Schlagwort: Gemeinde

  • Fair Trade heisst: Sozial gerecht!

    Fair Trade Gemeinde Tutzing wird – nach sechs Jahren – im Wahlkampf 2017/18 wieder ein Thema. Das ist wichtig, denn nur so kann auch zukünftig in einer Gemeinde eine Kultur des verantwortungsvollen Umgangs mit unserer Biosphäre im Rahmen der Grenzen unseres Planeten entstehen. Würde man in den Schubladen des Gemeindehauses nach Unterlagen aus der Diskussion vor 6 Jahren suchen: Sicher Fehlanzeige! Das ist peinlich. Besonders aber die Tatsache, dass ein Sitzungsprotokoll nicht auffindbar ist.

    An der Beamtenfachhochschule wird gründlich gelehrt:
    Jede durchformulierte Tagesordnung wird vom Sitzungsleiter und einem erfahrenen Protokollanten abgehandelt. Nach jedem TOP wird die Entscheidung festgehalten, ein Erledigungstermin festgelegt, der Punkt verlesen und vom Sitzungsleiter im Original abgezeichnet. Damit ist gewährleistet, dass hierbei erfolgte Aufträge an die Verwaltung inhaltlich und terminlich nachverfolgt werden können.

    Wie Sie auf www.tutzing.de sehen können, wird in der Regel ein auch für den außenstehenden Leser meist unbrauchbares Protokoll veröffentlicht. Was zu Unsicherheiten in der Auftragsverfolgung und hinsichtlich der Verbindlichkeit des Protokolls führt.

    „Fair-Trade-Gemeinde Tutzing“ sollte Anlass und Beweis genug sein, dass das bisher untaugliche Protokollverfahren endlich aufgegeben wird. Zu einer Fair Trade Gemeinde gehört nicht nur eine Werbeveranstaltung, sondern auch ein gleichlautendes Handeln aller Organe im Ort. Protokolle, denen Aussage und Transparenz fehlt, sind nicht nachhaltig. Fair Trade heisst doch faires Handeln, oder?

    Hier wartet eine erste und damit sehr vornehme Führungs-Aufgabe auf den/die neue/n BürgermeisterIn.

    Wir würden uns über ein Fair Trade Rathaus sehr freuen.

     

  • Parkgebühren = Abzocke?

    TL_FACEBOOKSeit einem knappen Jahr gibt es in Tutzing gebührenpflichtige Parkplätze – wie in der Sitzung des Gemeinderats am 07.07.2015 beschlossen und hier berichtet. Der Bürgermeister führte damals aus, seit 2009 werde dieses Thema immer wieder diskutiert, es sei nun wirklich an der Zeit, damit zu beginnen. Tutzing sei eine der letzten Gemeinden dieser Größe, die Parkgebühren einführten.

    Wie in anderen Gemeinde auch, verlangt Tutzing Parkgebühren für das Parken im öffentlichen Raum und zwar

    • am Midgardhaus und am Nordbad sowie 
    • am Festplatz/Südbad/Yachtclub/Tennisplatz.

    Das ist keine Abzocke, schon gar nichts angesichts der Beträge. Die Gemeinde benötigt die Einnahmen, auch um die Parkplätze instandzuhalten. Seitdem gibt es immer wieder Stimmungsmache, so zuletzt in der Juni-Ausgabe der Tutzinger Nachrichten. Der Bürgermeister hat mit den Vereinen im Süden über spezielle Modalitäten gesprochen.

    Abgeschlossen ist das Thema Parkraumbewirtschaftung natürlich nicht; weitere Straßen im Ortsbereich werden folgen. Im Ortszentrum von Tutzing ist dies weitaus komplexer, aber auch das muss der Gemeinderat in Angriff nehmen. Die schrittweise Einführung, auch aus finanziellen Gründen geboten, hat den Vorteil, auch je nach Erfahrung ggf. nachsteuern zu können. Natürlich überlegen wir dabei auch die höchstzulässige Parkdauer und die Gebühren, ebenso wie vielleicht eine sogenannte „Semmeltaste“ für 15 Freiminuten. Ebenso werden wir bei weiteren Festlegungen an Einheimische und Touristen denken, die für mehrere Stunden eine große Seerundfahrt unternehmen wollen.

