20.02.: Vorrang für Radfahrer!

Vorrang für Radfahrer in der Ziegeleistraße! Dies ist das Ergebnis eines Beschlusses des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses in der Sitzung am 19.02.2020 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald. In der Sitzung am 22.10.2019 war ursprünglich beschlossen worden, in der Ziegeleistraße ab der hinteren Einfahrt der ehemaligen Standortverwaltung bis zur Einmündung Dreisbuschstraße eine Einbahnregelung zu realisieren. Nach Einwänden der Anwohner wurde in der Sitzung am 26.11.2019 die Einrichtung einer Fahrradstraße erwogen und die Verwaltung mit einer entsprechender Recherche beauftragt. Nach Prüfung schlug die Verwaltung nun vor, eine Fahrradstraße einzurichten. Das ist neu!

Bei einer Fahrradstraße wird die gesamte Fahrbahn zum Radweg. Radfahrende haben hier Vorrang, dürfen nebeneinander fahren und die Geschwindigkeit bestimmen. Nur wenn das Zusatzschild “Kraftfahrzeuge frei” hängt, dürfen auch PKW, LKW, Motorräder und andere motorisierte Verkehrsteilnehmer hier fahren. In Fahrradstraßen gibt eine Höchstgeschwindigkeit vom 30 km/h. Im Verlauf der Fahrradstraße gilt rechts vor links.

Die Polizeiinspektion hatte ein positive Stellungnahme abgegeben. Wohlwollend hatte sie angenommen, dass die “Anzahl der Radfahrer einen großen Anteil am Gesamtverkehr ausmacht”. Entsprechend wurde einstimmig beschlossen, die Fahrradstraße mit Zusatzschild “Kraftfahrzeuge frei” einzurichten. Die neue Regelung ist erklärungsbedürftig, so dass deren Einführung kommunikativ begleitet werden wird.

Weitere Punkte der Sitzung waren:

  • Zum Thema Fahrradstraßen allgemein bat die Bürgermeisterin um Diskussion. Dazu gab es den Vorschlag der Verwaltung, im Ortszentrum östlich der Hauptstraße sowie weiter nördlich verschiedene Fahrradstraßen anzulegen:

Graf-Viereck-Straße, Monsignore-Schmidt-Straße, Schlossstraße, Marienstraße und

Midgardstraße, Mühlfeldstraße, Nordbadstraße, Simone-Ferber-Straße

Zum einen gibt es dort wenig Auto-, aber vermehrten Radverkehr, zum anderen werden auf der Hauptstraße im Ortszentrum keine Radschutzstreifen angelegt, so dass die Radfahrer in den Fahrradstraßen besser aufgehoben sein würden. Die Diskussion verlief kontrovers, jeweils geprägt von eigenen Erfahrungen und Vermutungen. Das Thema wird auf die nächste Sitzung vorgetragen.

  • Die Pläne zur Markierung eines Fahrradschutzstreifens im Norden der Hauptstraße sind inzwischen durch das Landratsamt Starnberg, das Straßenbauamt Weilheim und die Polizeiinspektion Starnberg geprüft und freigegeben worden. Die Pläne wurden in der Sitzung am 23.10.2018 befürwortet und am 27.11.2018 beschlossen. Zwischendurch hat der Ausschuss immer wieder nachgefasst. Die Streifen werden durch den Bauhof aufgemalt, wahrscheinlich im April. Die Erfahrungen werden wir auswerten.
  • Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 04.02.2020 angeregt, die Verkehrssituation am Wochenmarkt Tutzing nochmals zu beraten. Am Samstag, 15.02.2020, gab es hier keine besonderen Vorkommnisse, nachdem die Durchfahrt durch zwei Absperrschranken und ein geparktes Fahrzeug versperrt wurde. Ggf. muss hier noch eine dritte Absperrschranke eingefügt werden, damit nicht Fahrzeuge sich doch einen Weg am Markt vorbei suchen, wie bereits mehrfach beobachtet wurde. Die Situation wird weiter beobachtet.
  • Zur Straßenbeleuchtung im Gemeindegebiet gab Klaus Hirschvogel vom Liegenschaftsamt zur Information eine Übersicht, nachdem die Beleuchtungen in verschiedenen Straßen ersetzt werden. Entsprechende Beschlüsse waren gefasst worden. Es handelt sich um die Starnberger und Weilheimer Straße in Traubing sowie die Ziegeleistraße und den Ebersweg in Tutzing. Insgesamt werden in Tutzing und den Ortsteilen drei verschiedene Leuchtentypen eingesetzt: (1) Ersatz für die bekannten Peitschenleuchten, eher auswärts, Straßenleuchten für innerorts und Stadtlampen für Nebenstraßen und Fußwege. Gemeinsam ist ihnen, das die mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet sind und bei Bedarf mit Dimmern nachgerüstet werden können. Ein Ratskollege bemängelte die Dichte der Brennstellen, ein anderer brachte das Betreibermodell ins Spiel, weniger aus finanziellen sondern auch Gründen der tatsächlichen Umsetzung bei begrenzter Kapazität der Verwaltung. Hier könne bei einem Unternehmen ein Angebot für Traubing angefragt werden.

Unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes berichtete die Bürgermeisterin, dass demnächst die Installation für die Defibrillatoren im Gemeindegebiet abgeschlossen sein wird. Die Gehäuse sind bereits montiert und fast alle mit Strom versorgt. Es wird eine Pressemittelung geben. Darüber hinaus wird es ein oder zwei Veranstaltungen zur Vorführung bzw. Einweisung in die Geräte geben. Weiterhin gab die Bürgermeisterin bekannt, dass nach ihren Informationen mit Neugestaltung Hauptstraße im Juli begonnen werden könnte, also mit Beginn der Sommerschulferien. An zwei Stellen soll es gleichzeitig losgehen: vor dem Gymnasium und am geplanten Kreisel. Die Verwaltung wird die Bevölkerung im April informieren, insbesondere über die geplanten Umleitungen.

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