Schlagwort: Tutzing

  • Bürgerverein feiert ISEK und nominiert Doppelspitze für Gemeinderatswahl 2026

    Bürgerverein feiert ISEK und nominiert Doppelspitze für Gemeinderatswahl 2026

    Der Bürgerverein TUTZINGER LISTE e.V. hat in seiner Mitgliederversammlung im Gasthaus Stadler in Traubing die Ratsmitglieder Barbara Doll (Traubing) und Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg (Tutzing) als Spitzenkandidaten für die Kommunalwahlen am 8. März 2026 nominiert. Vorstandsmitglied Lucie Vorlíčková wird die Wahlkampfleitung übertragen. Die bisherigen Erfolge und die beständige Arbeit des Bürgervereins für Tutzing sollen sichtbarer werden. Damit soll das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger gestärkt werden, damit sie neben den drei Direktstimmen für die Spitzenkandidaten auch das Arbeitsteam der Tutzinger Liste mit ihrem Listenkreuz unterstützen. Der Bürgerverein wird mit einer vollständig besetzten Kandidatenliste mit 20 Personen zu den Kommunalwahlen antreten. Das Wahlziel ist, einen zweiten Sitz im Gemeinderat zu bekommen.

    Wir stellen Ihnen in dieser Meldung zunächst die beiden Spitzenkandidaten vor und berichten dann über die jüngste Mitgliederversammlung. Am Schluss fassen wir die bisherigen wesentlichen Arbeitserfolge des ehrenamtlichen Arbeitsteams für Tutzing zusammen.

    Aus  aktuellem Anlass sei vorausgeschickt, dass die Mitglieder ihren Beitrag im Zusammenhang mit dem ISEK (integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) gefeiert haben. Denn der Bürgerverein hatte das ISEK mit seinem Antrag vom 6. Mai 2020 gefordert und allein über drei Jahre für dessen Genehmigung im Gemeinderat gekämpft (Was wir arbeiten – Liveticker). Die Vorarbeiten zum ISEK-Prozess konnten dank dieses Einsatzes Ende 2023 starten und fanden genau fünf Jahre nach dem Antrag am 6. Mai 2025 die einstimmige Zustimmung im Gemeinderat. Und ganz aktuell: Mit dem heutigen im Gemeinderat gefassten einstimmigen Satzungsbeschluss ist der Prozess der Erstellung des ISEK jetzt offiziell abgeschlossen.

    „Dank des ISEK hat Tutzing jetzt die Chance, die Ortsentwicklung auf einer soliden Grundlage anzupacken und dank klarer Leitziele Schritt für Schritt umzusetzen. Denn die prekäre Haushaltslage erfordert ein straff zielgerichtetes arbeiten und handeln nach überparteilich gesetzten Prioritäten“ kommentiert Ratsmitglied Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg den heutigen Satzungsbeschluss.

    Mit anderen Worten: Jetzt fängt die eigentliche Arbeit für Tutzing an!

    Barbara Doll – engagierte Gemeinderätin und Landwirtin 

    Die 49-jährige selbständige Landwirtin und Inklusionsbeauftragte der Gemeinde trat 2020 für die Unabhängige Wählervereinigung (UWG) Traubing erfolgreich zur Gemeinderatswahl an. Aufgrund ihrer Erfahrung in der Gemeinderatsarbeit wünschte sich Doll innerhalb der UWG mehr Austausch und eine stärkere inhaltliche Zusammenarbeit in kommunalpolitischen Themen. Da sie diesen Ansatz in der UWG nicht in der gewünschten Form verwirklichen konnte, trat sie 2024 aus der Vereinigung aus und ist seither parteifreie Gemeinderätin. „Die Tutzinger Liste macht vorbildliche bürgernahe, sachorientierte und überparteiliche politische Arbeit. Der  Bürgerverein zeigt immer wieder Mut, wenn nötig, auch unbequeme Wahrheiten zu sagen. Auch die verläßlich fundierte Arbeit meines Ratskollegen Behrens-Ramberg in den Ratssitzungen, der offen sein Wissen und seine Informationen teilt, haben mich überzeugt“, erklärt sie ihre Beweggründe für den Wechsel zur Tutzinger Liste.

    Ihre politischen Schwerpunkte im Gemeinderat will sie auf

    • die Dorfentwicklung in Traubing (nicht zu verwechseln mit der „Dorferneuerung“) und die gesamtgemeindliche Entwicklung,
    • den Schutz natürlicher Lebensgrundlagen durch Einsatz für den Natur- und Flächenschutz,
    • bessere Rahmenbedingungen für Pflegebedürftige und Pflegende sowie die Inklusion (Barbara Doll ist Gründungsmitglied der Pflegekonferenz Starnberg) und
    • eine sichere und gesunde Lebensmittelversorgung setzen. Denn die Frage, auf welche Art und Weise gesunde Lebensmittel erzeugt werden, wird für die Bevölkerung immer wichtiger.

    Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg – erfahrener Gemeinderat und Finanzexperte

    Der 69-jährige promovierte Betriebswirt gehört seit 2014 für die Tutzinger Liste dem Gemeinderat an und ist bekannt für seine Rubrik „Ortspolitik laufend frisch“, in der er regelmäßig Mitschriften aus den öffentlichen Sitzungen veröffentlicht und so für mehr Transparenz in der Gemeindepolitik sorgt – mit über 35 Berichten allein aus den Sitzungen pro Jahr – und das verläßlich seit über zehn Jahren!

