Schlagwort: Bahnhofstoiletten

  • Bahnhofstoiletten

    Regelmäßig kommt die Frage nach den Bahnhofstoiletten, in der letzten Sitzung des Gemeinderats  am 06.03.2018 vom Gemeinderat Wolfgang Marchner (Bürger für Tutzing): Wie steht es um die nicht benutzbaren Bahnhofstoiletten und das Erscheinungsbild des Bahnhofs an sich? Mehrfach hatten wir das Thema schon hier auf der Homepage.

    Die Bernrieder machen es uns vor: Die König-Ludwig-Strecke mit ihren unbedingt erhaltenswerten Bahnhöfen ist jetzt aus Sicht niederländischer Eisenbahnfans und König-Ludwig-Verehrer wieder um ein Stück attraktiver geworden!

    Gehört es doch zum Bürgermeister-Anforderungsprofil: Blick in die Nachbargemeinden im Sinne von Best Practice! Auf deutsch: Was können wir von den Nachbarn lernen?

    Der Possenhofener Bahnhof ist gerettet, der Bernrieder Bahnhof gerettet, der Feldafinger Bahnhof gerettet! Wir sind umgeben von geretteten Bahnhöfen.

    Jetzt fehlt nur noch der Tutzinger Bahnhof. Wie steht es denn um diesen, nachdem die Wahl gewonnen und die Geheimnisse endlich offengelegt werden können? Was ist der Inhalt der „laufenden Gespräche“?

  • Da stinkt a ma!

    Ich hab’s noch immer nicht verwunden: Da schenkt beim politischen Abend eine CSU-Landtagsabgeordnete dem Horst Seehofer im Tutzinger Festzelt ein Modell des Feldafinger Bahnhofs zur Ergänzung der berühmten Spielzeugeisenbahn im Keller seines Ingolstädter Heimes.

    Jeder hätte verstanden, wenn die Tutzinger Kreisvorsitzende der CSU, Stefanie von Winning, ihrem Häuptling ein Modell des Tutzinger Bahnhofs geschenkt hätte. „Tolle Idee“ hätten wir Tutzinger gesagt, und „typisch für die Kreativität der CSU“. Aber Pfeifendeckel: den Feldafinger Bahnhof nahm er entgegen, aus der Hand von Ute Eiling-Hütig. Was mag er da gedacht haben, der Chef? „Ob die Dame mit dem Doppelnamen vielleicht was verwechselt hat?“ Schließlich wußte er ja, dass er in Tutzing war…

    Die Geschichte erschien mir und vielen anderen undurchschaubar. Bis gestern. Für Seppi, der jeden Tag nach und von München pendelt, war die Geschichte aber logisch: „Der Feldafinger Bahnhof ist von der Gemeinde gekauft und renoviert worden und hat ein Clo, ein sauberes. In dem von der Gemeinde nicht gekauften und unrenovierten Tutzinger Bahnhof aber stinkt es teuflisch aus dem seit Jahren zugesperrten Clo. Soll sich ein bayerischer Ministerpräsident etwa so `nen Scheiß zum Geburtstag schenken lassen“. Danke, Seppi, so weit habe ich nicht gedacht. Jetzt stinkt’s ma no mehr!

    Euer Franz Bimslechner

     

     

  • Bahnhofstoiletten – wir bleiben dran!

    Bahnhofstoiletten – wir bleiben dran!

    Tutzing befindet sich nun in Sachen Bahnhof in einer sehr heiklen Situation. Ein Entgegenkommen der Bahn ist nicht zu erwarten; zumindest haben sich der Vorstandsvorsitzende und der Aufsichtsratsvorsitzende so durch einen für Bayern zuständigen DB-Verantwortlichen erneut geäußert. Inwieweit die Schlagkraft hiesiger Kommunalpolitiker ausreicht, mit Hartnäckigkeit an der leidigen Bahnhofsangelegenheit dranzubleiben, wird sich zeigen, sobald der Gemeinderat mit Verwaltung willens ist, sich der Angelegenheit nachhaltig anzunehmen.

    Reicht das Einsichtsvermögen derzeitiger Amtsträger nicht aus, müssen die Tutzinger selbst vermutlich etwas intensiver als bisher auf ihre Mandatsträger zugehen. Im Volksmund nannte man das früher, jemanden zum Jagen zu tragen.

    Die Bundesbahn übersieht immer häufiger, welchen Auftrag aus dem Grundgesetz heraus sie hat und welche Verantwortung die oberste Führung und deren Kontrollgremien haben.

    Interessanterweise könnte sich ein Weg anbieten, der im Internet unter „Sechs populäre Mythen über Bahnhöfe“ zu finden ist. In dem Sinne werden wir mit der Bahn noch einmal sprechen müssen.

  • Bahn braucht keine Bahnhofstoilette!

    Im März 2017 wandte sich die TUTZINGER LISTE direkt an den Bahnvorstand Ronald Pofalla. Anlass: Der miserable Zustand des Tutzinger Bahnhofs. Genauer: Seit Oktober 2016 gibt es keine Toiletten im und um den Bahnhof herum.

    Auffallend war auch ein Zeitungsartikel über das neue Café Käthe. Darin beschwerten sich die Betreiber (mit Recht) über den starken Ansturm von Reisenden, die das Lokal ausschließlich als Toilette benutzen möchten. Sie machten damit  ebenfalls sehr wirksam auf die Situation des Bahnhofs aufmerksam. Wer einmal genauer im Gebäude – auch außerhalb der Gebäude – herumschnüffelt, wird jede Menge Beweise riechen und sehen.

    Wir baten Herrn Pofalla schriftlich und der Lage deutlich angemessen um eine unterstützende Kenntnisnahme, damit in Tutzing ankommende Reisende nicht mehr weiterhin mit einem derart schäbigen Erscheinungsbild einer ehemals doch sehr angesehenen Bahnhofsstation  konfrontiert werden müssen.

    Ende April erhielten wir nun Post von der Bahn: Die Bahn beschreibt den „erst 2013 barrierefrei ausgebauten“ Tutzinger Bahnhof „…in einem sehr guten Zustand…“ Lediglich das Empfangsgebäude befinde sich im „Verkaufsportfolio“ der DB. Es stehe in keinem „…wirtschaftlichem Verhältnis für die DB, hier Investitionen zu tätigen…“ Es seien die Toiletten aufgrund von Vandalismus geschlossen worden“. Und: „…. möchte jedoch noch erwähnen, dass das Vorhalten von Toiletten an Bahnhöfen dem kommunalen Wirken zuzuordnen ist…“

    Man kann die Botschaft an uns heraushören: Bahnangelegenheit sind nur Zug, Gleise und Bahnsteige. Die Fahrgäste sollen zahlen und sich alles weitere verkneifen.

    Und wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, eine Gaststätte betreiben, verstehen Sie bitte die Nöte mancher mit der Bahn angereister Gäste Tutzings. Sie werden es Ihnen danken. Mit der „freundlichen Toilette“ wurde bereits ein Beginn der Selbsthilfe gestartet.

    Wir bleiben dran!

     

    PS:  Den offiziellen Bahnhof-Steckbrief finden Sie hier.