Monat: Dezember 2019

  • Unsere ortspolitischen Ziele – Kompakt!

    UNSERE ORTSPOLITISCHEN ZIELE

    • Wirtschaft – wir wollen Tutzing als attraktiven Wirtschaftsstandort für emissionsfreies Gewerbe entwickeln – damit stärken wir unsere kommunale Finanzkraft

    Leben und Arbeiten in Tutzing! 

    • Bezahlbaren Wohnraum für Generationen sichern – Neue Formen des gemeinschaftlichen Bauens finden, Bodenwerte einfrieren, Baugenossenschaften fördern sowie die Ortsbausatzung auf zukünftige Notwendigkeiten ausrichten

    Orts und landschaftsangepasste Bebauung!

    • Ökologie – geht uns alle an – wir setzen uns insbesondere für die Erhaltung unserer Trinkwasserqualität und gegen die Privatisierung unserer Wasserversorgung ein
    • Ausrichtung der Verkehrsplanung an der Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer

    Sichere Wege durch Tutzing schaffen!

    • Bildung und Jugend fördern – Sanierung Mittelschule und Erweiterung zur Ganztagsschule – Offene Jugendarbeit und Jugendtreff mit sozialpädagogischer Betreuung
    • Senioren unterstützen – betreutes Wohnen ausweiten
    • Nachhaltige Unterstützung und Erhaltung des bürgerschaftlichen Engagements in Sport und Kultur

     


    Eine ausführliche Darstellung der Positionen zur Kommunalwahl 2020 finden Sie hier.

     

  • TUTZINGER LISTE – Positionen zur Kommunalwahl 2020

    Positionen zur Kommunalwahl download.

    1. Bürger und Gemeinde
    Tutzinger haben häufig den Eindruck, über beabsichtigte Vorhaben der Gemeinde und die damit verbundenen Folgen nicht immer ausreichend informiert zu werden; es fehle die nötige Transparenz bei der Wahl der Themen und der Entscheidungsfindung. Wobei, so meinen wir, schon zwischen Kommunikation und Information unterschieden werden sollte. Information hat den Charakter einer Einbahnstraße. Kommunikation ist das, wenn man aufsteht, zum anderen geht und sagt, ich möchte gerne mit dir reden… auch innerhalb des Gesamtgemeinderates.

    Wir halten aus der bisherigen Erfahrung heraus die offene Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse mit Bürgerdialog und Bürgerbeteiligung künftig für ausbaufähig.

    Es muss auch den Tutzinger Bürgerinnen und Bürgern vermittelt werden, welche Lösungskompetenz vor dem Hintergrund anstehender Aufgaben und Verantwortungen seitens Verwaltung/Gemeinderat vorhanden ist, teilweise aber mehr und sichtbarer zum Zuge kommen muss. Nur so lassen sich wichtige Projekte realisieren, ohne dass Verwaltung und Gemeinderat Gefahr laufen, mit Bürgerbegehren und Misstrauen rechnen zu müssen. Das Gespräch mit dem Bürger, ob formalisiert oder spontan, steht für uns im Mittelpunkt der Arbeit im Gemeinderat. Vom Bürger müssen auch die Anregungen kommen, damit der Gemeinderat vorausschauend erkennt, wo es glimmt und sich daraus ein Feuerchen entwickeln könnte.
    Bürgerversammlungen sind sehr wichtig, sie erscheinen aber dem stärker werdenden Informations- und Kommunikationsanspruch der Tutzinger nicht immer zu genügen. Daher ist zusätzlich zu den Möglichkeiten, über Anträge die Lösung von Fragen zu anzustoßen, das Gespräch, der regelmäßige Kontakt die aus unserer Sicht entscheidende Quelle einer gedeihlichen Entwicklung der Rats- und Verwaltungsarbeit.
    „Offenes Rathaus…“ wir haben es und sollten es zugunsten Aller viel intensiver als bisher nutzen. Über unseren Gemeinderat informiert die Homepage der TUTZINGER LISTE (TL) regelmäßig, zeitnah und frei von Strömungen oder Interessen. Unser Homepage-Teil „Ortspolitik laufend frisch“ deckt damit auch die Felder ab, die durch die regionalen Medien zumeist nur gestreift werden. Leitgedanke: Aus erster Hand und inhaltsreicher als regionale Medien.

    2. Senioren – Jugend
    Die in Tutzing immer aktiver werdende ältere Generation könnte eine gute Quelle für zukunftsweisende Anstöße abgeben, mit denen das Leben in Tutzing attraktiv gehalten werden kann. Gleichzeitig haben wir viele junge Menschen in Tutzing, die großes Interesse an ihrem Ort zeigen. Folglich sehen wir die rechtzeitige Einbindung von zwei unterschiedlichen Generationen in die Arbeit des Gemeinderates zur Weiterentwicklung des Ortes als wichtig und immer genau zu verfolgen an.

    Wir wollen aber nicht nur verfolgen, wir wollen Schrittmacher sein und die vielen Vorhaben zur Erhöhung der Attraktivität des Ortes nicht nur planen. Wir müssen sie auch plangemäß umsetzen und dabei die Umsetzung in Form einer Abweichungsanalyse kontrollieren. Vor allem aber: Abweichungen gedanklich vorwegnehmen!

    2.1 Senioren
    Seniorinnen und Senioren: Tutzing ist auf diesem Feld hervorragend präsent. Nachdem sich unser Ort im Landkreis an die Spitze der Gemeinden mit dem höchsten Durchschnittsalter legt, wird das auch zukünftig von Bedeutung sein. Barrierefreiheit ist für uns nicht nur ein Schlagwort, sondern auch zu realisieren. Dazu gehört auch der dritte Aufzug am Bahnhof. Wir setzen uns dafür ein, bei der Verkehrsplanung auch die Interessen der älteren Menschen zu berücksichtigen.

    Das „Betreute Wohnen“ in der Bräuhausstraße wurde sehr gut angenommen, davon könnten wir noch mehr gebrauchen! Die Tagespflege im Quinthaus ist ein Glücksfall für Tutzing, weil ohne Leistung der Gemeinde realisiert. Bei nominal 16 Plätzen aktuell allerdings mehr als ausgelastet. Es muss daher ein weiteres Grundstück für eine zweite Tagespflege gefunden werden.