    Seit 2020 ist er auch Referent für Wirtschaft, Gewerbe, Handwerk und Tourismus im Gemeinderat. Mit dem Antrag zum ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) leitete er in Tutzing eine nachhaltige Ortsentwicklung ein. Zur Stärkung der Gemeindefinanzen setzte er sich erfolgreich neben der Erzielung von Fördergeldern über das ISEK auch für die Erhöhung der Einnahmen aus der Zweitwohnungssteuer (Stand 2020: 148.000€, Budget 2025: 440.000€) ein. Zur Steigerung der Gewerbesteuereinnahmen engagiert er sich insbesondere für eine maßvolle Ansiedlung von Unternehmen in der Gemeinde. Seinem Antrag aus 2018 ist zu verdanken, dass Tutzing daran arbeitet, das Prädikat Erholungsort zu erlangen, um eine Ortstaxe erheben zu können. Sein Anliegen ist ein starker Gemeindehaushalt, der eine nachhaltige Ortsentwicklung sichern kann.

    Er möchte weiter Verantwortung übernehmen und eine dritte Amtsperiode absolvieren: „Seit 30 Jahren lebe ich in Tutzing und möchte diesen Ort weiterentwickeln. Die Maßnahmen aus dem ISEK gilt es bei laufender Überprüfung stetig umzusetzen – daran möchte ich aktiv mitwirken”.

    Seine politischen Schwerpunkte sind zusammenzufassend wie folgt:

    • Transparenz in der Gemeindepolitik und Digitalisierung des Gemeindehaushalts
    • Ortsentwicklung mit klaren Leitzielen aus dem ISEK
    • Stärkung der Gemeindefinanzen durch maßvollen Ausbau des Wirtschaftsstandorts Tutzing mit Unternehmen, die zu Tutzing passen.

    Vorstandsmitglied Lucie Vorlíčková übernimmt Wahlkampfleitung- Mitglieder stehen uneingeschränkt hinter der Tutzinger Liste – Die Gesamtgemeinde Tutzing braucht „unabhängige Gemeinderäte, die für die Bürger da sind“

    Die Jahresmitgliederversammlung fand am 25.8.2025 im Gasthaus Stadler in Traubing statt. Der fünfköpfige Vorstand bleibt unverändert:

    Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg (Tutzing) 1. Vorsitzender, Uli Dillmann (Tutzing) 2. Vorsitzender, Lucie Vorlíčková Schatzmeisterin sowie die Beiräte Markus Guggemos (Traubing) und Gerd Bittl-Fröhlich (Tutzing).

    Alle Anwesenden waren sich einig, weiterzumachen: Es bedürfe heute mehr denn je eines starken ortspolitischen Bürgerengagements. Die Kommunen seien inzwischen massiv überfordert. Nach einer aktuellen Meldung im BR 1 soll es allein in Bayern ein Defizit in der Kommunalfinanzierung von 5,4 Mrd. Euro geben. Tutzing hat für einen bisher ausgeglichenen Haushalt seine Liegenschaften weitestgehend verkauft – zukünftige Haushalte weisen bei näherer Analyse Millionendefizite auf. Die rein ehrenamtlich tätigen Ratsmitglieder benötigten fundierte sach- und lösungsorientierte Unterstützung von Vereinsmitgliedern und aus der Bürgerschaft. Keiner könne nachhaltige Lösungen im Alleingang entwickeln. Es bedürfe eines starken Teams, das bürgernah und integrativ für die Gesamtgemeinde arbeitet. „Nur so können die Ratsmitglieder tatsächlich unabhängige Gemeinderäte sein, die für die Bürger da sind und Tutzing für alle Gemeindebürger noch besser machen.“ Bürgerschaftliches Engagement vermittelt Vertrauen in Politik und Demokratie – durch Beteiligung. Probleme werden vor Ort angegangen und zielorientiert gelöst und damit der zunehmenden Polarisierung und dem Rechtsextremismus entgegengewirkt.

    Die Mitgliederversammlung bestimmte Vorstandsmitglied Lucie Vorlíčková für die Wahlkampfleitung. Vorlíčková, die sich seit 2019 in der Tutzinger Liste und für ihren neuen Heimatort engagiert, erklärt ihre Motivation sich auch weiterhin zu engagieren: „Ich bin dankbar für die Freiheit und Chancen, die mir Deutschland gegeben hat. Demokratie lebt vom aktiven Einsatz gerade auf Gemeindeebene. Darum arbeite ich ehrenamtlich für Tutzing.“

    Vorsitzender des Bürgervereins Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg fasste die Diskussion zusammen:

    „Wir sind stark in den Themen Transparenz, Ortsentwicklung und Gemeindefinanzen. Dank Barbara Doll haben wir jetzt fundierte Kapazität auch für die Themen Natur- und Flächenschutz sowie Pflegesicherheit und Inklusion. Wir haben inzwischen tiefere Erkenntnis über Bedürfnisse unserer Traubinger Nachbarn und aus den anderen Ortsteilen und können noch integrativer wirken als bisher. Unsere rationale Lösungsorientierung und beachtlicher Arbeitseinsatz sowie unsere oft mutige Kritik war und ist wertvoll für alle Einwohner der Gesamtgemeinde Tutzing. Denkt an unsere bisherigen Erfolge auch außerhalb des ISEK! Unsere Initiativen tragen bei zu Transparenz und einer von Vernunft und Dialogfähigkeit geprägten nachhaltigen Entwicklung der Gesamtgemeinde. Also packen wir es weiter an und machen Tutzing noch besser. Dazu bitten wir bei den Wahlen im März um das Vertrauen für einen zweiten Sitz im Gemeinderat.” 

