Schlagwort: Roncallihaus

  • Was ist gerecht?

    Gerechtigkeit sei der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält, meinte Aristoteles vor ca. 2350 Jahren. Wie denken wir heute darüber? Gibt es sie noch, die Gerechtigkeit? Im Rahmen der „Vorträge und Gespräche im Roncallihaus“ wird Karlheinz Fuchs, Diplom-Ingenieur, Kunstmaler und Philosoph in Tutzing, an drei Abenden der Frage nachgehen, wie sich das Denken in dieser heute nach wie vor bedeutenden Frage seit der Antike verändert hat. Ist Gott gerecht? Wusste Adorno Bescheid? Hatte Kant Recht? Steckt im Diskurs die Ethik, die Habermas als Schritt zur Gerechtigkeit sah? Drei spannende Abende stehen uns bevor: 8.2./14.2./22.2.2017, jeweils um 19.30 Uhr im Roncallihaus. Eintritt frei.

     

     

  • Flucht – immerdar…

    Unser Planet hat mit den Menschen gleichzeitig die Flucht geschaffen: Seit unendlichen Zeiten fliehen Menschen vor Klimakatastrophen, vor Hungersnöten, vor Feinden. Wer flieht hat keine andere Chance. Immer nahmen die Fliehenden die Gefahr des Todes auf sich. Auch heute. Wir sehen es täglich im Fernsehen und wir wundern uns über Stellungnahmen von Politikern, die wohl nie gelernt haben, Humanität zu buchstabieren. Am 15. Januar 2017 um 11.30 Uhr eröffnet Pfarrer Peter Brummer im Roncallihaus die Ausstellung “ „Fluchtpunkte“. Die Tutzinger Künstlerinnen Christa Dickmann und Julia Reich haben seit Jahren versucht, in ihren Arbeiten das Thema Flucht eindringlich bildhaft zu machen. Jede auf ihre Weise. Die Ausstellung ist wohl auch ein „Dankeschön“ an Pfarrer Brummer und seine stillen Mitwirkenden, die sich seit dem ersten Tag der Flüchtlingskrise für die Schutzsuchenden eingesetzt haben.

     

  • On the Road

    So nennen die Tutzinger Künstlerin Christa Dickmann und ihre in der Schweiz lebende Schwester und Fotografin Martha Jordan ihre gemeinsame, Aufsehen erregende Ausstellung im Roncallihaus. Denn „on the road“ ist wie „boat people“ inzwischen Synonym für Flucht aus Verzweiflung. So zeigt die Ausstellung offenbar harmlose, ja friedliche Fotos aus dem nahen Osten, wo noch kein Terror zu spüren ist und daneben Fotos eines ausgebrannten Fluchtbootes und die berührenden Grafiken von Christa Dickmann zum Thema Flucht.

    Mit inzwischen über 40 Flüchtlingen aus dieser Region haben wir Tutzinger täglich das Unglück dieser Menschen vor unserer Haustür. Ein Besuch der Ausstellung lässt uns deren Schicksal aber „hautnäher“ erspüren, als die Nachrichten in der Zeitung.