    2.2 Jugendarbeit und Jugendtreff
    Die Jugend ist unsere Zukunft! Das sagt derzeit jeder, zugleich wird aber nicht aktiv hingehört. Ein massiver Fehler, mittlerweile sehr oft an verschleppten Vorhaben zu besichtigen. Doch es fehlt auch an offener Jugendarbeit, außerhalb der Angebote der JM, der Kirchen und der Vereine. Das Projekt eines Jugendtreffs ist seit Jahren im Gespräch.

    Mehrmals verteidigte die TL den Haushaltsansatz. Nunmehr soll zunächst der Bedarf abgeklärt werden. Aber hier rührt sich nicht genug. Es muss ein Konzept erarbeitet werden, abzustimmen mit dem Kreisjugendring, sowie ein Budget erstellt werden für die Räumlichkeiten sowie die notwendige Betreuungskraft mit sozialpädagogischem Hintergrund. Zur Lage: Wir haben keine Erkenntnisfragen mehr, wir haben vorwiegend Umsetzungsfragen. Diese lassen sich gut aufgreifen, frei von grundsätzlichen Fragen.

    3. Ortsentwicklung
    Die Ortsentwicklung Tutzing wird ein Kernstück der politischen Arbeit in den kommenden Dekaden sein. Eingebettet ist die Arbeit in die heute schon bekannten Notwendigkeiten und die Beachtung von gewünschten Möglichkeiten, immer jedoch innerhalb der finanziellen Randbedingungen.

    3.1 Bauen und Wohnen
    Bauen und Wohnen heißt: Existenzsicherung für mehrere Generationen! Es müssen Formen des gemeinschaftlichen Bauens gefunden werden, wir berichteten bereits auf unserer Homepage darüber. Wir sind offen für Bürgergenossenschaften, da es dabei gelingt, den Bodenwert einzufrieren und der Spekulation zu entziehen. Dafür sind Grundstücke in Erbpacht zu vergeben.

    Die Tutzinger Ortsbausatzung ist auf zukünftige Notwendigkeiten auszurichten. Die Angelegenheit ist in Arbeit, wobei dieser Prozess zu beschleunigen ist. Das wird auch bedeuten, Freiheitsgrade anders als bisher zuzulassen.

    Die Folge wird eine Verdichtung im Ortszentrum sein. Hier ist eine Politik mit Augenmaß gefordert, will Tutzing sich wirklich an den zukünftigen Anforderungen erfolgreich messen lassen. Auch hier werden wir weiterhin einen Berichtsschwerpunkt in unserer Homepage haben. Reicht der Boden nicht, muss in die Höhe gegangen werden. Für entsprechende Überlegungen werden wir uns verwenden. Die Wahlen sind guter Anlass, den erforderlichen Tiefgang bei den Bebauungsplänen zu hinterfragen.

    3.2 Hauptstraße
    Viele Ideen, viel Diskussionen, viele Informationen, viele Fragen. Ein Projekt mit Gültigkeit für die nächsten 50 Jahre! Die überparteiliche Diskussion kann mittlerweile fortgesetzt werden. Wir möchten gemeinsam mit Gleichgesinnten Treiber sein. Im Anschluss an die Wahl wird die TL nach der Erfahrung mit derartigen Themen (die TL ergriff seinerzeit die Initiative!) erneut die Angelegenheit aufgreifen. Es gibt keinen Anspruch auf die unveränderte Zahl von Parkplätzen! Die Lage wird zukünftig anders aussehen. Mehr Radfahrer und Fußgänger werden auf der Hauptstraße zu sehen sein.

    Aufenthaltsqualität und Raum für Begegnungen sind gefragt; sie wurden mehrfach angekündigt, sie sollten nun auch realisiert werden. Hier muss Tutzing mithilfe des neuen Gemeinderats Farbe bekennen.

    Die Straßensanierung im Allgemeinen ist jährlich Gegenstand der Haushaltsberatungen. Wobei der Haushalt nicht die Anzahl Schlaglöcher abdeckt, die täglich zu erfahren sind. Der neue Gemeinderat wird nicht umhin kommen, zum Themenkomplex Straßenbau eine Eröffnungsbilanz zu schreiben. Um dann einen Fahrplan erstellen zu können, in welcher Reihenfolge die Projekte angegangen werden müssen. Die bisherige Erfahrung in den Ausschüssen zeigt, welche Bedeutung das notwendige kontinuierliche Abarbeiten der Vorhaben hat. Hier liegt im Verfolgen der Projekte ein wichtiger Schwerpunkt.

    3.3 Schulen
    Tutzing verfügt glücklicherweise über eine vollständige Schullandschaft von Grund- über Mittel- und Realschule bis zum Gymnasium. Die Sanierung der Mittelschule gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Gemeinderats Das Betreiben dieser Schule ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde! Immer wieder wurde die Sanierung zugunsten des Gymnasiums verschoben. Neben der eigentlichen Sanierung geht es auch um den Neubau einer Mensa, da die Ganztagsschule verstärkt angeboten werden wird. Tutzing arbeitet hier an einem Finanzierungskonzept, denn auch nach öffentlicher Förderung wird ein Betrag von rd. 10 Mio. Euro für die Gemeinde verbleiben.

    3.4 Seehof!
    Die Gemeinde muss bei der Linie bleiben, hier ein Hotel realisieren zu lassen, so wie es der Bebauungsplan vorsieht. Wichtig ist die öffentliche Nutzung im Erdgeschoss, also kein abgeschlossenes Gelände. Völlig anders gedacht, ein Traum: Ein Mäzen kauft das Grundstück und es wird zur öffentlichen Parkanlage.

    4. Verkehr
    Die Verkehrsplanung muss an der Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer, Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger ausgerichtet werden. Die Zeiten der Dominanz des motorisierten Verkehrs sind vorüber.

