Monat: März 2018

  • Überall: Heimatminister

    Sie wachsen wie Unkraut aus den Parlamenten, obwohl sie niemand braucht. Sie glauben, dass Heimat in Schleswig-Holstein oder in Bayern ist, neuerdings auch in Berlin. Bei Heimat fallen ihnen Sätze ein wie „wo ich verwurzelt bin“ oder „wo ich aufgewachsen bin“ und schon wird Heimat zum Brandzeichen dieser Minister. Aber was ist Heimat wirklich? Ist es der Ort, wo ich geboren oder wo ich geborgen bin? Sind alle vertriebenen Deutschen seit siebzig Jahren heimatlos?  Sind die Menschen aus allen Landen, die aus Not oder als Abenteurer in fremde Länder gingen, wie hunderttausende Deutsche nach Amerika, seither heimatlos?

    Unsere Heimat ist da, wo wir sind. Wir tragen die Heimat in uns. Nach Bayern verschlagene Preußen landeten im Jodlverein, nach Berlin Verschlagene verteidigen irgendwann Berliner Weisse. Wozu brauchen die alle einen Heimatminister? Diese scheinen noch nicht gemerkt zu haben, dass Heimat in den letzten 50 Jahren „größer“ geworden ist. Zum Beispiel von Traubing oder Giesing über Bayern nach Deutschland und Europa. Unsere Heimat ist Europa – inklusive Traubing oder Giesing. Wir brauchen keine Heimatminister, sondern Europaminister. Wir brauchen bei aller Sprachverschiedenheit, allen so anderen Highlights der regionalen und nationalen Küchen, aller Wetterverschiedenheiten und aller anderen Augenfarben, Teints und Vorlieben endlich Europaminister, die uns das Glück vor Augen führen, in Europa eine seit 73 Jahren friedlich wachsende Heimat bekommen zu haben, von weitsichtigen Politikern gewollt, von klugen Politikern gemacht und geschützt. Kein Heimatminister war darunter. Wir müssen unseren Ministerpräsidenten zwischen Sylt und Zugspitze und auch Frau Merkel sagen, dass wir diesen kleinstaatlichen Firlefanz nicht akzeptieren.

  • Öko-Passion!

    Direkt vor unserer Haustür macht es uns die Tutzinger Benedictus-Realschule vor, wie mit dem vielschillernden Thema „Öko“  umgegangen werden kann.

    Die Anzahl der  Arbeitsstunden (11.000) zeigt, dass das Vorhaben nicht nur eine einmalige Sache ist, geschuldet einem sog. Mainstream. Hier haben die Schulleiterin Richter, die Lehrerin Hägler und der Lehrer Kräh  mit 180 Schülern eine Antwort auf latent vorhandene Fragen gegeben und zugleich das bewirkt, was heutzutage einen viel höheren Stellenwert haben müsste … als es in der Bevölkerung, auch der Tutzings, hat.

    Ausgestellt wird das Werk im Rathaus bis Juni 2018. Einen zentraleren Ort, diese Ausstellung zu besichtigen und das Anliegen der Macher zu verinnerlichen, kann es gar nicht geben.

    Liebe Leser dieser Zeilen: Nutzen Sie die Gelegenheit, das zu besuchen und zu verstehen, was Tutzing sehr bewegen sollte. Geben Sie den Machern eine Rückkopplung im Sinne von „Chapeau!“, auch Tutzing kann allmählich zum Thema Nachhaltigkeit Beachtliches bieten. Und was das eigentlich Berichtenswerte betrifft: Es ist die „Junge Generation“, die sich an das Thema heranmacht! Die Älteren unter uns dürften sich ein Beispiel nehmen.

    Auf Tutzing kommen in der nächsten Zeit sehr viele Themen zu, die die Arbeit unserer Schüler berühren.

    TL-Redaktion

    Hier der Beitrag in der SZ dazu!

     

  • 22.03.: Parkkonzept gefragt!

    Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit dem Verkehrsplaner Benjamin Neudert ein – erweiterbares – Parkkonzept für den Bereich Kirchenstraße, Greinwaldstraße, Hörmannstraße und Kustermannstraße zu erstellen. Dies wurde in der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses am 21.03.2018 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald (FW) beschlossen. Die Verwaltung berichtete, dass sich auf aufgrund der Parkraumbewirtschaftung in der Kirchenstraße und dem Parkplatz am Kino eine Parkflucht der Pendler in die Hörmannstraße entwickelt hat. In der Greinwaldstraße besteht immer häufiger das Problem, dass Anwohner keinen Parkplatz finden und in der Verwaltung gezielt nach Anwohnerparkausweisen fragen, Auch die Lehrer und Mitarbeiter von Schule, Hort oder Musikschule fragen immer wieder nach mehr zugewiesenen Parkplätzen. Diese Entwicklung war vorauszusehen, als unter dem früheren Bürgermeister Rudolf Krug die ersten Parkscheinautomaten aufgestellt wurden. Es sollte ein Beginn sein, um Erfahrung zu sammeln. Der Ausweichverkehr war erwartet worden. Das zu erarbeitende Konzept, das erweiterbar sein soll und in Wechselbeziehung zum Projekt Hauptstraße steht, wird wohl weitere Wege der Parkraumbewirtschaftung aufzeigen, die mit der Ausgabe von Anwohnerparkausweisen kombiniert werden wird. Dies ist im Zentrum von München flächendeckend realisiert. Hier muss das Rad nicht neu erfunden werden, der Verkehrsplaner wird sicher Vergleiche zu anderen Gemeinden ziehen können.

    Weitere Punkte der Sitzung:

    Die Verwaltung informierte über das Leihradsystem der Münchner Verkehrsge-sellschaft MVG. Nachdem dieses Konzept in der Stadt München erfolgreich eingeführt wurde, strebt die MVG die Ausdehnung in das Umland an. Klaus Hirschvogel von der Bauverwaltung berichtete über eine Informationsveranstaltung, in der das Konzept vorgestellt wurde. Vorgesehen sind Radstationen bei den S-Bahnhöfen und an weiteren zentralen Punkten auf Vorschlag der Gemeinden. Parallel werden Kooperationen mit Unternehmen angestrebt. Die Radstationen müssen von den Gemeinden bzw. Unternehmen investiert werden. Die MVG leistet den laufenden Betrieb, Defizite müssen von den Auftraggebern, also Gemeinden bzw. Unternehmen, ausgeglichen werden. Bei den möglicherweise für ihre Mitarbeiter und aus Umweltgründen interessierten Unternehmen wurden die WAF, Verlapharm und die Artemed-Klinik in Feldafing genannt. Es fehlen Zahlen und Beispielsrechnungen über die erwartete Nutzung und die laufenden Kosten. Hierzu müsse ein kleiner Business Plan her, erklärte ich. Einstimmig wurde beschlossen, dass die Gemeinde grundsätzliches Interesse bekundet und Standorte, Nutzungs-wahrscheinlichkeiten bzw. Auslastungen und Kosten recherchiert werden.

    Über das teilweise bereits realisierte Verbot des Einsatzes von Pestiziden (hierzu zählen auch Herbizide, Fungizide, Insektizide), insbesondere das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat, wird immer wieder in den Medien berichtet. Auch hält die TUTZINGER LISTE die Leser über das große Thema mit lokalem Bezug aktuell. Der Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss hat sich zuletzt in seiner Sitzung vor gut zwei Jahren (27.01.2016) damit beschäftigt. Nun stellte ich nachfassend in der Sitzung unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes folgende zwei Fragen:

    1. Welche konkreten Anordnungen seitens der Verwaltung hinsichtlich der Nichtverwendung von Glyphosat gibt es?
    2. Wie wird mit den Flächen umgegangen, die von der Gemeindeverwaltung an landwirtschaftliche Betriebe verpachtet sind?

