Schlagwort: GEK

  • Leitziele 2030: Vorstand besucht Bürgermeistersprechstunde

    Leitziele 2030: Vorstand besucht Bürgermeistersprechstunde

    Der Vorstand der Tutzinger Liste hat in der Sprechstunde der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald nachgefragt, wie es um das gesamtgemeindliche Entwicklungskonzept („GEK“ – unser Arbeitstitel „Leitziele 2030“) für Tutzing steht. Vorstandsmitglied Lucie Vorlíčková berichtet über das Gespräch und die Hintergründe des Besuchs in den vorOrt.news: https://www.vorort.news/tutzing/kommunalpolitik/2023/1/28/ideenpapier-zu-leitzielen-soll-beachtung-finden/

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    Informationsmaterial:

    Das Ideenpapier für Tutzing:
    Wofür soll Tutzing stehen – Visionen und Ideenfindung für die kommenden Generationen

    Unsere Bürgerveranstaltung im Lobster Gastro dazu:
    Präsentation Veranstaltung Info- & Ideenabend am 10.11.2022 im Lobster Gastro 

     

    Presseberichte:
    vorort.news/vorschlag-fuer-fussgaengerzone-in-tutzing/
    vorort.news/der-vermisste-doppelwumms/

     

  • Tutzing wohin? – Ideenpapier für unsere Zukunft

    Tutzing wohin? – Ideenpapier für unsere Zukunft

    Den informativsten Pressebericht zum Inhalt und dem Verlauf unseres Info- & Ideenabends für Tutzings Zukunft (siehe den Antrag unseres Bürgervereins vom 6. Mai 2020 unter dem Arbeitstitel Leitziele 2030 und ISEK), an dem ca. 45 Zuhörer im Lobster Gastro teilgenommen haben, lesen Sie hier: vorort.news/der-vermisste-doppelwumms/. Im Ergebnis haben wir von den Bürgern ein klares Mandat erhalten, uns weiter für die Umsetzung einer strategischen Zukunftsplanung für Tutzing einzusetzen. Den Ball haben wir aufgenommen und die Erste Bürgermeisterin um ein persönliches Gespräch gebeten. Den von zwei Zuhörern geforderten Rechtsweg gegen die Erste Bürgermeisterin, da sie unseren Antrag entgegen den Bestimmungen der Geschäftsordnung nicht zur Abstimmung gebracht hat, haben wir jedoch nicht beschritten. Wir setzen mit unserer Bitte um ein Gespräch weiter auf konstruktive Überzeugungsarbeit.

    Nachfolgend veröffentlichen wir unseren Vortrag – die gestrige Power-Point-Präsentation – für Sie zum Download:

    Präsentation Veranstaltung Info- & Ideenabend am 10.11.2022 im Lobster Gastro

    Zum Hintergrund:

    Die TL hat im Rahmen ihrer Initiative „Leitziele 2030“ und ISEK Ideen für die künftige Entwicklung Tutzings aus der Bürgerschaft – insbesondere unter Teilnahme junger Familien – gesammelt und am 5.10.2022 in einem Ideenpapier der Bürgermeisterin und dem Gemeinderat übermittelt:

    Wofür soll Tutzing stehen – Visionen und Ideenfindung für die kommenden Generationen.

    Den Pressebericht hierzu finden Sie hier: vorort.news/vorschlag-fuer-fussgaengerzone-in-tutzing/

    Dieses Ideenpapier wurde erstellt, da sich der Gemeinderat gegen die strategische Zukunftsplanung für Tutzing  (Leitziele 2030) entschieden hat und „nur“ an der integrierten städtebaulichen (ISEK) arbeiten möchte. Auch diese ist natürlich ein beachtlicher Erfolg unserer Inititative (Antrag vom 6.5.2020 zu den Leitzielen 2030 und dem ISEK) und für Tutzing –  uns und vielen Bürgern aber zu wenig. Den Hintergrund der Entscheidung gegen die Leitziele und „nur“ für das ISEK lesen Sie hier: buergermeisterin-und-gemeinderat-stoppen-zukunftsplanung-fuer-tutzing.