    Der bisher unwidersprochenen Ansicht eines Berliner Verkehrsministers, Geschwindigkeits-beschränkungen seien grundsätzlich gegen den gesunden Menschenverstand, kann nicht gefolgt werden. Wir sind der Meinung, Tutzing wäre nach dem Abwägen aller Vor- und Nachteile schon bereit, zu einer Lösung zu kommen, die mehr mit Sachverstand als mit bisherigem Glauben und Annahme zu tun hat. Handeln wir vorausschauend, brauchen wir nicht auf den heute schon zu besichtigenden totalen Hauptstraßen-Rushhour-Stau und erste Verkehrsopfer zu warten. Eine gute Politik zeichnet sich dadurch aus, vorausschauend zu handeln und nicht erst dann, wenn es gekracht hat. Krachen sollte es aber bei Diskussionen und Debatten; gesunder Krach belebt und ist Merkmal konstruktiver Politik, auf welcher Ebene auch immer.
    Die Lebensqualität in Tutzing ist abhängig davon, wie wir unsere überwiegend hausgemachten Verkehrsprobleme lösen.

    Am Beispiel Verkehrs- und Verkehrsträger-Politik lässt sich zeigen, wie gut und schnell die offenkundig vorhandenen, gewiss nicht einfachen Fragen gelöst werden können. Unser Gemeinderat steht dafür und wird alles tun und nichts unterlassen, parteiübergreifend die Bürgermeisterei zu unterstützen in deren Bemühen um eine einvernehmliche Lösung. Die Problemstellung betrifft uns alle, egal wo im Ort wir auch wohnen.
    In der Hauptstraßenplanung sind wir trotz unerwarteter Stör- und Erkenntnisfälle ein gutes Stück vorangekommen. Die Realisierungsphase könnte uns noch einiges abverlangen. Mit der Hauptstraße auf der Tagesordnung trat die TL an, wir werden weiterhin im Sinne der Planung mitmachen und unentwegt zu notwendigen Kooperationen aufrufen.

    Die TL- Anträge zur Aufnahme in den Arbeitskreis Fahrradfreundliche Gemeinden in Bayern (AKFG) und der Antrag zum Modellversuch mit Tempo 30 auf der Hauptstraße, um Radfahren sicherer zu machen, sind bekannt. Sie müssen lediglich noch nachhaltig verfolgt werden. Nur dann wird es zu vermehrter Nutzung des Rades kommen mit dem positiven Effekt des partiellen Verzichts auf PKW.
    Die Gründung der Ortsgruppe des ADFC stimmt sehr positiv, die TL wird jede Möglichkeit nutzen, den Treibern aktiv zur Seite zu stehen.

    5. Ökologie und Ökonomie
    Die Begriffe widersprechen sich nicht. Ein Widerspruch entsteht erst dann, wenn Ideologie in die Begriffe hineingelegt wird. Seit unserem Bestehen als TUTZINGER LISTE ziehen wir eine Klammer um beide Begriffe. Das brachten wir auch seit Beginn unserer Homepage 2013 mit zahlreichen Beiträgen zum Ausdruck. Wobei wir uns bei den Beiträgen immer von der Frage leiten ließen, welche Bedeutung die einzelnen Beiträge entweder direkt oder indirekt für Tutzing haben könnten oder bereits haben.

    Bisherige Gespräche am Markt, in kleineren Zirkeln und auch über Zufälle ausgelöst, zeigen, es entwickelt sich zur Überschrift „Ökologie“ ein viel stärkeres Bewusstsein bis hin zur Betroffenheit. Betroffenheit ist die Plattform, von der aus dann Aktivitäten privat oder organisiert gestaltet werden können. Wir werden dieses überaus komplexe Thema mit noch mehr Aufwand als bisher wie einen Roten Faden durch unsere Homepage ziehen lassen. An Tutzing zieht der Kelch nicht vorüber. Die TL wird bei dem Thema nicht locker lassen. Ökologie ist nicht das Markenzeichen einer Partei; Ökologie ist integraler Bestandteil der Arbeit aller im Tutzinger Gemeinderat vertretenen Gruppierungen.

    6. Wirtschaft
    Industrie, Handel und Gewerbe sowie Dienstleistung bieten Arbeitsplätze und sorgen mit ihren Steuern für finanziellen Handlungsspielraum der Gemeinde. Eine Gemeinde kann nur dann erfolgreich und zukunftsweisend wirtschaften, wenn nicht jeder Heller zu oft umgedreht werden muss. Es muss mehr Wertschöpfung in die Gemeinde kommen; allerdings nicht in der Form, dass auf Anfragen gewartet wird. Es ist die vornehmste Aufgabe von Verwaltung und Gemeinderat, die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde gedanklich vorwegzunehmen und entsprechend zu steuern. Für uns ein Kernanliegen vor dem Hintergrund bereits absehbarer finanzieller Schieflagen! Daher werden wir uns auch weiterhin sehr intensiv für die Attraktivität der Gemeinde als steuergenerierende Einheit einsetzen. Es liegt auf der Hand, dass hier Interessengegensätze deutlich angesprochen werden müssen und nicht einfach Zufällen überlassen werden dürfen. Aus Zufällen müssen planbare Zustände werden; die sich mit Fragen der Wirtschaft befassenden Tutzinger erwarten das. Hierzu gehört auch der Themenkomplex Bahnhof!

    7. Soziales und Daseinsvorsorge
    Das Politikfeld „Staatliche Daseinsvorsorge“ steht bundesweit im Fadenkreuz der Privatisierung. Was Tutzing aber unvermutet am empfindlichsten treffen könnte, wäre die Deregulierung der gesamten Infrastrukturpolitik zu Fragen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Unbeirrt durch vermeintlich gut informierte Gegenstimmen („… Wasserprivatisierung, das kann in Tutzing nicht passieren“) wird die TL diese Angelegenheit so lange verfolgen, bis Klarheit herrscht.

    Wir haben hierzu in Deutschland eben überhaupt keine Klarheit und von der Angelegenheit „Wasser“ ist im Bereich Tutzing jeder betroffen. Zu der Angelegenheit ist der Weitblick aller Kommunalpolitiker gefragt; bis hin zu Schubladenlösungen („Bürgergenossenschaft Wasserwerk“). Auf Brüssel ist kein Verlass.

    Wichtig! Es kann überall einmal brennen, aber in der Kasse der Feuerwehr darf das nicht passieren!
    Wir haben eindeutig ein Ohr für deren Belange. Deren Bedarf beschäftigt uns, er wird auch budgetiert. Die Erneuerung des Feuerhauses in Tutzing ist eine große Aufgabe, die angegangen werden muss. Der Feuerwehrbedarfsplan ist in Auftrag gegeben.