    Damals gab die Verwaltung auf den Antrag der Fraktion der GRÜNEN (Kurzform: Kein Einsatz glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel und anderer Pestizide auf gemeindlichen Flächen) folgende Auskunft: die Verwendung von Glyphosat sei auf den gemeindlichen Friedhöfen nicht zulässig und der Bauhof setze das Mittel seit zwei Jahren, also seit 2014, nicht mehr ein. Wie bekannt, wird nicht erwünschtes Grün von den Mitarbeitern des Bauhofs mit Wasserdampf beseitigt. Seit der Sitzung in 2016, so Imme-Susanne Thüring von der Gemeinde, habe es keine weiteren Anordnungen oder Empfehlungen gegeben, auch nicht an private Grundstückseigentümer.

    Unter den Ausschussmitgliedern herrschte weitgehend Einigkeit und so wurde mehrheitlich beschlossen, dass Pestizide auf den von der Gemeindeverwaltung an landwirtschaftliche Betriebe verpachteten Flächen (Grünflächen und Ackerland) nicht eingesetzt werden dürfen. Diese Vorgabe soll in die Pachtverträge eingearbeitet werden, die neu abgeschlossen werden bzw. zur Verlängerung anstehen. Dabei müssen automatische Verlängerungen durch Kündigung unterbrochen werden. Die Bürger-meisterin ergänzte noch, dass Grünland nur mit Zustimmung der Gemeinde als Verpächter in Ackerland umgebrochen werden dürfe. Tutzing sei eher Grünland als Ackerland. Der Landkreis ist hier bereits ein Stück weiter, wie am 19.03.2018 aus dem Kreistag zu hören war: die Pachtverträge enthalten Klauseln, wonach die Pachtgrundstücke ausschließlich biologisch zu bewirtschaften sind.

    Meine Ratskollegin Renate Geiger wunderte sich, dass es in diesem Winter wieder zu starken Schneeverwehungen auf der Verbindungsstraße Traubing-Garatshausen kommt, denn es würden keine Schneefangzäune mehr aufgestellt. Tina Tamschick aus der Verwaltung, Bereich Verkehr, konnte schnell aufklären: das zuständige Straßenbauamt stelle diese Zäune nicht mehr auf, weil sie dazu Mietverträge mit den Grundeigentümern abschließen müssten. Stattdessen begnüge man sich mit dem Aufstellen von Schildern, die auf Schneeverwehungen hinweisen, um sich so von jeglicher Haftung zu befreien. Die Verwaltung wurde um weitere Klärung gebeten, um ggf. wie früher selbst diese Schneefangzäune mit Einverständnis der Grundeigentümer aufzustellen.

  • 21.03.: Raucht nicht, stinkt nicht

    Es raucht nicht, es stinkt nicht – das Gewerbe, das in einem Haus am Grubenweg ausgeübt werden soll. Einstimmig bejahte der Bau- und Ortsplanungsausschuss in seiner Sitzung am 20.03.2018 unter der Leitung der 2. Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg (CSU) die Frage, ob die beschriebene und in Grundrissen dargestellte Art der baulichen Nutzung bauplanungsrechtlich zulässig sei. Hintergrund war der bereits rechtskräftige Vorbescheid zum Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses im Grubenweg. Der potentielle Erwerber, der eine Agentur zur Vermarktung von Künstlern und Sportlern betreibt, hatte demnach lediglich die Frage gestellt, ob die von ihm beabsichtigte Wohn- und Gewerbenutzung mit den beabsichtigten Vorgaben der Gemeinde im zukünftigen Bebauungsplan (Teilgewerbenutzung) konform gehe und dieser Nutzng zugestimmt werden könne. Im Ausschuss war hier seinerzeit eine 50 : 50 aufgeteilte Nutzung von Wohnen und Gewerbe verlangt worden. Damit soll in diesem Mischgebiet ein Puffer zwischen den Supermärkten im Osten und der reinen Wohnbebauung im Westen geschaffen werden. Der Bebauungsplan Nr. 18 „Suitergrundstück“ befindet sich nach erfolgtem Aufstellungsbeschluss in Bearbeitung.

