Schlagwort: Hauptstraße Tutzing

  • „Was nach der Schaufel kommt, sieht man erst, wenn sie weggeräumt ist“*

    „Was nach der Schaufel kommt, sieht man erst, wenn sie weggeräumt ist“*

    Ortstermin Hauptstraße. Bürgermeister Ludwig Horn informiert und beantwortet zusammen mit dem gemeindlichen Verkehrsplaner Benjamin Neudert die Fragen der anwesenden Presse und interessierter Bürger.

    Was haben wir gelernt? Einiges über den Ablauf der Bauphasen, Hintergründe zum Vorgehen, Wissen zu Verrohrung, Anschlüssen und zu den „Geheimnissen“ unter der Teerdecke. Spannend, gut vorbereitet, inkl. Broschüre und Plänen.

    Zu den im Vorfeld ermittelten Herausforderungen beim Bau sind zwei unbekannte Komponenten für die Ausführung der Arbeiten nicht wirklich kalkulierbar: Unter der Strasse befindliche (versiegelte) Bäche und das Verhalten der Telekom. Ersteres bekommt die Gemeinde wohl besser in den Griff, es sind nur im Vorfeld die Kosten nicht gleich ersichtlich.

    Betreffend der Bäche unter der Straße gab es Fragen zum Hochwasserschutz. Herr Neudert führte aus, dass an den Ausmaßen der bestehenden Durchführungen nichts geändert wird, denn es sei unklar, welche Auswirkungen das gegebenenfalls im weiteren Bachverlauf haben könnte. Safety first!

    Interessant auch in diesem Zusammenhang: Die neue Hauptstraße wird zukünftig Pflanzflächen und unversiegelte Flächen enthalten, die Oberflächenwasser aufnehmen können. Es wurde wohl auch oft über neue Bäume diskutiert. Hier bestehe aber über das Wurzelwerk mehr Gefahr für Beschädigungen der Kanäle im Untergrund. Die Pflanzflächen leisteten den gleichen Beitrag für Wasserablauf und Umwelt.

    Der Bürgermeister wird solche Informationstermine im weiteren Bauverlauf öfter anbieten. Eine rege Teilnahme ist erwünscht! Dazu präsentierte er eine Broschüre, die Aufschluss über die anstehenden Bauphasen gibt. Siehe dazu auch den Beitrag von 12.06.2024 auf dieser Homepage.

    Insgesamt wird versucht, das Vorhaben möglichst schonend für die Anrainer so wie das Gewerbe umzusetzen. Heutige Vorschläge und Anregungen wurden allesamt positiv aufgenommen, Fragen bestens beantwortet.

    Klingt gut. Mehr? Dann sehen wir uns beim nächsten Termin.

    GBF

    PS: was mich ganz besonders freut, dass im Verlauf dieser gesamten Baumaßnahme sehr viele Vorschläge und Anregungen aus dem Positionspapier, dass wir mit der TUTZINGER LISTE 2015 erstellt, hatten umgesetzt worden sind und super funktionieren.

    (*Anm. zum Titel: Dieser Ausspruch kam von Bgm. Horn und beschreibt sehr trefflich die Schwierigkeiten mit unter der Erde befindlichen Bauten unserer Tutzinger Vorfahren)

    Titelbild: Gruppe steht „auf“ dem freigelegten „Deckel“ des Martelsgrabens beim Andechser Hof.

  • Hauptstraße Tutzing: Kreisel und Tempo 30 erwünscht!

    Hauptstraße Tutzing: Kreisel und Tempo 30 erwünscht!

    Planungsbüro IBN vor einigen Wochen:  „… schließlich bauen wir eine Straße für Tutzing … “

    Erste klare Meinung der Sitzung am 04.10.2017: Kreisverkehr-Süd und Tempo 30 km/h eindeutig erwünscht!  Herr Neudert (IBN) rief Tutzinger zu einem erweiterten Arbeitskreis „Hauptstraße“ zusammen; er startete so eine gelungene Veranstaltung am vergangenen Mittwoch im Tutzinger Rathaus. Bürgermeister, Planer, Räte und interessierte Bürger an einem Tisch!

    Besuchern vergangener Informationsveranstaltungen und Gemeinderatssitzungen blieb durchaus nicht verborgen, dass alle an der Planung der Hauptstraße Beteiligten dringend auf Entscheidungen aus Tutzing – Gemeinderat/Verwaltung – warten.