    8. Kultur
    Tutzing ist in der komfortablen Lage, ein nahezu unübertreffbares Vorhandensein an Ideen und Realisierungsmöglichkeiten für kulturelle Aktivitäten anbieten zu können. Dieses Angebot wird seit Jahren mit großer Bereitschaft und sehr guter Rückmeldung angenommen.

    Wir werden diese Aktivitäten immer unterstützen und Beiträge dafür leisten, dass alle Tutzinger auch weiterhin das Angebot wahrnehmen können. Sollte das Geld einmal knapp werden, wird der TL-Gemeinderat aus seiner bisherigen beruflichen Praxis und seines Engagements in sozial ausgerichteten Vereinigungen dafür sorgen, finanzielle Klippen umschiffen zu können.

    Wählen Sie nicht nur die TL, machen Sie dort auch mit.

    Wir wollen nicht, dass eine Stimme geschenkt oder gar verliehen wird. Wir wollen lediglich, dass Sie Ihre Stimme für die TL erheben und das in der Wahlkabine auch zum Ausdruck bringen und uns mit Stimme und Mittun in unserer Arbeit für Tutzing unterstützen.

    Wir sind klein und in unserer Grundhaltung überschaubar, weil voll auf Tutzing konzentriert. Wir legen großen Wert auf die Nähe zu konkreten Fragestellungen und Vorhaben. Und auf eine gedeihliche Zusammenarbeit innerhalb des Gesamtgemeinderates.

    Sie haben jetzt einen Brief in der Hand, mit dem nicht nur um die Stimme gebeten wird. Wir bitten auch um Ihre Zustimmung während der „stimmlosen“ Zeit, also die Zeit nach der Wahl.Tutzing entwickelt sich nicht nur an der Wahlurne, Tutzing entwickelt sich hauptsächlich in der Zeit zwischen zwei Wahlen.

    Ihr Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg und alle Kandidat*innen der TUTZINGER LISTE

  • Man kennt sich doch…

    Immer dann, wenn ich einer Zeitung die Listung der Kandidaten entnehme, frage ich mich, welchen Zusammenhang es zwischen dem umworbenen Wähler und den Kandidaten geben könnte.

    Einerseits  stellen sich alte Gesichter zur Verfügung, zumeist in der Annahme, in der Vergangenheit alles Erdenkliche zur Freude des Wählers getan zu haben. Mit alten Gesichtern meine ich natürlich die Erfahrenheit, nicht das Zählalter. Andererseits gehen rund um unseren zu verteidigenden See ganze Clans auf die Listen, damit wenigstens einer aus der Familie in die hohe Politik einsteigen kann.

    Einen derartigen Andrang hat es vermutlich selten gegeben. Selten jedoch gibt es heute mehr zu zeigen als die Einstellung, man kenne schließlich das Gesicht oder gar die Gesichterinnen, die plötzlich im Reißverschlussverfahren in die Nachmoderne eingezogen sind. Allen gemeinsam ist bisher, auf den Bekanntheitsgrad zu setzen, weniger auf Sachaussagen. Kämen nämlich Sachaussagen zur Lage der Kommunen und deren Verknüpfung in die sogenannte überregionale Politik, wäre so manchen der demnächst verteilten Flyer oder Luftballons die Luft ausgegangen.

    Es sprach sich doch glatt herum, Umweltthemen berührten Aspekte der Kommunalpolitik. Und Klimafragen in deren Komplexität seien in einzelnen Landkreisteilen angekommen; schließlich sei auch die Jugend aufgewacht und wagt es, anstatt auf segensreiche technische Innovationen zu warten, in den Protest zu gehen.

    Aber irgendetwas macht nachdenklich. Es hat mittlerweile auch der letzte Schnarchzapfen begriffen, Politik werde von der Politik gemacht, also von Politikern. Und solche sitzen ganz unten, Basis nennt man das, und die wüssten, wie das mit dem Politikmachen ginge. Nachdem also von den etablierten und vielen Politikfreunden, die hinzukommen möchten, nichts auf dem Feld Bedrohung unserer Art, Politik zu machen, zu lesen und zu hören ist, scheint‘s mit der Bedrohung nicht weit her zu sein. Hätten wir wirklich die Bedrohung vor der Haustür, dürften die, die bisher für die Abwendung der Bedrohung verantwortlich waren, gar nicht mehr antreten. Sie treten aber an, mit bekannten Gesichtern (lt. Presse: Man kennt sich doch!) und das riecht beachtlich nach dem jahrzehntealten Erfolgsrezept WEITER SO!

    Aus dem Gedanken, kritische und somit auch andersdenkende Geister an Bord zu holen, wird vermutlich erneut nichts mehr. Die Jugend, auch die ältere, permanent auf der Straße, müsste doch begriffen haben, dass ein geordneter Änderungsprozess nur über das Mitmachen in den politischen Gruppierungen möglich ist.

    So, nachdem nichts von Versuchen, die Jugend mitzunehmen, zu lesen ist, dürfte also Entwarnung geblasen werden können. Bis uns der Wind so um die Ohren pfeift, dass wir dessen Richtung nicht mehr erkennen können und das Feld den echten Windmachern wieder überlassen müssen.

    Es könnte sich als folgenschwerer Irrtum herausstellen, den durchschnittlichen IQ der Wähler auf dem gleichen Niveau zu vermuten wie dem eigenen; ihn, den Wähler, also zu unterschätzen. Bei manchen Politikern könnte die Zukunft kürzer sein als deren Vergangenheit. Eine Aufgabe, da für Klarheit zu sorgen, läge bei der Jugend. Denn deren Zukunft wird verspielt, nicht die der „weiter so-Experten“. Die haben ihre Zukunft hinter sich.

    Es liegen demnächst nahezu alle Gesichter im Briefkasten. Was sagen die eigentlich zu den drängenden Fragen? Und zwar so, dass Wahlkampfklamauk wie Reißverschlussverfahren und Ausgewogenheit in Alter und Beruf nach der Wahl gemessen werden kann.

    Ist sie eigentlich zukunftsweisend, die vorwiegend inhaltslose Vermittlung der Leistungen über Photoshop und Plakatwände?

