Monat: Mai 2016

  • Was wäre wenn?

    Manchmal wird das Ehrenamt amtlich geehrt. Ein paar Menschen müssen dazu herhalten, allen anderen zu versinnbildlichen, dass Miteinander und Füreinander nicht Unworte des Jahres sind. Über 300 Tutzinger betreuen ehrenamtlich unsere Gäste aus den Krisengebieten im Süden und Osten Europas. Die katholischen und evangelischen Pfarreien wären jeweils ein Nichts ohne ihre freiwilligen Helfer, ebenso Feuerwehr und Rotes Kreuz, Caritas und wie sie alle heißen, die braven Samariter. Unsere Welt ist voller Wohltäter. Daneben haben wir uns in den hierzulande kriegsfreien Jahren seit 1945 mit unseren Volksparteien einen Wohlstand erarbeitet, der auch jenen zu gute kommt, die aus der Glücksspirale herausfallen: Keiner muss verhungern, keiner aufs Fernsehen verzichten, keiner unter freiem Himmel schlafen – wenn er nicht will. All das ist das „Ergebnis“ einer humanitären, europäischen Entwicklung, die auch mit dem unmenschlichen Nazireich fertig geworden ist.

    Es mag in Tutzing manches zum Meckern geben, aber nicht im sozialen Bereich. Doch was wäre, wenn unsere Immigranten im Krankenhaus, im Altenheim, in vielen Fabriken, in Geschäften und Gaststätten morgen „nach Hause“ gingen? Das blanke Chaos bräche über uns herein. Es ist Zeit, auch ihnen – wie unseren Ehrenamtlichen – Dank zu sagen.

  • Was ist GEA?

    Der Abwasserverband Starnberger See beginnt mit der Untersuchung – und Sanierung – privater Grundstücksentwässerungsanlagen (GEA). Warum ist diese GEA Bestandsprüfung erforderlich? Als einer der Vertreter der Gemeinde im Abwasserverband bin ich ausdrücklich aufgefordert, hier durch Informationen zu unterstützen.

    Messungen haben ergeben, dass bei starkem Regen das an sich saubere Niederschlagswasser durch undichte Stellen in das Schmutzwassersystem rund um den See gelangt. Daher wird Niederschlagswasser im Schmutzwassersystem auch Fremdwasser genannt; es belastet das System bis an die Kapazitätsgrenze. Denkbare Folgen sind neben der Erweiterung des Klärwerks mit höheren Schmutzwassergebühren nicht zuletzt auch ein Baustopp in bestimmten Gebieten, wenn die Erschließung von Grundstücken mangels Niederschlagswasserbeseitigung nicht gesichert werden kann.

    Nun müssen nach dem Fremdwasserkonzept zwingend sämtliche privaten GEA im Gebiet des Abwasserverbands untersucht werden (die öffentlichen GEA werden regelmäßig untersucht). Die Untersuchung der rd. 15.000 GEA ist eine große Aufgabe, die sich über ca. 30 Jahre erstrecken wird. Dazu werden Ingenieurbüros beauftragt, um die Vergabeverfahren und die Bauleitungsaufgaben für die Unternehmen abzuwickeln, die dann mit den Untersuchungen beauftragt werden. Die Untersuchungsergebnisse werden ausgewertet und den Eigentümern zur Verfügung gestellt.

    Die ersten Gebiete für die Untersuchung von 300 GEA noch in diesem Jahr liegen in Starnberg, Berg und Seeshaupt; dort haben bereits entsprechende Informationsveranstaltungen stattgefunden. Die Festlegung weiterer Gebiete erfolgt nach den Prioritäten Regenwasserkonzepte, Fremdwasserschwerpunkte, Wasserschutzgebiete u.a. Alle Grundstückseigentümer müssen mitmachen bei dieser kostenlosen Untersuchung ihrer privaten Grundstücksentwässerungsanlagen. Um einheitliche Standards zu gewährleisten und die Ergebnisse vergleichbar zu machen, ist das Untersuchungsunternehmen vorgegeben. Im Sanierungsfall, wenn also Undichtigkeiten festgestellt werden, tragen die Hauseigentümer die Sanierungskosten  bis zum Revisionsschacht an der Grundstücksgrenze. Dabei haben sie die Wahl, welches Unternehmen sie mit den Arbeiten beauftragen. Je nach Schadensumfang wird für die Sanierung ein Zeitraum von 6 – 60 Monaten gewährt.

