Monat: Oktober 2013

  • Kommentar: Ich bin dagegen

    Es ist für Frau Merkel nicht lustig zu erfahren, dass ihr Handy von den Amis abgehört wird. Wie blöd wird sie sich erst fühlen, wenn sie erfährt, dass die Russen und Chinesen und alle anderen Geheimdienste dieser Welt das auch machen? Da haben es unsere Gemeinderäte besser: Die hört keiner ab – und am besten hört man dem einen oder anderen auch gar nicht zu.

    Am Samstag, am Markt, stand ich zufällig daneben, als einer von der Tutzinger Liste die Leute um Unterschriften anbettelte. Unterschriften für den Bau des von der Bahn verweigerten Lifts an der Behringerstraße, also „Bahnhof West“… so nach dem Motto: „gemeinsam sind wir stark und bringen der Bahn schon noch bei, was ‚barrierefrei’ wirklich bedeutet.

    Dann kam ein Gemeinderat. „Nein“, sagte er zu dem Bettler, „da unterschreibe ich nicht. Da hätte doch der Bürgermeister von Anfang an …“ – tja, dachte ich mir, das kenne ich doch. Selber nichts zur Änderung, vielleicht sogar Verbesserung der Situation beitrage, aber schnell einen Schuldigen finden. Dieser ortsbekannte Meckerator ist also gegen eine Bürgerinitiative die sich gegen die Bahn richtet (und für einen Lift am Bahnhof für 2/3 der Tutzinger Bevölkerung). Warum?  Weil er dem Bürgermeister eine auswischen will.

    Ich bin dagegen, dass solche Typen Gemeinderat sind. Ja, dagegen bin ich.

    Ihr

    Franz Bimslechner

  • Kommentar: Unser Gemeinderat zeigt Flagge!

    Und das ist gut so. Insbesondere bei Fragen grundsätzlicher Art. Zur Grundsatzfrage hat sich nämlich über Jahre hinweg das Thema Geschwindigkeitsreduzierung entwickelt. Der Presse war jüngst  zu entnehmen, dass die sog. 30er-Regelung in Tutzing ein Fleckerlteppich sondergleichen ist und die Dinge als bürokratisches Monster beschrieben werden.
    Alles, was Rang und Namen hat, hat sich in den letzten Monaten tief in das Thema hineingekniet; z.T. sogar das Ohr am Boden gehabt (übrigens eine unbequeme Haltung und für den Zuschauer ein seltsames Bild). Und nun scheinen Landratsamt und Polizei Vorstellungen zu entwickeln, die irgendwie nicht in Tutzinger Realitäten passen. Jetzt also ein Aufschrei sogar derjenigen, die sonst nur im Gemeinderatssessel herumliegen und wenig bis nichts sagen.

    Wer aber seit über drei Jahren die leidige 30er-Diskussion verfolgt (hie die Anhänger der Waffenlobby, dort die ideologiebehafteten Gegner), reibt sich verwundert die Augen. Die ortsbekannten Freiheitskämpfer bis hin zu deren Lobby bei Polizei und Landratsamt waren nämlich ursächlich an dem, was nun in der Presse stand, aktiv beteiligt. Da wurde sogar vor wichtigem Kreis wie dem Gemeinderat davon gesprochen, dass man nicht tun solle, was der geschundene Autofahrer nicht akzeptiert.

    Über drei Jahre hinweg wurde herumgemurkst, beachtlich viel Geld zum Fenster rausgeworfen und auf einer Gemeinderatssitzung im Frühsommer 2013 meinte man, den Gordischen Knoten durchgehauen zu haben, indem von allen Vorschlägen immer nur ein bisschen entschieden wurde. Und nun merkt der Gemeinderat, dass “ein bisschen“ und “ein bisschen“ vom Gesamtergebnis her halt nur “ein bisschen“ ist. Keinesfalls aber ein Durchbruch von Bestand.

    Bei den vielen Rumeiereien des Gemeinderats war immer die Presse mitanwesend. Ist deren Gedächtnis von gleicher Halbwertszeit wie das einzelner Gemeinderäte, die heute das bejammern, was sie selbst seinerzeit mitentschieden?

    Mehr Ehrlichkeit bei der 30er-Diskussion wäre angebracht. Vielleicht werden unsere Gemeinderäte aufmerksamer und entscheidungsstabiler, wenn möglichst viele Tutzinger bei diesen vielleicht sogar lebenswichtigen Fragen im Zuhörerraum säßen.