    Abschließend dankte er allen Anwesenden für ihre enorme ehrenamtliche Arbeit und schloss die Sitzung. Anschließend wurde beim Stadler ausgelassen gefeiert. Denn das Team hat ein ordentliches Stück Arbeit für die Gesamtgemeinde Tutzing mit ihrer Initiative und Arbeit für das ISEK geschafft.

    Bisherigen Arbeitserfolge des Bürgervereins Tutzinger Liste e.V. (siehe Auszüge Arbeitspapiere und Berichte unter den jeweiligen Schlagwörtern)

    • 100-seitiges Sanierungspapier zur Hauptstraßensanierung (2015) als einzig vorhandene fundierte  Arbeitsgrundlage für Gemeinderat und Straßenbauamt Weilheim – Dokumentation Istzustand, Lösungsvorschläge und Dokumentation Sollzustand; viele der Lösungsvorschläge (wie z.B. der Kreisverkehr im Süden) wurden vom Straßenbauamt übernommen.
    • Initiierung und Durchsetzung von Leitzielen und ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) in 2020; vom Gemeinderat unter Bürgerbeteiligung im Mai 2025 gebilligt. Arbeitspapier der Tutzinger Liste für das ISEK und maßgebliche Konkretisierung für Leitbild & Identität sowie Wirtschaft.
    • Aufdeckung von Defiziten bei der Erhebung der Zweitwohnungssteuer und Durchsetzung von Steuergerechtigkeit und Steigerung der Einnahmen (Budget 2025 440.000€ (2020: 148.000€)
    • Erfolgreiche Initiative zur Wiedervereinigung von Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen.
    • Einführung einer 15-minütigen Fragestunde für Einwohner vor Gemeinderatssitzungen (gemeinsam mit ÖDP und SPD).
    • Einsatz für Transparenz bei der Planung des Bürgersolarparks am Oberen Hirschberg (gemeinsam mit BÜDNIS 90/Die Grünen).
    • Verbreiterung Gehweg an der Bahnunterführung Heinrich-Vogl-Straße – Erstellung Verkehrskonzept und erstmalige Einstellung der Finanzmittel in den Gemeindehaushalt durchgesetzt.
    • Erster Schritt zur Digitalisierung des Gemeindehaushalts umgesetzt.
    • Gesteigerte Transparenz in der Gemeindepolitik – nunmehr seit über 10 Jahren durch regelmäßige Veröffentlichung von umfassenden Mitschriften aus den öffentlichen Sitzungen.
    • Initiative zur Bewerbung von Tutzing um das Prädikat „Erholungsort Antrag in 2018. Umsetzung sobald die erforderlichen Übernachtungszahlen erreicht sind.
    • Initiative für Tempo 30 auf der Hauptstraße (Antrag vom 19.09.2019 zu Modellversuch wurde gegen die Stimme von Dr. Behrens-Ramberg abgelehnt!)
    • Wir bleiben dran: Initiative und Demo für den dritten Aufzug auf der Westseite des Bahnhofs in 2014.
    • Und vieles mehr…siehe unter (Was wir arbeiten – Liveticker).


    Barbara Doll, Gemeinderätin und aktive Landwirtin in Traubing, kandidiert am 8.März 2026 zusammen mit Ratskollegen Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg (beide Tutzinger Liste e.V.) für den Gemeinderat. Als unabhängige Gemeinderäte, die für die Bürger da sind, wollen sie integrativ für das Wohl der Gesamtgemeinde Tutzing weiter arbeiten. Der unabhängige Bürgerverein arbeitet seit 2014 ehrenamtlich dafür, um Tutzing für alle Gemeindebürger noch besser zu machen.

  • „Was nach der Schaufel kommt, sieht man erst, wenn sie weggeräumt ist“*

    „Was nach der Schaufel kommt, sieht man erst, wenn sie weggeräumt ist“*

    Ortstermin Hauptstraße. Bürgermeister Ludwig Horn informiert und beantwortet zusammen mit dem gemeindlichen Verkehrsplaner Benjamin Neudert die Fragen der anwesenden Presse und interessierter Bürger.

    Was haben wir gelernt? Einiges über den Ablauf der Bauphasen, Hintergründe zum Vorgehen, Wissen zu Verrohrung, Anschlüssen und zu den „Geheimnissen“ unter der Teerdecke. Spannend, gut vorbereitet, inkl. Broschüre und Plänen.