    Weitere Punkte der Sitzung:

    • Der Antrag auf Änderung des Bebauungsplans Nr. 45 „Tutzing Nordwest – westlich der Traubinger Straße“, Teilbebauungsplan 4 „Zwischen Benediktenweg und Boeckelerstraße“ seitens eines Bauwerbers hat nach dem Abstimmungsergebnis 5:5 keine Mehrheit erhalten und wurde damit abgelehnt. Der Bauwerber wollte nahe am Haus eine unterkellerte Doppelgarage errichten, während im Bebauungsplan nur eine Einzelgarage vorgesehen ist.  Die Verwaltung und der gemeindliche Planer, Prof. Burgstaller, hatten die Änderung empfohlen, die 2. Bürgermeisterin wollte im Änderungsverfahren die Einzelpunkte des Antrags abklären. Mein Ratskollege Prof. Levasier plädierte für die Änderung des Bebauungsplans, um den Fehler in der Festsetzung zu korrigieren. Andere Räte teilten die Meinung, denn schließlich wolle man die Autos nicht auf dem schmalen Benediktenweg parken sehen.
    • Der Antrag auf isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans Nr. 44 „Ilkahöhe“ für die Verlegung der Zufahrt zum Wohngebäude Oberzeismering 1 wurde von der Tagesordnung abgesetzt.
    • Der Antrag auf isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans Nr. 3 „Oberes Schönmoos“ für die Errichtung eines Carports am Höhenberg 13a fand angesichts der Abstimmung mit 5:5 keine Mehrheit und gilt als abgelehnt. Eigentlich kann ein Carport verfahrensfrei errichtet werden, nicht jedoch angesichts dieses Bebauungsplanes, der eine Garage vorsieht, an deren Stelle derzeit ein Gartenhaus errichtet ist. Ein enttäuschendes Ergebnis für den Bauwerber.

     

  • Was geht’s mich an?

    „Die ganze Welt spielt verrückt. Alle regen sich über Trump oder Erdogan auf. Die Zeitungen sind voll mit schlechten Nachrichten. Im Fernseher nur Tatort. Verdammt: was geht’s mich an? Ich muss arbeiten, den Unterhalt verdienen, muss mit den Kollegen auskommen und Überstunden machen. Und dann kommen so Typen und verlangen, dass ich mich engagiere. Für oder gegen irgendwas. Und ich frage wieder: was geht’s mich an?“

    Es sind Millionen, die in Deutschland und anderswo so denken. Sie haben sich auf ihr „ich“ zurückgezogen und glauben nicht mehr an das, was seit Urzeiten den Erfolg sicherte: die Gemeinschaft.

    Was geht das UNS bei der TUTZINGER LISTE an? Haben wir uns nicht einfach um Tutzing zu kümmern? Dass ein Kreisel hier gebaut und ein zu großes Haus dort verboten wird. Dass die öffentlichen Toiletten sauber sind, die Gehwege ohne Stolpersteine und Hundebesitzer den Scheiß ihrer Lieblinge immer eintüten – und die Tüten nicht dem Nachbarn über die Hecke werfen?

    NEIN, uns geht es was an, ob Glyphosat erlaubt oder verboten wird, ob Wirtschafts-Friede oder -Krieg angesagt ist. Denn wir – und alle Tutzinger – sind letztlich Teil des ganzen Geschehens und auch mitverantwortlich. Nicht nur jeder für sich, sondern alle für alle. Dies zu verstehen und daraus Lehren zu ziehen, ist unser aller Auftrag. Es gibt kein Geschehen, das nur regional betrachtet werden könnte. Die TUTZINGER LISTE ist davon überzeugt und handelt danach, dass die vornehmste Rolle aller „Volksvertreter“ darin besteht, den Blick der Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schärfen und deren Willensbildung zu unterstützen. Dazu gehören Weitblick, Überblick und – ja: der Blick aufs Detail im „Kleinraum Gemeinde“.

    Deshalb informieren wir Sie laufen auf www.tutzinger-liste.de über „Ortspolitik immer frisch“ aber auch über Probleme in der Welt, die uns in irgendeiner Form irgendwann vor die Füße fallen. Wie schön wäre es, würden unsere Kollegen bei CSU, FW und Grüne genau so denken und ihre „Homepages“ laufend in den Dienst der Information ihrer Wähler stellen. Doch dort herrscht seit 2014 Todesruhe. Kurz vor 2020 werden wieder ein paar „Sprüche zur Wahl“ zu lesen sein.