    Erneut: Gemeinderatssitzungen gilt es zu besuchen und nicht nur über die Zeitungen darüber sich zu informieren.

    Mit Verlaub und Freude, dass Sie bis hierher gelesen haben

    Ihr Josef Bimslechner

  • Kommentar: Wie’s der TL geht? Natürlich gut!

    Es ist doch schön, wenn sich die Öffentlichkeit so allmählich mit der TL anfreundet. Die Wahrnehmung äußert sich von “schön, dass es Euch gibt“, “Ihr habt eh keine Chance“ bis hin zu “Konzeptlosigkeit“. Es wäre aber viel schöner, die TL würde stärker auf den Gemeinderat einwirken können. Wovon lässt sich heutiger Gemeinderat eigentlich noch beeindrucken? Von sich selbst, sonst würde er nicht solche Schoten abliefern wie jüngst. Selbst beim Reißen der Dinge aus dem Gesamtzusammenhang sind folgende Formulierungen ein Hinweis auf die Denk- und Handlungskunst unserer Vertreter im Gemeinderat.

    Hammer Nr. 1: Ich bin dagegen, die Arbeitsplatzschaffung mit Wohnraumgewinnung zu verkoppeln, weil ich dafür bin, dagegen zu sein, wir sollten aber Arbeitsplätze mit Wohnraumzurverfügungstellung koppeln.
    Aha, so kompliziert ist das also. Die Reaktion seines Kollegen in dessen einmalig klarer Antwortstruktur sprach daraufhin von grundlegenden Globalüberlegungen und generellen Grundsatzentscheidungen zur Entkopplung der Verkopplung!

    Hammer Nr. 2: Stellt ein Gemeinderat erst während der Sitzung fest, er sei nicht mit vorbereiteten Unterlagen versehen worden, wieso merkt er das erst nach Beginn der Sitzung?

    Hammer Nr. 3: Zu Sitzungsbeginn (die Glocke war noch zu hören), meldeten sich vier Räte mit Anträgen zur  Geschäftsordnung zu Wort!

    Hammer Nr.4:  Ein nicht unbedeutender Gemeinderat eröffnet seinen Beitrag mit dem Hinweis, er möchte jetzt einen konstruktiven Beitrag leisten! Bewundernswert ist die Präzision dieser Ankündigung, hat er etwa sonst destruktive Beiträge geleistet?

    Vermutlich hat die Erkenntnis, das  gemeinderätliche Tun auch als Umgang mit Steuergeldern zu verstehen, unsere Vertreter hellwach gemacht. Man beginnt das Handeln in Werte zu kleiden. Auch schön; aber immer nur auszurechnen, aus welchem Fenster gerade das Geld geworfen wird, ist irgendwann langweilig. Immerhin hat der Gemeinderat bei letzter Sitzung 30 min zu Beginn für Verfahrensfragen spendiert. Das entspräche neun Stunden Blindleistung bei einem Mindestlohn von € 8,50/Stunde … das dürfte verkraftbar sein…, oder? Lt. Presse erhält der beauftragte Jurist allerdings € 230/h.

    Zur Öffentlichkeit gehört auch die Presse, die sich in professioneller Form über die TL und deren Informationsgewinnung die Schreibfeder zerbricht. Wieso kommt ein Teil der Presse nicht auf die Idee, anzunehmen, einzelne Tutzinger wären in der Lage, selbst vor- und nachzudenken bis hin zum Analysieren von Zahlen? Da wird zu große Nähe zum Dorfschulzen vermutet, auch ein Durchstechen wird wissend angedeutet. Woher weiß die Presse eigentlich, was nichtöffentliche Sitzungen zum Inhalt haben?

    Mein letzter Aufruf, Tutzinger dazu zu bewegen, in großer Zahl die Gemeinderatssitzungen zu besuchen, kam wohl erst teilweise an. Denn der Gedanke zog noch nicht so richtig, viele Zuhörer würden als stilles Korrektiv die Arbeit des Gemeinderats unterstützen.
    Auf geht’s ins Gespräch mit den Gemeinderäten. Inzwischen gibt’s für Zuhörer sogar Erfrischungen. Wer hat die eigentlich gesponsert? Etwa der sparsame Dorfschulze? Darf der das?