    Übersicht über die einzelnen Schritte:

    • Einladung der Hauseigentümer zu einer Informationsveranstaltung dees Abwasserverbands
    • Ortsbesichtigung durch ein Ingenieurbüro
    • Kostenlose Überprüfugn der GEA durch das Untersuchungsunternehmen und Erstellung einer Entwässerungsskizze
    • Erstellung der Bewertung
    • Übergabe der Untersuchungsdokumentation an den Hauseigentümer
    • Urkunde mit Siegel, wenn alles dicht ist
    • Sanierung durch den Eigentümer, wenn Schäden festgestellt werden

    Mit der GEA-Aktion des Abwasserverbands sichern wir die Lebensqualität rund um den See!

    Quellen: Informationsmaterial des Abwasserverbands, eigene Notzien aus der Versammlung vom 21.04.2016

  • Alle guten Dinge sind drei…

    …sagt das Sprichwort. Und deshalb haben Tutzinger Künstler beschlossen, zum dritten Mal in ihre Ateliers einzuladen. Am 9. und 10. Juli 2016, jeweils von 14 – 19 Uhr lassen sich

    • Julia Reich, Initatorin (Druckgrafik/Malerei),
    • Christa Dickmann (Malerei),
    • Ursula von Rheinbaben (Malerei),
    • Sigrid Wever (Farb-Flächen und Farb-Objekte),
    • Mattias Bischoff (Steinbildhauer) und
    • Oli Lopschat (Möbel/Design/Restaurierung)

    bei der Arbeit über die Schulter schauen und zeigen ihre neuesten Werke. Die Adressen der Ateliers finden Sie ab Mitte Juni auf Plakaten und auf einem Flyer, der in den Banken und vielen Geschäften ausliegen wird.

  • Monsanto-Glyphosat-TTIP

    Monsanto-Glyphosat-TTIP

    Wir erleben ein Stück Zeitgeschichte, und das in höchst seltsamer Gemengelage! Unsere Kinder und Enkel werden uns vermutlich sehr bald fragen, weswegen wir viele Politiker so handeln ließen, wie wir es heute völlig unbedacht tun.

    Die Bundeskanzlerin hat pro Glyphosat entschieden. Innerhalb der Regierung kommt es damit zu keiner Einigkeit, Deutschland wird sich in Brüssel der Stimme enthalten müssen. Der Grund für die Enthaltung erklärt sich aus der deutlich ablehnenden Haltung des Umwelt- und des Wirtschaftsministeriums. Beide Ministerien erklären, das in Deutschland gültige sog. Vorsorgeprinzip wäre aufgrund der Studien- und Faktenlage überhaupt nicht einhaltbar. Beide Ministerien werden unterstützt durch Erkenntnisse überregional agierender NGOs (z.B. Foodwatch, Greenpeace, BUND) und branchenunabhängiger Institute.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) änderte kürzlich ihre Haltung und sieht plötzlich keine Krebsgefahr mehr. Den Gegnern ist das gesamte Verfahren zur Genehmigung selbst höchst dubios, es breitet sich zudem die Meinung aus, die Stellungnahme der WHO brächte überhaupt nichts, da u.a. mit Auftragsstudien interessengetrieben. Dazu http://www.infosperber.ch/Artikel/Gesundheit/ILSI-Boobis-Monsanto-zahlte-Glyphosat-Beurteiler .

    Fragen zur langanhaltenden Vergiftung der Böden, massiven Schädigung der heimischen Flora und Fauna, der Fließwässer, des Grundwassers, der Nahrungsmittel und der massiven Beeinträchtigung der Gesundheit werden nicht eindeutig beantwortet. Das erklärt die Position der Gegner; sie halten daher eine Zustimmung in Brüssel für nicht verantwortbar.

    Die Befürworter einer uneingeschränkten Nutzung des hochgefährlichen Pflanzengifts weisen hingegen darauf hin, es lägen keine Nachweise über die Gefährlichkeit des Pflanzengifts vor (Landwirtschaftsministerium). Kritisch ist die Angelegenheit auch deswegen, weil allen Befürwortern des Pflanzengifts eine große Nähe zu der das Gift produzierenden Branche und den Nutzern nachgewiesen wurde.

