Am Mittwoch, 15.01.2020, findet ein erstes Treffen für die Umsetzung eines Repair Cafés in Tutzing um 19 Uhr im Roncallihaus statt. Die Bürgermeisterin arbeitet an dem Thema, es gab einen Besuch beim Repair Cafè in Herrsching. Ich selbst habe mir im Dezember das Repair Café in Starnberg angeschaut, Peter Koziol hat mir alles gezeigt und erläutert. Dieses ist 2014 mit Unterstützung einiger Tutzinger enstanden und konnte vor kurzem das 5-jährige Bestehen feiern. Reparieren anstatt wegzuwerfen kann und muss auch in Tutzing hoffähig werden. Eine begrüßenswerte Initiative!

In Starnberg aufgefallen ist mir die Gleichverteilung von Repair und Cafè. Das Café war gefüllt mit zumeist älteren Menschen, die ihren Reparaturwunsch hatten registrieren lassen und nun in der Wartezeit mit Kaffee und Kuchen die Gelegenheit zum Gespräch nutzten. Im Obergeschoss gab es mehrere Räume, in denen alles Mögliche repariert wurde: Mechanik, Elektrik, Elektronik, es gab auch Näharbeiten oder Fahrradreparaturen. Im Keller war ein Abstellraum teilweise nutzbar, um Rollwagen mit Werkzeug und Ersatzteilen zu deponieren. Sein eigenes Werkzeug besitzt jeder Reparateur selbst und nimmt es auch wieder mit. Somit stellen sich bestimmte Anforderungen an die zu suchenden Räumlichkeiten: Empfang zur Registrierung, Cafè, Küchenzeile zur Vorbereitung von Getränken und – gespendetem – Kuchen, Reparaturräume und Lagerraum.

Unser Mitglied Roberto Mestanza machte mich im Gespräch darauf aufmerksam, dass hier der soziale Austausch sehr wichtig ist und nicht der Eindruck entstehen sollte, man könnte seine Geräte im Internet kaufen und dann nötigenfalls im Repair Café wieder richten lassen. Das würde den stationären Einzelhandel schädigen.

 

 

One Reply to “Repair Café in Tutzing?”

  1. Was lange währt, wird gut!
    Der aufmerksame Leser dürfte bereits im November 2019 https://www.tutzinger-liste.de/blog/nun-ist-sie-raus-die-katze-aus-dem-sack/ gemerkt haben, der Vorgang hätte Geschichte. Es muss schon die Frage erlaubt sein, weswegen es die TL 2013 mit ihrem großen Sympathisantenkreis nicht schaffte, was in STA innerhalb von Wochen höchst erfolgreich zustande gebracht wurde; übrigens tatsächlich mit Tutzingern an Bord. Nun wird also von Tutzing erfunden, was im Landkreis bereits mit Erfolg fünf Jahre lang betrieben wird. Es wäre schön, die vielen Sympathisanten und damals Weitblicker*innen (geht nicht, brauchen wir nicht) könnten sich daran erinnern, welche Chance für Tutzing verpasst wurde. Ob und wie Tutzing je begreifen wird, wie Lebenszyklen von Produkten durch Reparatur- oder Wartungsleistung verlängert werden können, der soll mal mit offenen Augen über den Wertstoffhof gehen.
    Die partiell grün angestrichene Tutzinger Liste sollte sich fragen, weswegen ihr die Angelegenheit aus der Hand genommen wurde. Auch zum Bahnhof blies man die Backen auf und was kam? Ebenfalls Stillstand! Methode der TL?
    Einen Vorteil hat die jetzige Entwicklung. Die Initiatoren und auch die ursprünglichen Ideengeber sollten sich unverzüglich auf den Weg machen mit der Frage, welche Fehler die anderen Betreiber anfangs machten und was sie mittlerweile alles lernten. Hiesige umsatzorientierte Wegwerf-Geschäftswelt (Ergebnis Wertstoffhof!) dürfte herzlich wenig Interesse an der Sache haben. Auch die damaligen Initiatoren sollten gefragt werden, weswegen sie der Entwicklung vorauseilend Schiffbruch erlitten.
    Gäbe es einen bundesweiten Report über die häufigsten Fehlerquellen der zu den Cafés gebrachten Elektroartikel, dann stünde drin, es seien zu 80 % Kontaktfehler. Das ist wie im richtigen Leben und das pulst in Tutzing!
    Ich sah mir über mehrere Stunden hinweg anlässlich der Fünfjahres-Feier die Sache in Starnberg an und wurde von einigen Tutzingerinnen (Mixer und Radio im Gepäck), gefragt, warum es so etwas nicht in Tutzing gäbe. Einzige Antwort, die mir einfiel, war, der Kuchen in Starnberg sei so verlockend. Übrigens auch das Ambiente.
    Tutzinger Repair-Leute, fangt endlich an. Die Zeit ist reifer denn je und hat mit GRÜN wahrlich nix zu tun! Es hat etwas mit dem gesunden Menschenverstand zu tun, für den bekanntlich hauptsächlich die CSU steht.
    HF

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