Freihandel – ein großes Thema, das mich beschäftigt! Daher dieser und ein nachfolgender Beitrag, die auch für Sie, liebe Leser der TL, interessant sein könnten.

Als Freihandel bezeichnet man einen internationalen Handel, der nicht durch Handelshemmnisse wie Zölle oder Import-Kontingente eingeschränkt ist. Die Idee des Freihandels basiert auf dem klassischen Wirtschaftsliberalismus.

Eine daraufhin ausgerichtete Wirtschaftspolitik bezeichnet man als Freihandelspolitik, eine dem Freihandel entgegengesetzte Politik als Protektionismus. Denn Staaten können den freien Verkehr von Waren und Dienstleistungen mit tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnissen einschränken, also mit Zöllen oder Barrieren wie technische Standards, Arbeitsnormen oder Umweltschutzbestimmungen. Motivation ist der Schutz der eigenen Märkte vor Billigkonkurrenz.

Aus Sicht der meisten Ökonomen lassen sich durch Freihandel Wohlfahrtsgewinne realisieren. In der Vorlesung zu Volkswirtschaft kommt das Paradebeispiel (der komparativen Vorteile): Gewebte Stoffe aus England gegen Wein aus Portugal. Allerdings sind die entwicklungs-, umwelt- und sozialpolitischen Folgen des Freihandels umstritten. Soweit wikipedia (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Freihandel).

Vor dem Hintergrund der Überzeugung, dass ein kaum beschränkter Handel den Wohlstand aller Nationen fördert, wurde 1965 die Welthandelsorganisation WTO gegründet. (161 Mitgliedsstaaten). Dort sind über 200 aktive Freihandelsabkommen gemeldet. Auch die EU ist eine Freihandelszone, gemessen an der Wirtschaftskraft rangiert sie vor der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA zwischen den USA, Kanada und Mexiko. Das jüngste Abkommen ist TTP, die Transpazifische Partnerschaft, das im Februar 2016 zwischen den USA und 11 Pazifikstaaten abgeschlossen wurde. Der US-Präsident wird dazu wie folgt zitiert: „TTP erlaubt  Amerika – und nicht Ländern wie China – die Regeln für den Weg in das 21. Jahrhundert zu schreiben.“ Das Freihandelsabkommen „stärkt unsere Führung im Ausland und stützt Arbeitsplätze hier in den USA“. (Freihandelspakt). Diese Äußerung hat mich stutzig gemacht, verstehe ich doch den Freihandel weit gefasst so, dass zwischen zwei Partnern ein auf fairen Prinzipien basierender Austausch von Gütern und Dienstleistungen erfolgt, dieser gegen niemanden gerichtet ist und anderen Partnern eine Beteiligung ermöglicht.

Also möchte ich nachfolgend neben den Inhalten auf das faire Miteinander und die damit verbundene erforderliche Transparenz schauen. Mangelnde Transparenz erzeugt Misstrauen, wie bei TTIP, dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU, seit 2014 erlebt werden konnte.

 

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