Monat: Juni 2019

  • Sonnwendfeuer? Wo bleiben die rüberschlagenden Funken?

    Die Kommunalwahlen stehen bald vor der Tür; es dürfte am Haupteingang ein ganz heftiges Gedrängel geben. Jetzt kommts auf den Türsteher an, er hat einen tollen Job. Er legt fest, wer reinkommt und wer nicht.

    Man nutzt aber das Vehikel Gremium. Schon einmal keine autoritäre Angelegenheit.

    Das ist dann ungefähr so wie bei den Hinterzimmerdiskussionen;  wer auf die Liste kommt und wer nicht. Das jeweilige Warum ist aber nicht immer im Vordergrund. Es sei denn, der/die Kandidat/in passt haargenau in das Bild, welches bei und für Kommunalwahlen immer gemalt wird. Diese Wahl sei eine reine Persönlichkeitswahl, es zähle das Ansehen der Person. Natürlich ist damit sofort auch die fachliche Eignung für den Gemeinderat verbunden. Und hat man diese nicht, jedoch ein Ansehen, dann gibts Schnellkurse, die jeden umgehend dazu befähigen, die Sprache zu sprechen, die 16% der Bevölkerung sprechen. Die Amtssprache. Wir haben in Tutzing paar Neulinge an Bord, nicht aus der Amtswelt kommend, aber wie zu merken, bereits voll assimiliert. Auf die Idee, dass das Rathaus die Sprache der restlichen 84% sprechen sollte, kam man noch nicht, wird man auch nicht kommen.

    Tja, und woran ist nun zu erkennen, wer für frischen Wind sorgen könnte? Abgesehen vom jeweiligen Gewerbe und den Bauinteressen, was zur Mitgliedschaft im Gemeinderat legitimiert?

    Es sind jugendliche und zugleich querdenkende Mitmacher gefragt.

    Mit der Jugend ist das so ein Problem; vom Plakatekleber zum Handzettelverteiler bis hinauf zum auffallenden Kandidaten zu kommunalen Fragen (Antworten auch) ist der Weg beschwerlich und nicht immer so richtig einsehbar. Also schaut man, ob da nicht noch etwas Älteres auf Lager ist, was jugendlich angestrichen werden kann.

    Davon und dafür gäbe es etwas. Vor den Wahlen ist das Auffallen mit außergewöhnlichen Ideen einfach. Tutzings große Partei probte schon einmal den Aufstand und wurde bekannt. Probte ist gleichzusetzen mit übte. Ein Übung ist aber nicht der Ernstfall.

    Nun gäbe es für Tutzings anerkannt größte Partei mit langer Geschichte (es gibt noch eine andere, die hat aber keine lange Geschichte) einen sehr guten Grund, beim Wähler mit Mut und Chuzpe aufzufallen. Was tut mann nicht alles dafür, vor Wahlen aufzufallen?

    Erprobte Revoluzzer erhielten vor Stunden noch das beste Beispiel, sich profilieren zu können, frei Haus geliefert. Seit Jahren werden in Berlin Böcke geschossen. Ein kapitaler Bock kam dem Dreigestirn Seehofer/Dobrindt/Scheuer vor die Flinte. Die Maut entwickelte sich zum Rohrkrepierer allererster Qualität. Dem Dreigestirn muss gar nicht mehr bewiesen werden, welchen Bock sie da schossen. Es wird der teuerste bisher geschossene Bock! Andere Böcke laufen in Form missratener Verkehrsträgerpolitik bereits auf die Lichtung zu. Zum Abschuss.

    Das wäre doch nun etwas für hiesige Polit-Größen, ob jung oder alt, vor der Wahl bereits zum Herbst hin sehr deutlich zu sagen, hinter den kostenträchtigen Spielchen des Dreigestirns stünde man nicht mehr, man wolle zurückkehren zur Realpolitik mit Augenmaß und auf Nachhaltigkeit und Zukunft ausgelegt.

    Wetten, dass das den schwankenden Wähler mehr interessiert als das sture Festhalten an vorgegebenen Sprachregelungen? Und wenn dann noch pot. Kandidaten in die Gesamtgemengelage mediengeeignet eingreifen, dann hätte Tutzings tragende Partei wieder einmal dafür gesorgt, in interessante Schlagzeilen zu kommen.

    Ein anderes Bild könnte auch helfen: Der Tanker fährt und lässt sich durch keine Lotsen beirren. Die Begleitschiffe drumherum entpuppen sich aber als beweglicher, viel beweglicher. Nur wird deren Fähigkeit, notwendigen Kurs zu erkennen, nicht sehr gerne gehört.

    Meint Ihr

    JB

  • 27.06.: Zu schnell auf der Hauptstraße!

