Rechtzeitig zum Saisonstart geben die „Ampeln“ der Toiletten in Nähe der Brahmspromenade grünes Licht zum freien Eintritt. Die veranschlagten Sanierungskosten von rd. 160.000 Euro haben sich gelohnt: zwei hygienische Sanitärräume mit viel Stahl und elektronischem Verriegelungssystem für eine maximale Benutzungszeit von 15 Minuten (30 min. mit CBF-Schlüssel) zum Schutz vor Vandalismus sowie eine neue Rollstuhlrampe, die allen Benutzern gleichermaßen die stufenlose Begehung ermöglicht, sind entstanden.

Die grünen Tasten „TÜR AUF“ neben den Eingangstüren lassen manchen Besucher vor Eintritt zunächst etwas zögern: Öffnen sich die Türen nach Knopfdruck automatisch? Das tun sie nicht. Die Stahltüren lassen sich leicht nach außen manuell öffnen. Ein akustisches Signal erinnert den Besucher sogleich, die Tür nach Eintritt durch drücken der roten Taste „TÜR ZU“ zu elektronisch zu verriegeln. Die Toilettenspülung und die Waschtische mit integriertem Händetrockner sind nicht kontaktlos, sondern mit Tastendruck zu bedienen.

Auch die Bezeichnung als „Pissoir“ (links) und „WC“ und vier Piktogrammen für „Mann, Wickelraum, Rollstuhl und Frau“ (rechts) ist neu und lässt den Betrachter etwas stutzen. Herren dürfen jetzt beide Räume nutzen, Damen bitte nur rechts. Benutzerinnen von öffentlichen Toiletten wundern sich, denn sie wissen: Die Warteschlangen sind immer vor der Damentoilette! Ein Blick in den fürs Stehpinkeln für Männer betitelten Ort bestätigt: Neben dem Urinal gibt es keine Toilette mehr. Diese ist einer Entsorgungsstation für Chemietoiletten gewichen. Darum also neben der Bezeichnung „Pissoir“ das Piktogramm für „Wohnwagentoilette“. Es gibt zwar keine Wohnwagen in der Nähe, dafür wurde wohl an die vielen Boote gedacht, deren Inhaber die gleichen Entsorgungsnöte für ihre Behälter haben. Diese dürften sich über die neue Lösung freuen.

Presse: online-Süddeutsche Zeitung: Wirbel um Unisex-WC

Jemand konnte bei der frisch geweißelten Rückwand des Häusl nicht widerstehen und musste sie „verzieren“. Street-Art-Superstar Banksy war es leider nicht:

Und zum Schluß noch das neue Toilettenhäusl am Bahnhof…leider nicht in Tutzing sondern in der Nachbargemeinde Bernried:

One Reply to “Wiedereröffnung „Pissoir/WC“ am Fischergassl”

  1. In den einschlägigen Wohnmobil Apps und Foren ist das schon als Entsorgungsstation gelistet. Und es fahren auch schon Wohnmobile die enge Strasse runter um dort zu entleeren.

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