Monat: Mai 2022

  • Information zur Grundsteuerreform

    Haben auch Sie Post vom Finanzamt Starnberg zur Grundsteuer bekommen? Der Brief enthält die Aufforderung, bis zum 31.10.2022 eine „Grundsteuererklärung“ abzugeben.

    Neben der Möglichkeit, sich im Internet zu informieren, gibt es ein Angebot des Finanzamts Starnberg, wie es in einer Pressemitteilung der Gemeinde heißt:

    „Am 30. Juni 2022 (Donnerstag) findet um 20:00 Uhr im Buttlerhof im Ortsteil Traubing, Buttlerweg 6, eine Informationsveranstaltung zur Grundsteuerreform statt.

    Die Veranstaltung wird vom Finanzamt Starnberg durchgeführt und trägt dazu bei, das Ausfüllen der Grundsteuererklärung aller Haus-, Wohnungs- oder/und Grundstückseigentümer zu erleichtern.“

     

     

  • BOA: Befreiung für die Mauer!

    Die bestehende Mauer, die ein Grundstück in der Lindenallee 4 entlang der Erlenstraße einfriedet, kann bestehend bleiben. So einstimmig beschlossen in der Sitzung des Bau- und Ortsplanungsausschusses am 17.05.2022 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald. Die Mauer ist niedrig (1,04 m) und schränkt optisch nicht ein. Der Stabmattenzaun im Süden und Osten ist transparent, hier wurden in der Vergangenheit bvereits mehrfach isolierte Befreiungen von der Festsetzung der Tutzinger Ortsbausatzung erteilt. Eine Präzedentwirkung wurde nicht gesehen, nachbarschaftliche Belange sind nicht berührt. Die Befreiung für die Mauer wurde nun nachgeholt, das Landratsamt hatte dies ergänzend verlangt.

    Weitere Punkte der Sitzung:

    • Dem Antrag auf Baugenehmigung zur Erweiterung eines Einfamilienhauses um eine Dachterrasse für das Grundstück Am Höhenberg 10a wurde das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt. Die vorgelegte Planung führt an einer Seite zu einer Überschreitung der zulässigen Wandhöhe. Die geplante, aber bislang nicht förmlich beantragte Dachterrasse des Nachbarn zeigt, wie es gehen könnte: die Dachterrasse muss ringsherum zurückversetzt werden, dann bleibt die Wandhöhe unverändert.
    • Ebenso einstimmig abgelehnt wurde der Antrag auf Baugenehmigung zum Neubau eines Doppelhauses auf einen bestehenden Keller, zum Neubau einer Garage und zweier Balkone sowie zweier abstandsflächenrelevanter Abgrabungen als Kellerzugang in Traubing, Im Ried 29. Der Ausschuss hatte sich mit dem Vorhaben bereits mehrfach befasst. Es werde immer wieder nachgelegt, diese Salami-Taktik sei extrem störend, so ein Ausschussmitglied. Durch die Abgrabungen für die Kellerzugänge entstünden Wandhöhen, für die es in der umgebenden Bebauung keine Referenz gäbe, so Bauamtsleiter Christian Wolfert in der Begründung der Ablehnung. Damit füge sich das geplante Gebäude nicht in die umgebende Bebauung ein.
    • Der Antrag auf Baugenehmigung zur Erweiterung einer bestehenden Doppelhaushälfte um einen beheizten Wintergarten mit Dachterrasse sowie einen Carport mit Fahrradlager in der Alpspitzstraße 2 erhielt einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. In der unmittelbar umgebenden Bebauung befänden sich mehrere Gebäude, die in Höhe und Fläche gleich bzw. größer sind als das bestehende Gebäude samt Anbau, so dass sich das Bauvorhaben in die Eigenart der umgebenden Bebauung einfüge (§ 34 BauGB), so die Verwaltung.
    • Der Antrag auf Baugenehmigung zur Einrichtung eines Carports mit Bikeport und Müllbox von zwei Mehrfamilienhäusern in der Gröschlstraße 11 wurde einstimmig genehmigt. Die Gebäude sind bereits erstellt, der Carport sei im Bebauungsplan bereits vorgesehen. Allerdings seien die Wandhöhen des Carports nicht richtig dargestellt, weil das Gelände nach Osten abfalle. Hier kommt es talseitig zu einer Überschreitung um 90 Zentimeter. Dafür erteilte der Ausschuss eine Befreiung hinsichtlich der Höhenfestsetzung des Carports..