    Auf der Hauptstraße wird zu schnell gefahren, so das Ergebnis der Geschwindigkeitsmessungen des Zweckverbands Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland. Die Messergebnisse wurden in Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss am 26.06.2019 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald (FW) diskutiert. Ende Mai/Anfang Juni war an 7 Tagen der Verkehr an der Hauptstraße in Höhe des Edeka-Marktes erfasst worden. Die Beanstandungsquote lag bei 4,65%, am Sonntag bei 10,97%. Die Aktion hätte für 61 Fahrer zu Punkten in Flensburg geführt, dazu 17 Fahrverbote. Die in der Beiselestraße vorgenommenen Messungen (Tempo 30) waren dagegen nicht weiter auffällig (3,97%, jedoch nur geringe Überschreitungen). Einstimmig beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, hier einen entsprechenden Antrag beim Staatlichen Bauamt zu stellen, wenn möglich stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen (sog. „Starenkästen“) zu installieren, auch im südlichen Abschnitt der Hauptstraße. Vermutlich werden dazu noch Messungen seitens der Polizei erforderlich sein.

    Weitere Punkte der Sitzung:

    • Die mangelhafte Mobilfunkversorgung im Ortszentrum führte zu zahlreichen Beschwerden. Gleichwohl gibt es bei den Bürgerinnen und Bürgern wenig faktenbasiertes Wissen, vielmehr machen Gerüchte die Runde, so auch unter den Zuhörern der Ausschusssitzung. Die Bürgermeisterin stellte die Sachlage dar, ein entsprechende Text war auch an die Presse verschickt worden: 2019-06-26_Pressetext Mobilfunkproblem Tutzing. Die Telekom hat die Antennen auf dem Aurigon-Gebäude zu früh abgeschaltet, ohne den Ersatzstandort sowie die Baugenehmigung für eine neue Antenne geklärt zu haben. Ein richtiger Fehler! Vermutlich wollte man den Dienstweg stark abkürzen und hatte begonnen, die Ersatz-Antenne auf dem eigenen Grundstück an der Kirchenstraße zu errichten. Bekanntlich hat das Landratsamt einen Baustopp verhängt, es gilt Baurecht. Die Bürgermeisterin steht im Kontakt mit der Deutschen Funkturm GmbH und dringt laufend auf eine kurzfristige Lösung des Problems. Für eine konsensfähige Lösung, die die Mobilfunkversorgung bei bestmöglichem Schutz der Anlieger gewährleiste, sei die Gemeinde jederzeit offen. Es wurden alternative Standorte wie auf dem FourSite-Gebäude oder auf dem Baugrundstück Bahnhofstraße/Bräuhausstraße zur Prüfung empfohlen.
    • Zur kritischen Verkehrslage an der Starnberger Straße in Traubing wurde einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, in einer erneuten Ortsbesichtigung zusammen mit der Polizei und dem Landratsamt die Gefahrensituation zu besprechen. Das Thema ist bekannt, es geht nichts voran, weil die Behörden nicht zusammenkommen, so ein Ratskollege aus Traubing. Es gibt dort keine Bürgersteige, keine Fußgängerüberwege, im Winter ist es schlecht beleuchtet. Als Minimum müsste die Beleuchtung verbessert und eine Querungshilfe eingerichtet werden.

    Unter Mitteilungen und Anfragen, Verschiedenes gab es doch einige Punkte:

    • Es wurde angeregt, die Unterführung an der Kustermannstraße samstags während der Zeit des Wochenmarktes zu sperren. Das Tempo der Durchfahrenden sei zu hoch und daher gefährlich für die Marktbesucher.
    • Die am 28.11.2018 beschlossene Aufbringung von Radschutzstreifen im Norden der Hauptstraße ist immer noch nicht realisiert. Das Landratsamt bereitet das vor, das Staatliche Bauamt ist für die Staatsstraße zuständig. Jetzt wird ein von der Gemeinde einzureichenden Plan gefordert, den der Verkehrsplaner Benjamin Neudert anfertigen muss. Wieso dafür einen besonderer Plan erforderlich ist, erschließt sich mir nicht.
    • Bekanntlich wurde am 08.12.2016 das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) beschlossen, das benötigt wird, um Mittel der Städtebauförderung zu erlangen. Dafür wurde das Sanierungsgebiet “Zentrum Tutzing im Verlauf der Hauptstraße vom Bahnhof bis zum See mit besonderem Hinblick auf Denkmalpflege” definiert. Da ist nichts passiert! In anderen Gemeinden wie Bernried, Seefeld oder Wörthsee hat das jeweilige ISEK einen hohen Stellenwert. Hier laufen geordnete Prozesse mit Bürgerbeteiligung. In Tutzing gibt es dazu einen mehrteiligen Empfehlungsbeschluss des Bau- und Ortsplanungsausschusses vom 19.06.2018, der einstimmig im Gemeinderat gefasst wurde:
      • Beginn der vorbereitenden Untersuchungen im räumlich umgrenzten Bereich des Ortszentrums
      • Ortsübliche Bekanntmachung mit dem Hinweis auf Auskunftspflichten
      • Beauftragung eines Fachbüros mit Ausschreibung durch die ARGE Prof Burgstaller/Büscher (das entsprechende Leistungsbild wurde vorgestellt)
      • Ermächtigung der Bürgermeisterin, erforderliche Gutachten zu beauftragen mit der Maßgabe, dem Gemeinderat regelmäßig zu berichten

      Die Bürgermeisterin berichtete nun in der Sitzung, dass es nach dem ausgewählten Programm geringe bis keine finanziellen Mittel für die Sanierung der Hauptstraße gibt. Es sei das falsche Produkt! Im Herbst wird mit beratender Unterstützung ein neues Förderprogramm ausgewählt. Die Verwaltung muss hier also einen neuen Anlauf nehmen. Tutzing sei spät dran, so die Bürgermeisterin.