    Zu den im Vorfeld ermittelten Herausforderungen beim Bau sind zwei unbekannte Komponenten für die Ausführung der Arbeiten nicht wirklich kalkulierbar: Unter der Strasse befindliche (versiegelte) Bäche und das Verhalten der Telekom. Ersteres bekommt die Gemeinde wohl besser in den Griff, es sind nur im Vorfeld die Kosten nicht gleich ersichtlich.

    Betreffend der Bäche unter der Straße gab es Fragen zum Hochwasserschutz. Herr Neudert führte aus, dass an den Ausmaßen der bestehenden Durchführungen nichts geändert wird, denn es sei unklar, welche Auswirkungen das gegebenenfalls im weiteren Bachverlauf haben könnte. Safety first!

    Interessant auch in diesem Zusammenhang: Die neue Hauptstraße wird zukünftig Pflanzflächen und unversiegelte Flächen enthalten, die Oberflächenwasser aufnehmen können. Es wurde wohl auch oft über neue Bäume diskutiert. Hier bestehe aber über das Wurzelwerk mehr Gefahr für Beschädigungen der Kanäle im Untergrund. Die Pflanzflächen leisteten den gleichen Beitrag für Wasserablauf und Umwelt.

    Der Bürgermeister wird solche Informationstermine im weiteren Bauverlauf öfter anbieten. Eine rege Teilnahme ist erwünscht! Dazu präsentierte er eine Broschüre, die Aufschluss über die anstehenden Bauphasen gibt. Siehe dazu auch den Beitrag von 12.06.2024 auf dieser Homepage.

    Insgesamt wird versucht, das Vorhaben möglichst schonend für die Anrainer so wie das Gewerbe umzusetzen. Heutige Vorschläge und Anregungen wurden allesamt positiv aufgenommen, Fragen bestens beantwortet.

    Klingt gut. Mehr? Dann sehen wir uns beim nächsten Termin.

    GBF

    PS: was mich ganz besonders freut, dass im Verlauf dieser gesamten Baumaßnahme sehr viele Vorschläge und Anregungen aus dem Positionspapier, dass wir mit der TUTZINGER LISTE 2015 erstellt, hatten umgesetzt worden sind und super funktionieren.

    (*Anm. zum Titel: Dieser Ausspruch kam von Bgm. Horn und beschreibt sehr trefflich die Schwierigkeiten mit unter der Erde befindlichen Bauten unserer Tutzinger Vorfahren)

    Titelbild: Gruppe steht „auf“ dem freigelegten „Deckel“ des Martelsgrabens beim Andechser Hof.

  • BürgerVereinsTreff: Hürden politischer Machtinteressen überwinden

    BürgerVereinsTreff: Hürden politischer Machtinteressen überwinden

    Acht Vertreter der Tutzinger Liste e.V. diskutierten beim BürgerVereinsTreff am Mittwoch, 29.03.2023, im Lobster mit den eingeladenen Bürgern, wie der Verein im Rathaus mehr Akzeptanz für seine Initiativen erlangen könnte. Trotz wesentlicher Erfolge, die der Bürgerverein inzwischen vorweisen kann (z.B. ISEK, Zweitwohnungssteuer, Gehweg Bahnunterführung, Sanierung Hauptstraße), begegnet den Ehrenamtlern eine eher ablehnende Haltung seitens der Bürgermeisterin aber auch Teilen des Gemeinderats. Der Verein gelangt mit seinen Initiativen zwar meist ans Ziel, der Weg dahin ist jedoch voller politischer Hürden. So stellten sich die Mitglieder, die Frage, ob der Tutzinger Liste e.V. ihr Sitz im Gemeinderat nutzt, oder doch eher schadet. So wurde mit den anwesenden Bürgern diskutiert, ob der Bürgerverein künftig auf die Teilnahme an den Kommunalwahlen verzichten und „nur“ als Bürgerinitiative auf die Gemeindepolitik Einfluß nehmen sollte. Was spräche dafür, was dagegen?

    Jahreshauptversammlung gibt Anstoß zur Diskussion:
    Wie die politischen Hürden für bürgerschaftliches Gestaltungsengagements überwinden?

    Die Mitglieder der Tutzinger Liste e.V. hielten am Mittwoch vor Beginn des BürgerVereinTreffs erst noch die Jahreshauptversammlung für 2022 ab. Neben den gewöhnlichen Regularien – Bericht des Vorstands, Vorlage der Jahresrechnung 2022 und Bericht der Kassenprüfer – brachte Schatzmeisterin Lucie Vorlíčková den Tagesordnungspunkt „Kommunalwahlen 2026 – Kandidaten“ ein. Sie analysierte in einem Grundlagenpapier die externen und internen Hürden, mit denen der Bürgerverein trotz seiner beachtlichen Arbeit für Tutzing zu kämpfen hat. Sie regte an zu diskutieren, ob der Bürgerverein ab 2026 mit oder ohne Vertretung im Gemeinderat weiterarbeiten sollte. Diese Diskussion wurde im anschließenden BürgerVereinsTreff mit den anwesenden Gästen intensiv fortgeführt.

