Schlagwort: Gemeinschaftssinn

  • Jugendbeirat Sitzung am Montag

    Morgen ab 19:00 Uhr tagt der Jugendbeirat im Rathaus im kleinen Sitzungssaal – öffentlich. Wer kommt hin? In allen Fällen: Weitersagen! Damit viele Jugendliche kommen. Hier alle Details und die Agenda.

    Auf der Agenda steht auch die Aktion VOTE16. Das Volksbegehren forciert ein Wahlrecht ab dem 16. Lebensjahr. Mehr dazu hier.

    Am Samstag auf dem Markt konnte man zu dem Thema auch ins Gespräch mit dem Jugendbeirat kommend. Wir fanden das Gespräch spannend. Wer den Jugendbeirat noch nicht kennt: Hier geht es zur Website.

    Schönen Sonntag – wünscht die Redaktion der TUTZINGER LISTE

     

  • BürgerVereinsTreff: Hürden politischer Machtinteressen überwinden

    BürgerVereinsTreff: Hürden politischer Machtinteressen überwinden

    Acht Vertreter der Tutzinger Liste e.V. diskutierten beim BürgerVereinsTreff am Mittwoch, 29.03.2023, im Lobster mit den eingeladenen Bürgern, wie der Verein im Rathaus mehr Akzeptanz für seine Initiativen erlangen könnte. Trotz wesentlicher Erfolge, die der Bürgerverein inzwischen vorweisen kann (z.B. ISEK, Zweitwohnungssteuer, Gehweg Bahnunterführung, Sanierung Hauptstraße), begegnet den Ehrenamtlern eine eher ablehnende Haltung seitens der Bürgermeisterin aber auch Teilen des Gemeinderats. Der Verein gelangt mit seinen Initiativen zwar meist ans Ziel, der Weg dahin ist jedoch voller politischer Hürden. So stellten sich die Mitglieder, die Frage, ob der Tutzinger Liste e.V. ihr Sitz im Gemeinderat nutzt, oder doch eher schadet. So wurde mit den anwesenden Bürgern diskutiert, ob der Bürgerverein künftig auf die Teilnahme an den Kommunalwahlen verzichten und „nur“ als Bürgerinitiative auf die Gemeindepolitik Einfluß nehmen sollte. Was spräche dafür, was dagegen?

    Jahreshauptversammlung gibt Anstoß zur Diskussion:
    Wie die politischen Hürden für bürgerschaftliches Gestaltungsengagements überwinden?

    Die Mitglieder der Tutzinger Liste e.V. hielten am Mittwoch vor Beginn des BürgerVereinTreffs erst noch die Jahreshauptversammlung für 2022 ab. Neben den gewöhnlichen Regularien – Bericht des Vorstands, Vorlage der Jahresrechnung 2022 und Bericht der Kassenprüfer – brachte Schatzmeisterin Lucie Vorlíčková den Tagesordnungspunkt „Kommunalwahlen 2026 – Kandidaten“ ein. Sie analysierte in einem Grundlagenpapier die externen und internen Hürden, mit denen der Bürgerverein trotz seiner beachtlichen Arbeit für Tutzing zu kämpfen hat. Sie regte an zu diskutieren, ob der Bürgerverein ab 2026 mit oder ohne Vertretung im Gemeinderat weiterarbeiten sollte. Diese Diskussion wurde im anschließenden BürgerVereinsTreff mit den anwesenden Gästen intensiv fortgeführt.

    Bürgerverein sei „nicht Fisch, nicht Fleisch“ – stimmt, er ist 100% bürgerschaftliches Engagement