    • Zum fehlenden Gehsteig entlang der Politischen Akademie konnte die Verwaltung auf Anfrage bestätigen, dass die Herstellung eines ordentlichen Gehsteigs in die Planung zur Sanierung der Hauptstraße eingeflossen ist.
    • In der Weiterführung des Konzepts für den Kustermannpark ist die Auslichtung des südlichen Bereichs bereits in Auftrag gegeben. Hier werden keine wertvollen Bäume gefällt sondern Buschwerk aus Anflugsamen beseitigt, insbesondere um ursprüngliche Sichtachsen wiederherzustellen.

     

     

  • Bezahlter Mief – Echt jetzt?

    Bezahlter Mief – Echt jetzt?

    Wer Bahn fahren will, benötigt eine Fahrkarte. Im digitalen Zeitalter ein Ticket mit dem Handy kaufen – eigentlich ein einfacher Vorgang. Derzeit mit dem „besten Netz“ der Magenta-Truppe am Tutzinger Bahnhof: No way! Was tun? Schwarzfahren, bis wieder Netz kommt? Ekelig. Genau so, wie die Busfahrer, die mangels Toiletten am Bahnhof täglich mehrmals bei den Containern urinieren.

    Als Fahr-Gast ist mir grad irgendwie schlecht. Hat jemand eine Idee wie man diesen „Dienstleistern“, für die wir alle den Geldbeutel aufmachen müssen, wieder Ordnung und Kundennähe beibringt?

  • Musikalisches Kleinod

    Musikalisches Kleinod

    Das kleine Abendkonzert in St. Peter und Paul am 23.06.2019 war ein musikalisches Vergnügen für alle, die den Weg dorthin gefunden hatten. Die vier Musikerinnen Cornelia Beck-Kapphan (Sopran), Yolanda Schwager (Traversflöte), Annette Baumann (Barockvioline), Helene von Rechenberg (Cembalo) ergänzt durch Manfred Pferinger (Barockcello) boten Abendmusik vom Feinsten. Neben Werken der bekannten Komponisten des Barock Georg Friedrich Händel und Henry Purcell wurden auch Stücke weniger bekannter Künstler wie John Stanley und Giacomo Cervetto gespielt. Eine bekannte Zugabe von Händel rundete den Abend ab. Beim Heimgehen ganz beseelt.

  • 26.06.: Geplanter Neubau zu massiv!

    Als zu massiv wertete der Bau- und Ortsplanungsausschuss am 25.06.2019 unter der Leitung der 1. Bürgermeisterin Marlene Greinwald (FW) einen geplanten Neubau eines Wohnhauses mit drei Wohneinheiten und einer Doppelgarage in Monatshausen. Abgesehen davon, dass man nicht wisse, ob das Landratsamt hier wirklich eine Baulücke im Innenbereich sehe, erschien dem Ausschuss das Gebäude mit einer Grundfläche von 16 X 11 Metern und einer Firsthöhe von über 10 Metern zu groß, gerade im Hinblick auf die maßgebliche umgebende Bebauung. Der Antrag auf Baugenehmigung wurde abgelehnt. Die Verwaltung wird dem Bauwerber jedoch signalisieren, dass ein etwas zurückgenommener Entwurf, z.B. rd. einen Meter niedriger, weniger massiv, zustimmungsfähig wäre.

    Weitere Punkte der Sitzung:

    • Der Billigungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 91 „Seeuferbereich“, Teilbebauungsplan 4, wurde von der Tagesordnung abgesetzt.
    • Gleiches galt für den Billigungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 48 „Frey-Grundstück“.
    • Zur 5. Änderung des Bebauungsplans Nr. 74 „Bahnhofstraße/Bräuhausstraße“ im Bereich GE 3-5 wurde einstimmig beschlossen, die Verwaltung mit der Durchführung des Auslegungsverfahren zu beauftragen. Dem vorausgegangen war die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange. So konnte der Leiter des Bauamts, Klaus Menzinger, auf meine Frage bestätigen, dass sich die Kritik des Landratsamt zum Immissionsschutz mit einem neueren Gutachten erledigt habe. Ebenso wurden Empfehlungen des Wasserwirtschaftsamts berücksichtigt.
    • Einstimmig billigte der Bau- und Ortsplanungsausschuss die 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 37 „Gewerbegebiet Kampberg“ samt Begründung in der Fassung vom 25.06.2019. Die Verwaltung wurde beauftragt, das Auslegungsverfahren durchzuführen. Hintergrund der Änderung ist die wachstumsbedingte Ausdehnung eines namhaften Unternehmens in Kampberg. Nachdem die Planungen für die Situierung der zusätzlichen Gebäude zunächst nicht überzeugten, wurde in Zusammenarbeit mit dem gemeindlichen Planer Prof. Burgstaller ein ansprechende Lösung gefunden. Zwei Baukörper mit Satteldach, die im rechten Winkel zu einander stehen und mit dem bestehenden Gebäude eine Hofsituation bilden. Die Firsthöhen entsprechen dem Bestand. Dazu kommt ein Kantinenanbau und ein Regenrückhaltebecken. Weiterhin ist Begründung und eine ansprechende Fassadengestaltung vorgesehen. Insgesamt ein gutes – wiederholtes – Beispiel für eine gute Lösung, die im Zusammenwirken von Gemeinde, Planer und Bauwerber gefunden wurde.
    • Der Billigungsbeschluss zur 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 45 „Tutzing Nordwest – westlich der Traubinger Straße“, Teilbebauungsplan 3 „Zwischen Benediktenweg und Traubinger Straße“ wurde vertagt.
    • Einstimmig fasste der Ausschuss einen Empfehlungsbeschluss an den Gemeinderat, die 4. Änderung des Bebauungsplans Nr. 8 „Zwischen Benediktenweg – Mozartstraße“ anzugehen. Hintergrund der empfohlenen Änderung des Bebauungsplans aus den 1990er Jahren sind die Anträge drei verschiedener Bauwerber, (1) einen Außenaufzug zu bauen, der den Bauraum überschreitet, aber nach der GRZ möglich ist, (2) ein zusätzliches Zimmer zu realisieren und (3) ein Grundstück insgesamt zu überplanen.
    • Im Zuge der Realisierung des geplanten Geschäftsgebäudes an der Ecke Bahnhofstraße/Bräuhausstraße wurde auf Antrag einstimmig beschlossen, die Parkplätze bis zur Inbetriebnahme des neuen Gebäudes auf den Hubert-Hupfauf-Platz zu verlegen. Der Durchgang für die Fußgänger von und zur der Bahnhofstraße wird erhalten bleiben.
    • Dem Antrag auf Baugenehmigung zum (1) Neubau eines innenliegenden Aufzugs im Bestand, (2) zur brandschutztechnischen Ertüchtigung und (3) zum Neubau einer unterirdischen Technikzentrale wurde zugestimmt. Die Baumaßnahmen in der Evangelischen Akademie wurden mit dem Denkmalamt abgestimmt.
    • Dem Antrag auf Baugenehmigung zum Neubau eines Wohnhauses mit zwei Wohneinheiten und drei Einheiten Ferienwohnungen im Nordwinkel in Traubing wurde mehrheitlich zugestimmt. Der Antrag hatte eine Geschichte: nach eine Bauvoranfrage, die positiv votiert wurde, wurde ein erster Bauantrag wegen der beantragten – größeren – Höhe abgelehnt. Danach wurde ein neuer Antrag eingereicht, der den Vorgaben des Bau- und Ortsplanungsausschusses und der umgebenden Bebauung in Höhe und Optik Rechnung trägt. Dem Einwand eines Ratskollegen, diese „bauliche Anomalie“ gehöre nicht in den Ort, begegnete ein anderer Ratskollegen mit dem Verweis auf 15-20 gleichartiger Gebäude in Traubing.
    • Beim Antrag auf Vorbescheid zur Aufstockung und zum Umbau eines bestehenden Einfamilienhauses im Widdumweg in Traubing wurden die eingereichten drei Fragen zur Zulässigkeit des geplanten Bauvorhabens mehrheitlich positiv gesehen. So möchte der Dachwerber den Kniestock und die Dachneigung erhöhen, um im Dachgeschoss drei zusätzliche Zimmer zu realisieren. Dazu ist ein Anbau geplant, um eine Eingangssituation mit Garderobe herzustellen. Die Verwaltung sah die geplanten Maßnahmen als zulässig an. Während ein Ratskollege meinte, das Haus aus 1961 sei „an Dürftigkeit und mangelnder Architektur nicht zu übertreffen. Angesichts der Bezüge in der Umgebung und des geringen Umfangs der Maßnahmen sah ich den Antrag ebenfalls als zustimmungsfähig an.
    • Mehrheitlich stimmte der Bau- und Ortsplanungsausschuss dem Antrag auf isolierte Befreiung zur Errichtung einer Einfriedung und eines Einfriedungstores im Himbeerweg in Tutzing zu und erteilte gleichzeitig die Befreiungen zur Ortsbausatzung hinsichtlich der Nichteinhaltung des Stauraumes und der Ausbildung der Einfriedung als Metallzaun. Es wurden die Auflagen ausgesprochen, (1) das Einfriedungstor in offener Bauweise zu errichten und mit einer Funksteuerung zu versehen und (2) den Zaun in der Weise zu hinterpflanzen, dass die Hecke nicht in den öffentlichen Raum hineinragt.
    • Dem Antrag auf Nutzungsänderung von Aparthotel mit Tanzschule in Klinik mit Tanzschule im Innenbereich des Gebäudes an der Bräuhausstraße 1 wurde zugestimmt. Die Zustimmung der Gemeinde war dazu erforderlich. Das Thema war bereits vor besprochen, Klinik ist wie Hotel Gewerbe, das war die Vorgabe. Der Ausschuss zeigt sich hinsichtlich der Nutzung indifferent.
    • Der Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus an der Feldafinger Straße in Traubing wird das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt. Zur Begründung verweis die Verwaltung darauf, dass das Grundstück vollständig im planungsrechtlichen Außenbereich befindet. Eine Bauvoranfrage desselben Bauwerbers zur Errichtung einer Lagerhalle war bereits vor Jahren abgelehnt worden. Daher stellte ich die Frage, ob dieses Gebiet nicht seitens der Gemeinde zu überplanen gewesen wäre, Rat und Verwaltung hier also die Hausaufgaben nicht gemacht hätten. Die Verwaltung stellte klar, das lt. Landratsamt die Splittersiedlung durch Erteilung von Baurechten nicht verfestigt werden soll, die Trennwirkung durch die Bundesstraße 2 sei gegeben. Dasselbe gelte für die Splittersiedlung Baderbichl. Die Bürgermeisterin schloss an, ein Bebauungsplan für Traubing wäre erforderlich, benötige aber Zeit.

