Rettet die Bienen! Jetzt!

Ein überparteiliches Aktionsbündnis hat ein Volksbegehren zum Erhalt der Artenvielfalt initiiert. Wir von der TUTZINGER LISTE begleiten dieses wichtige Thema schon seit langem. In unserem Beitrag vom 09.01.2019 haben wir bereits darauf hingewiesen.

Nun beginnt die zweiwöchige Frist vom 31.01.2019 – 13.02.2019, innerhalb derer das Rathaus zur Eintragung in die Listen geöffnet ist.

Hier die Öfnungszeiten:

  • Montag bis Freitag  08:00 – 12:00
  • Mo/Mi/Do                13:00 – 16:00
  • Dienstag                    13:00 – 18:00 und zusätzlich
  • Samstag, 02.02.      09:00 – 12:00
  • Samstag, 09.02.      09:00 – 12:00
  • Dienstag, 12.02.      18:00 – 20:00

Ausweis bitte nicht vergessen! Mehr unter https://volksbegehren-artenvielfalt.de/

Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern „Rettet die Bienen!”

 

Einige Gedanken zu “Rettet die Bienen! Jetzt!

  1. Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg

    Am Samstag unterschrieb ich im Rathaus das Volksbegehren.
    So unerfreulich der Grund des vom Aktionsbündnis verschiedener Gruppierungen getragenen Anliegens auch ist, so erfreulich ist, dass endlich der Themenkomplex Artensterben in den Mittelpunkt der Politik gestellt wird. An der Notwendigkeit, die Umwelt nachhaltig wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, gibt es mittlerweile keine Zweifel. Zweifel sind aber angemeldet, was den bisher bekannten Weg zum Ziel betrifft.
    Nicht ohne Grund spreche ich vom Themenkomplex. Viele der Diskutanten übersehen teilweise die hohe Komplexität, die sich aus Ursache und Wirkung ergeben. Zu recht verweisen derzeit die scheinbar Hauptbetroffenen, die Landwirte, auf Vereinfachungen, die erst bei näherem Hinsehen zeigen, an wie viel Stellschrauben gedreht werden muss, um tatsächlich nachhaltig wirken zu können. Wir wiesen seit langem schon auf die Vielschichtigkeit der Angelegenheit hin.
    Sauberes Wasser als abzulehnendes Geschäftsmodell privater Wasserbewirtschafter, Schutz der Böden vor zu starkem Pestizideinsatz, eine nicht nachvollziehbare Agrarpolitik mit allen heute nun sichtbaren Auswüchsen bis hin zu unserem Umgang mit Ressourcen… all das hat seine Ursachen in unserer Art des Konsumierens. Nicht ohne Grund wird auf den Verbraucher gezeigt. Er hat es nämlich in der Hand, wohin die Entwicklung geht. Das Verhalten kann streckenweise als völlig gedankenlos bezeichnet werden, der Ressourcenverbrauch ist viel zu hoch.
    Die Gegner des Volksbegehrens formieren sich, das Finger-Pointing beginnt. Man tut so, als ob es Alleinschuldige gäbe. Mitnichten ist das so! Positiv an den unterschiedlichen Auffassungen ist, es kommt endlich das Thema auf die Tagesordnung. Die Staatsregierung hat aus ihrem Widerstandsdenken heraus einen eigenen Vorschlag angekündigt. Ein interessantes Vorgehen, schließlich kann damit vermutlich die letzte Facette in der Betrachtung erreicht werden.
    Seien wir den Bienen dankbar, dass durch sie der Themenkomplex skizziert wird, wo denn nun eigentlich die Ursachen liegen und wie sie beseitigt werden können.
    Nicht hilfreich ist, jetzt schon mit Debatten Fronten aufzubauen, die sich jeglicher Durchdringung des Themas durch “wer hat Recht?” entgegenstellen. Das Volksbegehren leistet einen guten Beitrag zur breiten Meinungsbildung, damit zur Diskussion. Die eigentlich dem dann folgende Debatte, was denn nun richtig sei oder nicht, wird sich im Landtag abspielen.
    Wir werden weiterhin auf Homepage der Tutzinger Liste laufend ein Abbild der Diskussion und somit des Erkenntniszuwachses aufgrund der Diskussion geben. Das wird es allen Interessierten erleichtern, dann die Debatten im Landtag zu verfolgen und zu verstehen.
    Eine Prognose kann gewagt werden: Der Themenkomplex, nämlich die Strukturierung der vielfältigen Ursachen des Artensterbens, wird sich auch in der europäischen Steuer- und Umweltpolitik widerspiegeln.
    Das Bienensterben ist nur ein Teil der Rechnung, die uns Verbrauchern serviert wird!

    WBR

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