Fair Trade Gemeinde Tutzing wird – nach sechs Jahren – im Wahlkampf 2017/18 wieder ein Thema. Das ist wichtig, denn nur so kann auch zukünftig in einer Gemeinde eine Kultur des verantwortungsvollen Umgangs mit unserer Biosphäre im Rahmen der Grenzen unseres Planeten entstehen. Würde man in den Schubladen des Gemeindehauses nach Unterlagen aus der Diskussion vor 6 Jahren suchen: Sicher Fehlanzeige! Das ist peinlich. Besonders aber die Tatsache, dass ein Sitzungsprotokoll nicht auffindbar ist.
An der Beamtenfachhochschule wird gründlich gelehrt:
Jede durchformulierte Tagesordnung wird vom Sitzungsleiter und einem erfahrenen Protokollanten abgehandelt. Nach jedem TOP wird die Entscheidung festgehalten, ein Erledigungstermin festgelegt, der Punkt verlesen und vom Sitzungsleiter im Original abgezeichnet. Damit ist gewährleistet, dass hierbei erfolgte Aufträge an die Verwaltung inhaltlich und terminlich nachverfolgt werden können.
Wie Sie auf www.tutzing.de sehen können, wird in der Regel ein auch für den außenstehenden Leser meist unbrauchbares Protokoll veröffentlicht. Was zu Unsicherheiten in der Auftragsverfolgung und hinsichtlich der Verbindlichkeit des Protokolls führt.
„Fair-Trade-Gemeinde Tutzing“ sollte Anlass und Beweis genug sein, dass das bisher untaugliche Protokollverfahren endlich aufgegeben wird. Zu einer Fair Trade Gemeinde gehört nicht nur eine Werbeveranstaltung, sondern auch ein gleichlautendes Handeln aller Organe im Ort. Protokolle, denen Aussage und Transparenz fehlt, sind nicht nachhaltig. Fair Trade heisst doch faires Handeln, oder?
Hier wartet eine erste und damit sehr vornehme Führungs-Aufgabe auf den/die neue/n BürgermeisterIn.
Wir würden uns über ein Fair Trade Rathaus sehr freuen.