    Bürgerverein sei „nicht Fisch, nicht Fleisch“ – stimmt, er ist 100% bürgerschaftliches Engagement

    Ein Teilnehmer merkte an, dass ihm nicht klar sei, ob die Tutzinger Liste e.V. eine Partei sei oder nicht. Sie sei „nicht Fisch, nicht Fleisch“. Dazu erklärte Vorlíčková, dass der Verein in den letzten drei Jahren hier viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet habe. Er ist bewusst keine Partei mit den üblichen Parteistrukturen und machtpolitischen Interessen sondern pures bürgerschaftliches Engagement. An der Entwicklung Tutzings interessierte Bürger haben sich 2014 in einem Verein zusammengeschlossen, um insbesondere Transparenz in die Gemeindepolitik zu bringen (Berichte von Gemeinderatsmitglied Behrens-Ramberg) und durch die Aufdeckung von Defiziten aber auch Einbringung neuer Konzepte die künftige Ortsentwicklung zum Wohle aller Tutzinger zu beeinflussen (Initiativen des Bürgervereins im Liveticker). Sie führte weiter aus, dass diese Art des bürgerschaftlichen Engagements zwar bekannt aber noch nicht oft in den Kommunen vertreten sei. Es bedürfe der Zeit, bis Rathaus und Bürger die Vorteile aber auch – und dies gilt besonders für den ländlichen Raum – die Notwendigkeit dieser basisdemokratischen Arbeit (wieder) erkennen und schätzen lernten. Beirat Gerd Bittl-Fröhlich erläuterte am Beispiel der Gemeinde Oberammergau, wo es drei Wahlperioden bedurfte, um diese basisdemokratische Bürgerbeteiligung in der kommunalen Selbstverwaltung zu etablieren. Zu den Hürden dieser „Gestalter“ im ländlichen Raum siehe auch unseren Beitrag unter https://www.vorort.news/tutzing/kommunalpolitik/2023/2/7/tutzinger-liste-stellt-keinen-buergermeisterkandidaten/.

    Sollte der Bürgerverein ein reiner „Bürger-Kummerkasten“ werden – ohne eigenen Sitz im Gemeinderat?

    Einige Bürger begründeten die ablehnende Haltung seitens der Bürgermeisterin und einem Teil des Gemeinderats „logisch“ damit, dass die Tutzinger Liste e.V. immer auch eine Wettbewerberin bei den Wählerstimmen ist. Es sei daher besser, nicht mehr an den Kommunalwahlen teilzunehmen und keinen Gemeinderat mehr zu stellen. Der Bürgerverein solle als  „Bürger-Kummerkasten“ fungieren. Die eingereichten Themen müsse er dann versuchen, über möglichst viele Gemeinderäte im Gemeinderat zu befördern und Anträge durchzusetzen. Der Verweis auf politisches Wettbewerbsdenken bei Wählerstimmen, hat sicher den Kern getroffen. Parteipolitik habe zwar in einer Kommune absolut nichts zu suchen, darüber waren sich alle Teilnehmer einig, die Realität sei aber leider eine andere. So bestätigte auch Dr. Behrens-Ramberg: „Sobald ein Stern heller als der eigene leuchtet, machen sich machtpolitische Interessen breit, die rationale Handlungen für das Gemeinwesen oft in den Hintergrund treten lassen.“

    Es folgten mehrere Wortmeldungen, die dennoch dafür plädierten, dass die Tutzinger Liste e.V. bei den Kommunalwahlen antreten solle. Es wäre „sehr schade“, wenn der Bürgerverein nicht mehr im Gemeinderat vertreten wäre. Zwei Teilnehmer ermutigten die Vereinsmitglieder sogar, sich zur reinen politischen Arbeit zu bekennen, denn schon jetzt arbeite der Verein ja „politisch“, da er das Gemeinwesen beeinflusse.

    Präsenz der Tutzinger Liste e.V. sei im Gemeinderat für Transparenz und nachhaltige Ortsentwicklung unerlässlich – aber auch als Opposition

    Die Mehrheit der Anwesenden sah die Vertretung der Tutzinger Liste e.V., also parteiloser Bürger, im Gemeinderat als erforderlich. Zum Einen gäbe es in Tutzing kein anderes Medium, dass über die Sitzungen in dieser Qualität, was Inhalt, Form und Schnelligkeit angehe, die Bürger informiere und so für Transparenz in der Rathauspolitik sorge. Zum Anderen sei es gerade der Bürgerverein, der Defizite aufdecke und immer wieder engagiert Konzepte einbringe, was für die nachhaltige Ortsentwicklung für die kommenden Genrationen von großer Bedeutung sei.

    Ein Gast, Mitglied des Gemeinderats, wies daraufhin, dass die dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegten Themen, oft im Voraus entschieden seien – der Gemeinderat fungiere daher meist nur als „Abnickaugust“. Vorlíčková wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Bürgerverien, zwar unbeabsichtigt, aber inzwischen tatsächlich eine  „oppositionelle Funktion“ wahrnehme. Dies sei eine extrem wichtige Aufgabe, denn ohne fundierte Opposition funktionierten Demokratien nicht und es gäbe keinen Wettbewerb um die jeweils bessere Lösung.