    Ein Teilnehmer merkte an, dass ihm nicht klar sei, ob die Tutzinger Liste e.V. eine Partei sei oder nicht. Sie sei „nicht Fisch, nicht Fleisch“. Dazu erklärte Vorlíčková, dass der Verein in den letzten drei Jahren hier viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet habe. Er ist bewusst keine Partei mit den üblichen Parteistrukturen und machtpolitischen Interessen sondern pures bürgerschaftliches Engagement. An der Entwicklung Tutzings interessierte Bürger haben sich 2014 in einem Verein zusammengeschlossen, um insbesondere Transparenz in die Gemeindepolitik zu bringen (Berichte von Gemeinderatsmitglied Behrens-Ramberg) und durch die Aufdeckung von Defiziten aber auch Einbringung neuer Konzepte die künftige Ortsentwicklung zum Wohle aller Tutzinger zu beeinflussen (Initiativen des Bürgervereins im Liveticker). Sie führte weiter aus, dass diese Art des bürgerschaftlichen Engagements zwar bekannt aber noch nicht oft in den Kommunen vertreten sei. Es bedürfe der Zeit, bis Rathaus und Bürger die Vorteile aber auch – und dies gilt besonders für den ländlichen Raum – die Notwendigkeit dieser basisdemokratischen Arbeit (wieder) erkennen und schätzen lernten. Beirat Gerd Bittl-Fröhlich erläuterte am Beispiel der Gemeinde Oberammergau, wo es drei Wahlperioden bedurfte, um diese basisdemokratische Bürgerbeteiligung in der kommunalen Selbstverwaltung zu etablieren. Zu den Hürden dieser „Gestalter“ im ländlichen Raum siehe auch unseren Beitrag unter https://www.vorort.news/tutzing/kommunalpolitik/2023/2/7/tutzinger-liste-stellt-keinen-buergermeisterkandidaten/.

    Sollte der Bürgerverein ein reiner „Bürger-Kummerkasten“ werden – ohne eigenen Sitz im Gemeinderat?

    Einige Bürger begründeten die ablehnende Haltung seitens der Bürgermeisterin und einem Teil des Gemeinderats „logisch“ damit, dass die Tutzinger Liste e.V. immer auch eine Wettbewerberin bei den Wählerstimmen ist. Es sei daher besser, nicht mehr an den Kommunalwahlen teilzunehmen und keinen Gemeinderat mehr zu stellen. Der Bürgerverein solle als  „Bürger-Kummerkasten“ fungieren. Die eingereichten Themen müsse er dann versuchen, über möglichst viele Gemeinderäte im Gemeinderat zu befördern und Anträge durchzusetzen. Der Verweis auf politisches Wettbewerbsdenken bei Wählerstimmen, hat sicher den Kern getroffen. Parteipolitik habe zwar in einer Kommune absolut nichts zu suchen, darüber waren sich alle Teilnehmer einig, die Realität sei aber leider eine andere. So bestätigte auch Dr. Behrens-Ramberg: „Sobald ein Stern heller als der eigene leuchtet, machen sich machtpolitische Interessen breit, die rationale Handlungen für das Gemeinwesen oft in den Hintergrund treten lassen.“

    Es folgten mehrere Wortmeldungen, die dennoch dafür plädierten, dass die Tutzinger Liste e.V. bei den Kommunalwahlen antreten solle. Es wäre „sehr schade“, wenn der Bürgerverein nicht mehr im Gemeinderat vertreten wäre. Zwei Teilnehmer ermutigten die Vereinsmitglieder sogar, sich zur reinen politischen Arbeit zu bekennen, denn schon jetzt arbeite der Verein ja „politisch“, da er das Gemeinwesen beeinflusse.

    Präsenz der Tutzinger Liste e.V. sei im Gemeinderat für Transparenz und nachhaltige Ortsentwicklung unerlässlich – aber auch als Opposition

    Die Mehrheit der Anwesenden sah die Vertretung der Tutzinger Liste e.V., also parteiloser Bürger, im Gemeinderat als erforderlich. Zum Einen gäbe es in Tutzing kein anderes Medium, dass über die Sitzungen in dieser Qualität, was Inhalt, Form und Schnelligkeit angehe, die Bürger informiere und so für Transparenz in der Rathauspolitik sorge. Zum Anderen sei es gerade der Bürgerverein, der Defizite aufdecke und immer wieder engagiert Konzepte einbringe, was für die nachhaltige Ortsentwicklung für die kommenden Genrationen von großer Bedeutung sei.

    Ein Gast, Mitglied des Gemeinderats, wies daraufhin, dass die dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegten Themen, oft im Voraus entschieden seien – der Gemeinderat fungiere daher meist nur als „Abnickaugust“. Vorlíčková wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Bürgerverien, zwar unbeabsichtigt, aber inzwischen tatsächlich eine  „oppositionelle Funktion“ wahrnehme. Dies sei eine extrem wichtige Aufgabe, denn ohne fundierte Opposition funktionierten Demokratien nicht und es gäbe keinen Wettbewerb um die jeweils bessere Lösung.

