Monat: Dezember 2013

  • Tutzinger Wünsche am Markt

    Ergebnisse vom Marktstammtisch am 14.12.2013

    todolisteVerkehr, Jugend, Bebauung sind die wichtigsten Themen in Tutzing! Am 14.12.2013 hat die Tutzinger Liste auf dem Markt vor dem Rathaus Tutzinger Bürger und Bürgerinnen aufgefordert, ihre Themen zu nennen, die dringend aufgegriffen werden müssen. Das wird die Tutzinger Liste tun, denn dies ist unser Verständnis. Die Nennungen sehen Sie hier im Original.

    Machen Sie auch mit! Nutzen Sie hier die Möglichkeit mitzugestalten!
    Schreiben Sie mit Klick auf Vorschlag machen oder diskutieren Sie hier auf der Website mit.

  • Stammtisch am Markt – 14.12.2013

    Mit unserem Stammtisch sind wir wieder am Samstag, den 14. Dezember 2013, am Tutzinger Markt präsent!

    Am zweiten Stammtisch der Tutzinger Liste werden wir die aktuellen Themen sammeln, die den Tutzinger Bürgern am Herzen liegen. Wenn Ihnen also etwas in und um Tutzing am Herzen liegt, kommen Sie am 14. Dezember zwischen 8:30 und 13.00 Uhr zum Markt in Tutzing, stimmen Sie mit ab, diskutieren Sie mit uns und/oder geben Sie Ihre Vorschläge ab.

    Getreu unserem Motto ” ( Mit -)machen statt meckern” , erstellen wir aus der Häufigkeit der Nennungen der einzelnen Themen eine Prioritätenliste.

  • Wenn Not am Mann ist……

    Wenn Not am Mann ist……

    kindertraeume-hochSeit fünf Jahren gibt es das Projekt „Tutzinger Kinderträume“ des Evangelischen Gemeindevereins. Kinder, denen aus vielerlei Gründen die meisten ihrer oft kleinenTräume unerfüllt bleiben, werden von den Schulen und Kindergärten ausgewählt, um ihre Wunschträume auf einen Wunschzettel zu schreiben.

    Unter Weglassung der persönlichen Daten wird “der Traum“ auf eine Wunschkarte übertragen und auf eine Wunschtafel geheftet. Die steht dann auf dem Tutzinger Weihnachtsmarkt, um Spenden für die Wünsche einzusammeln.

    Dieses Jahr konnten in der evangelischen Gemeinde nicht genügend Helfer für die Aktion gefunden werden. Die 1. Vorsitzende, Helga Rusché, bat bei der Tutzinger Liste um Unterstützung – mit Erfolg.

    Der Adventsmarkt 2013 brachte den bisher größten finanziellen Erfolg für das neue Team. Laura Fröhlich (TL) als Weihnachtsengel sorgte für Aufmerksamkeit und der verlockende Duft der frischen Waffeln , zubereitet vom Team der „Tutzinger Liste“ (Gigi Dillmann, Christine Gunz-Kahlau, Isabell Riedelsheimer und Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg) ließ die Leute in Schlangen anstehen – wobei sie Zeit hatten, die Kinderträume zu studieren. Und so können dieses Jahr alle Kinderwünsche erfüllt werden!

    Die Mitglieder der Tutzinger Liste übernehmen zusammen mit Mitgliedern der evangelischen und katholischen Pfarrgemeinden die Besorgung und Bescherung der Geschenke: von Gutscheinen für Zirkus, Kasperltheater und Besuch der Wörishofener Therme über Spielzeug, Kleidung und ganz ausgefaallene persönliche Wünsche, wie der Ritt auf einem Pony oder der Besuch eines Spiels des FC Bayern.

    Diese Aktion war wieder ein Beispiel für ein „faires Miteinander“, für das die Tutzinger Liste einsteht.

  • Kommentar: Aus dem Papierkorb der Welt-Presse …

    So hieß früher mal eine Sendung des Rundfunks. Ausgegraben wurden Meldungen, die aus verschiedensten Gründen keine große Verbreitung fanden. Allerdings verleiteten sie immer zum Schmunzeln.

