Der Ausbau der Ortsbuslinien in Tutzing kommt voran, vorerst in der Planung. In der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses (UEVA) am 22.06.2021 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald berichtete die Verwaltung über die geplanten Ausschreibungen der Tutzinger Buslinien im Jahr 2023. Das Landratsamt plant die Erweiterung des MVV-Busliniennetzes im Gemeindegebiet Tutzing. Dazu regte die Gemeinde an, weitere Ortsteile an das bestehende Netz anzuschließen. Die Diskussion mit dem Landratsamt über Möglichkeiten der Routenführung ergab eine Planungsvorlage mit folgenden Inhalten: Die Linie 958 soll über Andechs hinaus bis nach Herrsching geführt werden, bei der Linie 978 soll es neben der Verbindung Tutzing-Feldafing und der bestehenden Anbindung Luiswiese etc. weitere Fahrzeuge geben, die Unterzeismering anbinden und Diemendorf über Kampberg erreichen. Dazu wurde als mögliche Option ein Abstecher zur Ilkahöhe genannt. Als vierter Bus der Linie 978 könnten Oberzeismering und Monatshausen angefahren werden, so die Anregung der Gemeinde. Eine Ausschreibung wird erfolgen, wenn die Verträge mit der RVO ausgelaufen sind, die bis 2022 reichen. Soweit es sich um die Grundversorgung im Stundentakt (Mo-Fr von 6-20 Uhr) handelt, übernimmt der Landkreis die Kosten. Sonderwünsche sind von der Gemeinde zu finanzieren.

Für die Verbesserung der Verkehrsführung an der Unterführung der Heinrich-Vogl-Straße (HVS) – eine Bürgerinitiative der TL – sind die Vermessungsarbeiten abgeschlossen. Soweit die gute Nachricht! Für die weitere Planung sind nach Auskunft der Verwaltung jedoch keine Mittel im Haushalt 2021 vorgesehen. Das ist unbefriedigend, da dies den vorläufigen Stillstand für die Umsetzung der Verbreiterung des Gehwegs bedeutet. Je nach Höhe der Planungskosten könnte aber eine außerplanmäßige Ausgabe beschlossen werden, damit die Planung doch noch in diesem Jahr durchgeführt werden kann. Die Mittel für die Umsetzung der Maßnahme selbst sollten dann in den Gemeindehaushalt 2022 eingestellt werden. Ich werde diese zweistufige Lösung der Bürgermeisterin vorschlagen; die TL wird über das Ergebnis berichten.

Weitere Punkte der Sitzung:

  • Einstimmig wurde die neue Zufahrt zwischen dem Krankenhaus und den westlich davon geplanten Gebäuden als Eigentümerweg der Gemeinde Tutzing gewidmet.
  • Im Zuge der Hauptstraßensanierung wird auch der Einmündungsbereich der Bräuhausstraße und des Schönmossweges verändert: der Schönmoosweg wird auf die Bräuhausstraße verschwenkt, der Verkehr fließt anschließend zusammen in die Lindemannstraße. Die Fußgängerüberquerung wird mittels einer Querungshilfe erleichtert. Für die kurzfristigen Teerarbeiten an der Haupstraße wird ab kommenden Dienstag die Bräuhausstraße in beide Richtung befahrbar sein. Mittelfristig ist vorgesehen, das es Begegnungsverkehr zwischen Lindemannstraße bis Sudetendeutsche Straße sowie zwischen dem Betreuten Wohnen und der Bahnhofstraße gibt. Die Verwaltung prüft aktuell, den Gehweg aus die Westseite der Straße zu verlegen, damit die Fahrgäste des Busses sicher die Haltestellen erreichen können und nicht die Straße queren müssen.
  • Die Verwaltung berichtete, dass in Tutzing an festgelegten Örtlichkeiten in Zukunft das Abschleppen bzw. Versetzen von Kfz in vereinfachter Form erfolgen kann.Der Überwachungsdienst kann zukünftig Fahrzeuge, die in Halteverbotszonen den Rettungsweg blockieren, abschleppen lassen. Dies geschieht per Anruf bei der Polizei, die dann die Versetzung anordnet und das Abschleppunternehmen beauftragt. Die Polizei muss im Unterschied zu früher nicht mehr am Ort anwesend sein. Möglich ist dies durch die vorherige Festlegung der Örtlichkeiten. Dies umfassen (1) alle Stichstraßen am See bei absolutem Halteverbot, (2) die Behindertenparkplätze, (3) die Fahrradschutzstreifen entlang der Hauptstraße, (4) die Vorplätze der Feuerwehren, (5) der Vorplatz bei der Slipanlage in der Schloßstraße und (6) die Flächen vor den Schranken am Wochenmarkt. Für diese in München praktizierte Lösung hatte sich Ratskollege Florian Schotter (CSU) eingesetzt. Die falsch parkenden Fahrzeuge werden an den Parkplatz am Waldfriedhof versetzt und können dort abgeholt werden.
  • Einstimmig ermächtigte der Ausschuss die Bürgermeisterin bzw. die Verwaltung, rechtliche Information und Beratung zur Genehmigung/Ablehnung von privaten Baustelleneinrichtungen auf öffentlichen Straßen einzuholen. Hier ist der Eindruck entstanden, dass es sich Bauherren mitunter leicht machen und öffentlichen Grund für die Einrichtung der Baustelle beanspruchen. Auch hat die Verwaltung oft keinen Einblck, warum eine Maßnahme immer weiter verlängert werden soll und muss sich auf die Aussagen der Bauheren verlassen. Hier soll Sicherheit erlangt werden, welche Konsequenzen im Fall der Nichtbeachtung einer Ablehnung der Benutzung von öffentlichem Grund möglich sind.

Unter Mitteilungen und Anfragen, Aktuelles, Verschiedenes berichtete die Verwaltung:

  • Die Arbeiten für den dritten Bauabschnitt der Haupstraße (Nord) sind von Oktober 2021 bis Herbst 2022 geplant. der Die Planung wird der Verkehrsplaner Benjamin Neudert in der nächsten Sitzung vorstellen. Es wird zu halbseitigen Sperrungen bei den jeweiligen Baufeldern kommen. Die Arbeiten im Ortszentrum folgten dann ab Frühjahr 2023. Dazu muss wie berichtet, die Brücke an der Kirchenstraße ertüchtig werden. Die Verwaltung wird über den Stand des Verfahrens in der nächsten Sitzung berichten.
  • Auf dem Parkplatz an der Greinwaldstraße werden ab dem 01.07.2021 Parkgebühren erhoben.
  • Am Wochenende 03./04.07.2021 wird am Südbad eine privat betriebene Fahrradwaschanlage vorgestellt, ein Service für Bürgerinnen und Bürger und ein Beitrag zum Umweltschutz.
  • Der Zustand der Brahmspromenade wurde von Ratskollge Dr. Ernst Lindl bemängelt. Es sähe „g’schlampert“ aus, die Mülleimer seien überfüllt, vielfach zurückgelassenens Leergut von Partygästen, das sei „unter Niveau“. Die Bürgermeisterin beklagte, dass Mitarbeiter des Bauhofs den „Dreck“ von den Leuten einsammelten. Es sei ein gesellschaftliches Problem. Dr. Lindl schlug vor, es mit Hinweisschildern zu versuchen, im Alpenraum hätte man gute Erfahrung damit gemacht.
  • Das dezentrale Ramadama in der Gemeinde sei erfolgreich, so die Verwaltung. Die Summe der teilnehmenden Menschen entspräche der auch sonst üblichen Beteiligung.

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