     

  • Einladung zum Kickoff-Workshop „Tutzing Klimaneutral 2035“

    Einladung zum Kickoff-Workshop „Tutzing Klimaneutral 2035“

    Wir dürfen hiermit gerne folgenden Veranstaltungshinweis von Frau Ute Waldau und dem Team von „Tutzing Klimaneutral 2035“ veröffentlichen wie folgt:

    Einladung zum Kickoff-Workshop,
    den unsere Patin bei GermanZero, Leoni, mit uns durchführen wird. Seid Ihr dabei? Kennt Ihr noch andere Tutzinger, die gerne mitmachen würden?

    Dann bitte bei mir anmelden!
    Leoni und eine Kollegin von German Zero werden den Workshop leiten, moderieren und uns beim „onboarding“ unserer Bürgerbewegung unterstützen.
    Bitte notiere Dir den Termin des online stattfindenden Workshops: Montag, der 13.6.22 um 18:30 Uhr. Bis dahin bittet Leoni uns, den folgenden Text zu lesen:Klimaentscheide:Starthilfe Klimaentscheid – Mitmachen (germanzero.org)

    Das wars erstmal für heute. Aber wie immer möchte ich Euch herzlich bitten, zu Superspreadern für „Tutzing Klimaneutral 2035“ zu werden!
    Sagt es allen Euren Freunden, Familien, Nachbarn und Bekannten in Tutzing weiter, dass wir sie brauchen für unser Klimawirtschaftswunder in Tutzing.
    Bittet sie, unseren newsletter zu abonnieren (siehe homepage:https://www.tutzing-klimaneutral.de/) , uns auf irgendeine Art und Weise zu unterstützen oder mitzumachen in unseren vier Arbeitskreisen:

    1. Bürgerbegehren in Tutzing
    2. Ideenwerkstatt
    3. Klimatage Tutzing 12.-17.7.22
    4. Öffentlichkeitsarbeit

    Herzliche Grüße von Uta

    Uta Waldau
    Tutzing Klimaneutral 2035
    Grubenweg 4b
    82327 Tutzing
    mobil 0172/4427912

  • Bürgerversammlung am 16. Mai 2022!

    Die 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald lädt ein zur

    Tutzinger Bürgerversammlung

    am Montag, den 16. Mai 2022, 19:00 Uhr, in den Buttlerhofsaal/Traubing.

    Alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Tutzing sind herzlich eingeladen.

     

  • Tutzing Klimaneutral 2035 – Vernetzungstreffen am 12.05.2022

    Tutzing Klimaneutral 2035 – Vernetzungstreffen am 12.05.2022

    Volles Haus im TUTZINGER Rathaus am Abend: Noch einmal für alle zum Verständnis: Weltsituation. Awareness wunderbar gezeigt von Konrad Lang – aktiver Unterstützer der Aktion German Zero. Er ist Teil des Arbeitskreises Energie Bernried. Denn in unserer Nachbargemeinde wird bereits emsig am Ziel gearbeitet, klimaneutral zu werden.

    Danach Vortrag zur Historie in Sachen Klima durch Bernd Pfitzner – als Referent des Gemeinderats für Umwelt und für Energiewende übernimmt er stellvertretend für Herbert Fischer.

    Es ist dringend! Der Klimawandel wartet nicht. Erste Bürgermeisterin Marlene Greinwald hatte eingeladen, um die Initiatoren Uta Waldau und Marco Lorenz beim offiziellen Start zu unterstützen.

    Danach stellten sich die vier Arbeitskreise vor. Unter anderem ist ein Bürgerbegehren geplant. Es ist erfreulich, dass sich bereits einige Tutzinger engagieren.