    Zwischen Gegnern und Befürwortern der Genehmigung für den weiteren Einsatz von Glyphosat liegt ein tiefer Dissens: Wir in Deutschland geben erst dann Produkte wie derartige Pflanzengifte frei, wenn deren Unschädlichkeit zweifelsfrei nachgewiesen ist (Vorsorgeprinzip). Andere Länder, wie z.B. angelsächsische, erlauben den Einsatz solange, bis ein Schaden nachgewiesen ist (Nachsorgeprinzip). Es hat also der Geschädigte festzustellen, dass er geschädigt wurde (Nachsorgeprinzip). Bis zu Eintritt und Nachweis eines Gesundheitsschadens kann Pflanzengift wie z.B. Glyphosat unbedenklich vermarktet und angewendet werden. Das in Deutschland hingegen geltende Vorsorgeprinzip steht in krassem Gegensatz zu dem, was die EU nun zu beabsichtigen scheint, nämlich eine unbeschränkte Freigabe des Monsanto-Pflanzengifts.

    Übrigens behaupten die Befürworter des Gifts, das beachtliche Bienen- und Artensterben sei nicht auf Glyphosat zurückzuführen. Die TUTZINGER LISTE berichtete mehrfach unter News; siehe auch http://de.reuters.com/article/deutschland-eu-glyphosat-idDEKCN0Y91T4.

    Glyphosat  ist ein bedeutender Nebenkriegsschauplatz des alles überlagernden Themas TTIP. Glyphosat steht stellvertretend für die mit mittlerweile harten Bandagen geführten Verhandlungen. Die USA lehnen das Vorsorgeprinzip ausdrücklich ab, einige EU-Parlamentarier versuchen noch, darauf zu bestehen.
    Die US-Landwirtschaftsprodukte sind grundsätzlich gentechnisch behandelt und mit Pflanzengiften bewirtschaftet. Es liegt auf der Hand, in der Verhandlungskommission die Europäer dazu zu bringen, deren Landwirtschaft mit derjenigen der USA zu synchronisieren. Soll heißen, dortige Standards haben auch hier zu gelten. Daher wird die Einführung der US-Standards auch in der EU und damit natürlich in Deutschland als potentiell größtem Abnehmerland US-amerikanischer Landwirtschaftsprodukte verlangt. Hier stießen dann genmanipulierte und hohe US-Überproduktion auf konventionell erwirtschaftete auch bereits sehr hohe EU-Überproduktion. Die überaus kontrovers geführte  Diskussion gipfelt derzeit darin, zu exportierende deutsche Autos gegen Landwirtschaftsprodukte aus USA zu verrechnen.

    Wir können die Monsanto/Glyphosat-Angelegenheit zum Anlass nehmen, sehr genau hinzuschauen, was unsere Politiker in dem ausschließlich in englischer Sprache behandelten Thema TTIP weiterhin entdecken und wie sie die Verhandlungen fortsetzen wollen. Glyphosat ist nur ein Teil der großen Uneinigkeit innerhalb der Politik und der untaugliche Versuch, interessierte Wähler aus vitalen Zukunftsfragen herauszuhalten.

    Vorteil: Die enormen Gefahren des Langzeitgifts Glyphosat werden endlich breitenwirksam diskutiert.

  • Hubert Hupfauf macht weiter

    Ein Mann der Tat! 1984 holte er die märchenhafte Geschichte der Hochzeit zweier Fischerkinder vom Starnberger See wieder ans Licht, die 1929 von Heimatpfleger Josefranz Drummer erdacht und erstmals aufgeführt wurde. Der 2. Weltkrieg ließ das Spektakel vergessen – bis es Hubert Hupfauf mit dem Traditionsverein Tutzinger Gilde wieder auf die Beine stellte: als Volksfestspiel, an dem bis zu 300 Einheimische aktiv teilnehmen. Jetzt standen beim „Verein Fischerhochzeit“, der das traditionelle Spiel 2017 wieder auf die Straße bringen wird, Vorstandswahlen an. Unsere Gratulation an Hubert Hupfauf, der  – bald 82 Jahre alt – nochmals das Amt des Vorsitzenden übernahm.

  • Ortsgeschichte – charmant präsentiert

    Die neue Sonderausstellung im Ortsmuseum MUSS man sehen: Sie erzählt die Geschichte der einstigen Schloss-Brauerei am Ende der Bräuhausstraße, die nach ihrer Schließung 1921 vom Textilkaufmann Lothar Lindemann erworben und zur Stofffabrik „Bayerische Textilwerke“ umgebaut wurde. Ein Modell dieser Industrieanlage mit ihrem gewaltigen Kamin am „Sudhaus“ erinnert an die Blütezeit der Industrialisierung, alte Handmodel an die Zeit vor dem Einzug moderner Vervielfältigungsmaschinen. Das gewaltige Sudhaus (ohne Kamin) ist heute noch der erste Eindruck, den Reisende aus dem Süden von Tutzing haben. Durch den Abriss aller Fabrik und Nebengebäude entstand das Einkaufsgebiet Aldi, Tengelmann, kik-Textilmarkt.