    Bittl-Fröhlich ging nochmals auf die reine Bürgerinitiative ein und gab zu bedenken, dass es an ehrenamtlich engagierten Bürgern fehle. Auch bei der Tutzinger Liste e.V. würden mehr „Mitmacher“ dringend benötigt, denn die umfangreiche Arbeit verteile sich nur auf wenige Schultern. Ein Gast, der extra aus München angereist war, da ihn das Konzept des bürgerschaftlichen Gestaltungsengagements interessierte, bekräftigte, dass eine reine Bürgerinitiative nur Erfolg hätte, wenn es ein „großer, gewichtiger Verein“ wäre, mit dem sich die etablierten Parteien regelmäßig eng abstimmen (müssten). Vorlíčková ergänzte, dass eine reine Bürgerinitiative nicht automatisch zu mehr Unterstützung im Rathaus führen würde. Jede Initiative, die den Fokus der erforderlichen Handlungen und Entscheidungen auf das Rathaus richte (wie z.B. Leitziele 2030) und nicht auf die Bürger selbst (wie z.B. Klimaneutral 2035) würde sich ebenfalls schwer tun, „offene Rathaustüren einzurennen“.

    Bürgerverein muss wichtige Entscheidung treffen – die Tutzinger aber auch

    Vorlíčková fasste die Diskussion am Ende pragmatisch zusammen: „Wir müssen uns klar werden, ob wir wieder in den politischen Ring steigen und bei der Kommunalwahl 2026 die Wähler um mindestes 3 Sitze im Gemeinderat bitten oder aus dem Gemeinderat ausscheiden und ein reiner Bürgerverein werden.“

    Leider gehört Tutzing nicht zu den Gemeinden, wo Amtsbürgermeister und Gemeinderat Potential und Chance bürgerschaftlichen Gestaltungsengagements erkennen (wollen). Obwohl inzwischen auch Staatsministerien drauf hinweisen, dass die enormen kommunalen Herausforderungen (Finanzen, Klima, Demografische Entwicklung) ohne die Mithilfe der Bürger nicht zu stemmen sind. Würde das Tutzinger Rathaus politisches Ehrenamt fördern, gäbe es diese Diskussion bei der Tutzinger Liste e.V. nicht. Denn sie könnte sich als reiner Bürgerverein beratend einbringen. Eine Änderung der Rathauspolitik zu mehr Hinwendung zum Bürger und dessen Einbeziehung bei wichtigen Themen, wird es unter der Amtsführung von Marlene Greinwald aber nicht geben. Selbst das Schicksal unseres Kustermann-Areals, der Tutzinger Bürgerangelegenheit schlechthin, wird hinter verschlossenen Türen in nicht-öffentlicher Sitzung behandelt.

    Darum müssen sich die Tutzinger Bürger klar darüber werden, wen sie in 2026 in ihren Gemeinderat wählen. Der Bürgerverein hat bewiesen, dass er Tutzinger Sachinteressen in den Vordergrund stellt und eben nicht parteipolitische Machtinteressen. Er bringt selbstbewusst Gegenmeinungen und neue Ideen mittels ausgearbeiteten Konzepten für Tutzing in die Diskussionen ein. Die Tutzinger Liste e.V. bedeutet anpackende Veränderung für Tutzing.  

     

    Presse:
    Merkur: Tutzinger Liste will mehr Mandate
    vorOrt.news: Pro und contra Gemeinderats-Kandidatur

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    INFOKASTEN:

    Bericht des Vorstands für 2022:

    Gemeinderatsmitglied Dr. Behrens-Ramberg berichtete über seine und die Arbeiten des Bürgervereins in 2022. Er erläuterte insbesondere, dass die drei in 2020 und 2021 gestarteten Initiativen des Vereins (ISEK/GEK, vollständige und fristgerechte Erhebung der Zweitwohnungssteuer und Erweiterung des Gehwegs an der Bahnunterführung Heinrich- Vogl-Straße) in 2022 erfolgreich durch die zuständigen Gremien im Gemeinderat zum Abschluss gebracht wurden (außer dem GEK, dessen Realisierung noch im Rahmen des ISEK diskutiert wird). Details aller Arbeiten, Handlungen und Berichte aus der Tätigkeit des Vereins in 2022 können Sie hier nachlesen: https://www.tutzinger-liste.de/ueber-uns/was-wir-tun/

     

  • Guter Vorsatz im neuen Jahr: TUTZINGER LISTE im Abo

    Guter Vorsatz im neuen Jahr: TUTZINGER LISTE im Abo

    Sehr geehrte Leser*in,

    wir danken für den vielen Zuspruch, der uns nach unserem Jahresbrief 2021 erreicht hat. Schön, dass Sie uns hier immer wieder besuchen und sich aktuell halten.

    Das geht auch frei Haus und kostenlos im Abo. Holen Sie sich die TUTZINGER LISTE Posts in Ihren Briefkasten! Sie finden ganz unten rechts auf der Seite die Möglichkeit, sich per E-Mail zu registrieren. Jederzeit widerrufbar.

    Beste Grüße!

     

  • Bezahlter Mief – Echt jetzt?

    Bezahlter Mief – Echt jetzt?

    Wer Bahn fahren will, benötigt eine Fahrkarte. Im digitalen Zeitalter ein Ticket mit dem Handy kaufen – eigentlich ein einfacher Vorgang. Derzeit mit dem „besten Netz“ der Magenta-Truppe am Tutzinger Bahnhof: No way! Was tun? Schwarzfahren, bis wieder Netz kommt? Ekelig. Genau so, wie die Busfahrer, die mangels Toiletten am Bahnhof täglich mehrmals bei den Containern urinieren.