    MIt der Initiative könnte es zügiger voran gehen. Sie haben interesse, Ideen…?
    Alle Infos zur Mitarbeit unter: https://www.tutzing-klimaneutral.de.

    Wir haben doch nun schon die Leitziele Tutzing 2030 beschlossen. Was hier entsteht, sollte meiner Meinung nach in die Arbeit  einfliessen. Kann sich der Gemeinderat nicht auch einfach für Tutzinger Klimaneutralität einsetzen, die Initiative unterstützen, ohne dass es erst ein Bürgerbegehren braucht?

    Gerd Bittl-Fröhlich

     

     

     

     

     

     

     

     

  • HFWA: Offener Ganztag an der Tutzinger Grundschule

    Im Rahmen des Offenen Ganztags wird an den Grundschule in Tutzing ab dem neuen Schuljahr 2022/2023 für die 1. – 4. Klassen eine Kinderbetreuung bis 16:00 angeboten. Dies gab die 1 Bürgermeisterin in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Werkausschusses am 10.05.2022 bekannt. Der Offene Ganztag ist eine Kooperation zwischen der Grundschule und einem Verein, der sich aus der Elternschaft heraus gegründet hat. Ursprung ist die BRK-Mittagsbetreuung. Vorgesehen sind zwei Langgruppen für bis zu insgesamt 45 Kinder mit Betreuung bis 16.00 und eine Kurzgruppe mit Betreuung bis 14:00. Dafür stehen der Raum der ehemaligen BRK-Mittagsbetreuung und die Räumlichkeiten der Schule zur Verfügung. Im Unterschied zum Hort ist hier kein pädagogisches Personal tätig. Die Betreuung ist für die Eltern kostenfrei; das Mittagessen ist allerdings kostenpflichtig. Das Projekt wird von der Regierung von Oberbayern gefördert, die Gemeinde muss sich jedoch mit rd. 19.000 Euro beteiligen. Der Ausschuss regte an, in der nächsten Sitzung die Kinderbetreuung in Tutzing insgesamt, die Kapazitäten und deren Auslastung zu betrachten.

    Weitere Punkte der Sitzung:

    • Ab dem 01.01.2023 sind die Gemeinden verpflichtet, Umsatzsteuer zu berechnen und abzuführen. Dies führt zu erheblichen Aufwand in der Gemeindeverwaltung. Der Ausschuss beschloss daher einige Vereinfachungen: die Miete für Schaukästen für die Vereine wird nicht mehr berechnet, die bisherige Dienstleistung „Kopieren“ entfällt, der Thelinraum im Betreuten Wohnen kann von Vereinen kostenfrei genutzt werden, hier wäre auch eine stärkere Nutzung wünschenswert. Für gewerbliche Veranstaltungen kann den Raum kostenpflichtig gemietet werden.
    • Wenig bekannt war bisher, dass die Gemeinde Tuzing als freiwillige Leistung die Unterstützung bei online Rentenanträgen anbietet. Die endgültigen Berechnungen und Festlegung der Rentenhöhe finden erst bei der jeweiligen Rentenversicherung statt. In der Gemeinde wird lediglich online der Antrag gestellt, der mit entsprechenden Unterlagen an die Rentenversicherungen weitergeleitet wird. Die Verwaltung berichtete nun über die gestiegende Arbeitsbelastung durch die Erstellung dieser Rentenanträge. Einstimmig wurde beschlossen, den Tutzinger Bürgerinen und Bürgern weiterhin die Unterstützung für die Beantragung von Regelalters- und Hinterbliebenenrenten anzubieten, bei Fragen zu Kontenklärungen und Erwerbsminderungsrenten jedoch auf die Rentenberatung beim Landratsamt Starnberg zu verweisen.

    Unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes gab die Bürgermeisterin bekannt, dass aus dem Kreis der Gemeinderatsmitglieder ein/e Ansprechpartner/in für die Städtepartnerschaft gesucht werde. Die Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Balatonkenese bestehe seit 30 Jahren, ein Besuch dort sei für die Zeit vom 23. – 26. September 2022 geplant. Die Gilde plant am 14.08.2022 ein kleineres Seefest im Bleicherpark, nachdem das große Seefest im Kustermannpark nicht mehr zu stemmen sei. Der Verschönerungsverein möchte sein Fest im Thomapark am 16.07.2022 ausrichten.

  • „Wasser durch die Eisdiele“

    „Wasser durch die Eisdiele“

    „Wir müssen das Wasser lenken, sonst fließt es beim nächsten Starkregeneigeeignis die Traubinger Straße hinunter und direkt durch die Eisdiele“, so der gemeindliche Verkehrsplaner Benjamin Neudert auf der Informationsveranstaltung „Sanierung der Ortsdurchfahrt im Zentrum Tutzing“ am 02.05.2022 im Buttlerhof in Traubing. Um eine Lenkung des Wassers zu erreichen, werden bauliche Vorkehrungen getroffen, so etwa ein Hochbord an der Ecke Hauptstraße/Schlossstraße. Neben dem Verkehrsplaner und seiner Mitarbeiterin waren der Abwasserverband und das Staatliche Bauamt Weilheim vertreten. Diese sind zusammen mit der Gemeinde Tutzing die Bauherren. Der Abschnitt Ortszentrum reicht vom Schlösserweg am Gymnasium bis zum Ringseisweg (vgl. Beitragsbild). Wie groß ist nun eigentlich der Bauumfang, was wird von wem gemacht?

    • Gemeinde Tutzing: Erneuerung der Gehwege und Parkbuchten, Erneuerung der Einmündungsbereiche der Nebenstraßen, Umgestaltung „Marienplatz“, Erneuerung der Trinkwasserhauptleitung, Teilerneuerung der Trinkwasserhausanschlussleitungen, Herstellung Leerrohrnetz für Glasfaser, Erneuerung Bachverrohrungen (z.B. Wolfsgrubengraben)
    • Abwasserverband: Teilerneuerung Regenwasserkanal in offner Bauweise, Sanierung Regen- und Schmutzwasserkanal in geschlosseneer Bauweise (grabenlos), Teilerneuerung der Hausanschlussleitungen
    • Staatliches Bauamt: Erneuerung der Fahrbahn, Erneuerung der Lichtsignalanlagen, Erneuerung der Straßenentwässerungseinrichtungen
    • Bayernwerk: Erneuerung Erdkabel (Ortsnetz und Straßenbeleuchtung)
    • Telekom: Erneuerung Erdkabel

    Ab 18:30 war eine Informationsveranstaltung für die Tutzinger Gewerbetreibenden angesetzt. 22 Personen habe ich hier gezählt. Hier ging es weniger um Gestaltungsfragen als um die Erreichbarkeit der Ladengeschäfte, Parkmöglichkeiten der Kunden und die angekündigten Vollsperrungen von jeweils 3-4 Wochen. Für die abschließende Asphaltierung wird es auch Vollsperrungen geben – allerdings nur nachts. Hier sagte das Bauamt eine aktive Kommunikation und Rücksichtnahme zu. Die Zufahrten werden bis auf stundenweise Ausnahmen offen gehalten, versicherte ein Vertreter des Straßenbauamts. Ebenso werde es für jeden Anlieger nach einer Begutachtung durch Sachverständige ein Beweissicherungsprotokoll geben, um später mögliche Bauschäden nachweisen zu können. Um 20:00 war die Veranstaltung öffentlich zugänglich. Dabei habe ich 9 Besucherinnen und Besucher gezählt. Der Planer erläuterte Merkmale und Ziele der Gestaltung:

    • Verschmälerung des Fahrbahnbereichs auf 6.50 m, zusäzlich Anordnung von Grantzeilen zur weiteren „optischen“ Einengung“
    • Platzflächen mit Aufenhaltsqualität
    • Hervorhebung der Aufenthaltsfunktion durch Shared-Space-Bereiche an den untergeordneten Nebenstraßen; die Einmündungen werden hier gepflastert
    • Entsiegelung durch Realisierung eines Pflasterbelags mit offenen Fugen (Belag wie vor dem Gymnasium)
    • Barrierefreie Querungsstellen (z.B. am „Marienplatz“)
    • Räumliche Ordnung durch Herstellung von Parkbuchten
    • Hervorhebung der Erschließungsfunktion an Oskar-Schüler-Straße und Traubinger Straße (Einmündungen asphaltiert)
    • Notwasserwege zur Berücksichtigung von Starkregenereignissen (s.o)

    Zu nennen ist noch die Querungshilfe auf der Höhe der Hallbergerallee oder die zusätzliche signalisierte Fußgängerfurt nördlich des Fischergassl. Über 20 zusäötzliche Bäumen sollen gepflanzt werden. Die Landschaftsplanerin Monika Treiber aus Herrsching hatte die Standorte dafür ausgewählt; aus Richtung Norden kommend soll auf Höhe der Oskar-Schüler-Straße mit Bäumen eine Art Torwirkung erzielt werden. Die Zahl der Parkplätze wurde vom Verkehrsplaner mit 51-59 angegeben, davon auch einige auf der Starße, die z.B. nur zwischen 10-16 Uhr genutzt werden sollten; Parkplätze mit Elektroladestation werde es in der Hauptstraße nicht geben. Die weitere Möblierung mit Ruhebänken sowie die Situierung von Radstellplätzen sind noch nicht festgelegt.

    Zum zeitlichen Ablauf der Baumaßnahme äußerten sich Planer, Staatliches Bauamt und Abwasserverband verhalten. Im Herbst sollen Bayernwerk und Telekom beginnen, ihre Leitung unter den Gehwegen zu verlegen und die Gehwege provisorisch zu verschließen. Im Frühjahr 2023 würden dann die eigentlichen Straßenbauarbeiten beginnen – auch wenn der Abschnitt Nord noch nicht fertig sein sollte. 2024 erfolgten dann noch Restarbeiten.

    Um die Bürgerinnen und Bürger noch umfangreicher und genauer zu informieren, ist eine weitere Informationsveranstaltung zum Jahresende 2022 geplant.

     

  • GR: Ergänzung des Kinderbetreuungsangebots im Waldorfkinderhaus

    GR: Ergänzung des Kinderbetreuungsangebots im Waldorfkinderhaus

    Der Erweiterung des Waldorfkinderhauses in Tutzing um eine waldpädagogische Kindergartengruppe wurde in der Sitzung des Gemeinderats am 03.05.2022 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald einhellig begrüßt. Fabian Weidacher, Leiter der Einrichtung, stellte das Konzept vor, das bereits mit Planzeichnungen und Kosten unterlegt war. Vorgesehen ist ein Anbau an das bestehende Gebäude, eine Jurte sowie ein Fahrrad- und Müllhäuschen. Mit einem Kostenaufwand von ca. 250.000 Euro sollen hier 20 Kindergartenplätze geschaffen werden. Die Kosten je Platz von 12.500 Euro seien verhältnismäßig günstig. Personal sei vorhanden, so dass ein Beginn ab September möglich sei. Bis zur Fertigstellung werde eine Zwischenlösung mit einem Bauwagen angestrebt. Die Verwaltung wies darauf hin, dass die Genehmigung nicht einfach sei, so die entsprechenden Erfahrungen. Zudem seien die finanziellen Mittel im Haushalt der Gemeinde nicht eingeplant. Die Gemeinde wolle auch nicht Bauherrin der Jurte sein, die somit aus Spenden finanziert werden müsste. Einstimmig wurde – unter Haushaltsvorbehalt – der Erweiterung ders Kinderhauses zugestimmt. Das Konzept soll in die Änderung des Bebauungsplans Nr. 83 „Kindertagesstätte Traubinger Straße 67“ eingearbeitet und die baulichen Anlagen eingezeichnet werden. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans werde nach Westen erweitert.