    Um den Unterschied zwischen Strategie und Zielfestlegung (GEK „Leitziele 2030“) und lediglich Städtebau (ISEK) zu verdeutlichen und zu klären, ob und wie wir Bürger die strategische Zukunftsplanung, also die Leitziele 2030 (GEK) und die vielen Ideen dazu (Fußgängerzone, Begegnungszonen, „Bahnhofscult“, Gewerbegebiet, neues Schulzentrum und insbesondere Verkehrsberuhigung), bei Bürgermeisterin und Gemeinderat weiter voranbringen sollen und können, haben wir zu dem Info- & Ideenabend eingeladen: Einladung_Leitziele_Lobster_2022.pdf

     

  • Jetzt am Donnerstag: Info- & Ideenabend für Tutzings Zukunft

    Jetzt am Donnerstag: Info- & Ideenabend für Tutzings Zukunft

    Diesen Donnerstag ist es soweit! Unser Info- & Ideenabend findet am 10.11.2022 von 19:00 – 20:30 Uhr im Lobster Gastro statt. Klicken Sie bitte hier auf die aktualisierte Einladung, um mehr über unsere Initiative für Tutzings Zukunftsplanung zu erfahren. Es sind noch wenige Plätze frei. Wir freuen und auf Ihr Kommen!

  • Zukunftsplanung für Tutzing gestoppt! – Dabei wäre sie gar nicht so schwer…

    Zukunftsplanung für Tutzing gestoppt! – Dabei wäre sie gar nicht so schwer…

    Stopp im Gemeinderat für die Leitziele Tutzing 2030 – es soll jetzt also doch keinen unter Bürgerbeteiligung strategisch festgelegten Entwicklungsprozess für die Gemeinde Tutzing geben! Lediglich an dem von uns ebenfalls beantragten gebietsbezogenen Entwicklungskonzept ISEK (neuer Arbeitstitel der Gemeinde „Tutzing vom Bahnhof bis zum Seeufer“) will der Gemeinderat festhalten. Der Gemeinderat folgte in seiner außerordentlichen Sitzung am 11.10.2022 also dem Aufruf der Ersten Bürgermeisterin: „Die Leitziele brauchen wir nicht“. Das ISEK ist zwar ein guter Teilerfolg – für Tutzings nachhaltige Zukunftsgestaltung nach unserer Meinung aber zu wenig! Wir haben dem Gemeinderat daher den Entwurf eines Zukunftspapiers „Wofür soll Tutzing stehen?“ für ein gesamtgemeindliches Entwicklungskonzept vorgelegt (siehe unten im download). Dies sozusagen als ersten Aufschlag, um auch diesen (wichtigeren) Teil unseres Antrags vom 6. Mai 2020 (wieder) durchzubekommen. Im zweiten Aufschlag werden wir die breite Bürgerschaft informieren (siehe Einladung zum Info- & Ideenabend für Tutzings Zukunft). Jetzt aber der Reihe nach, was passiert ist:

    Was ist der Hintergrund: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung im November 2021 den Startschuss gegeben, sowohl für das Gemeindeentwickungskonzept (GEK) „Leitziele 2030“ als auch das Gebietsentwicklungskonzept (ISEK). Diesem Fundament für Tutzings Zukunftsplanung ging die Antragsstellung der TL vom Mai 2020 und ein kurz vor dieser Sitzung gestellter parteiübergreifender Antrag von neun Gemeinderäten voraus. Nach dieser Sitzung sollte die Verwaltung unter Einbeziehung des Gemeinderats die Ausschreibungsunterlagen für GEK und ISEK vorbereiten. Soweit so gut.

    Was jetzt passiert ist: Knapp ein Jahr später wurde das gesamtgemeindliche Entwicklungskonzept „Leitziele 2030“ vergangenen Dienstag im Gemeinderat gestoppt! Die 1. Bürgermeisterin legte dem Gemeinderat in der außerordentlichen GR Sitzung am 11.10.2022 (wie schon in der ordentlichen Sitzung vom 04.10.2022) einfach erneut die (mageren) Ausschreibungsunterlagen lediglich für ein ISEK (gebietsbezogen auf „Tutzing zwischen Bahn und Seeufer“) vor und sagt dazu: „die Leitziele brauchen wir nicht“ – ohne sich die Mühe zu geben, dies zu begründen! Sie schließt also aus unserem Antrag den Teil  Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) „Leitziele 2030“ aus und übernimmt lediglich den Teil Gebietsentwicklungskonzept ISEK (der unter uns gesagt auch Leitziele enthalten wird – hier aber nur gebietsbezogene).