    Das Ortsmuseum in der Graf-Vieregg-Str. 14 (Thomaplatz) ist geöffnet Mittwoch, Samstag, Sonntag von 13.00-17.OO Uhr

  • Vorbildliche Initiative

    Seit 2012 verleiht die Evangelische Akademie Tutzing ihren „Toleranzpreis“ zusätzlich zur Kategorie „Verständigung zwischen Menschen, Nationen, Religionen und Kulturen“ auch in der Kategorie „Zivilcourage“. Dieser Preis wird in diesem Jahr dem Kabarettisten Christian Springer überreicht. Die Jury beschloss, ihn für seine „vorbildliche Initiative“ mit seinem Verein Orienthelfer e.V. zu ehren, der den Opfern des Syrienkonfliktes direkt in Jordanien und im Libanon hilft. „Durch sein mutiges Vorgehen beweist er, dass der Einzelne etwas bewirken und Menschen in Not eine Perspektive der Hoffnung geben kann“, so Akademiedirektor Udo Hahn. Im Lichte von Springers Entschlossenheit werde die Unfähigkeit der Weltgemeinschaft enttarnt, den Betroffenen endlich Hilfe zukommen zu lassen. Seine Initiative sei ein „Dienst an der Menschheit, der jegliche Unterstützung verdient.“ Die Ehrung findet im Rahmen eines Festaktes im Herbst im Tutzinger Schloss statt.

    Quelle: Presse-Info der Evangelischen Akademie Tutzing vom 14.12.2015: Toleranzpreis 2016 für Christian Springer

  • Kein Platz für Gewerbesteuerzahler?

    Mit dem Wegzug von Roche-Diagnostics kamen magere Jahre für die Gemeindekasse. Der Sanierungsstau bei gemeindlichen Bauten stieg und stagniert auf hohem Niveau, die Sanierung von Gemeindestraßen wurde immer wieder verschoben und das Landratsamt verbot bis vor zwei Jahren die Aufnahme neuer Schulden durch die Gemeinde.

    In der letzten Gemeinderatsperiode wurde der Abstieg gestoppt. Es gelang, mit der W.A.F. Institut für Betriebsräte-Fortbildung AG ein großes, erfolgreiches Unternehmen anzuwerben – und ein paar kleinere folgten dem Beispiel. Auch die Entwicklung auf dem ehemaligen Roche-Gelände macht Hoffnung. Doch jetzt die schlechte Nachricht: Die erfolgreiche Druckerei Molnar (Gewerbesteuer) mit derzeit 7 Mitarbeitern (Lohnsteuer) hat Tutzing verlassen, weil der Standort inmitten des Wohngebiets in der Greinwaldstraße zu klein geworden war und die laufenden Reibereien mit den über Lärm klagenden Nachbarn nur noch nervten. Laut einem Bericht des Starnberger Merkur (10.05.2016) suchte Molnar fünf Jahre lang nach einer Lösung, zuerst in und um Tutzing, dann in Wieling – jetzt zog er entnervt nach Wielenbach. Die Steuereinnahmen  sind verloren und auch die vier durch die Vergrößerung notwendigen neuen Arbeitsplätze werden wahrscheinlich nicht von Tutzingern besetzt. Zugegeben ein herber Verlust.

    Es ist die vorrangige Aufgabe des Bürgermeisters und des Gemeinderats, speziell des „Arbeitskreises Wirtschaft“ im Gemeinderat, Wege aus dem Dilemma zu suchen. Auch ungewöhnliche Wege. Auch wenn die Gemeinde derzeit selbst noch keine Grundstücke bzw. Liegenschaften anbieten kann, heißt das nicht, dass kein Platz vorhanden wäre. Hier können Bürgermeister und Gemeinde in vielerlei Weise Makler sein. Der Bürgermeister hat eine Mappe, auf die er bei Anfragen von interessierten Unternehmen zurückgreift. Ich selbst habe die Standortfaktoren, die für eine Ansiedlung in Tutzing sprechen für die Homepage der Gemeinde formuliert. Das reicht jedoch nicht.

  • Rathaus-Arbeitskreis Wirtschaft? Nie gehört!