    Weitere Punkte der Sitzung:

    • Vor einem etwaigen Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 106 für den Bereich Neustätterstraße/Waldschmidtstraße berichtete die Verwaltung von dem Durcheinander im Vorfeld. Wie bekannt, hatte der Bauausschuss ein Bauvorhaben in der Waldschmidtstraße 19 (Neubau Mehrfamilienhaus mit fünf Wohneinheiten) und eines in der Neustätterstraße (Aufstockung einer Doppelhaushälfte) abgelehnt. In beiden Fällen sah das Landratsamt dies mit Begründung anders und wollte die Baugenehmigungen erteilen. Im zweiten Fall hatte die Bürgermeisterin den Bauantrag eilbedürftig genehmigt. Im ersten Fall sollte ein Antrag auf Zurückstellung des Baugesuchs für 12 Monate dem Gemeinderat mehr Zeit zur Vorbereitung des Bebauungsplans geben. Zum einen gewährte das Landratsamt Starnberg keine Fristverlängerung über den 29.04.2022 hinaus, damit der Antrag im Gemeinderat noch einmal hätte diskutiert werden können. Dazu, und dies ist ein Novum, genehmigte das Landratsamt den Bauantrag am Tag der Gemeinderatssitzung und informierte zwei Stunden vor Beginn der Sitzung!! Das Vorgehen des Landratsamts sei nicht zu verstehen, meinte die sichtlich aufgebrachte Bürgermeisterin. Die lösungsorientierte Zusammenarbeit mit dem Landratsamt sei schwierig geworden. Der Kreisbaumeister werde zu einem Gespräch eingeladen.
      Anschließend erläuterte Stadtplanerin Lydia Knözinger-Ehrl die ersten Überlegungen zum Bebauungsplan. Nach Ortsbesichtigung falle auf, dass zahlreiche Hinterlieger an der Neustätter- und der Waldschmidtstraße über teilweise schmale Privatwege erschlossen seien mit den bekannten Problemen für Rettung, Feuerwehr und Entsorgung. Das Gebiet verfüge über ein hohes Nachverdichtungspotential. Städtebauliches Ziel soll neben der Sicherung des bestehenden Ortsbildes dann auch die maßvolle Nachverdichtung in Abhängigkeit von der bestehenden infrastrukturellen Kapazität sein. Der Gemeinderat nahm die Ausführungen des Planungsverbands zustimmend zur Kenntnis und übertrug das Verfahren an den Bau- und Ortsplanungsausschuss.
    • Einstimmig genehmigte der Gemeinderat nachträglich die eilbedürftige Entscheidung der Bürgermeisterin, dem Antrag auf Baugenehmigung zum Neubau eines Mehrfamilienhausers mit Tiefgarage in der Waldschmidtstraße 19 das gemeindliche Einvernehmen weiterhin zu versagen. Die Entscheidung war erforderlich wegen des Fristablaufs am 29.04.2022. Inzwischen wurde die Baugenehmigung vom Landratsamt erteilt (s.o.)
    • Ebenso enstimmig genehmigte der Gemeinderat nachträglich die eilbedürftige Entscheidung der Bürgermeisterin, den Antrag auf Baugenehmigung für die Aufstockung der bestehenden Doppelhaushälfte in der Neustätterstraße 10c zu genehmigen und den Beschluss mit Ablehnung aufzuheben.