    Tja – finden Sie, dass uns das alles nichts angeht?

    Herzlichst,

    Ihre TL-Redaktion

  • Trauerspiel ICE-Bahnhof

    In der letzten Gemeinderatssitzung kam ganz nebenbei zur Sprache, dass der „ICE-Bahnhof-Tutzing“ inzwischen mehr ein Schand- als ein Denkmal sei. Warum geschieht nichts, absolut nichts, ihn so herauszuputzen, wie es die Nachbargemeinden in Pöcking, Feldafing, Bernried und Murnau dank Bürger- oder Gemeinde-Engagement geschafft haben. Ach, da schau her: das reklamieren doch die Tutzinger seit 15 Jahren. Im inoffiziellen Sitzungsprotokoll war dann die kryptische Aussage der 1. Bürgermeisterin zu lesen: sie verwies „auf die laufenden Gespräche mit der DB“.

    Bereits ihre beiden Vorgänger hatten „laufende Gespräche mit der DB“ ohne dass etwas geschehen ist – seit 2008. Zehn Jahre? Der Bürger fragt sich, wie haben es denn all die anderen gemacht?

    Es gab in diesen 10 Jahren immer wieder Vorschläge, den Bahnhof von einer zu gründenden Bürgergesellschaft (wie z.B. die Bürgerbahnhof Oberland GmbH & Co. KG in Murnau oder die Leutkircher Bürger-Bahnhof eG) der DB abzukaufen, ihn zu renovieren und als Bürgerzentrum zu betreiben. Ein bereits anderswo erfolgreiches Konzept inklusive Finanzierungsprogramm wurde von einem international anerkannten Fachmann vor drei Jahren dem damaligen Bürgermeister (ödp) vorgelegt. Und es passierte wieder überhaupt nichts.

    Schade? Nein, verheerend für Tutzings Image. Soll so ein Ort wirklich in der Werbung „Urlaubsort“ genannt werden? Wenn einem schon beim Aussteigen aus dem ICE dank der stinkenden Umgebung wegen nicht intakter Toiletten des Bahnhofs schlecht wird? Seit vier Jahren warten dazu eventuelle Urlaubsgäste auch auf ein neues Hotel Simson. Der Bauherr sagt, an der langen Bauverzögerung seien die Behörden schuld. Ach da schau her: hier ist es nicht die Bahn sondern das Landratsamt… – wie bei einer seit Jahren geplanten Solaranlage in Traubing. Die Erschwerung von Vorhaben seitens der Behörden ist empörend. Aber was ist dagegen zu tun? Als Bürger und Betroffener kann man nur erschrocken zusehen. Oder unerschrocken die Fakten immer wieder aufrufen.

     

  • Bahnhofstoiletten

    Regelmäßig kommt die Frage nach den Bahnhofstoiletten, in der letzten Sitzung des Gemeinderats  am 06.03.2018 vom Gemeinderat Wolfgang Marchner (Bürger für Tutzing): Wie steht es um die nicht benutzbaren Bahnhofstoiletten und das Erscheinungsbild des Bahnhofs an sich? Mehrfach hatten wir das Thema schon hier auf der Homepage.

    Die Bernrieder machen es uns vor: Die König-Ludwig-Strecke mit ihren unbedingt erhaltenswerten Bahnhöfen ist jetzt aus Sicht niederländischer Eisenbahnfans und König-Ludwig-Verehrer wieder um ein Stück attraktiver geworden!

    Gehört es doch zum Bürgermeister-Anforderungsprofil: Blick in die Nachbargemeinden im Sinne von Best Practice! Auf deutsch: Was können wir von den Nachbarn lernen?

    Der Possenhofener Bahnhof ist gerettet, der Bernrieder Bahnhof gerettet, der Feldafinger Bahnhof gerettet! Wir sind umgeben von geretteten Bahnhöfen.