    Wie schon in der Presse zu lesen war, gibt es auch Überlegungen zu einem Parkhaus in der Greinwaldstraße, um die von der Bevölkerung gewünschte Verknappung der Parkplätze in der Hauptstraße im Zuge der Sanierung teilweise zu kompensieren. Ebenso kann vermutet werden, dass die Bahn bzw. die entsprechende Tochtergesellschaft, am Bahnhof Parkgebühren einführen wird. Dann könnte es vielleicht auf der Westseite des Bahnhofs ein doppelstöckiges Parkdeck geben wie etwa in Percha. Schließlich sollen auch die geplanten Gebäude östlich der Bräuhausstraße (Ecke Bahnhofstraße) mit einer teilweise öffentlichen Tiefgarage ausgestattet werden.

    Letztlich, und daran sei erinnert, wäre es am besten, wenn sich der ruhende Verkehr durch geparkte Fahrzeuge verringerte, weil die Menschen mehr das Rad benützen oder zu Fuß gehen.

    Nachstehend ein Überblick über das Parken in Tutzing:

    Parken-Midgardhaus_1

    Gebührenpflichtige Parkbereiche:

    Stunde: 0,50 EUR
    Tagesticket (ab 6 Std.): 3,00 EUR
    Die Höchstparkdauer ist zu beachten!

    • Seestraße:
      Montag – Sonntag: 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr
    • Midgardstraße / Midgardhaus:
      Montag – Sonntag: 09:00 Uhr bis 22:00 Uhr
    • Nordbadstraße:
      Montag – Sonntag: 09:00 Uhr bis 22:00 Uhr

    Die entsprechende Halbjahres- bzw. Jahreskarte für den jeweils gültigen Parkbereich kann auf Antrag im Rathaus erworben werden.

    Halbjahreskarte: 50,00 EUR
    Jahreskarte: 95,00 EUR

    Gebührenfreie Parkbereiche:

    • Hauptstraße und Seitenstraßen östlich:
      Montag – Freitag: 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr
      Samstag: 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr
      Höchstparkdauer: 1 Stunde mit Parkscheibe
    • Seitenstraßen westlich der Hauptstraße:
      Montag – Freitag: 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr
      Samstag: 09:00 bis 14:00 Uhr
      Höchstparkdauer: 2 Stunden mit Parkscheibe
    • Parkplatz Greinwaldstraße:
      Montag – Freitag: 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr
      Samstag: 09:00 bis 14:00 Uhr
      Höchstparkdauer: 2 Stunden mit Parkscheibe
    • Parkplatz Kirchenstraße (neben dem Kino):
      zeitlich unbegrenzt
    • Parkplatz Kustermannstraße (hinter dem Rathaus):
      zeitlich unbegrenzt
    • Park & Ride (P+R) am Bahnhof:
      zeitlich unbegrenzt

    Quelle für die Übersicht: Parken in Tutzing

  • Tutzings 24-Millionen-Haushalt

    Ortspolitik.PunktWissen Sie eigentlich, wofür die Gemeinde Geld ausgibt?

    Sie säubert die Straßen und pflegt die Parks, flickt Löcher in den Straßen, liefert uns Wasser, hält dazu die Quellen und das Leitungssystem in Ordnung, lässt uns auf öffentlichen Wegen nicht im Müll ersticken, sorgt für eine funktionierende Feuerwehr,  für die Verbesserung im  öffentlichen Verkehr und für Parkplätze; sie unterstützt Vereine, Kultur und Sozialeinrichtungen, unterhält Krippen und Kindergärten, ebenso die Schulen von ABC bis Abitur und saniert sie, aber auch Friedhöfe. Service für den Bürger von der Wiege bis zur Bahre.

    Nicht zu vergessen: 60 Mitarbeiter müssen Monat für Monat Lohn und Gehalt bekommen, um den „Betrieb Tutzing“ am Laufen zu halten. Dabei werden im Verwaltungshaushalt und Vermögenshaushalt insgesamt 24,4 Mio. Euro „bewegt“, so beschlossen bei der Verabschiedung des Haushalts 2016 in der Sitzung des Gemeinderats am 02.02.2016.

    Viele Bürger, glaube ich, haben sich darüber noch nie Gedanken gemacht, sind einfach ahnungslos. Doch weil sie unwissentlich „alles schlecht“ finden, vergiften sie die öffentliche Stimmung. Natürlich ist nicht alles immer bestens im Ort, aber bessere Information und mehr Kommunikation kann auch das ändern. Wir von der TUTZINGER LISTE wollen es auf dieser Seite versuchen.

    Schauen Sie einfach immer mal wieder rein!