     

     

     

     

     

     

  • Sozialpreis 2019 an die Ambulante!

    „Eine Sternstunde für die Menschlichkeit“ titelte der Starnberger Merkur in seinem Beitrag. In einer Veranstaltung am Montag, 24.06.2019, im Strandhouse in Starnberg, wurden die Preiseträger in den Kategorien „Kinder und Jugend“, „ Erwachsene und Familien“ und Senioren und Pflege“ geehrt. Dazu gab es zwei Sonderpreise. Zu entscheiden hatte die Jury der gemeinsamen Initiative von Lions Club Starnberger See – Ludwig II, Landratsamt und Starnberger Merkur unter 34 Bewerbungen. Die Zeitung berichtete ausführlich darüber und stellte jede Initiative ausführlich vor. Diese Aufmerksamkeit und die Würdigung ihrer Arbeit für die Mitbürger waren es, die den zahlreichen ehrenamtlichen Vertretern der Initiativen wichtig waren, wichtiger als die insgesamt 20.000 Euro Preisgelder, die ausgeschüttet wurden. Dies war den einzelnen Dankesworten eindeutig zu entnehmen.

    Mit dem dritten Preis in der Kategorie „Senioren und Pflege“ durfte ich die Ambulante Krankenpflege Tutzing e.V. auszeichnen. Sie hatte sich mit dem Bau einer ambulanten Tagespflege mit 18 Plätzen in Bernried beworben.

    „Der vermutlich wichtigste Ort im Leben eines jeden Menschen ist sein Zuhause. Ob das eine Zweizimmerwohnung oder ein Einfamilienhaus ist: Die eigenen vier Wände bilden das ureigene Refugium, das Vertrautheit, Sicherheit und Privatsphäre gewährleistet. Es bedeutet ein wesentliches Stück Identität, auf das man auch im Alter nicht verzichten möchte. In einer Zeit, in der man sich tendenziell mehr nach innen als nach außen wendet, bietet es Schutz und Geborgenheit. Es birgt aber, zum Beispiel wenn man allein lebt, wenn Kraft und Mobilität nachlassen oder man an Demenz erkrankt, auch Gefahren in sich.

    Pflegebedürftige und ihre Angehörigen stehen damit vor der Aufgabe, die beiden Punkte wieder zusammenzubringen: ein möglichst selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden auf der einen Seite und betreute Sicherheit, unterstützende Pflegeleistungen und soziale Einbindung auf der anderen Seite. Tatsächlich kann dieser Spagat dank neu gestalteter Modelle für das Leben im Alter heute bewältigt werden. Das gewohnte heimische Umfeld kann erhalten bleiben, wenn partiell extern Pflege und Betreuung professionell gewährleistet werden. Tagespflege somit als qualifiziertes Angebot für alle, die Hilfe, Struktur und soziales Miteinander im Tagesablauf benötigen, abends und nachts aber im gewohnten Umfeld bleiben möchten.

    In unserem Landkreis gibt es eine Institution, die sich mittlerweile seit fast 100 Jahren mit Herz, Seele, Wissen und Kompetenz im Bereich der Pflege engagiert und sich dadurch auszeichnet, dass sie sich nie auf ihren kontinuierlich herausragenden Bewertungen ausruht.  Die Ambulante Krankenpflege Tutzing e.V. hinterfragt stets, was im Sinne des sich verändernden und wachsenden Bedarfs getan werden muss und kann. Dazu gehört aktuell auch die Etablierung einer neuen Tagespflegeeinrichtung mit ehrenamtlicher Hilfe in Bernried. Die Jury sieht hierin ein beispielhaftes Projekt als zukunftsweisende Alternative zum Umzug ins Seniorenheim.“

    Nach dieser kleinen Laudatio dankte ich der Ambulanten Krankenpflege für die Perspektiven, die sie den Menschen in der Region bietet, das eigene Zuhause mit einem erweiterten zeitweiligen Zuhause kombinieren zu können, und  gratulierte Armin Heil, dem Geschäftsführer der Ambulanten Krankenpflege Tutzing e.V. herzlich zum 3. Preis.