    Bin gespannt, wie es unser Landkreis schafft, in die nächsten 12 Jahre zu schauen.

    Ihr JB

  • 19.12.: Erweiterung des ÖPNV Tutzing II

    Erweiterung des ÖPNV in Tutzing – so lautete der Antrag einer Jugendgruppe in der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss am 18.12.2019 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald (FW). Diese Gruppe, Mitglieder der Jugendfeuerwehren Tutzing und Traubing, hatte das Thema bereits in der Gemeinderatssitzung am 05.11.2019 öffentlich vorgetragen. Nun ging es im Ausschuss weiter. Der Antrag richtet sich auf die Anbindung weiterer Ortsteile wie Kallerbach, Kampberg, Diemendorf, Unterzeismering und evtl auch. Haunshofen per Bus. Dies brächte Kostenersparnisse für Autofahrer, schütze die Umwelt und trüge zur Verkehrsentlastung bei. Die Mitglieder des Ausschusses ergänzten hinsichtlich Kosten, bestehender Verträge über Fahrtrouten des RVO und die mögliche Ausdehnung des MVV-Gebietes bis Weilheim. Die Bürgermeisterin berichtete von ihren Gesprächen mit dem Landratsamt und dem MVV. Danach wird von der Gemeinde ein Vorschlag erwartet, die derzeit ungenutzte Kapazität von ca. 40 Minuten des zweiten Ortsbusses 978 zu nutzen. Dies könnte, als Anfang, die Anbindung der südlichen Supermärkte, des Gebietes um die Kellerwiese und zurück über Kallerbach sein. In einem Gespräch mit dem Landratsamt im Januar 2020 soll die Strecke vereinbart werden, die dann bereits ab März 2020 gefahren werden könnte. Die Ausschussmitglieder forderten die Verwaltung auf, hier über die Restausnutzung des Ortsbusses 978 weiter zu denken und bei der Tourenplanung kreativ zu sein, um die Rechte des RVO gerade nicht zu berühren. In diesem Sinne erging einstimmig ein Empfehlungsbeschluss.

    Weitere Punkte der Sitzung:

    • Im Gemeindegebiet soll es „Mitfahrbankerl“ geben. Es lag ein Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vor, das Thema war allerdings nicht neu, wie die Bürgermeisterin aufklärte. Schon lange sei sie mit dem Bernrieder Bürgermeister Josef Steigenberger über das Thema in intensivem Austausch. Bei den Haushaltsberatungen für 2020 wurde das Thema ebenfalls – nichtöffentlich – behandelt; Finanazmittel wurden bereitgestellt. Erste Spender dieser Bänke zu je 400 Euro sind bereits gefunden. Bereits in den 1990er Jahren gab es eine Initiative („Roter Punkt“), erinnerte ein Ausschussmitglied. Damals sei die Zeit für diesen Vorschlag noch nicht reif gewesen. Wichtig zu wissen: hier werden Orte für eine Mitfahrbank festgelegt, wo sich Angebot und Nachfrage nach Fahrleistung begegnen können. Entsprechend sind die Mitfahrbankerl nur für das Einsteigen, nicht für das Aussteigen, es handelt sich nicht um eine Haltestelle. Vorschläge für die Standorte der Mitfahrbänke werden derzeit gesammelt. Der Ausschuss empfahl hier eine gute Kommunikation in die Öffentlichkeit, damit das Vorhaben auch funktioniere, wie übrigens in anderen Gemeinden auch. So ließe sich der motorisierte Individualverkehr eindämmen.
    • Die Widmung eines Flurstücks an der Lindemannstraße als öffentliche Ortsstraße wurde von der Tagesordnung abgesetzt.
    • Die Lichtverschmutzung im Gemeindegebiet Tutzing war Thema einer Aussprache. Die ersten Warnungen vor Lichtverschmutzung erklangen vor langer Zeit, inzwischen leuchten unsere Städte zum Teil um ein Vielfaches heller als das natürliche Nachtlicht. Doch es wird immer deutlicher, dass es Folgen für Mensch und Tier hat, wenn die Nacht zum Tag wird. Zunächst berichtete die Bürgermeisterin über realisierte und geplante Umrüstungen von Brennstellen auf LED im Gemeindegebiet. Kontrovers diskutiert wurde die Frage der Nachtabschaltung. Zum einen wird für die Nachtabschaltung auf Umweltaspekte und Stromersparnis abgestellt, zum anderen wird auf das subjektive Sicherheitsbedürfnis verwiesen, das eine Beleuchtung der Straßen erforderlich mache. Eine gute aber teuere Lösung heißt „Smart Lighting“, worauf ich bereits in der Ausschusssitzung am 26.02.2019 hingewiesen habe. Diese „intelligenten“ Leuchten können die Lichtquelle hinsichtlich Intensität, Farbe und Zeit anspruchsvoll steuern. Um hier angesichts der knappen Finanzmittel der Gemeinde voranzukommen, brachte ein Ausschussmitglied das Betreibermodell ins Gespräch: Der Betreiber finanziert die Leuchten und betreibt sie im Rahmen eines Vertrags mit der Gemeinde. Die Ausführungen der Verwaltung wurden zu Kenntnis genommen mit dem Auftrag an die Verwaltung, hier weiter zu recherchieren.

    Unter Mitteilungen und Anfragen, Aktuelles und Verschiedenes fasst die Bürgermeisterin nach Aufforderung durch ein Ausschussmitglied die Situation zum Funkmasten und damit zur innerörtlichen Mobilfunkversorgung durch die Telekom zusammen: Telekom und Deutsche Funkturm GmbH haben es versäumt, rechtzeitig einen neuen Standort für einen Mobilfunkmast zu finden und eine Baugenehmigung zu erhalten. Der Mast in der Kirchenstraße besaß keine Genehmigung, die Bauarbeiten wurden daher gestoppt.. Die Gemeinde hat sich – ohne Zuständigkeit – für die Bürger eingesetzt, die über die unzureichende bis nicht vorhandene Mobilfunkversorgung im Ortsnetzt klagt hätten. Anschließend sei das mobile Provisorium eines Funkmasten am Waldfriedhof errichtet worden. Für ein stationäres Provisorium stellte die Gemeinde – wiederum am Waldfriedhof – eine Fläche zur Verfügung, der Bauantrag wurde durch wegen Eilbedürftigkeit schnell behandelt, befürwortet und an das Landratsamt weitergereicht. Nun stellte das Landratsamt fest, dass wesentliche Unterlagen zum Bauantrag fehlten. Das klingt unprofessionell von einem Unternehmen, dessen tägliches Geschäft es ist, Funkmasten zu errichten! Aber man müsste auch die andere Seite hören.