    Als Fahr-Gast ist mir grad irgendwie schlecht. Hat jemand eine Idee wie man diesen „Dienstleistern“, für die wir alle den Geldbeutel aufmachen müssen, wieder Ordnung und Kundennähe beibringt?

  • Bürgersprechstunde zur Hauptstraße

    Am Dienstag, 30.04.2019, fand die Bürgersprechstunde im Rathaus Tutzing statt. Ich bin hin. Dachte, da sind nun viele Bürger und die dürfen mit der Verwaltung sprechen. Dort angekommen, stellte ich fest, dass ein paar Leute dort herumstanden. Dann wurden die Bürger einzeln ins Zimmer gebeten und durften fragen und sprechen. Nach Wartezeit – denn wenn jemand spricht, das dauert – habe ich gefragt und gesprochen. War echt super! Zu berichten gibt es nix. Denn ich war dort als Bürger. Als solcher wurde ich darauf hingewiesen, hier im Blog nix zu schreiben. Versprochen! Mach‘ ich.

    Es wird einen Pressetermin geben, da werde ich dann noch mal hingehen und berichten. Dazwischen kann man gern mit mir sprechen. An der Straßenkreuzung, oder im Biergarten, oder so…

    Viel Spass im Mai!

    GBF

    Definition Sprechstunde nach Werner Koczwara: „50 Minuten warten, 10 Minuten gewartet werden – Gesamtvorgang: eine Sprechstunde“

     

  • Gratulation!

    Gratulation!

    Es gibt sehr gute Gründe, unseren Grünen EU-Kollegen zu deren Erfolg zu gratulieren. Wir, die TUTZINGER LISTE, tun es hiermit.

    Hut ab vor den EU- und Bundes-Grünen, die unbeirrt durch irgendwelche Strömungen, Anfeindungen auch noch erfolgreich ihre Ziele verfolgen.

    GBF

    -> Weiterführende Links der TUTZINGER LISTE zum Thema

    Ende der Informationsmanipulation zu Glyphosat?

    Glyphosat – Update

    Bernried: Parteiaustritt wegen Glyphosat

  • Abmahnung aus Brüssel?

    Liebe Leser,

    es ist Ihnen sicher schon aufgefallen, dass wir uns bei  Beiträgen zu Themenbereichen wie Ressourcenverschwendung, Umweltverschmutzung, dubiose Handelspraktiken oder kaum nachvollziehbare lokale Entscheidungen auf zitierbare Quellen abstützen.

    Die Welt der DIE GRÜNEN verfolgen wir sehr aufmerksam, wie auch andere politische Gruppen und deren Tutzinger Niederlassungen. Wir konzentrieren uns jedoch ausschließlich auf Tutzing und das, was Tutzing entweder bald oder später berührt. Eine Ausnahme aber gibt es. Viele der von uns angesprochenen Themen erweisen sich häufig als deckungsgleich mit dem, was die Brüsseler EU-Grünen mit ihrer beeindruckend systematischen Vorgehensweise am Wickel haben. Das erklärt auch, dass wir wohl die Einzigen sind, weil unabhängig von einer Parteifarbe, die über den Zaun schauen und sich dann fragen, was könnte das für Tutzing bedeuten.

    Dieser Tage kamen wir in Kenntnis eines Briefs des EU-Abgeordneten Sven Giegold, den wir auszugsweise Ihnen zur Kenntnis geben wollen. Der Brief passt insofern gut ins Tagesgeschehen, weil CDU und CSU sich überhaupt nicht darüber einigen können, wie die Freitags-Bewegung der Jugend zu werten sei. CDU-Ministerin Anja Karliczek einschl. Generalsekretär Paul Ziemiak verbitten sich deren ungehöriges Verhalten, einfach nicht zur Schule gehen zu wollen. Die Bundeskanzlerin und wiederum Teile der CDU hingegen begrüßen das politische Engagement der Jugend (wir übrigens auch!).

    Im Hoheitsgebiet der CSU lässt sich noch keine klare Linie ausmachen, es reicht von Ablehnung bis sehr stiller Duldung. Es dürfte interessant werden, welche Strömungen sich in der CSU durchsetzen. Es kann nur gehofft werden, dass kräftig gegengehalten wird. Und zwar von der Jugend, die heute viel weiter zu sein scheint, als so manch ein Kultusbürokrat und dessen Vor-Ort-Exekutierer glaubt.

    Will die CSU noch mehr Jugend an die Grünen verlieren? … noch mehr in die Vergreisung laufen? … dann muss sie so weitermachen, wie sie jetzt glaubt – siehe Grenzwerte und Maulkörbe.