    Bittl-Fröhlich ging nochmals auf die reine Bürgerinitiative ein und gab zu bedenken, dass es an ehrenamtlich engagierten Bürgern fehle. Auch bei der Tutzinger Liste e.V. würden mehr „Mitmacher“ dringend benötigt, denn die umfangreiche Arbeit verteile sich nur auf wenige Schultern. Ein Gast, der extra aus München angereist war, da ihn das Konzept des bürgerschaftlichen Gestaltungsengagements interessierte, bekräftigte, dass eine reine Bürgerinitiative nur Erfolg hätte, wenn es ein „großer, gewichtiger Verein“ wäre, mit dem sich die etablierten Parteien regelmäßig eng abstimmen (müssten). Vorlíčková ergänzte, dass eine reine Bürgerinitiative nicht automatisch zu mehr Unterstützung im Rathaus führen würde. Jede Initiative, die den Fokus der erforderlichen Handlungen und Entscheidungen auf das Rathaus richte (wie z.B. Leitziele 2030) und nicht auf die Bürger selbst (wie z.B. Klimaneutral 2035) würde sich ebenfalls schwer tun, „offene Rathaustüren einzurennen“.

    Bürgerverein muss wichtige Entscheidung treffen – die Tutzinger aber auch

    Vorlíčková fasste die Diskussion am Ende pragmatisch zusammen: „Wir müssen uns klar werden, ob wir wieder in den politischen Ring steigen und bei der Kommunalwahl 2026 die Wähler um mindestes 3 Sitze im Gemeinderat bitten oder aus dem Gemeinderat ausscheiden und ein reiner Bürgerverein werden.“

    Leider gehört Tutzing nicht zu den Gemeinden, wo Amtsbürgermeister und Gemeinderat Potential und Chance bürgerschaftlichen Gestaltungsengagements erkennen (wollen). Obwohl inzwischen auch Staatsministerien drauf hinweisen, dass die enormen kommunalen Herausforderungen (Finanzen, Klima, Demografische Entwicklung) ohne die Mithilfe der Bürger nicht zu stemmen sind. Würde das Tutzinger Rathaus politisches Ehrenamt fördern, gäbe es diese Diskussion bei der Tutzinger Liste e.V. nicht. Denn sie könnte sich als reiner Bürgerverein beratend einbringen. Eine Änderung der Rathauspolitik zu mehr Hinwendung zum Bürger und dessen Einbeziehung bei wichtigen Themen, wird es unter der Amtsführung von Marlene Greinwald aber nicht geben. Selbst das Schicksal unseres Kustermann-Areals, der Tutzinger Bürgerangelegenheit schlechthin, wird hinter verschlossenen Türen in nicht-öffentlicher Sitzung behandelt.

    Darum müssen sich die Tutzinger Bürger klar darüber werden, wen sie in 2026 in ihren Gemeinderat wählen. Der Bürgerverein hat bewiesen, dass er Tutzinger Sachinteressen in den Vordergrund stellt und eben nicht parteipolitische Machtinteressen. Er bringt selbstbewusst Gegenmeinungen und neue Ideen mittels ausgearbeiteten Konzepten für Tutzing in die Diskussionen ein. Die Tutzinger Liste e.V. bedeutet anpackende Veränderung für Tutzing.  

     

    Presse:
    Merkur: Tutzinger Liste will mehr Mandate
    vorOrt.news: Pro und contra Gemeinderats-Kandidatur

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    INFOKASTEN:

    Bericht des Vorstands für 2022:

    Gemeinderatsmitglied Dr. Behrens-Ramberg berichtete über seine und die Arbeiten des Bürgervereins in 2022. Er erläuterte insbesondere, dass die drei in 2020 und 2021 gestarteten Initiativen des Vereins (ISEK/GEK, vollständige und fristgerechte Erhebung der Zweitwohnungssteuer und Erweiterung des Gehwegs an der Bahnunterführung Heinrich- Vogl-Straße) in 2022 erfolgreich durch die zuständigen Gremien im Gemeinderat zum Abschluss gebracht wurden (außer dem GEK, dessen Realisierung noch im Rahmen des ISEK diskutiert wird). Details aller Arbeiten, Handlungen und Berichte aus der Tätigkeit des Vereins in 2022 können Sie hier nachlesen: https://www.tutzinger-liste.de/ueber-uns/was-wir-tun/

     

  • nicht in die Tüte! Tutzinger Klimatage noch bis 17.07.2022

    nicht in die Tüte! Tutzinger Klimatage noch bis 17.07.2022

    Seit einigen Jahren trage ich meine Baumwollsäckchen zum Bäcker und vermeide dadurch Papiermüll. Sehr oft erntete ich in der Vergangenheit Verwunderung über mein „Verhalten“. Heute nicht! Ich wurde mit einer Punktekarte, die mich zur Teilnahme an einer Verlosung im Rahmen der Tutzinger Klimatage berechtigt, belohnt.