  • Geschenke für Tutzinger

    Geschenke für Tutzinger

    In Kooperation mit der „ Ambulante Krankenpflege Tutzing“ und dem Damenmodengeschäft „Frauensache“ in Tutzing werden Tutzinger Bürgerinnen und Bürger zu Weihnachten beschenkt. Kunden des Geschäfts wurden gebeten, Päckchen zu packen für all die Senioren/innen, die sich viele dieser schönen Dinge nicht leisten können, Weihnachtspäckchen z.B. mit Kaffee, Tee, Gebäck, einem schönen Schal….

    Diese Päckchen kombiniert der Lions Club Starnberger See – Ludwig II. mit eigenen Gutscheinen (40 Stück zu je 50 Euro). Die Verteilung der Gutscheine und der Päckchen, die im Geschäft „Frauensache“ gesammelt worden sind, hat am 18. Dezember 2019 begonnen. Die Adressen bedürftiger Einzelpersonen, Paare oder Familien steuert die Ambulante Krankenpflege bei. So kann das Weihnachtsfest bei diesen Menschen verschönert werden.

    Auf dem Bild von links nach rechts:

    • Armin Heil, Leiter der Ambulanten Krankenpflege Tutzing,
    • Tanja Dressel –  Mitarbeiterin Frauensache
    • Andrea Behrens-Ramberg und Ingrid Kolle, Lions Club Starnberger See – Ludwig II.
  • 18.12.: Bauräume herausnehmen!

    Der Bau- und Ortsplanungsplanungsausschuss beschloss in der Sitzung am 17.12.2019 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald (FW) mehrheitlich, in den Bebauungsplänen 45/46 „Westlich und östlich der Traubinger Straße, Teilbebauungspläne 1-12, die engen Bauräume herauszunehmen. In den Bebauungsplänen aus dem Jahr 1996 wurde bereits 2014 Änderungsbedarf im Hinblick auf zu enge Bauräume, Dachgestaltung und Vorgartenzonen festgestellt. Inzwischen ist das Gebiet gut verdichtet, jetzt stehen Ergänzungen, Umbauten und auf wenigen Grundstücken zusätzliche Häuser an. Die Bauräume sind, wie der gemeindliche Planer Prof. Burgstaller zeigte, häufig direkt an der Gebäudegrenze. Zusätzliche Balkone oder erkerartige Erweiterungen sind dann nicht möglich. Befreiungen werden vom Landratsamt nicht akzeptiert, es muss in diesen Fällen eine Änderung des Bebauungsplans mit Änderung des jeweiligen Bauraums beantragt werden. Vor diesem Hintergrund schlug Prof. Burgstaller vor, die Bäuräume aufzuheben statt mit hohem Aufwand neue Bauräume zu definieren. Hier sollte nicht viel passieren. Tatsächlich sind die Bauwerber durch Grundstücksgrenzen, einzuhaltende Abstandsflächen, Grünzonen und weitere Festlegungen der Bebauungspläne in ihren Vorhaben begrenzt. Kleinere An- und Umbauten könnten zukünftig auf dem Verwaltungswege genehmigt werden. Im Falle eines „Ausreißers“ bliebe noch das Instrument der Veränderungssperre, um nicht erwünschte Vorhaben zu stoppen. Zusätzlich wurden einstimmig die Dachformen festgelegt, nämlich Sattel- oder Walmdach mit einer Dachneigung mindestens 15°. Dies soll zu einer achitektonischen Beruhigung führen. Zum dritten Punkt, den Vorgartenzonen, gab die Landschaftsplanerin Monika Treiber eine illustrierte Übersicht, die der Ausschuss zur Kenntnis nahm. Die Bürgermeisterin merkte an, es sei leider die Mentalität der Tutzinger Bürger, sich mit Hecken „einzukasteln“. Ein Ratskollege wurde drastischer und stellte fest, Empfehlungen und Appelle nützten bei „unsozialen Mitbürgern“ nichts.

    Weitere Punkte der Sitzung:

    • Einstimmig billigte der Bau- und Ortsplanungsausschuss den Entwurf zur 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 78 „Ortszentrum Tutzing“, Teilbebauungsplan 8.1 (Sanierung Mittelschule und Mensa) samt Begründung in der Fassung vom 17.12.2019. Die Verwaltung wurde beauftragt, das Auslegungsverfahren nach § 13a BauGB durchzuführen.
    • Der Bebauungsplan Nr. 78 „Ortszentrum Tutzing“, Teilbebauungsplan 4.1 (ehem. „Andechser Hof“) wurde von der Tagesordnung abgesetzt.
    • Nachdem der Bebaunngsplan Nr. 66 „Bergwiesen“ dieselben Festsetzungen wie die Bebauungspläne 45/46 enthält, wurden die Festlegungen für die Dachformen einstimmig übernommen. Das Thema Vorgartenzone wird noch diskutiert.
    • Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, zwei geänderte Punkte ergänzend zum Abwägungsbeschluss aus der Sitzung des Bau- und Ortsplanungsausschusses am 26.03.2019 in den neu auszulegenden Bebauungsplan Nr. 92 „Gröschlstraße Südost“ aufzunehmen. Dabei handelt es sich für die drei nördlichen Grundstücke um (1) eine Erhöhung der GR auf 150 m² sowie die Zulassung von jeweils zwei Wohneinheiten und (2) die Zulassung der Ableitung von Regenwasser in den Vorfluter auf der gegenüberliegenden Straßenseite, was mit Wasserwirtschaftamt und Abwasserverband so besprochen wurde. Nach der Auslegung wird es dann den Satzungsbeschluss geben.
    • Die Bürgermeisterin gab zum Bebauungsplan Nr. 78 „Ortszentrum Tutzing“, Teilbebauungsplan 9, zur Kenntnis, dass mit der betroffenen Evangelischen Akademie bzw. der Evangelischen Landeskirche intensiv gesprochen werde. Ein Aufstellungsbeschluss war bereits gefasst worden.
    • Bei dem Antrag auf Baugenehmigung für die Anbringung von Werbeanlagen in den Lindemannstraße 11 ging es um den dort ansässigen Textilmarkt. Bei der Ortsbesichtigung stellten wir fest, dass es dort genehmigte und nicht genehmigte Werbeanlagen gibt. Insgesamt wird ein zurückhaltendes Bild gewünscht, in der Regel angeleuchtete oder hinterleuchtete Werbeanlagen, weniger selbstleuchtende. Zugleich gibt es widersprüchliche Festsetzungen im Bebauungsplan. Vor diesem Hintergrund wurde der Antrag im Ausschuss abgelehnt. Die Bürgermeisterin wird mit den Vertretern der betroffenen Unternehmen sprechen, im Bebauungsplan sollten die Festlegungen bereinigt werden.
    • Dem Antrag auf Baugenehmigung für Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten des Bestandsgebäudes sowie zur Erweiterung der zweiten Wohneinheit in der Lindenallee 1 wurde zugestimmt. Es entsteht keine dritte Wohneinheit, wie ursprünglich vermutet worden war; die äußere Hülle des Gebäudes bleibt unverändert.
    • Mehrheitlich wurde dem Antrag auf Baugenehmigung für die Errichtung eines Dreifamilienhauses mit drei Garagenstellplätzen in der Schlesischen Straße 1 zugestimmt.  Der Antrag sieht den Neubau eines Dreifamilienhauses mit Vertikalteilung vor, letztlich ein unechter Dreispänner auf einem Gemeinschaftsgrundstück. Das ist auf einem Grundstück von 619 m² kein Trick, denn alle Bestimmungen werden eingehalten.
    • Dem Antrag auf Baugenehmigung zur Erweiterung einer zweiten Wohneinheit und zum Ausbau des Obergeschosses in der Heimgartenstraße 1, Planfassung vom 25.11.2019, wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Soweit eine Befreiung von der Festsetzung A2 (Baugrenzen) für den nördlichen Anbau notwendig ist, wird diese hiermit höchstvorsorglich erteilt. Das passt zu dem Beschluss, im Bebauungsplan 45/46 die Bauräume aufzuheben.
    • Wiederholt musste sich der Ausschuss mit dem Antrag auf Baugenehmigung zum Anbau eines Wintergartens in der Lindemannstraße 23 befassen. Hier geht es lediglich darum, dass der neue Eigentümer der Immobilien einen Wintergarten nachgenehmigen lassen möchte. Dem Antrag wurde zugestimmt. Die Bedenken der Verwaltung, ob angesichts zahlreicher Befreiungen die hier begrenzende Festsetzzung der Bauräume überhaupt noch gültig ist, soll das Kreisbauamt überprüfen. Höchstvorsorglich stimmte der Ausschuss einer Befreiung von der Festsetzung der Baugrenze des Bebauungsplans für die nachträgliche Genehmigung des Wintergartens zu.
  • 11.12.: Sprechstunde für die Jugend!

    Die gemeindliche Jugendarbeit war das Thema einer Aussprache im Haupt-, Finanz- und Werkausschuss am 10.12.2019 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald (FW). Das ist ein Dauerthema seit meinem Antritt als Gemeinderat und schon davor. Passiert ist hier nichts. Der Amtsvorgänger der Bürgermeisterin hatte einen Haushaltsansatz von 50.000 Euro für einen Jugendtreff budgetiert. Der wurde zwischenzeitlich erhöht und wieder gesenkt. Derzeit stehen 20.000 Euro im Haushalt für konzeptionelle Arbeit. Nur wer ist die Jugend, die mit gemeindlicher Jugendarbeit angesprochen werden soll. Die Jugend gibt es nicht, man muss sie differenziert betrachten. Von den Vereinen, den Kirchen und der JM gibt es ein breites Angebot an Jugendarbeit. Die JM bekommt gemeindliche Räume zur Verfügung gestellt. Auch das gemeindliche Ferienprogramm gehört dazu. Die Jugend ist, so eine Ausschusskollegin, „gut aufgeräumt“. Auffälligkeiten haben wir in Tutzing glücklicherweise auch keine, Feuerchen im Kustermannpark und Streiche in der Freinacht gab es früher auch. Der Beteiligung der Jugend sollte eine Struktur gegeben werden. In einer Sprechstunde könnten wir die Interessen der Jugend erfahren. Das erfolgt am besten begleitet durch eine Sozialpädagogin oder einen Sozialpädagogen eines freien Trägers, der von der Gemeinde bezuschusst wird. Damit könnten auch Synergien mit anderen Einrichtungen und eine gute Vernetzung erreicht werden. Daraus entstand die Idee, mit einer – begleiteten – Sprechstunde für die Jugend unter 18 Jahren zu beginnen. Zusätzlich soll versuchsweise ein Ort der Begegnung geschaffen werden, z.B. eine Feuerstelle im Kustermannpark. Ausschusskollege Georg Schuster würde den ersten Ster Holz spendieren.

    Weiterer Punkt der Sitzung:

    Für die provisorische Funkübertragungsstelle der Deutsche Funkturm GmbH am Waldfriedhof wird ein Mietvertrag für die Zeit vom 01.12.2019 bis 30.11.2022 abgeschlossen, der am Ende einen Rückbau vorsieht. Dies wurde einstimmig beschlossen. Die Bürgermeisterin informierte darüber hinaus, dass der Bauantrag für den neuen Funkmasten bei Landratsamt noch nicht durch ist, weil noch Unterlagen fehlten. Nicht sehr professionell vom Bauwerber!

  • 04.12.: Bildungsinvestitionen!

