Der Minigolfplatz wurde wieder aktiviert und das ist ein „tolles Beispiel bürgerschaftlichen Engagements“, so die 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Werkausschusses (HFWA) am 24.10.2023. Geschäftsleiter Marcus Grätz erläuterte die Historie, angefangen von der Sitzung des Gemeinderats am 17.11.2020 und den nachfolgenden Interessenbekundungen und eingereichten Konzepten. In der Ausschusssitzung am 09.03.2021 wurde dann der Beschluss vom 17.11.2020 wieder aufgehoben, um in eine Klärung mit dem Landratsamt zu gehen, was zukünftig an der Minigolfanlage möglich sei. Danach gab es wegen Corona mehr oder weniger Stillstand. Für die Sitzung am 15.02.2023 hatte Ratsmitglied Ludwig Horn das Thema auf die Tagesordnung gebracht. Dabei stellte sich aus heraus, dass das Grundstück nicht mehr zur Gegenfinanzierung der Sanierung der Mittelschule benötigt wurde. Ebenso war für die Flüchtlingsunterkunft eine andere Fläche gefunden worden. So kam es dann zu der Überlegung, die Entwicklung der Minigolfanlage in das ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) zu integrieren, dessen Umgriff auch dieses Gelände einschl. des Südbads umfasst. In der Sitzung am 09.05.2023 wurde dann entschieden, die Minigolfanlage für fünf Jahre zu verpachten, um dem Pächter eine gewisse Planungsicherheit zu geben. Eine Arbeitsgruppe hat mit viel Initiative das Gelände und die Bahnen hergerichtet. Inzwischen hat die Gruppe auch einen Verein gegründet, der nun als Pächter die Anlage für die nächsten fünf Jahre betreiben wird. Insgesamt ein erfreuliches Ergebnis, ein herzlicher Dank an die Initiatoren!

Weitere Punkte der Sitzung:

  • Die Vorstellung des neuen Schulleiters der Mittelschule wird nachgeholt.
  • Die Bürgermeisterin berichtet von der Reise einer 32-köpfigen Gruppe in die Partnerstadt Bagnères-de-Bigorre vom 29.09. – 03.10.2023. Sie verband dies mit der herzlichen Einladung an die Mitglieder des Gemeinderats, verstärkt mitzumachen. in 2025 wird die Partnerschaft 50 Jahre bestehen.
  • Die Verwaltung berichtete über die Tätigkeit des Sicherheitsdienstes. In der Zeit vom Anfang Juli bis Ende September gab es an insgesamt 14 Tagen Rundgänge in den gemeindlichen Park- und Grünanlagen und weiterer Orte (z.B. Bahnhof). Die Kontrollen wurden an wechselnden Tagen zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt. Insgesamt war es eine ruhige Saison, es wurde wenig Hinweise gegeben, eher Kleinigkeiten. Das Lagern der Badenden lasse sich nicht eingrenzen, manchen fehle einfach die Sensibilität, sich zum Beispiel nicht auf die schmale Grundfläche vor der Terrasse des Midgardhauses zu legen. Der zunehmende Müll im öffentlichen Raum sei ein allgemeines Thema. Der Sicherheitsdienst soll auch 2024 eingesetzt werden. In der Tat hat Tutzing hier aber kein größeres Problem.
  • Zur Förderung eriner Quartiersmanagerin bzw. eines Quartiermanagers gab die Verwaltung folgenden aktuellen Sachstandsbericht: Ende März 2023 habe ein Termin mit Vertretern verschiedener Senioreneinrichtungen stattgefunden. Im Mai gab es einen Aufruf in den Tutzinger Nachrichten, an einer Umfrage teilzunehmen. Die Resonanz war gering. Seit Juli 2023 werde ein Konzept erstellt, bis zum Jahresende solle der Förderantrag eingereicht werden.

Unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes gab die Bürgermeisterin bekannt, das bauliche Veränderungen an der geplanten Flüchtlingsunterkunft einen neuen Bauantrag erforderten. Den vom Landratsamt kommunizierten Bezug der Anlage im Februar 2024 hielt sie für unrealistisch, ein Baubeginn zu diesem Zeitpunkt möglich. Es werde für die Flüchtlinge Sozialpädagogen an vier Tagen geben, einen Unterkunftsbetreuer sowie einen Hausmeister. Der ökomenische Unterstüzerkreis bereite sich inzwischen vor. Es werde auch eine Schulung für Integrationshelfer geben. Mit einem Aufruf dazu sei jedoch erst im Januar 2024 zu rechnen.

 

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