    Wir haben hier in Tutzing nun sehr wenig zum Schmunzeln. Die Presse lud ein zur Meckerstunde, vergaß aber, weitere Hauptleidtragende einzubeziehen. Diese sind nämlich LKW-Fahrer. Da staunt der Leser, oder? Die physische Baustelle an der Lindemannunterführung führt dazu, dass das Straßenbauamt einfach wegschaut und nix tut, wenn der Schwerlastverkehr mit Bestimmungsort Tutzing durch die vielen kleinen Straßen fährt (40-Tonner auf mit 2,5 Tonnen zugelassenen Straßen). Die Gemeindeverwaltung scheint das auch nicht zu sehen, weil sie ja keine Kohle hat zum Flicken der Löcher und zerstörten Seitenstreifen. Die als Zulieferort angegebenen Tutzinger Gewerbeadressen interessiert es ebenfalls nicht, die meckern nur, weil die Ware nicht just in time angeliefert wird. Also niemand zuständig und der LKW-Fahrer bekommt Zoff mit seinem Routendisponenten.

    Nachdem aber das Rathaus demnächst in Prozessen und vom Anfang bis zum Ende denkt und handelt (steht im Bürgermeister-Blog unter stephan-wanner.de), wäre das doch mal eine Sache fürs Rathaus. Die SZ redet ja scheinbar nicht mit LKW-Fahrern. Ein Brief vom Rathaus an die Gewerbetreibenden, doch die Lieferfirmen auf Zufahrten hinzuweisen, wäre evtl. sehr hilfreich.

    Eine nicht-physische Baustelle sind die Zeitungsmeldungen zu den Wahlvorbereitungen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schwierig es für Listenersteller ist, klare und präzise Angaben zu machen. Hier ein aktuelles Beispiel, natürlich sind die Namen weggelassen. Hinter den Namen steht etwas zur Person. Das sieht dann so aus: Beamter, Tierarzt, Rentner, Angestellter, Hausfrau, Landwirt, Arbeiter im Öffentlichen Dienst, Oberstleutnant, Fahrdienstleiter, Soldat etc. Ja, was wollen die denn nun mit solchen Begriffen? Wollen sie darauf hinweisen, dass sie einen Beruf nicht von einem Beschäftigungsverhältnis unterscheiden können, vielleicht gar einen temporären Aufstocker an Bord haben?

    Der Leser möge doch mal im Sinne der Vergleichbarkeit sich den Unfug anschauen, der da demnächst in den Briefkasten als durchdacht hineingesteckt wird. Angestellter ist kein Beruf, Beamter ebenso wenig, ein genannter Dienstgrad auch nicht. Ein Oberstleutnant hat das Handwerk des Soldaten gelernt, daher ist er vom Beruf her Soldat! Vielleicht wird er direkt vor der Wahl zum Obristen befördert und prompt stimmt die Berufsbezeichnung nicht. Das wäre Wählertäuschung! Und eine Hausfrau ist vielleicht deswegen gerade Hausfrau, weil sie ihrem Mann den Rücken beim Geldschaufeln frei hält und sich um die Kinder und den SUV kümmert. Gewiss aber wird sie einen Beruf haben, diesen halt derzeit nicht ausüben.
    Die Steigerung des Unfugs ist aber zu lesen, wenn in Wahlprogrammen von Angestellten, Arbeitern, Behinderten und Frauen die Rede ist; diese Aneinanderreihung ist schon mutig.
    Es ist aber tatsächlich noch eine weitere Steigerung möglich. Nachdem alle deutsche Welt über die Frauenquote schwadroniert, gehört es sich, Frauen ins Programm zu holen. Dann schreibt man(n) ganz stolz und zeitgemäß, je zur Hälfte seien Frauen und Männer an Bord der Liste. Beim Durchlesen der Liste fällt aber sofort auf, wie viele Männer sich auf der Liste unter den ersten fünf Plätzen befinden. Nämlich nur Männer. Alles klar, Männer?

    So blicke ich nun den Programmen freudig entgegen, klopfe die Listen auf echte Berufe bzw. Funktionen ab, mache mir ein Bild vom Selbstverständnis, des Wollens und der Struktur der jeweiligen Liste.

    Vermutlich ist beim jüngst erschienen Pisa-Bericht nicht die Fähigkeit bewertet worden, Wahlprogramme und Kandidatenlisten verständlich schreiben zu können.
    Die kommende Wahl hat also einen großen Vorteil. Unsere Folksfertreter (sh. Filser-Briefe, liebe SZ) stellen sich so dar, wie sie sind. Und der Wähler wird sich so seine Gedanken machen, hoffentlich.