     

    Mit auf dem Bild: Landrat Tim Weidner und Lions-Präsident Winfried Hagenhoff

  • „Geht in den Gemeinderat!“

    Die Überschrift in der Süddeutschen Zeitung vom 22.06.2019 (Seite R7) spricht für sich. Auch für uns als TUTZINGER LISTE.

    Die Überschrift fordert u.a. dazu auf, was wir seit Jahren wollen: Mehr Besucher zu den Sitzungen von Gemeinderat und Ausschüssen! Interessierte, betroffene und noch nicht betroffene Tutzinger können sich dann selbst einen Eindruck von der Arbeit des Gemeinderats und der Verwaltungsspitze verschaffen. Die Komplexität deren Arbeit und der Rahmen hierzu wären dann viel besser verständlich. Es wüssten die Tutzinger mehr und besser darüber Bescheid, welche Probleme hausgemacht seien und welche sich aus dem täglichen Interessenausgleich ergeben.

    Die Überschrift sagt auch, anstatt herumzumeckern, alles besser zu wissen oder sich schließlich völlig vom kommunalpolitischen Geschehen abzuwenden, sei es besser, sich selbst in die kommunalpolitische Gremienarbeit einzubringen. Das ist ein großes Anliegen von uns als TUTZINGER LISTE. Wir adressieren das bei allen Gelegenheiten an unsere Homepage-Leser und Sympathisanten, insbesondere an die jüngeren Wähler.

    Zum Text des SZ-Artikels: Beide Tutzinger Akademien beobachten seit Jahren aus zum Teil unterschiedlichen Blickwinkeln sehr intensiv das Geschehen im Landkreis. Die Akademie für Politische Bildung (APB, Direktorin Prof. Ursula Münch) bringt es mit dem Beitrag (SZ-Interview Christine Setzwein) auf den Punkt. Alleine der Untertitel und Absatz zum Schluss „Frauen sollten ihre Männer in den Elternbeirat schicken und selbst kandidieren“ fordert den Leser (die Leser*In) auf, sich mit dem einseitigen Artikel zu beschäftigen. Einseitig deswegen, weil die SZ tatsächlich auf einer ganzen Zeitungsseite über das Interview dazu aufruft, die kommende Kommunalwahl zum Anlass zu nehmen, über Strukturen, Prozesse, Personen und Ergebnisse der Willensbildung sich kundig zu machen.

    Wir sind der SZ insofern dankbar, weil sie erstmals und dann noch mit diesem Interview in das örtliche politische Geschehen hineinleuchtet, das schon seit längerer Zeit im Fokus kritischer Zeitgenossen steht. Der Artikel endet mit dem vielsagenden Hinweis, es könnte auch den aktiven Kommunalpolitikern Respekt gezollt werden, damit nicht nur Luschen im Gemeinderat säßen. Das Interview meinte den gesamten Landkreis und vermutlich weniger nur Tutzing.

    Wir wollen das Interview zum Anlass nehmen, der SZ für diesen Mut zu lokaler Berichterstattung zu danken und zugleich Wähler und auch potentielle Wähler auf die kommenden Monate und die vorgeblich unvermeidbaren Worthülsen hinzuweisen.

    Tutzing kann sich freuen, im eigenen Gemeindebereich durch die bundesweit anerkannte Institution APB recht deutliche und damit verständliche Hinweise zu erhalten. Auf welchen Boden diese fallen, werden die nächsten fünf Monate zeigen.

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/interview-geht-in-den-gemeinderat-1.4494119

    TL-Redaktion

     

  • Zivilgesellschaft – ja ich bin dabei!

    So lautete die Aussage auf Aufklebern, die auf einer Präsentationsfolie abgebildet waren. Einer Folie im Vortrag von Prof. Dr. Edgar Grande zum Thema „Zivilgesellschaft in Deutschland – Entwicklungen und Herausforderungen“.

    In Tutzing gab es am vergangenen Wochenende, 14. – 16. Juni 2019, eine Tagung zum 70-jährigen Jubiläum des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing e.V. in Kooperation mit dem Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin (WZB). Thema: „Aufbrüche, Umbrüche, Ausblicke – Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland“. Als Tutzinger habe ich mir ausgewählte Vorträge und Diskussionsrunden angehört. Den Vortrag von Prof. Dr. Edgar Grande, Gründungsdirektor des Zentrums für Zivilgesellschaftsforschung am WZB, versuche ich nachstehend zusammenzufassen.

    Ausgehend von der Definition des Begriffs Zivilgesellschaft, „Freiwillige Zusammenschlüsse der Bürger jenseits von Staat, Markt und Familie“ und der starken normativen Aufladung des Begriffs im Sinne einer engen Bindung an das Gemeinwohl stellte Prof. Grande fest, dass sich nach einer Untersuchung, dem Freiwilligen Survey von 2014, rd. 43% der Wohnbevölkerung über 14 Jahren sich freiwillig engagiert. Es gebe ein hohes Aktivitätsniveau bei gleichzeitiger Vielfalt des Engagements.

