Schlagwort: Fair Trade

  • Fair Trade heisst: Sozial gerecht!

    Fair Trade Gemeinde Tutzing wird – nach sechs Jahren – im Wahlkampf 2017/18 wieder ein Thema. Das ist wichtig, denn nur so kann auch zukünftig in einer Gemeinde eine Kultur des verantwortungsvollen Umgangs mit unserer Biosphäre im Rahmen der Grenzen unseres Planeten entstehen. Würde man in den Schubladen des Gemeindehauses nach Unterlagen aus der Diskussion vor 6 Jahren suchen: Sicher Fehlanzeige! Das ist peinlich. Besonders aber die Tatsache, dass ein Sitzungsprotokoll nicht auffindbar ist.

    An der Beamtenfachhochschule wird gründlich gelehrt:
    Jede durchformulierte Tagesordnung wird vom Sitzungsleiter und einem erfahrenen Protokollanten abgehandelt. Nach jedem TOP wird die Entscheidung festgehalten, ein Erledigungstermin festgelegt, der Punkt verlesen und vom Sitzungsleiter im Original abgezeichnet. Damit ist gewährleistet, dass hierbei erfolgte Aufträge an die Verwaltung inhaltlich und terminlich nachverfolgt werden können.

    Wie Sie auf www.tutzing.de sehen können, wird in der Regel ein auch für den außenstehenden Leser meist unbrauchbares Protokoll veröffentlicht. Was zu Unsicherheiten in der Auftragsverfolgung und hinsichtlich der Verbindlichkeit des Protokolls führt.

    „Fair-Trade-Gemeinde Tutzing“ sollte Anlass und Beweis genug sein, dass das bisher untaugliche Protokollverfahren endlich aufgegeben wird. Zu einer Fair Trade Gemeinde gehört nicht nur eine Werbeveranstaltung, sondern auch ein gleichlautendes Handeln aller Organe im Ort. Protokolle, denen Aussage und Transparenz fehlt, sind nicht nachhaltig. Fair Trade heisst doch faires Handeln, oder?

    Hier wartet eine erste und damit sehr vornehme Führungs-Aufgabe auf den/die neue/n BürgermeisterIn.

    Wir würden uns über ein Fair Trade Rathaus sehr freuen.

     

  • Glaube an Fairness ist noch nicht tot

    Einige Tutzinger Bürger fordern seit Jahren den Gemeinderat auf, sich an die Spitze einer Kampagne für eine „FairTrade-Gemeinde Tutzing“ zu stellen. Dazu die Wikipedia-Erklärung, was fairer Handel in diesem Zusammenhang bedeutet:
    „Als fair trade wird ein kontrollierter Handel bezeichnet, bei dem den Erzeugern für die gehandelten Produkte oder Produktbestandteile meist ein von den einzelnen Fair-Trade-Organisationen unterschiedlich bestimmter „Mindestpreis“ bezahlt wird. Damit soll den Produzenten vorwiegend aus Entwicklungsländern auch bei niedrigeren Marktpreisen ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden.“

    Soweit so gut – doch was ist eine „FairTradeGemeinde“?

    Sie hat 5 Bedingungen zu erfüllen: 1) einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels 2) Gründung einer „Steuerungsgruppe 3) Einzelhändler und Cafés verpflichten sich, mindestens 2 Produkte aus fairem Handel anzubieten 4) Öffentliche Einrichtungen verwenden Produkte aus fairem Handel. Bildungsaktivitäten zum Thema finden statt 5) die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten

    Am vergangenen Samstag haben 14 Bürger einen „Steuerungskreis“ gegründet, nachdem die Gemeinde schon 2013 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat. Um die nun fälligen Schritte einzuleiten, trifft sich der Kreis am Dienstag, 28.11. um 19.30 im Roncallihaus, alle Interessierten sind herzlich willkommen.

    Das globale Marktgeschehen hat aber auch in westlichen Agrar- und Wirtschaftsländern zu unfairen Bedingungen für einzelne Markteilnehmer geführt. Allgegenwärtiges Beispiel sind unsere Milchbauern, deren Erträge oft unter ihrem Aufwand liegen. Von Fair Trade ist hier keine Rede. Wenn gerade vor wenigen Tagen die Großmolkerei Berchtesgadener Land vermelden ließ, dass sie nunmehr nur noch Milch von Bauern annimmt, die auf Glyphosat verzichten, und damit eine Preiserhöhung (auch für die Bauern!) rechtfertigt, wird deutlich, dass der Grund für „Unfair Trade“ vor allem auf die Geldgier internationaler Konzerne und die Gleichgültigkeit der Massen zurückzuführen ist.

    Die Initiatoren von FairTrade-Tutzing zeigen auf, dass in Tutzing an konkreten Fragen überparteilich zusammengearbeitet werden kann. Wenn lokale Fleischpreise und Wasserprivatisierungsfragen ebenso überparteilich und breitenwirksam behandelt werden, dann ist das ein echter Fortschritt.