    Weil ich zur Wahl gehen werde, fange ich jetzt schon an, mich mit dem Listenpersonal und deren Programme zu beschäftigen. Zur Abrundung seines Bildes sollte aber der Leser die reale Welt der Kommunalpolitik besuchen. Das Erlebnis der Teilnahme an einer Gemeinderatssitzung ist durch nichts zu ersetzen. Auch nicht durch die Berichterstattung der lokalen Presse.
    Bis gewiss bald wieder

    Ihr Josef Bimslechner

  • ERFOLGREICH : Die Tutzinger Liste unterstützt die Aktion „Tutzinger Kinderträumer“

    Wenn Not am Mann ist……

     Seit fünf Jahren gibt es das Projekt „Tutzinger Kinderträume“ des Evangelischen Gemeindevereins. Sozial benachteiligte Kinder, die von den Schulen und Kindergärten ausgewählt werden,  können ihre Wunschträume auf einen Wunschzettel schreiben, der unter Weglassung der  persönlichen Daten auf eine Wunschkarte  übertragen und auf eine Wunschtafel geheftet wird. Und die steht auf dem Tutzinger Weihnachtsmarkt, um Spenden für die Wünsche einzusammeln.

    Dieses Jahr konnten  in der evangelischen Gemeinde nicht genügend Helfer gefunden werden. Die 1. Vorsitzende Helga Rusché bat bei der Tutzinger Liste um Unterstützung –  mit Erfolg.

    Die Aktion hatte den bisher größten finanziellen Erfolg. Laura Fröhlich als Weihnachtsengel sorgte für große Aufmerksamkeit und der verlockende Duft der frischen Waffeln, gebacken vom Team der „Tutzinger Liste“ ließ die Leute in Schlangen anstehen, wobei sie Zeit hatten, die Kinderträume zu studieren. Und so können dieses Jahr alle Kinderwünsche erfüllt werden!

    Darüber hinaus übernehmen Mitglieder der Tutzinger Liste sowie Mitgliedern der evangelischen und katholischen Pfarrgemeinde die Besorgung und Bescherung der Geschenke, von Gutscheinen für Zirkus, Kasperltheater und Besuch der Wörishofener Therme über Spielzeug, Kleidung und ganz speziellen persönlichen Wünschen wie der Ritt auf einem Pony oder der Besuch eines Spiels des FC Bayern.

    Diese Aktion war wieder ein Beispiel für ein „faires Miteinander“, für das die Tutzinger Liste einsteht.

  • Kommentar: Tutzing? Nichts wie weg!

    Da hat die Lokalredaktion der SZ wirklich einen Volltreffer gelandet: Ein Kaffeeklatsch der Redaktion im S’Nick mit all jenen Tutzingern, die noch immer SZ lesen und eine miese Meinung über ihr Zuhause haben. „Wir sind vor 3 Jahren hierher gezogen, sind aber sehr enttäuscht. Die Straßen sind schlecht…“ Wie hieß das kesse Liedchen damals? „Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben“. Nein, sie sind hier und meckern.

    Tutzinger finden Tutzing „i-bä-bä“. Man müsste meinen, dass eine Landflucht einsetzt: zurück in die jeweilige Heimat. Aber nein: Da können Ehret+Klein bauen was sie wollen (und – alphabetisch – Bauer, Hörmann, Hupfauf, Leitner, Lindl usw auch) – schon strömen neue Tutzinger nach Tutzing. Spätestens nach drei Jahren finden wir sie im Chor der Meckerer wieder. Das hat nicht immer, aber gelegentlich auch, etwas mit der Bauausführung zu tun, gell.

    Aber auch die sogenannten „Einheimischen“ haben die Schnauze voll: Weil sie wegen ihrer gemeinsamen Rumfahrerei stets im „Verkehrschaos“ untergehen; weil die Innenstadt verödet, da sie ja nur bei Lidl, Tengelmann, Aldi angemessenen Parkraum finden; weil die Haltestelle einer bisher als Glückfall bezeichneten neuen Buslinie sechs Parkplätze an der Hauptstraße wegnimmt; weil – ach was! Wenn die SZ schon mal frägt, dann reden sie auch. Egal was.

    „Das sind doch alles Schlechtredner“, sagte ein Zuhörer. Das ignorierte die SZ. Aber sie gab dem alteingesessenen Tutzinger Gewerbe viel Raum, sich zu äußern. Schlecht ist es in Tutzing. Sehr schlecht. Das, so sagten die zwei befragten Gewerbetreibenden, liegt an der schlechten Behandlung, ja: der Boykottierung durch die Gemeinde. Hä? Geht’s noch? Ein gut sortiertes, marktgerechtes Unternehmen brauchte stets Kunden, keine Gemeinde.

    Wenn ich Bürgermeisterkandidat wäre, würde ich mit scheinheiliger Miene Subventionen versprechen: für alle. Und für die, denen es dann immer noch nicht passt: eine kostenlose Rückfahrkarte in das Paradies, aus dem sie kamen.

    Sie merken: mir stinkt das!