    Die Entwicklung der Zivilgesellschaft lässt sich mit drei Begriffen beschreiben: So wird (1) festgestellt, dass die Aktivierung der Bürgerinnen und Bürger deutlich zugenommen hat. Gleichzeitig hat (2) ein Strukturwandel stattgefunden. Während Großorganisationen wie Volksparteien, Gewerkschaften, Verbände und Kirche Bedeutungs- und Mitgliederverlust registrieren, gibt es eine Zunahme freiwilligen Engagements bei Projekten wie z.B. die Flüchtlingshilfe. Dazu ist (3) eine zunehmende Politisierung zu verzeichnen, neue politische Spaltungen, neue strukturelle Konflikte wie „Integration versus Abgrenzung“ und „Öffnung versus Schließung“ von Grenzen, Märkten, sozialen Gemeinschaften. Konkrete Themenbereiche sind neue kulturelle Werte, Einwanderung und Europa. Bei der Politisierung der Zivilgesellschaft lassen sich vier Formen unterscheiden:

    1. Entstehenden neuer zivilgesellschaftlicher Vereinigungen mit gesellschaftspolitischen Zielsetzungen;
    2. Neue soziale Bewegungen „von rechts“ (z.B. Pegida)
    3. Politisierung bestehender zivilgesellschaftlicher Vereinigungen
    4. Mobilisierung gegen radikalen rechten Populismus

    Hier besteht die Gefahr der Polarisierung, der Spaltung und der Instrumentalisierung der Zivilgesellschaft. Entsprechend steht die Zivilgesellschaft vor Herausforderungen:

    • Die Zivilgesellschaft muss inklusiver werden, die Integrationsbemühungen müssen verstärkt werden, um den Spaltungstendenzen zu begegnen.
    • Die Zivilgesellschaft muss sich an veränderten Handlungsrahmen anpassen. Angesichts zunehmender Regulierung ist ein schrumpfender Handlungsrahmen zu konstatieren; gleichzeitig gibt es eine Erweiterung des Handlungsrahmens durch Europa und International.
    • Im Strukturwandel der Zivilgesellschaft gilt es, die Beständigkeit zu sichern durch die Stärkung und nachhaltige Unterstützung von Vereinen und Initiativen.

    Die Zivilgesellschaft, so das Zwischenfazit, steht vor großen Herausforderungen. Sie kann die Bedingungen für ihre Leistungsfähigkeit nicht schaffen und garantieren. Hier bedarf es der Unterstützung. Es besteht die Notwendigkeit einer gezielten Förderung nachhaltigen Engagements.

    Dazu hat die Expertenkommission „Sicherheit im Wandel“, der Prof. Grande als stv. Leiter der Kommission angehört, folgende Empfehlungen zur Stärkung der Zivilgesellschaft aufgestellt:

    • Erlernen von bürgerschaftlichem Engagement in schulischen Projekten
    • Ausbau von Freiwilligendiensten für Jugendliche (auch ein Pflichtjahr wird diskutiert)
    • Förderung professioneller Strukturen in den Kommunen als Andockstationen ehrenamtlicher Tätigkeit
    • Nachhaltige Finanzierung bürgerschaftlicher Initiativen und Projekte (z.B. Engagementstiftung)
    • Bessere Verzahnung von Erwerbsarbeit und bürgerschaftlichem Engagement (z.B. bezahlter Engagementurlaub, Pro Bono-Aktivitäten von Unternehmen)
    • Neue Dialog- und Beteiligungsformate in den Kommunen

    Auch angehört habe ich mir den Vortrag von Prof. Dr. Hans Vorländer, Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte am Institut für Politikwissenschaften an der TU Dresden. Dabei ging es um die Zivilgesellschaft in der Migrationsgesellschaft und die neuen Bürgerbewegungen in Deutschland. Die graswurzelartig entwickelte Flüchtlingsorganisation sei ein Beispiel, was die Zivilgesellschaft hervorbringen kann. Die engagierte Flüchtlingshelferin Julia Poweleit ergänzte als Mitgründerin des Flüchtlingshelferkreises Weilheim und berichtete von der fehlenden Legitimation als engagierte Helfer bis zur Akzeptanz in den Kommunen. Als Fazit erklärten beide Vortragenden, die diskursive Stimmung sei schlechter als die Lage, ein kontinuierliche Gegenhalten von unten bleibe erforderlich.

    Anekdotisch-launig war das Gespräch zwischen Dr. Wolfgang Thierse, Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing und Udo Hahn, Akademiedirektor über den Politischen Protest und Zivilgesellschaft im deutschen Transformationsprozess.

    Am Samstagabend schließlich gab es ein Wiedersehen mit dem Münchener Kabarettisten Christian Springer, der im Jahr 2016 mit dem Toleranzpreis  der Evangelischen Akademie Tutzing für seine „vorbildliche Initiative“ geehrt wurde, mit seinem Verein Orienthelfer e.V. den Opfern des Syrienkonflikts direkt in der Krisenregion, in Jordanien und im Libanon, zu helfen. Sein Thema: „Stell‘ dir vor, es herrscht Not und keiner geht ran“.

     

     

  • Aufstand der Knirpse

    Die Welt gibt sich kompliziert! Erst jüngst wurden wir darauf angesprochen, weswegen wir in unseren Beiträgen nicht auf die Gendersprache achten. Täten wir es, hieße die Überschrift „Knirps*Innen“. Mögen uns die Leser*Innen verzeihen, dass wir trotz derzeitiger Gender-Diskussion an alten Formen festhalten.