    Ihr Josef Bimslechner

  • Tutzinger Liste Jetzt auch in facebook

    Eine Anregung ist umgesetzt worden:

    Die Tutzinger Liste ist jetzt auch auf Facebook vertreten:

    Unter:https://www.facebook.com/tutzinger.liste

    können die  Neuigkeiten und Infos der Tutzinger Liste zusätzlich gesehen, gelesen und kommentiert werden.

  • Unterschriftensammlung für den sofortigen Bau des Aufzugs am Tutzinger Bahnhof west gestartet

    Gestern am 19. Oktober um 11.30 Uhr startet die Tutzinger Liste mit einer Demonstration am Tutzinger Bahnhof West eine Unterschriftensammlung für den sofortigen Bau des dritten Aufzugs am Bahnhof west in Tutzing. Die Aktion fand unter vielen Bahnreisenden, die u.a. mit Kinderwagen und viel Gepäck den Zug von Seiten des Parkplatzes west erreichten uneingeschränkte Zustimmung. 

  • Radweg von Tutzing nach Kampberg

    Die  Tutzinger Liste, organisierte eine „Radl-Demo“ für den Bau des Radweges von Tutzing nach Kampberg, am Dienstag 8.Oktober kurz vor der Gemeinderatsitzung. Die ca. 35 Teilnehmern vor dem Rathaus haben für viel Aufmerksamkeit gesorgt.

    Dies und  der anschliessende Besuch der TeilnehmerInnen der TL  an der Gemeinderatssitzung haben unserer Ziel den Bau des Radweges trotz hoher Kosten sehr deutlich gemacht. Die Kosten dafür sind hoch, das ist uns allen bewusst, doch  dagegen steht Sicherheit für Alle, die den Radweg benutzen werden und das ist sehr viel mehr wert.

    Anmerkung der Red: Mit dem Radweg und der Sitzung befasst sich auch unsere Kolumne

    131009_SZ: Radldemo vor dem Rathaus: Keiner ist schuld

  • Für einen 3. Aufzug am Bahnhof westlicher Aufgang Tutzing

    Für einen 3. Aufzug am Bahnhof westlicher Aufgang Tutzing

    Am Samstag, den 19.Oktober um 11.30 am Bahnhof Tutzing, Aufgang West, freuen wir uns auf einen rege Beteiligung an der Demo zur Unterstützung unserer Forderung nach einem komplett barrierefreien Zugang zum Tutzinger Bahnhof!

  • Tag der Vereine im Frühjahr 2014!?

    Auf Initiative der Tutzinger Liste haben sich am 15.10.2013 Vertreter  verschiedener Tutzinger Vereine zusammengefunden. Ein Tag der Vereine im Tutzing im Frühjahr 2014 wird allgemein begrüßt.

    Neben der Aktivierung neuer  Mitglieder soll das Engagement im Ehrenamt in den in Vordergrund gestellt werden. Nach weiterer Ideensammlung bei möglichst zahlreichen Vereinen wird  im Januar ein Konzept diskutiert und verabschiedet.

    Die Tutzinger Liste schlägt vor, Koordination für den Tag der Vereine (auch mit der Gemeinde) zu übernehmen. Eine verbindliche Zustimmung seitens der TL sollte nach dem Vereinstreffen am 6.11 erfolgen.

    >> Das Protokoll der Veranstaltung finden Sie hier PDF-Dokumente

  • Kommentar: Bin ich sehr unkorrekt, wenn ich nicht sparen will?

    Zugegeben: Man kann schon stutzig werden, wenn ein geplanter Radweg zwischen Tutzing und Kampberg von einem Tag auf den anderen statt 0,5 Mio satte 1,3 Mio kostet, also fast eine Verdreifachung. Abgesehen davon, dass diesmal sogar ein „unguter Grund“ als guter Grund für die Erhöhung genannt wird: Ist es nicht so, dass derzeit alle „öffentlichen Bauten“ – und nicht nur in Tutzing – immer hernach konsequenzlos das Dreifache kosten von dem, was uns vorher erzählt wurde? Wenn das so ist, warum verteuern dann Gemeinderäte, Verwaltungsangestellte, Sachverständige, Aufsichtsbehörden etc. die Kosten durch wochenlanges Recherchieren, Gezeter und mit dem Werfen von Mails, Rechtfertigungen, Standpunktpapieren und Nebelkerzen?