    • Zum Antrag auf 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 78 „Ortszentrum“, Teilbebauungsplan 2, für das Gebäude in der Hauptstraße 56 gab es bereits einen zustimmenden Empfehlungsbeschluss des Bau- und Ortsplanungsausschusses vom  26.04.2022. Lt. Verwaltung lag hier ein kleiner Fehler im Bebauungsplan vor. Die Wiederkehr war im festgesetzten Bauraum mit einer Tiefe von 1 Meter verzeichnet, im Text jedoch nur mit 0,50 Meter. Die textliche Änderung wurde von der Verwaltung vorbereitet. Der Gemeinderat beschloss (1) die 1. Änderung auf der Grundlage der Ausarbeitung der Gedmeoindeverwaltung und billigte (2) die 1. Änderung des Bebauungsplans mit Begründung in der Fassung vom 03.05.2022. Die Verwaltung wurde mit der Auslegung beauftragt, das Verfahren wurde an den Bau- und Ortsplanungsausschuss übertragen.
    • Der Bebauungsplan Nr. 81 „Schulstraße Traubing“ wurde im Jahr 2012 gefasst und bislang nicht weitergeführt. Der Anlass seitens eines Bauwerbers war entfallen. Der Gemeinderat fasste einstimmig den Aufhebungsbeschluss. Ein vorheriges Auslegungsverfahren hatte sich als nicht erforderlich erwiesen.
    • Nachfolgend wurde auch die 25. Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich „Schulstraße“ aufgehoben.
    • Im Landkreis Starnberg werden vermehrt Nature Guides eingesetzt, die in touristischen Regionen über das Verhalten in der Natur aufklären. Auf Einladung präsentierte Christoph Winkelkötter, Geschäftsführer der gwt Starnberg GmbH, das Konzept. Es geht, kurz gesagt, darum, die „Naturnutzer auf den richtigen Weg zu bringen“. Die Initiative wird durch das Landratsamt Starnberg, den BUND Naturschutz, den Landesbund für Vogelschutz, den Bayerischen Bauernverband und der Kreisgruppe Starnberg in Bayerischen Jagdverband getragen. Begonnen hat es 2021, in diesem Jahr sind die Nature Guides (keine „Ranger“) seit dem 15. April unterwegs. Aktuell sind es 12, davon 6 neue Guides. Die gwt wirbt dafür, Tutzing in ihr Portfolio aufzunehmen. Die Bürgermeisterin verweis auf die Tutzinger Gebiete Deixlfurt, Ilkahöhe, Auweiher. Der Gemeinderat befürwortete einstimmig die Teilnahme.
    • Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt. die Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik für die Feuerwehr Traubing durchzuführen. Es handelt sich um die Ersatzbeschaffung für den Tragkraftspritzenanhänger aus dem Jahr 1961 und den Mehrzweckanhänger aus dem Jahr 1983. Im Haushalt 2022 sind für Ausschreibung und Fahrgestell 99.000 Euro eingestellt. In der mittelfristigen Finanzplanung sind weitere 100.000 Euro enthalten.
    • Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass sich die Gemeinde Tutzing der Dienstleistung „Zentrale Beschaffungsstelle“ des Zweckverbands Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland anschließt. Der Haupt-, Finanz- und Werkaussschuss hatte sich bereits in seiner Sitzung am 06.04.2022 mit dem Thema befasst und einen einstimmigen Empfehlungsbeschluss gefasst. Gemeinderatsmitglied Florian Schotter berichtete von guten Erfahrungen aus Starnberg und Murnau. Die Zentrale Beschaffungsstelle wird Ausschreibungen für die Gemeinde Tutzing durchführen.
    • Der Tagesordnungspunkt 13 „Südbad Tutzing – Haftungsfragen“ wurde von der Bürgermeisterin abgesagt, weil die Vertragsangelegenheiten mit dem Pächter nichtöffentlich behandelt würden. Haftungsfragen seien geklärt worden, zukünftig werde kein Eintritt verlangt.

