern beim GELD.

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