    Was sagt der Gemeinderat dazu: Nachdem er sich noch vorletzte Woche erfolgreich gegen die Teilumsetzung des Antrags gewehrt hat, stimmt er ihr dieses Mal – mit Ausnahme von Gemeinderätin Stefanie Knittl (SPD) zu; ihr war der “Kompromiss” um das GEK zu wenig. Gemeinderat Dr. Behrens-Ramberg (TL) musste sich, nachdem er sich in der Woche davor noch im Schulterschluss mit mehreren Ratsmitgliedern befand, diesmal der überwältigenden Mehrheit beugen. Schließlich stimmte er den Ausschreibungsunterlagen zum ISEK zu: Er hatte zuvor die Beschlussvorlage für die Ausschreibung insofern als „Kompromiss“ aufgeweicht, als die Voruntersuchung zum ISEK auf die „gesamtgemeindliche Entwicklung“ auszudehnen sei. Er selbst gibt sich jedoch skeptisch, ob durch diesen „Fuß in der Tür“ des ISEK das GEK noch zu retten sei.

    Was halten wir von dem „Kompromiss“: Aussicht auf Erfolg hat dieser nicht – denn das GEK „Leitziele 2030“ war von Anfang an von der Ersten Bürgermeisterin und der Verwaltungsleitung unerwünscht – wie unsere chronologische Dokumentation zeigt. Warum sollte die 1. Bürgermeisterin ihre Meinung ändern, nachdem sie jetzt knapp ein Jahr nach dem vom Gemeinderat errungenen Startschuss (macht)bewusst die Leitziele für Tutzing jetzt wieder abgewürgt hat? Dafür hat sie sogar einen Verstoß gegen die Geschäftsordnung nicht gescheut, indem sie den Antrag der TL – trotz mehrfacher Aufforderung – nicht zur Abstimmung gebracht hat. In Tutzing geht man jetzt also bewusst den zweiten Schritt (bestimmtes Gebiet) ohne den wichtigen ersten Schritt (gesamte Gemeinde) gemacht zu haben. Das ist keine strategische Zukunftsplanung!

    Warum macht der Gemeinderat plötzlich mit: In der Bürgerversammlung im Buttlerhof (16.05.2022) hat die 1. Bürgermeisterin noch den im November zuvor errungenen Wunsch des Gemeinderats wiedergegeben: „Hinzu komme das so genannte „ISEK“-Verfahren, ein Programm, das den Zugang zu finanzieller Städtebau-Förderung schaffen und gleichzeitig Bestandteil einer größeren Gesamtstrategie mit „Leitzielen“ für die Gemeinde sein soll.“ (Quelle: vorOrt.news). Sie selbst hatte noch bei den Kommunalwahlen 2020 betont, sie wolle „gerne zeitnah und in Zusammenarbeit mit den Bürgern an einem Zukunftskonzept für Tutzing arbeiten, in dem wir uns klar positionieren, wo wir hinwollen(Quelle: Tutzinger Nachrichten, Ausgabe 03 / März 2020). Seit vergangener Woche drängt die Bürgermeisterin aber wieder darauf, nur ein ISEK zu erstellen und sagt: „die Leitziele brauchen wir nicht“. Warum macht der Gemeinderat jetzt plötzlich mit und hinterfragt ihre Aussage nicht wenigstens kritisch? Es ist doch unstrittig, dass Gemeindeentwicklung einer Strategie und konkreter Handlungsziele bedarf. Jeder, der sich nur etwas mit (erfolgreicher) kommunaler Entwicklung beschäftigt, kann nachlesen, dass durch die Bank empfohlen wird, vorab Leitlinien für die Gesamtgemeinde zu formulieren. Natürlich sind solche Leitlinien kontraproduktiv, wenn man keinen für die Öffentlichkeit meßbaren und sich selbstbindenden Handlungsrahmen etablieren will – oder aus welchen Gründen auch immer nicht kann.

    Wann vollzog sich der Richtungswechsel: In der Sitzung am Dienstag, 04.10.2022, bog der Gemeinderat den Versuch von Bürgermeisterin und Gemeindeverwaltung, die Ausschreibung (wie zuvor im November 2021) nur auf die Gebietsentwicklung (ISEK) zu beschränken, zum zweiten Mal erfolgreich ab (Wurf der Bürgermeisterin prallt auf Hinderniss im Gemeinderat). Dann folgte samstags darauf die nichtöffentliche Klausurtagung des Gemeinderats am 08.10.2022 (zu der sich Dr. Behrens-Ramberg frühzeitig entschuldigt hatte). Wenige Tage danach, in der außerordentlichen Sitzung am 11.10.2022, ging dann plötzlich die Beschlussvorlage vom 04.10.2022 durch – zwar ohne Begründung, dafür aber mit überwältigender Mehrheit, denn nur noch drei Ratsmitglieder legten sich für das GEK ins Zeug. Also mal wieder ein Tutzinger Klassiker: Intransparente Entscheidungsvorbereitung hinter verschlossenen Türen! 