    Eine Gemeinde, die im Jahr über 24 Millionen Euro einnimmt und ausgibt, rund 70 Mitarbeiter beschäftigt und verantwortlich sein muss für das Wohl seiner Bürger von der Wiege bis zur Bahre, ist eindeutig ein mittelständisches Unternehmen. Geführt von 20 Gemeinderäten und einem Bürgermeister, die alle im schlimmsten Fall von Wirtschaft und Management keine Ahnung haben (aber von ihren Mitbürgern gewählt wurden), liegt die Verantwortung zum größten Teil in den Händen der dafür ausgebildeten gemeindlichen Beamten und Sachbearbeiter. Aber das macht es dem Gemeinderat auch zur Pflicht, die Kompetenzen seiner Mitglieder verantwortlich einzubringen. Deshalb gibt es „Referenten“ zu allen Sachgebieten, die im Rathaus auf der Agenda stehen – und seit 2 Jahren auch den „Arbeitskreis Wirtschaft“. Der gewählte „Referent Wirtschaft“ Dr. Ernst Lindl (CSU) bildet hier mit Dr. Thomas von Mitschke-Collande (CSU) und Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg (Tutzinger Liste) das Team. Ihre Aufgabe:

    • Bestandspflege für örtliche Betriebe (Kontakte herstellen, verbessern, Unternehmensnetzwerke bilden)
    • Flächen- und Leerstandsmanagement (einschl. Bodenvorratspolitik; Referent Liegenschaften einbinden)
    • Infrastruktur und Arbeitsmarkt (Breitbandausbau, Qualifizierung, Verbindung Schule-Wirtschaft)
    • Standortmarketing (Investoren-Informationsmappe, Vertretung Bürgermeister bei Tagungen mit Wirtschaftsthemen, Mitwirkung bei Investorengesprächen)

    Wirtschaftliche Erfolge und Misserfolge des „Unternehmens Tutzing“ hängen von Kriterien ab, die mit denen von Handel und Industrie nicht zu vergleichen sind. In der Gemeinde geht es um Gebühren, Steuereinnahmen, Landes- und Staatszuschüsse, etc. – und was man damit alles – zum Wohle der Bürger – bezahlen kann. In Industrie und Handel geht es um Ideen, Produkte, Kalkulation, Herstellung, Verkauf und Gewinn. Das sind zwei Welten. Das Wissen um die Welt der Kommunen ist gering, obwohl wir alle mittendrin leben.

    Wir von der TUTZINGER LISTE sind der Meinung, dass „nie gehört“ für unsere Bürger ein „no go“ ist und deshalb: Lesen Sie ab jetzt regelmäßig diese Spalte!

  • Kein Bus nach Feldafing!

    Wie aus der SZ zu erfahren ist, hat der Gemeinderat in Feldafing die Busverbindung zwischen Tutzing und Feldafing an der Seestraße abgelehnt. Wie in meinem Blog unter dem 09.04. berichtet, hatte die Verkehrsmanagerin des Landratsamts, Frau Susanne Münster, in der Sitzung des Tutzinger Gemeinderats am 05.04.2016 ihre Überlegungen zu einer neuen Ortsbusline für Tutzing vor. Während es bei der geplanten Linie 979 um die Anbindung von Bareisl,  Luswiese und Heimgartenstraße sowie Kellerwiese geht, soll eine neue Linie 978 Tutzing und Feldafing verbinden. Orientierung für die Fahrpläne sind die Abfahrtzeiten der Regionalbahn in Tutzing. Hauptgegenargument in Feldafing war  der Zeitpunkt der Realisierung des Busverbindung (Ende 2017), weil die Artemed-Klinik erst Jahre später fertig werde.

    Die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs, hier der innerörtliche und nachbarschaftliche Busverkehr, ist seit langem eine kommunale Zielsetzung. Sie wird immer wieder von Bürgerinnen und Bürgern sowie zahlreichen politischen Vertretern gefordert. Nur so können wir dem ständig wachsenden Autoverkehr begegnen. Die Erfahrung des Landratsamtes ist, dass die neuen Busverbindungen nach einer Anlaufzeit sehr gut angenommen werden, so die Linie 958 nach Andechs. Wo erforderlich, wird nachgesteuert. Eine quantitative Bedarfsanalyse, nach der ich in der Sitzung am 05.04.2016 fragte, gibt es nicht. Natürlich muss die Auslastung anschließend gemessen und den Annahmen gegenübergestellt werden, um die Einrichtung der Busverbindung nachhaltig zu rechtfertigen. Defizite werden dabei immer anfallen, die zum Teil von dem Gemeinden getragen werden müssen. Feldafing ist dazu eben nicht bereit.

    Hier der Link zum Beitrag in der SZ:   Es fährt kein Bus nach Tutzing