    Ich frage bei der netten Dame hinter dem Tresen nach und erfahre, dass sich im Ort an mehreren Stellen bis zum kommenden Freitag den 15.07.2022 noch weitere Punkte im Ort sammeln lassen. Gleich daheim, muss mir Herr GOOGLE helfen. Gottseidank der VorOrt News erhalte ich einen Überblick.

    Diesen möchte ich gerne mit den vielen Lesern unserer Website teilen: https://vorort.news/tutzing/natur-umwelt/2022/7/12/ab-freitag-tutzinger-klimatage/

    Und? Habt Ihr auch schon viele Punkte gesammelt❓😉 Auf geht’s! 
    Macht mit – Nachhaltigkeit beginnt bei einem jeden selbst.

  • HANDY RECYCLING – AKTION

    HANDY RECYCLING – AKTION

    Die Kolpingsfamilie Feldafing hat seit 28.11.2020 eine Sammelaktion ungenutzter Handys und ihrer Zuführung zur Wiederverwertung bzw. dem Rohstoffrecycling gestartet. Wir möchten den Aufruf hiermit gerne teilen:

    Über 124 Millionen ausgediente Handys liegen ungenutzt in deutschen Schubladen. In diesen Handys sind wertvolle Erze und Metalle verbaut – Rohstoffe, die oft unter menschenunwürdigen Bedingungen, z.B. im Kongo, abgebaut werden. So enthalten 41 Handys so viel Gold wie eine ganze Tonne Golderz. Es sind Bodenschätze, die zu Krieg und Gewalt führen. Dörfer werden geplündert, die Bewohner sind schlimmsten Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt, tausende Familien sind auf der Flucht.

    Mit der Aktion Schutzengel „Für Familien in Not. Weltweit.“ stellt missio die dramatische Situation dieser Familien in den Mittelpunkt und schenkt ihnen neue Hoffnung. Als Kooperationspartner unterstützt das Kolpingwerk Deutschland die Aktion und trägt als Verband zur Bewusstseinsbildung für die Bekämpfung von Fluchtursachen bei.

    Die Kolpingfamilie Feldafing will zur Aktion beitragen und nimmt an der gemeinsamen Aktion zur Sammlung ungenutzter Handys und ihrer Zuführung zur Wiederverwertung bzw. dem Rohstoffrecycling teil.

    Seit Samstag, den 28.11.2020, steht im hinteren Bereich der Kirche in Feldafing eine Aktionsbox bereit, in die alte Handys fortlaufend gespendet werden können.
    Dafür stehen an dieser Stelle Aktionstüten zur einzelnen Verpackung zur Verfügung. Gerne können die Tüten auch mit nach Hause genommen werden, und die Handys in den kommenden Wochen eingeworfen werden.

    Machen Sie mit und helfen Sie mit, kostbare Rohstoffe wieder in den Kreislauf zu bringen und die Not im Kongo zu lindern. (Mehr Information gibt es hier: Handyaktion)

    Quellennachweis für redaktionelle Verwendung:
    Eve’s Eyes Photography / Shutterstock.com

  • Bitte lesen, bitte mitmachen!

    1. Bitte lesen: >> Ursula Münch von der Politischen Akademie Tutzing bricht eine Lanze für die Kommunalpolitik. Frauen sollten ihre Männer in den Elternbeirat schicken, sagt sie, und selbst fürs Rathaus kandidieren…<<[Klick zum SZ Artikel]
    2. Handeln! Die TUTZINGER LISTE steht für Sie gern bereit. Der nächste Vereinstreff ist am 9. Juli 2019 – treffen Sie uns. Wir würden uns freuen, gerade auch wenn Sie U20 sind.

    Satzung

    Mitgliedschaft

     

     

  • Ortsentwicklung Tutzing, Hauptstraße

    Das Forum des 19.02.2018 dürfte eine klare operationale Zielsetzung haben, die sicher noch dieser Tage über die Presse bekanntgegeben wird.

