KEINE GLOSSE. OSTERPFINGST

Die Welt spielt verrückt. Die täglichen Informationen überschlagen sich. Ich fühle mich manchmal – nein: oft – am Limit. Wann kommt endlich mein Burnout? Viele haben ihn schon. Sitzen in psychosomatischen Kliniken und meditieren. Schicken mir Ansichtskarten aus Prien am Chiemsee oder Königstein im Taunus. Überall psychosomatische Kliniken. Überall Patienten, die man mal für taffe Macher hielt. Jetzt meditieren sie. Was läuft da ab in unserer Gesellschaft?

Hektik. Stress. Überforderung. Angst. Nach 73 Jahren Frieden in Europa stehen wir vor der Wand? Das kannten nicht mal die Trümmerfrauen! Wir spielen verrückt. Herzinfarkt mit 57, Frührente mit 58, abwarten bis der Deckel zufällt?

Kaum ist der Trubel von Weihnachten, Fasching und Nockherberg vorbei: schon wieder Ostern. Das Fest zum Innehalten, zum Staunen, zum Erkennen… Da wird einer umgebracht und steht einfach wieder auf. Ersteht auf. Zweitausend Jahre hat man das Wunder nicht erklären können, niemals mehr gab es ein Remake. Trotzdem ist und bleibt es das größte Fest der Christen. Aber schon wieder schielen sie auf die nächste Nummer: die Ausschüttung des heiligen Geistes. Es war ein gigantisches Ereignis, damals an dem Tag, den wir Pfingsten nennen. Keiner von uns war dabei. Wir müssen glauben, was überliefert ist. Und viele, viele glauben.

Lasst uns glauben, dass es eine gute Welt gibt, dass es eine soziale Welt gibt, dass das Jesu-Wort „was ihr den geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr auch mir getan “ den Weg in eine gute Welt ebnet. Lasst uns glauben – aber lasst uns dabei nicht verzichten auf einen klaren Blick auf die Bosheit dieser Welt. Und lasst uns ihr entgegentreten!

Euer Franz Bimslechner

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