    Kein Interesse an Bürgerarbeit für Tutzing: Niemand hat in der Sitzung am 11.10.2022 auch nur ein Wort über das von engagierten Bürgern in vielen Monaten erarbeitete Zukunftspapier „Wofür soll Tutzing stehen?“ verloren (siehe unten pdf- download). Das Papier ist nach dem ersten Versuch am 04.10.2022, die Leitziele zu kippen, als klares Signal an den Gemeinderat versendet worden: Viele Bürger wollen ein GEK, wollen eine Vision, eine Strategie, damit in Tutzing auch die kommenden Generationen „gut“ leben können. Auch zeigt das Papier, dass ein GEK nicht so schwer ist. So hat auch ein Ratsmitglied noch im Herbst 2020 dafür geworben, dass Leitziele bis zum Frühjahr 2021 fertig sein könnten. Warum interessiert den Gemeinderat nicht, was ein von Hunderten Tutzingern anerkannter Bürgerverein zur Gemeindeentwicklung zu sagen hat? Da stecken über zwei Jahre ehrenamtlicher Arbeit für Tutzing drin – und der Gemeinderat zeigt daran kein Interesse. Schade, dass den gewählten Volksvertretern konstruktive Bürgerinteressen egal zu sein scheinen, wenn die Bürgermeisterin im Schulterschluss mit der Verwaltung ihre Interessen durchsetzt.

    Unser Fazit – es bleibt mit dem ISEK ein beachtlicher Teilerfolg für die TL und den Gemeinderat und ein guter, wenn auch kein brillianter, Erfolg für Tutzing. Auch wenn jetzt das von uns beantragte Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) Leitziele 2030 gestoppt ist und unser über den Gemeinderat Dr. Behrens-Ramberg gestellte Antrag von der BM schlichtweg mies behandelt wurde, blicken wir positiv auf die Arbeit die jetzt kommt und freuen uns aufrichtig über die Befürwortung des Gebietsentwicklungskonzepts ISEK und die Erlangung von städtebaulichen Fördergeldern! Gerne werden wir uns hier weiter engagieren und unseren Bürger-Beitrag leisten.

    Unsere Kritik aber bleibt: Die Behandlung unseres über den Gemeinderat der TL, Dr. Behrens-Ramberg, gestellten Antrags und das Beschlussverfahren darüber im Gemeinderat waren intransparent, ineffizient und regelwidrig und – besonders kritisch – von Anfang an unehrlich:

    • Es liegt seitens der 1. Bürgermeisterin ein Verstoß gegen die Geschäftsordnung vor (Anträge sind spätestens innerhalb von 3 Monaten zur Abstimmung zu bringen) – über unseren Antrag wurde bis heute nicht abgestimmt, da dies von der Bürgermeisterin abgelehnt wurde – unfassbar! In den Tagesordnungen des Gemeinderats fand er seit 06.05.2020 überhaupt nur einmal Erwähnung.
    • Die Ausschreibungsunterlagen zum ISEK haben Bürgermeisterin und Verwaltung entgegen des Beschlusses vom 09.11.2021 ohne Einbeziehung des Gemeinderats erstellt. Der Beschluss selbst wurde – wie in der Sitzung vom 11.10.2022 klar wurde – von Verwaltung und Bürgermeisterin bereits mit dem Vorsatz formuliert, nur das ISEK zu machen.
    • Dem Gemeinderat wurden die Beschlussvorlage zur ISEK-Ausschreibung weder rechtzeitig  (nur 4 Std. vor Beschlussfassung) noch vollständig (lediglich 5 von insgesamt ca. 25 Seiten) vorgelegt. Dabei handelt es sich bei den vorgelegten Seiten der Ausschreibungsunterlagen um kein besonders gut ausgearbeitetes Papier. Da muss der Gemeinderat kritischer sein! Auch wurden allgemein nicht zutreffende Aussagen („GEK wird nicht gefördert“) des externen Beraters ungeprüft übernommen! Das Fundament für das ISEK (Ausschreibung) ist so völlig am Gemeinderat vorbei gegossen worden. Der Gemeinderat hat sich überrollen lassen. Das wäre ihm wahrscheinlich nicht passiert, hätte er im ersten Schritt das von uns und neun Gemeinderäten geforderte (und finanziell geförderte!) 1 1/2 tägige Seminar zum GEK/ISEK gemacht.
    • Die Bürgermeisterin hat mehrfach in öffentlicher Sitzung gesagt, dass die Bürger das Ergebnis beim ISEK entscheiden (zuletzt am 11.10.2022) – das ist ein falsches Versprechen. Nicht der Bürger entscheidet, der beteiligt sich zuvor lediglich mit seinen Wünschen und Ideen, sondern der Gemeinderat – vorausgesetzt natürlich er lässt sich nicht wieder von Bürgermeisterin und Verwaltung vor fertige Tatsachen stellen und überrollen.
    • Die Entscheidung gegen das Gemeindeentwicklungskonzept ist intransparent und ohne (öffentlich bekannte) Begründung gefallen. Die als „Kompromiss“ dargestellte Lösung ist wachsweich formuliert. Lassen wir uns also überraschen, ob sich der Gemeinderat doch noch dazu entschließen kann – gegen den offenkundigen Widerstand von Bürgermeisterin und Verwaltung – durch den errungenen Türspalt die Tore zu Tutzings Zukunftsplanung aufzustoßen.