    Sehr nachdenklich machte mich als Zuhörer im Gemeinderat – am Ende einer langen sinn- und inhaltslosen Debatte zum Thema – die sanft vorgetragene Aussage des SPD-Fraktionsvorsitzenden. Sinngemäß sagte er, dass er natürlich auch für diesen Radweg gestimmt habe, aber jetzt, nach der Kostenerhöhung, dies nicht mehr tun würde. Begründung: Weil er mit Steuergeldern (Bürgervermögen) nicht so (verschwenderisch) umgehen wolle.

    Ich habe mir in diesem Moment überlegt, wie viel Geld aus dem Bürgervermögen aufgewendet werden müsste, wenn an der vielbefahrenen Straße ein Familienvater durch einen Radunfall für immer arbeitsunfähig würde… oder was ein Kinderleben wert ist. Und ich dachte bei mir „nein – so sparen will ich nicht“.

    Ihr Franz Bimslechner

  • Kommentar: Tutzing und seine Kultur!

    Ein völlig neues Feld wurde entdeckt, obwohl es bereits jahrelang beackert wurde. Da versuchen einschlägig bekannte Gemeinderäte aber auch alles Erdenkliche, den Dorfschulze vor Beendigung seiner regulären Amtszeit vom Hofe zu jagen. Koste es was es wolle, sogar auch Sympathien innerhalb der eigenen Wählerschaft werden auf’s Spiel gesetzt.

    Der Radweg von Tutzing nach Kampberg ist ein Beispiel dafür, welche Formen des Umgangs untereinander ausprobiert werden, eine getroffene Entscheidung dann danach plötzlich aus Sicht eines Staatsbürgers, der ein Gemeinderat ja nun auch ist, zu bewerten. Aus Sorge um das wenige Geld unseres Staates wird nach der Entscheidung pro Radweg öffentlich und somit publikumswirksam mit 16 staatstragenden Fragen hinterfragt, ob denn der Radweg-Km nicht aus Sicht des Steuerzahlers zu teuer sei (Formulierung: Geldverschwendung, gesamte Republik lacht mal wieder über Tutzing).  Damit der Bund der Steuerzahler rechtzeitig über diesen messerscharf erkannten Schlendrian informiert wird, erhält auch er den 16-Fragen-Katalog.

    Und prompt sind Heerscharen von Sachverständigen (Bund der Steuerzahler, Ingenieurbüros, Gemeindeverwaltungs- mitarbeiter und natürlich auch der Dorfschulze) mit dem Fragenkatalog und dessen Beantwortung beschäftigt. Übrigens gut vorstellbar, dass diese Aktion in Brutto-Mann/Std. gerechnet so um die 20.000 € gekostet haben könnte. Also Blindleistung par excellence, ausgelöst durch einen an das Wohl der gesamten Republik denkenden Mandatsträger.

    Dann erscheint der TOP Radweg – rechtzeitig angekündigt – auf der Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung. Und wer ist nicht anwesend? Jener Gemeinderat, der diese ganze Aktion aus großer Sorge um den Staatshaushalt angestoßen hat. Als er dann doch plötzlich aus heiterem Himmel und erheblich verspätet hinzukam, filibusterte er mit eindrucksvollen Ausführungen vor staunendem Publikum herum und sprach plötzlich von einer Verantwortungskultur, der er sich verpflichtet fühle.

    In der Münchener Lach&Schieß hätte ein derartiger Auftritt ein volles Haus gebracht und Eintritt gekostet!

    So, lieber Leser, wie halten wir es nun mit der Kultur im Gemeinderat? Wer über Monate hinweg dortige Kulturen miterleben darf, der kommt wohl weniger auf die Idee, es fehlte eine Verantwortungskultur. Besser wäre es, mit der Entscheidungskultur zu beginnen und sich dann zu fragen, welche Kulturen eigentlich angesetzt werden müssen, damit die gesamte Systemkultur des politischen Systems Tutzing verständlich, nachvollziehbar und effektiv wird.

    Es ist so schwer zu glauben, was sich da im Gemeinderat an interessanten Dingen abspielt. Die von der Verantwortung und der damit verbundenen Kultur Gebeutelten sind alle vier Wochen live zu erleben. Nichts wie hin!

    Ihr Josef Bimslechner