    Einstimmig wurde der kommunale Zuschuss zur Volkshochschule Starnberger See e.V. erhöht! So geschehen in der Sitzung des Gemeinderats am 03.12.2019 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald /FW). Die VHS ist ein Zweckverbund, Tutzing eine der Trägergemeinden. Zum Antrag auf Erhöhung des Zuschusses von 3 auf 4 Euro pro Kopf – nach 11 Jahren – hatte die VHS-Leiterin Christine Loibl einen Antrag formuliert und mit einer Präsentation der Zahlen unterlegt. Daraus ging hervor, dass die Teilnehmerzahlen gestiegen sind und mit der Programmausweitung natürlich auch die Personalkosten. Der entsprechende Änderungsvertrag mit Wirkung ab 01.01.2020, so mein Hinweis, kann erst nach den Haushaltsberatungen abgeschlossen werden.

    Weitere Punkte der Sitzung:

    • Um die Mitarbeiter der Verwaltung besser zu bezahlen und damit als Arbeitgeber attraktiver zu werden, wird die Großraum München-Zulage für Tutzing übernommen. Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) hat dem örtlichen Tarifvertrag, den die Landeshauptstadt mit der Gewerkschaft abgeschlossen hat, zugestimmt und die Mitglieder gleichzeitig ermächtigt, die entsprechende Zulage bis zur definierte Höhe zu zahlen. Das sind, je nach Entgeltgruppe, 270 bzw. 135 Euro, für Auszubildende 140 Euro und für Anspruchsberechtigte 50 Euro im Monat als Kinderzuschlag. Die bisher gezahlte Ballungsraumzulage wird gestrichen, ebenso die Schmutzzulage. Über eine Erschwerniszulage wird später entschieden. Natürlich steht diese Regelung wie üblich unter dem Widerrufsvorbehalt des Arbeitgebers, wenn sich der Tarifvertrag ändert. Im Ergebnis erhöhen sich die Personalkosten um ca. 132.000 Euro pro Jahr, eine dauerhafte Belastung, die im Haushalt berücksichtigt werden muss.
    • Einstimmig folgte der Gemeinderat der Empfehlung des Bau- und Ortsplanungsausschuss und erließ eine Stellplatzsatzung für den Betrieb der Gaststätte im sog. „Midgardhaus“. Die Satzung für den Nachweis, die Herstellung und die Ablösung von Kraftfahrzeug- und Fahrradabstellplätzen für die gastronomischen Betriebe in der Gemeinde Tutzing wurde für das Gemeindegebiet insgesamt ausgearbeitet und nun für Teil 1 „Midgardhaus beschlossen. Je 20 m² Nettogastfläche sind ein Kfz-Stellplatz und ein Fahrradabstellplatz nachzuweisen. Damit und auch bei den Ablösebeträgen von 10.000 Euro und 1.000 je Kfz- bzw. Fahrradabstellplätze hatte sich der Ausschuss an den Gepflogenheiten in anderen Gemeinden orientiert. Wichtig ist natürlich der Bestandsschutz für bestehende gastronomische Betriebe; hier besteht kein Grund zur Sorge.
    • Dem Antrag auf Änderung des Bebauungsplans Nr. 45, „Tutzing Nordwest, westlich der Traubinger Straße“, Teilbebauungspläne 2 und 3 wurde zugestimmt. Der Gemeinderat folgte damit dem Empfehlungsbeschluss des Bau- und Ortsplanungsausschusses vom 19.11.2019. Hintergrund ist die Ertüchtigung eines vorhandenen Waldwegs auf Privatgrund, damit das Grundstück vom Benediktenweg her erschlossen werden kann.
    • Die 2. Änderung des Bebauungslans Nr. 34 „zwischen Seestraße und Johannishügel“ wurde einstimmig beschlossen. Für den Ausbau der Hauptstraße müssen Ablageflächen für das Aushubmaterial ausgewiesen werden. Die Lagerung des Aushubmaterials findet nur temporär statt. Um dies rechtlich abzusichern, ist die Änderung des Bebauungsplans erforderlich. Beauftragt wurde das Architekturbüro Hörner in Schongau. Gleichzeitig wurde das Verfahren einschließlich Satzungsbeschluss an den Bau- und Ortsplanungsausschuss übertragen.
    • Dem Antrag (der Gemeinde Tutzing) auf Baugenehmigung zur Sanierung der Mittelschule in der Greinwaldstraße wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Hier müssen wir formal im Baugenehmigungsverfahren weiterkommen, denn der Beschluss bedeutet nicht die Realisierung! Trotzdem drängt die Zeit, damit endlich mit der Sanierung begonnen werden kann. Im nächsten Schritte entscheidet das Landratsamt. Dafür muss erst ein Finanzierungskonzept ausgearbeitet werden, auf das die Mitglieder des Gemeinderats warten, wie ein Ratskollege kritisch anmerkte.

    Unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes informierte die Bürgermeisterin Vollsperrung der Oskar-Schüler-Straße auf Höhe Hs.-Nr. 9 in der Zeit von 09.12.2019 bis 16.12.2019. Grund sind notwendige Kanalbauarbeiten. Die Umleitung erfolgt über die Kirchenstraße – Bahnhofstraße – Hauptstraße und umgekehrt.  Die Beschilderung der veränderten Parkmöglichkeiten an der Bräuhausstraße ließe noch auf sich warten, erst müsse die verkehrsrechtliche Anordnung erfolgen, dann könnten die Schilder bestellt und anschließend montiert werden.

  • Radverkehr in Tutzing

    Wie kann der Radverkehr in Tutzing verbessert werden? Das war die Ausgangsfrage in der TUTZINGER LISTE. Daraus entstanden im Sommer zwei Anträge, die in der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses am 26.11.2019 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald (FW) behandelt wurden:

    • Antrag zur Aufnahme in die “Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern – AGFK Bayern e.V.”
    • Antrag zur Aufnahme in das Forschungsprojekt zu “Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen” für die Hauptstraße in Tutzing (Ortszentrum)durchgeführt von der AGFK mit der Technischen Hochschule Nürnberg von 2018 bis 2020

    Ziel war es, externe Expertise für die Schafftung einer fahrradfreundlichen Infrastruktur zu erhalten und die Diskussion über Tempo 30 auf der Hauptstraße mit Fakten aus einer Untersuchung zu unterlegen. Wie Sie unter dem obenstehenden Link nachlesen können, ist das nur zum Teil gelungen.

    Der Starnberger Merkur hat zu der kontroversen Diskussion am 03.12.2019 den nachstehenden Beitrag veröffentlicht (zum Vergrößern bitte anklicken):