Unsere Jugend demonstriert…

Im Abwehren waren die Altvorderen schon immer besser als im Hinhören. Es wird Aufwand in die Unterdrückung der Behandlung relevanter Themen gesteckt, anstatt sich die Frage zu stellen, wie kommen wir heraus aus der Lage. In der Vergangenheit kann hier auch auf einige Parade-Beispiele, die zur Eskalation der Lage führten, hingewiesen werden…

Und jetzt? “…von Jugendlichen ist keine analytische und zukunftsweisende Haltung Erwachsener zu erwarten, das wäre ja zu viel verlangt…” Das sagen genau die “Erwachsenen”, die hier am Werke sind – sind sie doch selbst meist die Ursachen aller Probleme. Die Generation, denen das Wohl der nachfolgenden Generationen offenbar egal ist. Unsere Eltern wollten doch immer dass “wir es einmal besser haben…”

JETZT sollen also unsere Politiker ran, das regeln, was sie nachhaltig verbockt haben? So schlau können nur CSU/FW und FDP (https://www.jetzt.de/politik/fdp-christian-lindner-kritisert-klimademos-sagt-klimaschutz-sei-sache-fuer-profis) sein!?
Sind nicht jene drei Parteien die Garanten dafür, dass sich überhaupt nichts ändern wird?

Das groß angekündigte MasterBlahBlah-Pilotprojekt “Runder Tisch – Artensterben” wird zeigen, dass außer Geschwätz nichts herauskommen wird.

Dafür haben junge Menschen keine Zeit, Geduld und Verständnis. Wissenschaftler warnen davor, dass unser Planet noch elf Jahre Zeit hat. Danach ist die Chance vertan. Daher verwundert es eher, dass noch so wenige auf die Straße gehen. Denn Schüler haben den richtigen Riecher, viel schlimmer: Sie kennen ihre Eltern.

Und ihre Mahnung muss uns erreichen: Umweltschutz fängt bei jedem selbst an!

SZ: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fridays-for-future-demo-muenchen-1.4369926

Zeit: https://www.zeit.de/campus/2019-03/klimastreik-fridays-for-future-schulstreiks-demonstrationen-klimawandel

Beitragsbild: focus.de

 

 

4 Gedanken zu “Unsere Jugend demonstriert…

  1. Hubertus Fulczyk

    Wieso kommen von der TL nicht drei einfache Vorschläge?
    • In jedes Schaufenster der Tutzinger Gewerbetreibenden ein Plakat “Kommunalwahlen vor der Haustür: Die Jugend gehört in den Gemeinderat!”
    Plakate in Schaufenstern gegen unerfreuliche Entwicklungen sind bekanntlich möglich.
    • An jeder Ware zwei Preisschilder, eines für den Geiz-ist-geil-Käufer, eines für den mitdenkenden Bundesbürger. Zum zweiten Preisschild an der gleichen Ware der hier zitierte Wortlaut (Spiegel 1996): “Dort steht der gesellschaftliche Gesamtpreis, die Summe aus Herstellung, Entsorgung und Umweltbelastung des Produkts. So könnten sich die Leute entscheiden, was ihnen wichtig ist.”
    • Prof. Lesch vor der EU-Wahl ins Roncalli-Haus einladen. Er war schon einmal in Tutzing, nur machten hiesige GRÜNE auch daraus nichts. Diesmal könnte Lesch vor größerem Kreis erneut deutlich begründend sagen, dass es fünf nach Zwölf ist.

    Von den staatstragenden Parteien (CDU/CSU/FDP), wieder einmal mit Bestrafungen die faktenbasierte Meinung Andersdenkender zu belegen, ist in Sachen Klimakatastrophe/Umweltschutz nichts mehr zu erwarten. Die Jugend ist da viel weiter, sie dokumentiert freitäglich den sichtbaren Riss in der Gesellschaft.
    Die TL hat zwei die Lage gut beschreibende Cartoons (Landwirtschaft und 68er) gewählt. Wieso geht ihr jetzt der Mut aus, erneut deutlicher zu werden?
    HF

  2. Olga Lechner

    Liebe TL,
    wir sollten froh sein, denn das macht Hoffnung, wenn sich die Jugend nun rebellisch gibt und den an ihren Sesseln durch arrogantes Besserwissen festgezurrten Politikern zeigt, dass diese Generation der Altvorderen die Zukunftsbefürchtungen ihrer Kinder und Enkel ignoriert, um den Erhalt der eigenen mit Scheuklappen behafteten Position zu stärken. Die Spiegel-Kolumne von Chr.Stöcker macht deutlich, wie ernst die Lage ist und wie dringend endlich Handeln erforderlich ist. Wir können uns nicht mehr damit herausreden, “das haben wir nicht gewusst”.