    Die Zielsetzung sollte – unserer Meinung nach – umfassen

    • die Darstellung des jetzigen Erkenntnisstandes
    • die Darstellung weiterer Schritte
    • die Einbettung jetzigen Vorgehens in eine Gesamtvorgehensweise

    Wir erinnern uns: In allen Beiträgen nach der Wahl wurde ebenso wie vor der Wahl der Einbezug der Tutzinger angekündigt, ggfs. analog der Werkstatt Feldafing (aktiver Einbezug der Bürger in aktuelle Arbeitsschritte und Fragestellungen durch Workshops wie auch seinerzeit in Starnberg). Somit dürfen wir erwarten, dass nach einer kurzen Einführung durch das Rathaus mindestens vier Themenfelder Gegenstand des Forums sein werden.

    • Themenfeld 1: Kreisel/Einmündung, Stand und wie mit wem bis wann weiter
    • Themenfeld 2: Beeinflussung des Verkehrsflusses, was ist an Maßnahmen geplant, welche Maßnahmen fehlen, durch wen müssen diese verfolgt werden
    • Themenfeld 3: Grundsätzliche Fragen, die durch die bisher fehlende Fragestellung nach Einbettung der Hauptstraße in ein Gesamtkonzept Tutzing entstehen (Anlass ist das Unverständnis vieler Tutzinger zum immer noch fehlenden Gesamtkonzept)
    • Themenfeld 4: Auswirkung der Planung auf die bestehende/zukünftige Geschäftswelt im Ortskern Tutzing

    Die Themenfelder können von deren Komplexität her kaum in Plenum behandelt werden. Eine Diskussion innerhalb der Besuchergruppen kommt erst zustande, wenn in Kleingruppen zu den drei Themenfeldern diskutiert werden kann. Also sollten wir uns auf eine Mitarbeit in vier Gruppen (gesteuert von Moderatoren) vorbereiten, die zum Schluss sich gegenseitig über das Ergebnis informieren.

    Der 19. ist also nach unserem Verständnis ein erster Schritt in einem Arbeitsprozess, der Grundlage des Entscheidungsprozesses innerhalb Gemeinderat/Verwaltung ist. Damit wäre auch der Zusage des Rathauses entsprochen, kontinuierlich die am Gang der Dinge interessierten Tutzinger in den Arbeits- und Entscheidungsprozess der Ortsentwicklung einzubeziehen.

    Mit unserem hier formulierten Anspruch wollen wir einen Beitrag zur bisher sehr unterschiedlich dargestellten und erfahrenen Arbeitsweise des Rathauses leisten.

    Bitte denken Sie daran: Wer nicht dabei ist, stimmt zu! Er stimmt zu zu dem, was bisher gesamtorts kritisiert wurde. Mit dem Forum und den weiteren Schritten hat Tutzing die Möglichkeit, die Zukunft mitzugestalten. Anderenfalls: Wer sich nicht bewegt, der wird bewegt!

     

    Weiterführende Artikel:

    Kreisel ? Einmündung?

    Stimmen Sie mit ab:

    [democracy id=“5″]

  • Glaube an Fairness ist noch nicht tot

    Einige Tutzinger Bürger fordern seit Jahren den Gemeinderat auf, sich an die Spitze einer Kampagne für eine „FairTrade-Gemeinde Tutzing“ zu stellen. Dazu die Wikipedia-Erklärung, was fairer Handel in diesem Zusammenhang bedeutet:
    „Als fair trade wird ein kontrollierter Handel bezeichnet, bei dem den Erzeugern für die gehandelten Produkte oder Produktbestandteile meist ein von den einzelnen Fair-Trade-Organisationen unterschiedlich bestimmter „Mindestpreis“ bezahlt wird. Damit soll den Produzenten vorwiegend aus Entwicklungsländern auch bei niedrigeren Marktpreisen ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden.“

    Soweit so gut – doch was ist eine „FairTradeGemeinde“?

    Sie hat 5 Bedingungen zu erfüllen: 1) einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels 2) Gründung einer „Steuerungsgruppe 3) Einzelhändler und Cafés verpflichten sich, mindestens 2 Produkte aus fairem Handel anzubieten 4) Öffentliche Einrichtungen verwenden Produkte aus fairem Handel. Bildungsaktivitäten zum Thema finden statt 5) die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten

    Am vergangenen Samstag haben 14 Bürger einen „Steuerungskreis“ gegründet, nachdem die Gemeinde schon 2013 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat. Um die nun fälligen Schritte einzuleiten, trifft sich der Kreis am Dienstag, 28.11. um 19.30 im Roncallihaus, alle Interessierten sind herzlich willkommen.