    Hier nun der Auszug aus dem Brief des deutschen EU-Abgeordneten Sven Giegold, an dessen Legitimation und Fachwissen nicht gezweifelt werden kann:

    die CSU legt nach: Sie hat nun klargestellt, dass sie Gesetze ändern will, um die Aberkennung der Gemeinnützigkeit der Deutschen Umwelthilfe zu erreichen. Angesichts der bekannten Sturheit der CSU – selbst bei vergleichsweise unsinnigen Vorhaben – muss man das leider sehr ernst nehmen.Das ist offensichtlich eine Radikalisierung des Kurses, denn das zuständige Finanzamt Singen hat kürzlich klargestellt: Die Deutsche Umwelthilfe ist gemeinnützig. Sie ist auch kein Abmahnverein, sondern macht, was auch andere Verbraucherorganisationen tun: Wenn Unternehmen Verbraucher-Gesetze nicht einhalten, mahnt sie ab. Im persönlichen Gespräch hat mir Jürgen Resch, der Bundesgeschäftsführer der DUH, das Verfahren noch einmal genau erläutert und versichert: Sobald der Staat selbst die effektive Überprüfung der Einhaltung der Gesetze übernimmt, stellen sie die Abmahnungen ein. Mit den Abmahnungen wird auch kein Geld verdient, sondern der Arbeitsbereich der Umwelthilfe ist lediglich kostendeckend. Kurzum: Wie so oft, unterlässt der Staat die Durchsetzung der Gesetze. Umso peinlicher, wenn man dann die DUH beschimpft, wenn sie dafür sorgt.

    Gerne können Sie auf unserer Homepage antworten oder widersprechen.

     

  • Bienenkiller

    Bienenkiller

    Am 28.02.18 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine lang erwartete neue Studie zur Risikoeinschätzung der drei Pestizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam vorgestellt.

    Das Ergebnis: Jegliche Nutzung dieser Neonikotinoide stellt ein Risiko für Bienen dar. Damit ist es amtlich: Es gibt keine “sichere” Nutzung dieser Ackergifte! Sowohl ein Bernrieder als auch ein Tutzinger CSU-Vorstandsmitglied verfolgten konsequent die Angelegenheit und machten sich durch klare Haltungen hierzu bemerkbar. Sie traten aus!

    Bild mit freundlicher Genehmigung eines Grünen, er ist EU-Abgeordneter! Alles zur Petition von Sven Giegold und Martin Häusling finden Sie >> hier <<

    Update 10.03.2018: Die GroKo wackelt beim Verbot von Bienenkillern.

  • Ortsentwicklung Tutzing, Hauptstraße

    Das Forum des 19.02.2018 dürfte eine klare operationale Zielsetzung haben, die sicher noch dieser Tage über die Presse bekanntgegeben wird.

    Die Zielsetzung sollte – unserer Meinung nach – umfassen

    • die Darstellung des jetzigen Erkenntnisstandes
    • die Darstellung weiterer Schritte
    • die Einbettung jetzigen Vorgehens in eine Gesamtvorgehensweise

    Wir erinnern uns: In allen Beiträgen nach der Wahl wurde ebenso wie vor der Wahl der Einbezug der Tutzinger angekündigt, ggfs. analog der Werkstatt Feldafing (aktiver Einbezug der Bürger in aktuelle Arbeitsschritte und Fragestellungen durch Workshops wie auch seinerzeit in Starnberg). Somit dürfen wir erwarten, dass nach einer kurzen Einführung durch das Rathaus mindestens vier Themenfelder Gegenstand des Forums sein werden.

    • Themenfeld 1: Kreisel/Einmündung, Stand und wie mit wem bis wann weiter
    • Themenfeld 2: Beeinflussung des Verkehrsflusses, was ist an Maßnahmen geplant, welche Maßnahmen fehlen, durch wen müssen diese verfolgt werden
    • Themenfeld 3: Grundsätzliche Fragen, die durch die bisher fehlende Fragestellung nach Einbettung der Hauptstraße in ein Gesamtkonzept Tutzing entstehen (Anlass ist das Unverständnis vieler Tutzinger zum immer noch fehlenden Gesamtkonzept)
    • Themenfeld 4: Auswirkung der Planung auf die bestehende/zukünftige Geschäftswelt im Ortskern Tutzing

    Die Themenfelder können von deren Komplexität her kaum in Plenum behandelt werden. Eine Diskussion innerhalb der Besuchergruppen kommt erst zustande, wenn in Kleingruppen zu den drei Themenfeldern diskutiert werden kann. Also sollten wir uns auf eine Mitarbeit in vier Gruppen (gesteuert von Moderatoren) vorbereiten, die zum Schluss sich gegenseitig über das Ergebnis informieren.

    Der 19. ist also nach unserem Verständnis ein erster Schritt in einem Arbeitsprozess, der Grundlage des Entscheidungsprozesses innerhalb Gemeinderat/Verwaltung ist. Damit wäre auch der Zusage des Rathauses entsprochen, kontinuierlich die am Gang der Dinge interessierten Tutzinger in den Arbeits- und Entscheidungsprozess der Ortsentwicklung einzubeziehen.

    Mit unserem hier formulierten Anspruch wollen wir einen Beitrag zur bisher sehr unterschiedlich dargestellten und erfahrenen Arbeitsweise des Rathauses leisten.

    Bitte denken Sie daran: Wer nicht dabei ist, stimmt zu! Er stimmt zu zu dem, was bisher gesamtorts kritisiert wurde. Mit dem Forum und den weiteren Schritten hat Tutzing die Möglichkeit, die Zukunft mitzugestalten. Anderenfalls: Wer sich nicht bewegt, der wird bewegt!

     

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