    Der seit Monaten von uns verwendete Cartoon zur Lage auf der Straße hat es in sich, denn mit wenigen Strichen ist genau das beschrieben, was heute drückt. Besser: drücken sollte!

    Wahlen demnächst um uns herum und bei uns dann die Kommunalwahl in wenigen Monaten! Bei CDU/CSU/FDP wird aufgerüstet, Werte-Union und Konservative Revolution leisten ihren Beitrag, indem sie entweder an bewährte Rezepte erinnern und wenn das nicht hilft, kommen alle über die uneinschränkbare Freiheit.

    Uns fällt auf, wie wenig in großen Zusammenhängen bei den Leuten gedacht wird, die kleine Politik  (d.i. Kommunalpolitik) machen. An die Freitagsdemonstrationen hat man sich gewöhnt. Das Internet lässt auch höchst unpassende Formen und Inhalte der Meinungsäußerung zu.

    Uns fällt auf, wie wenig hier im Landkreis die Jugend zu Wort kommt.

    Beim Beschreiben unseres Standortes als TUTZINGER LISTE und unserer Gedanken fiel nämlich das fortgesetzte Schweigen von CSU und FDP auf; business as usual. Wohl in der Hoffnung, es regele sich alles von selbst und erst recht dann, wenn’s in die Bayr. Verfassung eingetragen wird. Eine Frage lässt uns aber nicht los: Wieso engagieren sich so wenig Jugendliche bzw. Jungwähler in politischen Gruppierungen? Es kann doch nicht angehen, dass die Zukunft jetzt denen überlassen wird, die fast keine mehr haben, bzw. diese teilweise mit größtem Erfolg verspielten.

    Mit zu unseren Aufgaben machten wir, regelmäßig über den Zaun zu schauen. Der Blick nach Österreich lohnt sich zwar, ist aber für uns derzeit lediglich ein unpassendes Beispiel. Ein Blick in die Schweiz, in der sich viel Meinungsbildung und Entscheidungsfindung auf der Straße oder dafür geeigneten öffentlichen Plätzen abspielt, zeigt mit beigefügtem Aufsatz, wo mögliche Ursachen heutiger Verfahrenheit und des Nichtwollens und Nichtkönnens angesiedelt sind. Bei erstem Lesen dachten wir, der schweizer Text könne jugendlichen Wählern nicht zugemutet werden. Nach mehrfachem Lesen liegt für uns aber eine Wurzel zu heutigem Aufblühen Ewiggestriger darin, was im Artikel beschrieben wurde.

    Es kann sogar sein, diese Gedanken seien bereits bei der mitdenkenden Jugend und den jugendlichen Wählern angekommen, gewiss auch bei etlichen Eltern und Lehrern. Nur haben CSU und SPD wohl davon noch nichts mitbekommen. Denn das könnte den Kellersturz beider Parteien erklären.

    Wir geben Ihnen den Link zur Kenntnis; machen Sie sich selbst ein Bild.

    https://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Wachstum-Bevolkerungswachstum-Welthandel-Ressourcen

    CSU, FDP kennen die in dem Link beschriebene Story-Line; die SPD ist bereits deswegen darüber vital gestolpert, weil sie die Ursachen heutiger Katastrophen kennt, aber nicht ansprechen wollte und der Annahme ist, Reförmchen würden honoriert.

    TL-Redaktion

     

  • Tag der offenen Tür im Schloss Tutzing

    Tag der offenen Tür im Schloss Tutzing

    Bei bestem Wetter gab es am Sonntag, 02.06.2019, Gelegenheit für alle, sich Schloss, Park und Akademiearbeit aus der Nähe anzusehen.

    Schloss und Park kennen die meisten Tutzinger, so interessiert hier das Jahresprogramm 2019/2020. Der bekannte Rundfunkmoderator Achim Bogdahn bat die einzelnen Studienleiterinnen und Studienleiter, sich selbst mit einem „Tutzing-Moment“ und dann ihr Programm vorzustellen, welche Vorträge und Tagungen geplant sind. Dies geschah launig und in lockerer Atmosphäre. Insgesamt umfasst das Programm neunzig Tagungen, Podiumsdiskussionen, Vorträge und Studientage, die die Evangelische Akademie Tutzing jährlich veranstaltet und die für jedermann zugänglich sind. Es wird die Möglichkeit gegeben, sich mit den aktuellen Herausforderungen, vor denen Gesellschaft und Politik stehen, intensiver zu beschäftigen.

    „Den wenigsten Menschen, die hier leben, ist bewusst, an welch privilegiertem Ort sie leben“, sagte Brigitte Grande, Tutzingerin und Vorsitzende des Freundeskreises der Akademie, und meinte damit, dass es sich lohnt, an Veranstaltungen der Akademie teilzunehmen. „Man muss ja gar kein Wochenende dabei bleiben, man kann auch einfach nur zu einem Vortrag kommen!“, fügte sie hinzu.

    Hinweis: Unter diesem Link kann man das Jahresprogramm für das kommende Studienjahr 2019/2020 bestellen. Online ist es hier verfügbar.