Toleranzpreis für Staatspräsident Emmanuel Macron

Die Evangelische Akademie Tutzing hat am 30. Juli 2018 die folgende Pressemitteilung herausgegeben, die wir hier wiedergeben:

“Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron wird mit dem Toleranz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet. Die nicht dotierte Auszeichnung wird seit 2000 alle zwei Jahre vergeben. Mit dem Toleranz-Preis werden Persönlichkeiten geehrt, die sich für die Verständigung zwischen Menschen, Nationen, Religionen und Kulturen einsetzen.

Die Evangelische Akademie Tutzing würdigt Staatspräsident Emmanuel Macron als „mutigen Vordenker für die Erneuerung Europas. Sein Engagement gegen Nationalismus, sein Bemühen um eine Vertiefung der Gemeinschaft sowie sein Eintreten für Toleranz und Souveränität, Solidarität und Gerechtigkeit sind wegweisend“, so die Begründung für diese Ehrung.

Bisherige Preisträger waren die früheren Bundespräsidenten Roman Herzog und Christian Wulff, der Dirigent Daniel Barenboim, der Schriftsteller Henning Mankell, Karim Aga Khan IV., die Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi, Bundesminister Wolfgang Schäuble, der Musiker und Komponist Peter Maffay sowie 2016 der damalige Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier.”

Einige Gedanken zu “Toleranzpreis für Staatspräsident Emmanuel Macron

  1. Hubertus Fulczyk

    Werden die beiden Meldungen unter der Überschrift “Kultur” etwas näher analysiert, stellt sich sofort eine Frage. Wieso schafft es das bekanntlich in bewährten Strukturen lebende Frankreich, das Ruder herumzureißen? Dortiger Zentralismus überlagert alle föderalistischen Bestrebungen und ein Mann mit Charisma schaffte es, Brücken zu bauen. Zumindest begann er deutlich sichtbar mit dem Brückenbau; Statiker und Steinschlepper arbeiten heftig und blicken über den Rhein. Selbst Andersdenkende in der Berliner Regierung beschäftigen sich mit dessen Verständnis von Revolution (besser: Evolution). Bis heute ist allerdings nicht bekannt, für wann sich Dobrindt und Macron zu einem Revolutionsworkshop verabredet haben.
    Ausgerechnet Tutzing mit seinen beiden Akademien greift den Andersdenk-Prozess zum Bestand des Beharrungsvermögens unserer Landespolitik auf. Die Reden zu den beiden angekündigten Informationen (APB mit einer kritischen Bestandsaufnahme, EAT mit der Rede zur Preisverleihung) dürften für Tutzinger Ohren interessant werden.
    Die Tutzinger Revolution dreier CSU-Leute brach jämmerlich auf dem Boden geordneter CSU-Realität zusammen; ein Generalsekretär als geistiger Handlanger des konservativen Oberrevolutionärs Dobrindt sorgte unverzüglich für Ordnung, damit die laufende Wahlkampfstimmenfischerei nicht unnötigem Beifang unterliegt. Nicht einmal der Zeitung sind die Revolutionäre mittlerweile einen Beitrag wert.
    Daher könnte die Rede zur Preisverleihung interessant werden. Schließlich dürften wie üblich auch hochdekorierte Tutzinger Bedenken- und Würdenträger mitanwesend sein.
    HF

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