Seit einiger Zeit ist häufig vom Rat für Nachhaltige Entwicklung und dessen jährlicher Tagung in Berlin zu lesen. Berlin ist weit weg und in Berlin wird viel getagt, selten aber Tutzing betreffend.

Die Atomkatastrophe in Japan rückte die Arbeit des Rates für Nachhaltige Entwicklung plötzlich in einen Mittelpunkt, der auch bei uns im Aufmerksamkeitsbereich sein sollte. Das sind die Energieeffizienz und der Umweltschutz. Es ist nicht so, dass die jährlichen Treffen des Rates nur irgendwelche Treffen sind. Gegenstand dieser Treffen in Berlin ist der Bericht an die Bundeskanzlerin über den Stand der Dinge, wie Umweltaspekte  mit sozialen und wirtschaftlichen Überlegungen in Übereinstimmung gebracht werden können. Es ist keine Schaufenster-Veranstaltung; es wird mittlerweile durch die dem Rat nachgeordneten Themengruppen hart am Interessenausgleich häufig konträrer Zeile gearbeitet. Mit voller Unterstützung der Bundeskanzlerin.

BundesregieRat für Nachhaltige Entwicklungrung hat den Rat mit folgenden Aufgaben betraut:

 

 

 

  • Beiträge zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln,
  • konkrete Handlungsfelder und Projekte benennen und
  • die öffentliche Diskussion über Nachhaltigkeit stärken.

Der Rat berät die Bundesregierung und kann darüber hinaus auch mit eigenen Projekten und Dialogen tätig werden.

Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Dies klar herauszustellen ist Anliegen des Rates. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet: Wir müssen den uns nachfolgenden Generationen ein weltweit intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.

Bereits mit der Gründung des Rates vor 15 Jahren wurde darauf hingewiesen, die Umsetzung der Strategien sei sehr bald Angelegenheit der Kommunen. Daher sind auch bereits viele Bürgermeister und damit Städtetags-Mitglieder in die Arbeit und auch Umsetzung der Ergebnisse einbezogen. Vor dem Hintergrund sei bitte der hier beigefügte Link zu verstehen: Nachhaltigkeitsrat

Wie sehr die Arbeit des Rates sich auch in Kommunen tatsächlich auswirken kann, ist an dessen Angebot an die Kommunen zu erkennen. Die Bundeskanzlerin stellte anlässlich der Tagung 2012 eine Einrichtung vor, die den Kommunen den Umgang mit in nationales Recht umzusetzende EU-Vorschriften erleichtern soll. Hier ein kleines Beispiel: Kommunen wird dabei geholfen, Ausschreibungen größeren Volumens so zu gestalten, dass das gängige Vorurteil, es müsse immer der Billigste zum Zuge kommen, entkräftet wird. Der Preis ist ein Kriterium, aber er ist nicht alleine ausschlaggebend! Übrigens: Wir wollen in Tutzing auch weiterhin darauf achten, im Rahmen einer Ausschreibung das wirtschaftlichste Angebot auszuwählen. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Mein Ausschusskollege Dr. Hellmut Kirchner achtet darauf als Referent für Ausschreibungen und Vergaben.

Tutzing könnte doch durchaus ein Interesse daran haben, sich über den Fortgang der Dinge und die Auswirkungen der Arbeit des Rates für Nachhaltige Entwicklung auf die Kommune zu informieren.

 

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