  3. Hubertus Fulczyk

    Die TL zeigt Zähne! Nun seien wir mal gespannt, wer ihnen diese ausschlägt, abschleift oder blendendweiß verkront.
    Aufs Rumoren in der CSU ist kein Verlass mehr, die FW werden schon dafür sorgen. Die FDP stellt sich mit ihrem inzwischen unerträglichen Freiheits- und Schulregulierungsgedusel selbst in die Ecke und drängelt sich dort um den besten Platz mit der ödp.
    Mit dem Artenschutz und den lieben Bienen liegen alle Fäden auf dem Tisch, es muss nur endlich an den Fäden gezogen werden. Unbegreiflich, dass die CSU als frisch gewendete Partei sich nicht vor den im Dreck steckenden Karren stellt und sagt, den zögen sie jetzt aber aus dem Dreck. Erst heute sagte MP Söder, man müsse strategisch neu aufsetzen. Haben dortige Leute aus dem 68er -Zirkus nichts gelernt? Sie rennen durch aktives Nichtstun und Jammern über die ach so linken Linken dem AfD-Personal nach und wundern sich, dass ihre jüngsten, voll kehrtgewendeten Bekundungen zur EU-Wahl nicht für so ernst genommen werden, wie CSU-Weber, SPD-Barley und Grünen-Habeck/Giegold das vertreten.
    Ja, das Artensterben zeigt als Ursache das gesamte Strickmuster, nach dem der Globus (auch der europäische) funktioniert. Es ist der CSU zu wünschen, endlich mal den Leuten zuzuhören, die klare Handlungsnotwendigkeiten beschreiben und jeglicher Vorteilsnahme unverdächtig sind. Erkenntnisse gibt’s genug, das CSU-Personal steht aber mit einem Dr. Scheuer und sonstigen “Konservativen Revolutionären” sich selbst, den Globus und den Ruf der Politiker weiterhin beschädigend im Wege herum.
    Der Satz, UWS fange bei jedem selbst an, sagt alles, bewirkt aber nichts. Betrifft nämlich nur den Nachbarn, der mit Easyjet durch die Gegend schmutzt, blutige Billigstware per Jeff Bezos bezieht und Tagesnachrichten über Facebook bezieht.
    Anlässlich der Goldenen Kamera für bekannte Greta am 30.03. sagte ein sehr honoriger Mann, die Welt würde zerstört von einem Mann mit dem Verstand eines fünfjährigen Kindes. Mit dem Verstand hiesiger Leute befasste er sich nicht, das tut die Jugend inzwischen.
    Die einzige Kraft, die diese unerträgliche Arroganz derzeitiger Politik (von oben bis unten) aufbrechen kann, ist die Jugend. Die Jugend benötigt aber sehr bald einen Link in die existente Politik; anderenfalls verdienen Westenhersteller.
    Liebe TL, wie wollt Ihr an die Jugend herankommen, was könnt Ihr für sie tun?
    HF

    1. Gerd Bittl-Fröhlich

      Lieber Hubertus Fulczyk, Greta hat es in der Sendung (Goldene Kamera und auch bei Frau Will) ziemlich genau auf den Punkt gebracht, dass wir in seltsamen Zeiten leben. Sie lies uns auch wissen, dass die aktuellen Probleme mit den derzeitigen Regierungs-Systemen nicht lösbar sind.

      Stark waren auch die Aussagen von Therese Kah (18) “Fridays for Future“-Aktivistin, die den anwesenden Parteispezialisten die gefletschten Zähne, argumentativ – einen nach dem anderen – gezogen hat.

      Die Europäische Jugend wird auf breiter Ebene unterschätzt. Sie will sich „Ihr Europa“ nicht mehr nehmen lassen. Sie ist besser informiert, besser vernetzt, engagiert, stellt die richtigen Fragen, hat bessere Argumente und beim Thema Klima vereinigen sich alle sozialen Schichten, denn sie haben ein gemeinsames Ziel. Die Demos sind nur die Spitze eines Eisbergs. Und es ist noch nicht so, dass die volle Power zum Einsatz kommt.

      (Lesehinweis: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/fridays-for-future-die-kinder-sind-laengst-noch-nicht-wuetend-genug-a-1260262.html)

      Auffällig ist auch die Art der Demonstration. Kraftvoll, nicht gewalttätig und nachhaltig. Im Hambacher Forst wurde von den Kids sogar der Müll nach den Aktionen weggeräumt und der Wald blitzsauber wieder verlassen. Konsequent! Echt cool!

      Die TUTZINGER LISTE ist ein Vehikel, das seit Gründung anders als Parteien funktioniert. Es geht um Tutzing und die Menschen, die hier leben, mit aller Konsequenz. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die Jugend sich solche Vehikel – auch in der „heilen Welt“ Tutzings – zu Eigen macht. Den Link, unsere Unterstützung, sagen wir hiermit vollumfänglich zu.

      Und nun zu den Zähnen: Keine Chance, die schlägt uns niemand aus! Das wird nicht gelingen…
      Wichtig ist dass wir es schaffen, dass in Tutzing mehr Menschen nicht dauernd zu hart darauf herumkauen und sie sie deshalb nicht bald jeden Abend zur Reinigung ins Glas stecken müssen.

      Wir hoffen, damit geholfen zu haben!

      Best Grüße!

      Gerd Bittl-Fröhlich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.