    Das globale Marktgeschehen hat aber auch in westlichen Agrar- und Wirtschaftsländern zu unfairen Bedingungen für einzelne Markteilnehmer geführt. Allgegenwärtiges Beispiel sind unsere Milchbauern, deren Erträge oft unter ihrem Aufwand liegen. Von Fair Trade ist hier keine Rede. Wenn gerade vor wenigen Tagen die Großmolkerei Berchtesgadener Land vermelden ließ, dass sie nunmehr nur noch Milch von Bauern annimmt, die auf Glyphosat verzichten, und damit eine Preiserhöhung (auch für die Bauern!) rechtfertigt, wird deutlich, dass der Grund für „Unfair Trade“ vor allem auf die Geldgier internationaler Konzerne und die Gleichgültigkeit der Massen zurückzuführen ist.

    Die Initiatoren von FairTrade-Tutzing zeigen auf, dass in Tutzing an konkreten Fragen überparteilich zusammengearbeitet werden kann. Wenn lokale Fleischpreise und Wasserprivatisierungsfragen ebenso überparteilich und breitenwirksam behandelt werden, dann ist das ein echter Fortschritt.

  • Glyphosat und um Glyphosat herum…

    Glyphosat und um Glyphosat herum…

    Der Artikel in der SZ vom 19.09.2017 über den Golfplatz Feldafing stimmt dann doch nachdenklich: Erholungsflächen und insbesondere Golfplätze wie z.B. das europaweit bekannte Golfgelände Feldafing dürfen keinesfalls mehr mit Pflanzengiften wie Glyphosat behandelt werden*; es wird sogar peinlichst darauf geachtet. Warum aber dürfen umliegende Felder und Ackerwiesen bedenkenlos mit Pflanzengiften kultiviert werden? Einfacher: Ist ein Spieler besser dran als ein Konsument belasteter Grundnahrungsmittel? Gilt zweierlei Maß?

    Die Meldungen unterschiedlichster Medien haben eine gleiche Grundausrichtung: Um Glyphosat kommen wir nicht herum. Da mögen noch so viel Studien gekauft oder verkauft worden sein, Glyphosat wird mittlerweile ungeniert als systemrelevant beschrieben.

    Der Fatalismus, mit dem jetzige EU-Handelsbeauftragte an das Thema herangehen, dürfte sehr bedenklich machen. Es sieht so aus, dass eine „Augen zu und durch“-Haltung erfolgversprechend erscheint, denn auch Bundespolitiker wollen mit der Angelegenheit nichts mehr zu tun haben. Sämtliche europäische Behörden haben auf Gleichklang geschaltet; lediglich die Experten der WHO warnen unentwegt. Die suchtartige Abhängigkeit der Agroindustrie dürfte der Grund dafür sein, mittlerweile von der Systemrelevanz zu sprechen. Würde Glyphosat in Europa verboten werden, müsste die EU auch den Import von glyphosathaltigen Futtermitteln unterbinden. Europas Massentierhaltung hängt davon ab, ein Milliardenmarkt wird in seiner Substanz gefährdet.

    Es wäre von Vorteil, entsprechende Studien der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages stünden endlich öffentlich zur Verfügung.
    Wer sind die Eltern aller Glyphosate? Die in den Kriegen entwickelten Chemiewaffen und Nervengase! Und nun scheint Krieg gegen die Natur und den davon abhängigen Menschen geführt zu werden. Unsichtbar und höchst ertragreich über Finanzplätze!

    Kenner der Lage sprechen mittlerweile vom dringend erforderlichen enkeltauglichen Lebensstil. Ohne jetzt für Bio-Märkte, oder wie diese auch heißen mögen, Werbung zu betreiben: Es entwickelt sich eine Bewegung! Die allerdings noch nicht so stark und auffallend ist, dass Teile der Bundesregierung bereit sind, Sorgen der immer größer werdenden Schar Nachdenklicher zur Kenntnis zu nehmen. Es sieht so aus, dass politisches Abwiegeln erfolgversprechender aussieht als einfaches Hinhören und Verstehen wollen.

    Werden nun, nach der Wahl zum Bundestag am 24.09.2017, völlig neue Einstellungen und Erkenntnisse zutage treten? Das Thema muss regional werden und die Stunde der vielen Wahrheiten näher rücken.

