Heinzelmännchen stehen bereit

Vor 11 Jahren schlug der Tutzinger Diplomkaufmann Rudolf Kohlert vor, ein Projekt „Betreutes Wohnen zuhause“ aufzulegen. Bis ins Detail hatte er zusammen mit einem Tutzinger Unternehmer sein Projekt entwickelt und es dann Armin Heil als Chef des mitgliederstarken Vereins „Ambulante Krankenpflege Tutzing e.V.“ angeboten.

Heute: 45 Helfer betreuen die inzwischen 115 Klienten im Rahmen eines umfangreichen sozialen Netzwerks. Sie besorgen Einkäufe, helfen Mahlzeiten zubereiten, begleiten zum Arzt oder Spaziergang, sind im Haushalt und, wenn nötig, im Garten behilflich. Sie kommen auf Wunsch zum Ratschen und bringen dann frisches Leben von draußen nach drinnen. Die „Kunden“ können oder wollen trotz hohen Alters und eventuell gesundheitlicher Probleme keinesfalls ihr gewohntes Zuhause verlassen. Das System bietet den Interessenten eine Preisliste als Basis, aus der sie je nach Bedarf wählen wie aus einer Speisenkarte. Im Krankheitsfall steht ihnen die Ambulante Krankenpflege zur Seite.

Rudolf Kohlert hat den Erfolg seines Projektes leider nicht mehr erlebt. 76-jährig starb er im Mai 2008 . Ein ihm wichtiger Wunsch bei diesem Projekt war ihm nicht erfüllt worden: Sein „Betreute Wohnen zuhause“ sollte Jugendliche ab 14 Jahren in das Betreuungsprogramm mit einbinden. Sie sollten sich für ein halbes Jahr ehrenamtlich engagieren, um danach ein „Zeugnis für soziales Engagement“ zu erhalten. Gedacht als Bonus für ihre berufliche Zukunft. Und als Zeichen ihrer Verbindung zu Tutzing.

Das Projekt aber lebt und entwickelt sich weiter. Ob Sie als Nutzer oder als zukünftiger Helfer daran interessiert sind: Adelheid Proebster und Ingrid Dietze erreichen Sie für ein erstes Gespräch telefonisch unter 08158-906859.

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