Schlagwort: sela salzig

  • Das Geheimnis vom großen Geld

    Wart Ihr am Mittwoch im Roncallihaus bei der Vorstellung der Bürgermeisterkanditaten? Dann habt Ihr Euch sicher auch gewundert.

    Frau Greinwald sagte, dass sie den Andechser Hof und den Bahnhof kaufen will. Also in den letzten Jahren hat es doch immer geheißen, dass die Gemeinde überhaupt kein Geld hat. Und ich hab‘ gelernt, man soll nur Geld ausgeben, das man auch hat.

    Vielleicht gibt es ja plötzlich irgendeine geheime Geldquelle? Hab‘ ich irgendetwas verpasst? Oder will uns unsere dritte Bürgermeisterin das Geheimnis noch nicht verraten?

    Wenn wirklich ein großer Geldsegen über Tutzing hereinbrechen sollte, darf ich mir dann wünschen, dass erst einmal die alten Sachen repariert werden? Ich fänd‘ es schön, wenn z.B. das Sportlerstüberl wieder in Betrieb käme, der Tutzinger Keller etwas schöner gemacht würde oder wenn die alte Volksschule wieder benutzt werden könnte. Ach ja, wo ich doch so gerne schwimme, denke ich an das alte Hallenbad, das da so vor sich hin gammelt, weil kein Geld für die teure Sanierung da ist. Also nur für den Fall, dass die Wunschfee mit dem großen Geldsack kommt…

    Ich finde, dann kann man über noch viel mehr Sachen nachdenken, die man reparieren muss, oder?

    Bin gespannt auf das Geheimnis!

    Eure Sela

  • Also neulich hab ich wieder was gelernt.

    Ich musste dringend zur Gemeinde, weil mein Pass abläuft. Vorher hab ich extra nachgeschaut: Öffnungszeiten: 8-12 Uhr.
    Pünktlich um 11.30 Uhr war ich da und hab mich gewundert, dass weder das rote Draußenbleibenlicht noch das grüne Eintretenlicht geleuchtet hat. Erst hab ich gedacht, ich hätte mich in der Zeit vertan. Nein.

    Dann hab ich mich getraut, vorsichtig zu klopfen. Hinter der Tür saßen lauter völlig überlastete Menschen. Sie deuteten auf ihre vollen Schreibtische und haben mich wieder weggeschickt, weil sie meinen Antrag bis zur Mittagspause nicht mehr geschafft hätten.

    Ich glaub, beim nächsten Mal geh ich gleich in der Früh‘ hin. Dann müssten die Schreibtische ja wieder leer sein, oder?

    Eure clevere Sela

    PS: Ach ja, vielleicht sollte ich schon mal anfangen, Mützen und dicke Schals zu stricken für die Rathausmitarbeiter. Ich meine, wenn dann der angekündigte frische Wind vom jungen CSU-Bürgermeister reinwehen sollte ins Rathaus … da tun sie mir schon ein bißchen leid.

  • Sela Salzig: Ein neuer Bürgermeister

    Also Tutzing hat ja jetzt einen neuen Bürgermeister. Den alten haben sie „aus dem Rathaus gejagt“, wie der Merkur so begeistert berichtet hat. Überhaupt haben wir in Tutzing eine richtige Ha-Ha-Ällabätsch-Stimmung. Oh wie gruselig! Beim Schwarzer-Peter-Spiel hab ich schon als Kind Gänsehaut gekriegt und genau so ein Schlechtgefühl wie nach Limo/Gummibärchen/ Tütenbrause-Partys.

    Ein „Kenner der politischen Szene“, so bezeichnet er sich selbst, schon weil er als waschechter Bayer sein Kreuz immer an der richtigen Stelle macht, hat mir die Abwahl vor kurzem lautstark erklärt, obwohl ich ihn gar nicht gefragt habe. „Als Parteifreier hast du als Bürgermeister null Chance (schaase). Da bist du zum Abschuss freigegeben!“, sagte er. Mutig habe ich dagegengehalten „Ich hab gedacht, beim Bürgermeister kommt’s auf Leistung an und darauf, was er für einen Ort bewegt“.

    Schenkelklopfer! Haha! Mal wieder keine Ahnung von Politik, die Sela!

    Wenn das so ist, muss man sich schon fragen, wie die erfolgverwöhnten Volksvertreter die Schlappe ihrer Kandidatin wegstecken, oder? Ob die jetzt ganz begeistert und freundschaftlich mit dem neuen Bürgermeister zusammenarbeiten? Hat der überhaupt a Schaase, wenn er in der falschen Partei ist? Oder ist der jetzt auch zum Abschuss… und so weiter? Ein kleiner Vorgeschmack darauf war ja kurz vor der Stichwahl in unseren Briefkästen. Na mal abwarten, wie das so weiter geht.