    Wir bleiben dran… wer macht mit?

    GBF

    (* Auszug aus der Website des Bayr. Landesamtes f. Landwirtschaft: „Daher sind zwar z.B. für Golfplätze und Sportplätze keine „Spritzgenehmigungen“ mehr notwendig, allerdings zählen Golfplätze und Sportplätze zu den Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind (§ 17 PflSchG). Deshalb dürfen auf diesen Flächen nur Mittel ausgebracht werden, die speziell dafür vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit genehmigt und vor allem vom BVL auf der § 17-Liste veröffentlicht wurden (Hier die Liste: Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind )

    Weiterführende Links:

    https://utopia.de/ratgeber/glyphosat-roundup/

  • Bürgermeisterei! – Gemeinderatssitzung 12.09.2017

    Bürgermeisterei! – Gemeinderatssitzung 12.09.2017

    Die erfolgreiche Arbeit des bisherigen Bürgermeisters und die Fortführung dieser Arbeit durch seine beiden Stellvertreterinnen hat Bestand und muss in schwieriger Zeit fortgesetzt werden. Darüber war man sich einig!

    Weniger Gleichklang war in der Sitzung zu erkennen, wie nun mit der Lage zukünftig umzugehen sei. Unterschiedliche Informationen zur Ausgangslage lagen vor, zudem waren nicht ganz stimmige, zumindest stark interpretierbare Pressemeldungen im Umlauf, die die gesamte Diskussion nicht erleichterten. So gab man sich erneut eine Zeit des Überdenkens bis zur erneuten Diskussion in der Sondersitzung am 19.09.2017. Wobei die Diskussion sich bereits zu einer Debatte entwickelte, ohne sich über die Tragweiten einzelner Entscheidungen ausgetauscht zu haben.

    Um die Komplexität der Gesamtlage etwas überschaubar zu machen, will ich aus meiner Sicht als Pressereferent skizzieren, wie die Lage strukturiert werden kann. Diese Struktur soll eine zielführende Diskussion zur Klärung der Gesamtsituation bringen, zugleich die Vorbereitung der Entscheidung sein, deren Bestand von Dauer sein soll.

    Entscheidend für die Analyse jetziger Situation ist, dass nicht auf eine Wunsch-Person und deren Profil abgestellt wird. Vielmehr ist aufgrund der Rahmenbedingungen und unabänderlicher Fakten ein Raster zu entwickeln, in das sich die dann kandidierenden Personen einpassen können. Das bedeutet also vorläufig eine Abkehr von bisherigen Vorfestlegungen, wer auch immer sie getroffen haben mag und weiterführen möchte.

    Die Situation lässt sich wie folgt beschreiben:
    • Kontinuität bisheriger Arbeit wird allseits gefordert
    • Verwaltung darf in ihren Führungsansprüchen nicht vernachlässigt werden
    • Reibungsloser Übergang hinsichtlich Führung der Verwaltung
    • Kontinuität in der Arbeit des Gesamtgemeinderats und der Ausschüsse
    • Klare Vorgaben durch die Rechtsaufsicht des Landratsamts
    • Das Landratsamt hat den Wahltermin auf den 14.01.2018 festgelegt
    • Forderung nach Einheitlichkeit im Auftreten des Gemeinderats ggü. der Öffentlichkeit
    • Vorläufig gelten die bewährten Vertretungsregelungen für das Bürgermeisteramt

    Die Ursachen der jetzigen Situation sind allgemein bekannt; eine Erläuterung ist nicht erforderlich.

    Für die Entscheidungsvorbereitung gelten folgende Prämissen:
    • Es muss 90 Tage vor der Wahl entschieden werden
    • Sowohl ein ehrenamtlicher als auch ein hauptamtlicher Bürgermeister sind möglich
    • Die Entscheidung kann dem Gemeinderat nicht abgenommen werden
    • Hinsichtlich der Ortsgröße maximal 10.000 Einwohner
    • Altersgrenze bei Hauptamt: 65 Jahre bei Amtsantritt; Altersgrenze bei Ehrenamt: keine

    Es kommen folgende Optionen infrage:

    1. Wahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters auf sechs Jahre, somit bis 14.01.2024
    2. Wahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters auf sechs Jahre, Abkürzung der Amtsperiode bis zum 30.04.2020 auf eigenen Antrag mit Zustimmung Gemeinderat
    3. Wahl eines ehrenamtlichen Bürgermeisters bis zur Wahl 2020

