Aufstand der Knirpse

Die Welt gibt sich kompliziert! Erst jüngst wurden wir darauf angesprochen, weswegen wir in unseren Beiträgen nicht auf die Gendersprache achten. Täten wir es, hieße die Überschrift “Knirps*Innen”. Mögen uns die Leser*Innen verzeihen, dass wir trotz derzeitiger Gender-Diskussion an alten Formen festhalten.

Der seit Monaten von uns verwendete Cartoon zur Lage auf der Straße hat es in sich, denn mit wenigen Strichen ist genau das beschrieben, was heute drückt. Besser: drücken sollte!

Wahlen demnächst um uns herum und bei uns dann die Kommunalwahl in wenigen Monaten! Bei CDU/CSU/FDP wird aufgerüstet, Werte-Union und Konservative Revolution leisten ihren Beitrag, indem sie entweder an bewährte Rezepte erinnern und wenn das nicht hilft, kommen alle über die uneinschränkbare Freiheit.

Uns fällt auf, wie wenig in großen Zusammenhängen bei den Leuten gedacht wird, die kleine Politik  (d.i. Kommunalpolitik) machen. An die Freitagsdemonstrationen hat man sich gewöhnt. Das Internet lässt auch höchst unpassende Formen und Inhalte der Meinungsäußerung zu.

Uns fällt auf, wie wenig hier im Landkreis die Jugend zu Wort kommt.

Beim Beschreiben unseres Standortes als TUTZINGER LISTE und unserer Gedanken fiel nämlich das fortgesetzte Schweigen von CSU und FDP auf; business as usual. Wohl in der Hoffnung, es regele sich alles von selbst und erst recht dann, wenn’s in die Bayr. Verfassung eingetragen wird. Eine Frage lässt uns aber nicht los: Wieso engagieren sich so wenig Jugendliche bzw. Jungwähler in politischen Gruppierungen? Es kann doch nicht angehen, dass die Zukunft jetzt denen überlassen wird, die fast keine mehr haben, bzw. diese teilweise mit größtem Erfolg verspielten.

Mit zu unseren Aufgaben machten wir, regelmäßig über den Zaun zu schauen. Der Blick nach Österreich lohnt sich zwar, ist aber für uns derzeit lediglich ein unpassendes Beispiel. Ein Blick in die Schweiz, in der sich viel Meinungsbildung und Entscheidungsfindung auf der Straße oder dafür geeigneten öffentlichen Plätzen abspielt, zeigt mit beigefügtem Aufsatz, wo mögliche Ursachen heutiger Verfahrenheit und des Nichtwollens und Nichtkönnens angesiedelt sind. Bei erstem Lesen dachten wir, der schweizer Text könne jugendlichen Wählern nicht zugemutet werden. Nach mehrfachem Lesen liegt für uns aber eine Wurzel zu heutigem Aufblühen Ewiggestriger darin, was im Artikel beschrieben wurde.

Es kann sogar sein, diese Gedanken seien bereits bei der mitdenkenden Jugend und den jugendlichen Wählern angekommen, gewiss auch bei etlichen Eltern und Lehrern. Nur haben CSU und SPD wohl davon noch nichts mitbekommen. Denn das könnte den Kellersturz beider Parteien erklären.

Wir geben Ihnen den Link zur Kenntnis; machen Sie sich selbst ein Bild.

https://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Wachstum-Bevolkerungswachstum-Welthandel-Ressourcen

CSU, FDP kennen die in dem Link beschriebene Story-Line; die SPD ist bereits deswegen darüber vital gestolpert, weil sie die Ursachen heutiger Katastrophen kennt, aber nicht ansprechen wollte und der Annahme ist, Reförmchen würden honoriert.

TL-Redaktion

 

Einige Gedanken zu “Aufstand der Knirpse

  1. Hubertus Fulczyk

    „Niemand auf der Welt würde uns folgen auf dem Weg, Wohlstand zu verlieren und den Menschen ihren Lebenswandel vorzuschreiben“

    Mit diesem vor Wochen schon kreierten Satz zeigt die FDP ihre Sichtweise zur derzeitigen Lage. Die kräftig gerupften Volksparteien CDU/CSU/SPD begannen aber zu verstehen, wobei es jedoch zum konkreten Handeln immer noch nicht reicht. Nicht anders dürfte die abwertende Einstellung ggü. der sog. Straße (!) und seriöser Forschung zu erklären sein. In welcher Welt leben eigentlich die Anhänger der Überschrift? Ist der Planet nur noch zum Plündern da? Solange aus CSU/CDU/SPD nichts Konkretes kommt, hat die FDP-Erkenntnis tatsächlich Bestand. Folglich liegt der Erfolg der FDP im Abwarten auf System-Innovationen und Einsicht, weil auch der in der Regierung sitzende Sachverstand nichts unternimmt.
    Wenn verlorener Wohlstand darin besteht, nicht mehr von München nach Stuttgart, Frankfurt oder Berlin fliegen zu sollen, dann wird es Zeit, die Partei der Besserverdienenden, Tüchtigen, Leistungsträger und Schnellfahrer baldmöglichst in die Regierungsverantwortung zu holen. Dort könnte dann das Grundgesetz studiert werden; woanders geht das vermutlich nicht.
    HF

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