     

     

     

     

  • Kanalsanierung in der Ortsmitte für 3,4 Mio. Euro

    Kanalsanierung in der Ortsmitte für 3,4 Mio. Euro

    In der 131. Verbandsversammlung des Abwasserverbands Starnberger See am 28.04.2022 wurde einstimmig die Projektgenehmigung für die Sanierung bzw. Erneuerung der Niederschlagwasserkanäle im offenen Kanalbau im zweiten Bauabschnitt „Ortszentrum“ erteilt. Dabei geht es um Projektkosten von insgesamt 3,4 Mio. Euro, davon Baukosten in Höhe von 2,4 Mio. Euro. Die Straßenentwässerung muss erneuert werden, die nicht vorhandene Vorreinigung muss nachgerüstet werden, damit das Niederschlagswasser in den See geleitet werden kann; ein Regenrückhaltebecken gibt es nicht. Der Zeitplan sei noch nicht fertig abgestimmt. Aufgrund der steigenden Entsorgungspreise und der hohen Aushubmassen der offenen Bauweise werden weitere Sanierungen von Niederschlagswasser- und Schmutzwasserkanälen ab 2023 grabenlos durchgeführt.

    Wie hier berichtet, begann am 01.01.2022 die neue Kalkulationsperiode für die nachstehenden Gebühren:

    • Schmutzwasser 3,60 Euro/m³
    • Niederschlagswasser 1,12 Euro/m² abflusswirksamer Fläche

    Dies bedeutete eine Erhöhung von 10,4% bzw. 13,1% gegenüber der Vorperiode. Die Gebühren gelten für rd. 61.000 Einwohner des Einzugsgebietes und ein Kanalnetz mit einer Länge von rd. 600 km.

    Dr. Stephanie Rapp-Fiegle, die neue Geschäftsleiterin des Abwasserverbands, gab ihren ersten Jahresrückblick. Für das Jahr 2022 wurde dann ein Volumen von rd. 31 Mio. Euro für den Verwaltungs- und Vermögenshaushalt genehmigt. Die Investitionen von rd. 10 Mio. Euro werden sämtlich fremdfinanziert, Zins und Tilgung für die aufgenommenen Kredite werden aus den Abwassergebühren finanziert. Zum Jahresende 2022 werden Finanzschulden in Höhe von rd. 61 Mio. Euro erwartet. Großes Thema in der näheren Zukunft wird die Sanierung der Kläranlage sein (zuletzt im Jahr 2000). Dazu haben die Planungsarbeiten begonnen, es werden neue Techniken geprüft, auch um den Energiebedarf der Anlage zu senken. Zur Finanzierung dieser Investiton sind in der mittelfristigen Finanzplanung in den Jahren 2026 und 2027 Kreditaufnahmen von jeweils 10 Mio. Euro enthalten.

    Nach verschiedenen Projektgenehmigungen, u.a. auch für Arbeiten am Tunnel Starnberg, präsentierte der Verband routinemäßig den Fremdwasserbericht. Es wurden weitere 20 km Schmutzwasserkanäle und 5 km Anschlussleitungen untersucht. Bis Ende 2021 waren damit 440 km Kanalstrecke mit Kameras inspiziert und 41 km Hauptkanäle mit elektronischem Kanalspiegel aufgenommen. Parallel wurden einfache Sichtprüfungen für 6.440 Kanalschächte durchgeführt. Das Regenwasserkonzept für Tutzing sei abgeschlossen. Bei den privaten Haushalten in Tutzing seinen bislang 263 Grundstücksentwässerungsanlagen (GEA) untersucht worden. Hier habe es sich bewährt, das der Abwasserverband vermehrt von externen Dienstleistern auf Eigenleistung umgestiegen ist und damit auch schwierige Fälle erfolgreich bearbeiten kann.

    Beitragsbild © Abwasserverband Starnberger See

  • Heute: Information zur Ortsdurchfahrt!

    Heute, am Montag, 02.05.2022, findet im Festsaal des Buttlerhofs in Traubing eine Informationsveranstaltung der Gemeinde zur Bauabschnitt Mitte der Hauptstraße statt. Der gemeindliche Verkehrsplaner, Benjamin Neudert, wird im Auftrag der Gemeindeverwaltung die „Sanierung der Ortsdurchfahrt im Zentrum Tutzing“ erläutern. Der Abschnitt reicht vom Schlösserweg beim Gymnasium bis zum Ringseisweg.  Neben der Bürgermeisterin werden Vertreter des Staatlichen Bauamts Weilheim und des Abwasserverbands anwesend sein. Die Veranstaltung ist zweigeteilt:

    • Für Gewerbetreibende von 18:30 Uhr bis 19:45 Uhr
    • Für die Öffentlichkeit von 20:00 Uhr bis 21:15 Uhr

    Bitte die FFP2-Maske nicht vergessen!