    Jetzt fehlt nur noch der Tutzinger Bahnhof. Wie steht es denn um diesen, nachdem die Wahl gewonnen und die Geheimnisse endlich offengelegt werden können? Was ist der Inhalt der „laufenden Gespräche“?

  • Wie geht das?

    Ein Unternehmer bekommt das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt. Wie geht denn das? Man ist versucht zu denken: hat der in seinem Unternehmen nicht genug zu tun?

    Im „Ich-Zeitalter“ erscheint es unglaublich, dass ein Unternehmer auch noch ehrenamtlich tätig ist. Andreas Hollwich, Inhaber der Firma „Die Bautrockner“ in Unterzeismering, hat bewiesen, dass es geht. Seit Jahrzehnten kümmert er sich um die Finanzen des bald 125 Jahre alten TSV und ist zudem Vorsitzender der Kolpingfamilie Feldafing. Dafür die Auszeichnung. Die andere, nicht veröffentlichte Auszeichnung ist wohl die, dass sein Unternehmen seit Jahren erfolgreich ist.

    Wir von der Tutzinger Liste gratulieren dem Unternehmer und Manager, der im „Ich-Zeitalter“ das WIR noch groß schreibt und, neben allem beruflichem Einsatz, dem Gedanken der Gemeinschaft Kontur gibt.

    DIE TL-REDAKTION

     

  • Bienenkiller

    Bienenkiller

    Am 28.02.18 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine lang erwartete neue Studie zur Risikoeinschätzung der drei Pestizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam vorgestellt.

    Das Ergebnis: Jegliche Nutzung dieser Neonikotinoide stellt ein Risiko für Bienen dar. Damit ist es amtlich: Es gibt keine “sichere” Nutzung dieser Ackergifte! Sowohl ein Bernrieder als auch ein Tutzinger CSU-Vorstandsmitglied verfolgten konsequent die Angelegenheit und machten sich durch klare Haltungen hierzu bemerkbar. Sie traten aus!

    Bild mit freundlicher Genehmigung eines Grünen, er ist EU-Abgeordneter! Alles zur Petition von Sven Giegold und Martin Häusling finden Sie >> hier <<

    Update 10.03.2018: Die GroKo wackelt beim Verbot von Bienenkillern.

  • Die „Wir-Fabrik“ wird 125 Jahre

    1893… man kann es sich nicht vorstellen, war die kleine Welt auf dem Lande – aber auch in den damals noch kleinen „Groß“-Städten – noch überschaubar. Bei allem gesunden Egoismus gab es kaum Egozentrik. Die Nachbarn waren die Stützen ihrer Nachbarn und die Worte WIR und GEMEINSCHAFT wurde großgeschrieben. Aus jenem Jahr stammt der „Tutzinger Sport Verein“, der viele „Supersportler“ hervorbrachte, aber nie seinen Kern verlor: sozialer Mittelpunkt in Tutzing zu sein, Menschen zusammen zu führen, Freude und Erfolg zu ermöglichen, Persönlichkeiten sich entwickeln lassen.

    Nun also wird unser TSV 125 Jahre alt, ohne auch nur eine Spur alt zu sein. Sieben hochaktive Abteilungen prägen den sportlichen TSV und ein umfangreiches Kurs-Programm von Eltern-Kind-Turnen über „SeniorenGym“ bis Zumba bringt die Tutzinger zusammen. 1.800 Mitglieder, also rd. 20% aller Tutzinger, sind das inzwischen – womit der TSV einer der größten Vereine im Landkreis ist. Und wie man sieht: seit 125 Jahren mit dem WIR im Mittelpunkt seines Wirkens.

    Wir gratulieren herzlich, wünschen am 9. Juni 2018 ein rauschendes Geburtstagsfest und sagen auch dem scheidenden Vorstand Uli Dillmann – der ja auch 1. Vorsitzender unserer Tutzinger Liste ist – unseren herzlichen Dank für sein langjähriges Bekenntnis zum wohl wichtigsten Wort in unserer Zeit: dem WIR.

    DIE TL-REDAKTION und Wolfgang Behrens Ramberg