    Eure Sela Salzig

    (…muss schnell weg, mir ist ein bisschen schlecht!)

  • Sela Salzig: Der neue Gemeinderat

    Sela Salzig: Der neue Gemeinderat

    Also wir haben ja bald einen neuen alten Gemeinderat.

    Ich hab schon hin und her überlegt, was das für die Zukunft bedeuten wird. Ist das jetzt gut oder schlecht?
    Entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten setzt der Tutzinger beim Modell Gemeinderat eher auf Gebrauchtwagen. So hat’s mir jedenfalls neulich mein Freund aus der Autowerkstatt erklärt. Ich kann ganz beruhigt sein, meinte er.

    Die alten Bremsen haben sie in der (Grafiker-)Werkstatt total aufpolieren lassen. Die funktionieren wieder 1a. Neu ist, dass jetzt sogar zwei verschiedene Geschwindigkeiten beim Rückwärtsgang eingebaut werden. Purer Luxus! Gönnt man sich. Ein Willkommensgeschenk für die paar Neulinge.
    Anständige Airbags lassen sich nicht nachträglich einbauen- das lohnt sich nicht. Da kann man getrost auf die alten Ellbogenschützer zurückgreifen. So ist das halt bei Oldtimern.

    Und ein Katalysator würde in Tutzing sowieso nicht viel bringen, hat mein Freund gesagt. Die können die nächsten sechs Jahre schon noch gut mit dem alten Gemisch aus Rechthaberei und Fraktionszwang fahren. Stinkt ein bißchen, fällt aber nicht weiter auf.

    So gesehen, hört sich das alles doch ganz gut an, oder?

    Aber…   … ich steh ehrlich gesagt nicht so auf alte Autos.

    Eure eher moderne

    Sela Salzig

  • Sela Salzig: Faires Miteinander

    Bei unserem letzten Vereinstreffen habe ich einmal nachgefragt, wie die Tutzinger Liste eigentlich auf das Motto „ein faires Miteinander“ gekommen ist. Ich finde das zwar wichtig, aber eigentlich auch ziemlich normal.

    Ob ich denn schon mal in einer Gemeinderatssitzung war, haben mich meine Freunde gefragt. Nein war ich nicht. Anscheinend gibt es einige Gemeinderatsmitglieder, die Krieg führen anstatt miteinander zu reden. Ich hab so bei mir gedacht, dass das vielleicht gar keine Absicht ist, eher so etwas wie ein Zwang: Sitzung- Politik- Kampf- UNBEDINGT GEWINNEN! Ich kenn das halt von mir: Bäckerei- Duft- Hunger- SOFORT ESSEN! Ihr wisst schon, was ich meine.

    „Vielleicht ist das gar nicht böse gemeint“, hab ich gesagt. „Das sind doch alles kultivierte Leute. Die wissen doch eigentlich, wie man sich benimmt“.
    „Ach Sela, du bist aber naiv“, hat’s dann geheißen.

    Also gut dann bin ich heute eben Eure naive Sela Salzig

    ….aber schon sehr nachdenklich

  • Sela Salzig: Mitmachen statt meckern

    Also ich muss zugeben, ich leb‘ richtig gern in Tutzing. Darf man das sagen, oder ist das schlimm? Ich hab eher den Eindruck das ist schlimm, weil überall wo ich hinkomme wird geschimpft. Alles ist schlecht hier: die Leute, die Stimmung, die Gastronomie, die Straßen….es wird viel zu wenig getan. Und vor allem war früher alles besser sagen viele.

    Dann erzähle ich denen, dass ich jetzt mitmache bei der Tutzinger Liste –  ja Ihr habt richtig gehört, ich bin Mitglied geworden, obwohl meine Freunde das blöd finden. Das Motto „mitmachen statt meckern“ finde ich einfach gut. Ich meine halt immer, wenn mich etwas stört, muss ich etwas tun, damit es sich ändert. Aber wenn ich das sage werden die meisten Leute richtig sauer. Sie sind’s einfach leid, sie können und wollen nichts machen, weil sich sowieso nichts ändert sagen sie. Sie regen sich furchtbar auf, weil nichts vorangeht.

    Oje, ich kann mir vorstellen, wie schlimm das ist, wenn man sich so ausgeliefert und frustriert fühlt. Ich glaube, da ginge es mir auch nicht gut, aber wahrscheinlich nirgends- weder in Tutzing noch sonst irgendwo.

    Also da bin ich schon ganz schön froh, dass ich die Leute von der Tutzinger Liste um mich habe, die alle etwas bewegen wollen.

    Eure zufriedene

    Sela Salzig