    Unsere Vorstellung von Zukunftsplanung geht so:

    Download Visionen und Ideenfindung für die kommenden Generationen

    Unsere Pressemitteilung finden Sie hier.

  • GR: ISEK befürwortet, aber Leitziele 2030 „brauchen wir nicht“

    So könnte man den Beschluss zum Tagesordnungspunkt „ISEK“ zusammenfassen, der in der außerordentlichen Sitzung des Gemeinderats (GR) am 11.10.2022 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald gefasst wurde.

    Die Bürgermeisterin eröffnete die Diskussion zum ISEK, dass es in der vorangegangenen Sitzung zu den Ausschreibungsunterlagen zum ISEK wohl Irritationen gegeben habe. Ich erläuterte dazu: Mehrere Ratsmitglieder hatten in der Sitzung des GR am 04.10.2022  festgestellt, dass die Unterlagen zur Beschlussvorlage, welche die Ratsmitglieder erst wenige Stunden vor der Sitzung erhielten, lediglich das gebietsgebundene städtebauliche ISEK enthielt, nicht jedoch, wie aber am 09.11.2021 vereinbart, auch das gesamtgemeindliche Entwicklungskonzept (GEK). Der GR war daher am 04.10. nicht beschlussfähig. Ich hatte in Vorbereitung für diese außerordentliche Sitzung ein Arbeitspapier zum GEK des Bürgervereins TUTZINGER LISTE e.V. an alle Ratsmitglieder versendet: wofür-will-tutzing-stehen_.pdf. Der Bürgerverein bereitet sich seit längerem auf dieses Thema vor. Eine Bürgerbeteiligung ist zwingende Voraussetzung für ein förderfähiges GEK/ISEK

    Bauamtsleiter Christian Wolfert erläuterte dagegen den Einleitungsbeschluss vom 09.11.2021 wie folgt: Das unter das ISEK fallende Gebiet sei festgelegt worden, zunächst begrenzt, aber nach Ortstermin mit der Regierung von Oberbayern maximal ausgeweitet „vom Bahnhof zum See“, vom Schorn bis zum Südbad. Ebenso seien Misstände benannt worden, die eigentlich das ISEK erst erkennen sollte. In der Voruntersuchung zum ISEK könne das Gebiet abweichend auch ausgeweitet werden. Wenn und soweit auch Ortsteile betrachtet werden sollen, seien diese Untersuchungen nicht förderfähig, jedenfalls nicht im ISEK. Die meisten Ratsmitglieder dankten für die Erläuterung. Ratskollegin Caroline Krug und Ratskollege Georg Schuster wollten die Ortsteile einbeziehen.