    Besonders der südlichere Teil der Straße durch unser Dorf wurde im Detail ausgeleuchtet. Denn im Norden ist die Situation offenbar etwas anders strukturiert. Erfreulich ist, dass in den Ausführungen sichtbar wurde, dass viele der durch die Tutzinger (auf Initiative der TUTZINGER LISTE) dokumentierten Mängel eine umfassende Auflösung in den Plänen finden.

    Im Süden Tutzings prallen jedoch mehrere Faktoren aufeinander, die es zu klären gilt. Es ist wenig Platz da für die Verkehrsführung (Gehweg, Fahrschutzstreifen und Fahrbahn nebeneinander). In den Kinderliefer und -abholzeiten sind gleichzeitig viele Kinder zu Fuß vom/zum Bahnhof kommend/gehend, Busse und Familientransporter (oftmals um die Sicherheit der Kinder besorgter Eltern) und Ampeln in einem Bauabschnitt zu handeln.

    Sicherheit geht eindeutig vor! Darüber sind sich das Straßenbauamt Weilheim, der Rat, das Gymnasium, der ADFC und weitere an der Sitzung Beteiligte mittlerweile einig.

    Tempo 30 vor den Schulen, aber auf einer Staatsstraße? Hier kollidieren – so zeigte es sich – vermutlich mehrere gesetzliche Vorgaben. Glücklicherweise hatte die Runde einen sachkundigen Vertreter des ADFC am Tisch, der der Starnberger Polizei sowie den Weilheimer Behörden wertvolle Hinweise zu Klärung mitgab. Die Forderung ist eindeutig: Tempo 30 rund um die Uhr.

    Denn wenn es möglich ist, dass am Ende der Garmischer Autobahn in München das Tempo auf 40 km/h begrenzt werden kann, dann sollte das doch auch zum Schutz z.B. der Kinder möglich sein. Auch da sind alle einig. Ein Blick zum Bodensee zeigt, dass hier durchaus Staatsstraßen, ebenso Bundesstraßen mit Tempo 30 Normalzustand sind. Apropos 30: Die Starnberger Polizei trug vor, dass es in Tutzing nicht möglich sein soll, über 30 km/h zu fahren. Eine Aussage, mit der die Polizei im Kreis Tutzings hochwillkommen ist.

    Dass der Planungs-Prozess nun ausgerechnet durch die Abwasser-Planer ins Stocken geraten ist, hilft sehr! Das ist gute Zeit, diese kann man nun nutzen, um Konsens in den noch offenen Fragen zu schaffen. So war auch bisher für die Planer Zeit, nochmals den Kreisel bei der Ortseinfahrt Tutzing-Süd zu überarbeiten. In der neuen auf 35 Meter reduzierten Version vermeidet den Eingriff in das Naturdenkmal Johannishügel. Er entspricht der von allen Teilnehmern nach genauerer Betrachtung geforderten Lösung für Sicherheit und einer geregelte Kreuzungssituation für alle Verkehrsteilnehmer, auch wenn das Staatl. Bauamt eine Einmündung unter den Kriterien Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit für ausreichend hält. Ergänzend zur mehrheitlichen Empfehlung an den Gemeinderat für den Kreisverkehr wurde die Bezifferung der Mehrkosten verlangt, die am Ende von der Gemeinde zu tragen sind.

    Wenn mit dem Elan und mit breiter Beteiligung weiter so am Projekt gearbeitet wird, wird es klappen, dass – wenn wir schon nicht von der Staatsstraße abrücken können – wir eine Lösung bekommen, die hohen Nutzen stiftet.

    Wichtig ist aber, dass wir bitte weiterhin über die Bordsteinkante unserer Hauptstraße hinaus gemeinsam noch weiter ins Dorf blicken. Nur eine gesamtheitliche Betrachtung/Planung der Wege (auch für die Kinder und die älteren Menschen) durchs Dorf sorgt dafür, dass weniger Autos fahren, dass Radeln oder zu Fuß gehen (Schulweg) sicher möglich sind.

    Abschließend wurden sehr berechtigt nachdrücklich und Pro und Contra-Aussagen und Kostenaufstellungen in Schriftform (Protokoll) zum nächsten Termin gefordert, die die Verantwortlichen bitte zur Wahrung des Vertrauens in die Aussagen beibringen sollten. Klingt komisch. Ist aber so!

     

    Weitere Artikel dazu:

    13.09.: Radschutzstreifen oder nicht?

    Wir sind nicht allein!

    SEVEN-ELEVEN!

    12.07.: Kein Antrag zur Herabstufung