    Wenn Option 1, neuer hauptamtlicher Bürgermeister auf sechs Jahre bis 2024, dann ist zu beachten

    • Überschneidung der Amtsperioden von Bürgermeister und Gemeinderat
    • Bruch in der Zusammensetzung Gemeinderat wegen Neuwahl Gemeinderat in der Halbzeit
    • Diskontinuität in der Führung laufenden Projekte
    • Kontinuität in der Führung der Verwaltung über sechs Jahre
    • Amtszeit von sechs Jahren als Grundlage für langfristige Projekte
    • Außenwirkung der Fortsetzung Hauptamtlichkeit des Bürgermeisters
    • Hauptamtliche Verantwortung für das Geschehen in der Gemeinde

    Wenn Option 2, neuer hauptamtlicher Bürgermeister bis 2020, dann ist zu beachten

    • Kurze Amtszeit, Wiederwahlrisiko des Amtsinhabers, potentieller Bruch in der Kontinuität
    • Kongruenz der Amtsperioden von Bürgermeister und Gemeinderat ab 2020
    • Kontinuität in der Fortführung jetziger hochkomplexer Projekte nur bis 2020
    • Gefahr künstlicher Zunahme der Komplexität jetziger und zukünftiger Projekte
    • Gefährdung von Zukunftsprojekten angesichts kurzer Amtszeit
    • Langfristige Kontinuität in der Führung der Verwaltung gefährdet

    Wenn Option 3, neugewählter ehrenamtlicher Bürgermeister bis 2020, dann ist zu beachten

    • Änderung der Satzung
    • Kongruenz der Amtsperioden von Bürgermeister und Gemeinderat ab 2020
    • Gefahr künstlicher Zunahme der Komplexität jetziger und zukünftiger Projekte
    • Langfristige Kontinuität in der Führung der Verwaltung gefährdet
    • Gefährdung von Zukunftsprojekten angesichts kurzer Amtszeit
    • Außenwirkung bei der einzigen Gemeinde im Landkreis mit ehrenamtlichem Bürgermeister

    Bisherige Haltung des Gemeinderats:
    • CSU verlangt Eingriff in die Satzung (Ehrenamt)
    • FW noch ohne Meinung
    • Stellvertreterinnen des Bürgermeisters wollen Status quo erhalten
    • ödp tendiert zu hauptamtlichem Bürgermeister
    • SPD tendiert zu ehrenamtlicher Lösung
    • Bürger f. Tutzing tendiert zu ehrenamtlicher Lösung
    • Grüne präferieren den hauptamtlichen Bürgermeister
    • FDP noch keine Angabe
    • Parteilose Gruppierungen haben noch keine in sich geschlossene Meinung
    • TL tendiert zu hauptamtlichem Bürgermeister

    Der Gesamt-Gemeinderat hat sich auf die genannten Optionen zu einigen, deren Vor- und langfristige Nachteile zu beschreiben und diese einvernehmlich sichtbar zu dokumentieren. Ggfs. müssen einvernehmlich Erweiterungen der Konsequenzen aus den Optionen einbezogen werden. Diese dann schriftliche Dokumentation hat den Vorteil, sichtbar für alle Beteiligten die Entscheidungsgrundlage nachvollziehbar zu halten.
    Es empfiehlt sich, umfänglich in dieser Reihenfolge vorzugehen. Der Gemeinderat ist es den Wählern schuldig, in dieser so wichtigen Zukunftsfrage angemessen zu handeln und eine fundierte Entscheidung zu treffen. Es dürfte Aufgabe der Verwaltung sein, die Ratssitzung entsprechend vorzubereiten.

     

    Update 15.09.2017: Artikel zur Sitzung im STARNBERGER MERKUR

  • Ein Zeichen für Solidarität und gegen Ausgrenzung

    Ein Zeichen für Solidarität und gegen Ausgrenzung

    Am Sonntag, den 19.6.2016 findet in München eine Menschenkette im Rahmen der bundesweiten Aktion „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt“ statt.

    Treffpunkt um 12 Uhr am Karlsplatz Stachus.

    Wer mitmachen, oder unterstützen will:
    Alle Infos auf Facebook: https://www.facebook.com/events/1951167131776426/
    Online-Petition dazu: https://www.campact.de/fluechtlinge/menschenketten/muenchen/

    Sehen wir uns?

    Gisela Dillmann