    Ich selbst erinnerte an meinen Antrag vom 06.05.2020, der beides enthielt: Erstellung und Umsetzung eines gesamtgemeindlichen Entwicklungskonzepts (GEK) unter dem Arbeitstitel „Leitziele Tutzing 2030“ und daraus abgeleitet des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) und beantragte darüber abzustimmen. Die Bürgermeisterin lehnte dies – ohne eine Begründung außer „Wir sind nicht Bernried“ zu geben-  jedoch ab. Wie auch in den vergangen 2 1/2 Jahren. Ihre Aussage dazu: „Leitziele müssen wir nicht vorher erarbeiten“. Mit Hinweis auf ihre Äußerung wollte sie also nicht über die Leitziele 2030 bzw. ein GEK abstimmen lassen. Das war nicht im Einklang mit der Geschäftsordnung. Vorsitzende sind verpflichtet, den Gemeinderat über den Beratungsgegenstand grundsätzlich insgesamt abstimmen zu lassen. Über Teile eines Antrags kann nur mit vorherigem Beschluss getrennt abgestimmt werden oder wenn die Vorsitzende zuvor eine Teilung vornimmt. Am 09.11.2021 erklärte die 1. Bürgermeisterin auf meine diesbezügliche Nachfrage jedoch, die damalige Tagesordnung enthielt nur das ISEK nicht aber das GEK, dass mein Antrag nicht geteilt sei: „Ich habe nicht gedacht, dass Sie das so formal sehen.“

    Andere Mitglieder des Gemeinderats meinten, dass das ISEK in den Voruntersuchungen auch die gesamtgemeindliche Entwicklung Tutzings berücksichtigen könnte. Ratskollege Dr. Thomas von Mitschke-Collande wollte die Diskussion beenden und stellte den entsprechenden Antrag zur Geschäftsordnung: angenommen. Es wäre schön gewesen, so meinte er, zuerst ein GEK zu erarbeiten und dann das ISEK. Mit einem guten Büro sei vielleicht auch die Gesamtentwicklung zu bearbeiten. Nach dem der von Bauamtsleiter Christian Wolfert vorgelesene Beschluss den Zusatz, ein gesamtgemeindliches Entwicklungskonzept in den Voruntersuchungen zu berücksichtigen, nicht enthielt, forderte ich eine diesbezügliche Ergänzung des Beschlusstextes.

    Am Ende wurde ein dreigliedriger Beschluss gegen die Stimme von Ratskollegin Stefanie Knittl, welcher der errungene Zusatz im ISEK für das GEK zu wenig war, gefasst: Es wird (1) ein Arbeitskreis für die Ausschreibung gegründet, (2) die Verwaltung beauftragt, das Vergabeverfahren mit dem Büro kellerer & kellerer weiterzuführen und die Voruntersuchungen soweit wie möglich auf das gesamte Gemeindegebiet auszudehnen und (3) werden die Kosten geprüft für die Teile der Voruntersuchungen, die über das ISEK das gesamte Gemeindegebiet betreffen. Ob wir mit diesem errungenen Zusatz inhaltlich etwas von einem Gemeindeentwicklungskonzept retten konnten, wird sich zeigen. Ratskollegin Caroline Krug bemerkte, dass wir diesen Beschluss schon vor zwei Jahren hätten fassen können. Dem konnte ich nur zustimmen.

    Weiterer Punkt der Sitzung:

    Oliver Seitz stellte das Konzept eines Generationen-Bewegungsparcours vor. Begonnen hatte es mit der Initiative von drei jungen Tutzinger Bürgern: Hansjörg Behrens-Ramberg, David von Hammerstein und Till Feldhütter. Unter Anwesenheit von Vertretern des Gemeinderats und der 1. Bürgermeisterin gab es einen ersten Ortstermin im Kustermannpark am 16.02.2022. Oliver Seitz arbeitet zusammen mit dem Gerätehersteller PlayParc  aus Bad Driburg, die mit 4FCircle die entsprechende Marke einsetzen. Ein Video und die Präsentation der drei jungen Herren erläuterte das Vorhaben. Sportvereine sollen mit einbezogen werden, ebenso der Förderkreis Kustermannvilla & Park. Oliver Seitz bezifferte 80.000 Euro für eine zentrales Calisthenics mit 6-8 kleineren Geräten. Der Gemeinderat äußerte sich ohne Ausnahme positiv, das Projekt solle mit in die Haushaltsberatungen aufgenommen werden. Angesichts der angespannten Finanzlage sind Förderungen, Spendenaktionen bzw. Crowdfundig wichtig, um einen Betrag zusammenzubekommen, der, so Seitz, eine „Optimalvariante in einem ersten Entwurf ermögliche“. Auch hier könne er behilflich sein. Zum Schluss kam noch die Frage nach den Toiletten. Die Anschlüsse am kleinen Parkplatz am Kreisel sind gelegt, aber das Budget für die Toiletten fehlt. Bis auf weiteres gibt es nur eine Dixi-Toilette.

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    Download Visionen und Ideenfindung für die kommenden Generationen