Ortsentwicklung – persönlich gesehen

Es wird interessant, für manchen Zeitgenossen aber nachdenklich.

Was haben unsere Politiker nicht alles unternommen, die Kommunalpolitik in dem Fahrwasser zu halten, mit dem niemand sich angenässt fühlen kann. Besser: sich nassmachen kann.

Da wartete man auf Vorgaben, obwohl man die bereits genau kannte, und stellte sich dann so hin, als ob über Vorgaben entschieden werden dürfe. Es heißt nicht ohne Grund Vorgabe, was in Vorschriften drinsteht. Dann entschied man und tat so, als ob das überhaupt einer abgewogenen Entscheidung bedurft hätte. Ich meine 30Km/h vor Schulen. An der Bahnhofstraße wird ebenso herumgewürgt; vielleicht wartet man da auch auf eine höhere Einsicht. Kann ja sein, dass die kommt. Und dann hat der Sieg viele Väter, wie immer.

Jetzt kam aus heiterem Himmel etwas anderes. Da hat nun ein CSU-Mann mit Bravour und wenig Rücksicht auf seine Person sehr stark sachbetont die Interessen vieler Tutzinger vertreten. Tutzinger: Das sind die Schweigenden und die Lauten. Die Schweigenden warten, bis einer das Maul aufmacht; die Lauten bekommen sofort etwas drauf, damit die Wohlfühlatmosphäre  Tutzings nicht gestört wird. In dem interessanten Feld spielte ein an herausgehobener Position agierender und die Interessen Tutzings vertretender CSU-Mann.

Jetzt, kurz vor den Stunden der Wahrheit (worin besteht der Politische Wille Tutzings eigentlich?), ein Parteiaustritt. Das spielt bei einer derart mitgliederstarken Partei, wie es die CSU ist, zwar keine Rolle, ist aber trotzdem bedenklich. Denn wo sind jetzt die Stimmen, die das Interesse Tutzings verfolgen?

Tutzings CSU ist die einzig akzeptierte Kraft, die gestalterisch den Prozess der Ortsentwicklung vorantreiben kann. Sie zeigte sich bisher die Ist-Situation bewahrend und nur marginale Einschnitte akzeptierend. Getreu den Dobrindt’schen Gedanken einer dringend notwendigen konservativen Revolution folgend kann ich nur die CSU auffordern, baldigst die gerissenen Lücken zu füllen und es nicht zu einem weiteren Aderlass kommen zu lassen. Woran mir aber sehr liegt, wäre ein Empowerment des die Öffentlichkeit bedienenden Sprechers. Denn wenn jemand eine Partei verlässt, sollte ihm nicht nachgetrauert werden, um dann im gleichen Atemzug zu sagen, er sei eine beleidigte Leberwurscht.

Möge doch der Metzger im eigenen Laden nachschauen, weswegen er außer irgendwelchen abgenagten Knochen nix mehr im Schaufenster rumzuliegen hat.

Hey, die CSU als einzig stärkste Kraft des Ortes brauchen wir zur Entwicklung des Ortes und nicht zur Unterhaltung des Flurfunks

meint Ihr JB

Einige Gedanken zu “Ortsentwicklung – persönlich gesehen

  1. Hubertus Fulczyk

    Es hat den Anschein, der gute JB fasst den Begriff Ortsentwicklung etwas einseitig an. Natürlich ist das Schauspiel, was eine ehemals starke Partei in regelmäßigen Folgen anbietet, voll im Bereich einer Glosse, wär’s nicht so ernst bestellt um diesen Ort und dessen Fähigkeit, sich auf die Zukunft einzustellen. Die Tutzinger FairTrade-Aktivitäten wären auch ein Grund, diese dem bei der Tutzinger Liste wieder untergegangenem Thema Ortsentwicklung zuzuordnen. Warum steigen die photogenen Tutzinger Kaffee-und Teekäufer nicht in andere Gebiete ein, um den Gedanken des FairTrade zu folgen? Wer in Tutzing Textilien im Lindemannareal kauft, dem scheint nicht bewusst zu sein, was und wo er da kauft. Nicht nur der Kaffee- und Teeanbauer wollen überleben; auch die Leute, die für ein 29,99 € Textilstück (T-Shirt) 0,20 € Lohn erhalten! Wie hoch der Gestehungs-Lohn bei Lindemanns-Untermieter € 5,99 T-Shirts ist, lässt sich vermuten.
    Der Ort wird zudem stark frequentiert durch Lieferservice-Fahrer außerhalb des Mindestlohnbereiches; hat sich der Internetkäufer eigentlich schon einmal Gedanken gemacht, welche Beiträge er damit zur Ortsentwicklung leistet? Das FairTrade-Siegel verpflichtet; Tutzings Käuferschar scheint das als Entlastung zu verstehen. Hut ab vor der jungen Generation, die gegen sehr viel Widerstand die Lage aufgreift. JB soll nicht auf die Personalquerelen der Tutzinger CSU und der staunenden FW-Schar einschlagen, er sollte eher darauf hinweisen, welche Beiträge diese Parteien zur Ortsentwicklung leisten.
    HF

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