    Ihr

    Franz Bimslechner

     

  • Kommentar: Tutzing mitten im Wandel

    Das ist doch was. Man spricht über Tutzing, zumeist aber noch in Tutzing. Bald aber wieder über die Landkreisgrenzen hinaus. Sehnsüchtig warten die TN (= Tutzinger Nachrichten, Zentralorgan der lokalen CSU) auf die Aufnahme des Radweges in irgendein Schwarzbuch, damit endlich ganz Deutschland mal wieder etwas zu lachen hat. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass Deutschland schon einmal über Tutzing lachte; das war 2007, als eine Hamburger WochenZEITung sich in meisterhafter Form über Tutzing lustig machte. Dieses eloquente Blatt, dessen Beilagen mittlerweile auch fremdsprachig erscheinen, hätte seine wahre Freude daran, den erneuten Fortschritt in Tutzing zu sehen.

    Am Bahnhof mit dem Sabine Schnarrenberger ICE ankommend, fällt der bahnreisende Kosmopolit mitten rein ins pralle Sprachleben. In München auf Empfehlung des DB Travel Center in den englischsprachigen ICE verfrachtet kommt er dann am Bahnhof Tutzing an und stolpert sofort in die Lake Side City Resorts. Der Taxifahrer benennt die Wohnbauten allerdings anders, ziemlich bodenständig sogar. Dann geht die Fahrt in die Tutzinger City, vorbei an des Governing Mayor‘s Residence. Geht der Gast (hoffentlich nicht von einer Zeitung kommend) nachdenklich durch die sehr belebten Business Avenues und studiert die Stellenangebote und Immobilienanzeigen, so findet er einen beachtlichen Sprung in die Zukunft. Zumindest sprachlich. For Sale steht am Schaufenster. Soso, und wenn das Schild nicht dranhängt, ist’s dann ein Museum?

    Facility Manager werden gesucht, schließlich sucht man heutzutage keinen Hausmeister mehr. Die Wohneinheiten, von denen sehr viele in Tutzing entstehen, werden auf die Nachwirkungen der Globalisierung ausgerichtet. Wer also eine Wohnung mieten oder gar kaufen will, der erfährt, dass neben der Stellung eines Facility Manager auch für die regelmäßig kommenden Vision Clearance Engineers gesorgt ist. Das waren früher zu des Fischerdorfs Zeiten Fensterputzer. Die Waste Removal Engineers kämen zwei Mal im Monat. Aha, früher waren das bei mir zuhause die Müllmänner. Während ich so das Gespräch zwischen Makler und Interessent belauschte, hätte mich beinahe ein Dispatch Services Facilitator über den Haufen gefahren. Diese neuartigen Paketzustelldienste fahren wie die Vergifteten durch die 30er-Zonen, nur um von ihrem Amazon-Stundensatz die hungrigen Mäuler zuhause stopfen zu können. Als ich dann hörte, der Technical Horticultural Maintenance Officer wohne um die Ecke, fiel mir blitzartig ein, dass ich mich ja auch noch um meinen Garten als eigener Gärtner kümmern müsse. Für einen Horticultural Maintenance Officer fehlt mir das Geld, solange ich selbst noch herumschnippeln kann; es sei denn, die unbarmherzige Municipal Administration fordert mich auf, unverzüglich den Articles of Local Governments zu folgen. Natürlich unter Androhung einer Pönale.

    Um diesen denglischen Blödsinn, der mit dem Public Viewing (öffentliche Aufbahrung) und Handy (das Wort gibt es überhaupt nicht) begann, aus der Welt zu schaffen, werde ich wohl beschließen müssen, als Non Profit Manager (das sind die Ehrenamtler) irgendwo gegen diese Entwicklung der Sprache zu kämpfen.

    Ich muss zugeben, der Bayerische Rundfunk hat vor über einem Jahr bereits auf die Sprachentwicklung mit Beispielen hingewiesen. Ich bin also mit meiner Erkenntnis nicht alleine.

    Nix für ungut, mal den Architekten zu vermitteln, was alles so an Bull Shit in die Communication eingebracht, an den Tafeln angebracht und dem staunenden Immobilienkäufer rübergebracht wird. Der bereits versorgte Immobilieneigentümer wird sich natürlich über die sprachliche Aufrüstung seiner Hütte freuen und sofort den Preis anheben.

    Aber alleine bin ich bestimmt mit dem Vorschlag, bei Gemeinderatssitzungen als Sitzungssprache das dort jedermann geläufige Englisch einzuführen. Dann wissen die wenigstens, warum sie sich nicht verstehen.

    Seien Sie gegrüßt!

    Ihr Josef Bimslechner